Semest: Unterschied zwischen den Versionen

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Bereits im Frühmittelalter gab es auf dem Gebiet des heutigen Semess eine Siedlung, die heute zur Stadt Semess zählende Stadt [[San Sebastian]] bestand bereits seit spätrömischer Zeit. Die Stadt Semess wurde offiziell im 10. Jahrhundert n. Chr. vom [[König von Sagradien|sagradischen König]] [[Albreth IV. der Barmherzige|Aliureto IV.]] unter dem Namen „Semescitia“ gegründet, blieb jedoch lange Zeit eine mäßig bedeutende Mittelstadt im Norden [[Altsarmay]]s, die deutlich im Schatten der nahegelegenen Metropolen und Bischofsstädte [[Noyar]], [[Vierna]] und dem nahegelegenen [[Novil]] stand. Erst im Spätmittelalter konnte Semess als Handelsplatz allmählich zu den großen Städten Mittelsagradiens aufschließen. Als inoffizielle Hauptstadt des Königreichs galt lange Zeit Noyar, wo traditionelle die Königskrönungen stattfanden und wo die sagradischen Monarchen nach ihrem Tod begraben wurden. Unter den ersten [[Santori]]-Königen richtete sich der Königshof sodann in deren Heimatstadt [[Tulis]] ein. Die [[Bistum Novil|Bischöfe von Novil]] besaßen im Mittelalter Residenzen in Semess, Bischof [[Arnâu de Marbé]] ließ um 1450 den [[Palâciu de Marbé]] errichten, der um 1520 an die sagradische Krone verkauft wurde.   
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Bereits im Frühmittelalter gab es auf dem Gebiet des heutigen Semess eine Siedlung, die heute zur Stadt Semess zählende Stadt [[San Sebastian]] bestand bereits seit spätrömischer Zeit. Die Stadt Semess wurde offiziell im 10. Jahrhundert n. Chr. vom [[König von Sagradien|sagradischen König]] [[Albreth IV. der Barmherzige|Aliureto IV.]] unter dem Namen „Semescitia“ gegründet, blieb jedoch lange Zeit eine mäßig bedeutende Mittelstadt im Norden [[Altsarmay]]s, die deutlich im Schatten der nahegelegenen Metropolen und Bischofsstädte [[Noyar]], [[Vierna]] und dem nahegelegenen [[Novil]] stand. Erst im Spätmittelalter konnte Semess als Handelsplatz allmählich zu den großen Städten Mittelsagradiens aufschließen. Als inoffizielle Hauptstadt des Königreichs galt lange Zeit Noyar, wo traditionell die Königskrönungen stattfanden und wo die sagradischen Monarchen nach ihrem Tod begraben wurden. Unter den ersten [[Santori]]-Königen richtete sich der Königshof sodann in deren Heimatstadt [[Tulis]] ein. Die [[Bistum Novil|Bischöfe von Novil]] besaßen im Mittelalter Residenzen in Semess, Bischof [[Arnâu de Marbé]] ließ um 1450 den [[Palâciu de Marbé]] errichten, der um 1520 an die sagradische Krone verkauft wurde.   
  
Einen rasanten Aufstieg erlebte Semess nach der Reichsteilung [[David I.|Davids I.]] und nach dessen Tod 1543, als das Weltreich der [[Sántori]] nun zwischen Davids Tochter [[Johanna I.]] und ihrem Großonkel [[Joseph der Schöne|Joseph dem Schönen]] aufgeteilt wurde. Die neuen sagradischen Herrscher [[Johanna I.]] und ihr Mann [[Michael III.]] verlegten um 1549 den Königshof offiziell nach Semess. Der Palâcia de Marbé wurde nun zum Ursprung des neuen Königspalastes ausgebaut. Johanna und Michael betätigten sich als Bauherren, um ihrer neuen Hauptstadt Pracht und Ansehen zu verleihen. Hierzu holte das Paar bekannten [[Tulis|tulinesischen]] Meister [[António Volero]] eigens in die neue Hauptstadt, die in den folgenden Jahrhunderten zur größten und wichtigsten Stadt des Landes heranwuchs. 1582 verlegte der [[Bischof von Viteza]] seinen Sitz nach Semess, heute ist Semess Erzbischofssitz.  
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Einen rasanten Aufstieg erlebte Semess nach der Reichsteilung [[David I.|Davids I.]] und nach dessen Tod 1543. Die neuen sagradischen Herrscher [[Johanna I.]] und ihr Mann [[Michael III.]] verlegten um 1549 den Königshof offiziell nach Semess. Der Palâciu de Marbé wurde nun zum Ursprung des neuen Königspalastes ausgebaut. Johanna und Michael betätigten sich als Bauherren, um ihrer neuen Hauptstadt Pracht und Ansehen zu verleihen. Hierzu holte das Paar den bekannten [[Tulis|tulinesischen]] Meister [[António Volero]] eigens in die neue Hauptstadt, die in den folgenden Jahrhunderten zur größten und wichtigsten Stadt des Landes heranwuchs. 1582 verlegte der [[Bischof von Viteza]] seinen Sitz nach Semess, heute ist Semess Erzbischofssitz.  
  
Währen der [[Palâciu Real de Semesce]] mit seinen diversen Flügeln zur Hauptresidenz der sagradischen Könige ausgebaut wurde, nutzten die Monarchen den unter [[Philipp VII. Jakob]] erbauten [[Palâciu de Novil]] im nahegelegenen [[Novil]] als Sommerresidenz. Der von Philipps leitendem Minister [[Joán María Belavís]] in Auftrag gegebene und unter [[Gabriel V.]] fertiggestellte [[Palâciu de Belavís]] sowie der unter [[Danadier II.]] ausgebaute [[Palâciu de Colegial]] kamen später hinzu.  
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Während der [[Palâciu Real de Semesce]] mit seinen diversen Flügeln zur Hauptresidenz der sagradischen Könige ausgebaut wurde, nutzten die Monarchen den unter [[Philipp VII. Jakob]] erbauten [[Palâciu de Novil]] im nahegelegenen [[Novil]] als Sommerresidenz. Der von Philipps leitendem Minister [[Joán María Belavís]] in Auftrag gegebene und unter [[Gabriel V.]] fertiggestellte [[Palâciu de Belavís]] sowie der unter [[Danadier II.]] ausgebaute [[Palâciu de Colegial]] kamen später hinzu.  
  
Während des [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkriegs 1713-1721]] residierten die Könige längere Zeit außerhalb von Semess, ehe König [[Peter II.]] nach seiner Rückkehr 1721 beim [[Sturm auf den Plazarenya]]-Palast am 23. Mai 1723 ermordet wurde. Der Palast am Plazarenya, Teil des Königspalastes im Herzen von Semess, fing bei seiner gewaltsamen Erstürmung Feuer und brannte in der Folge nieder. Königin [[Maria I.]] und ihr Mann [[Johann III.]] ließen die Ruinen in der Folge abreißen, ehe [[Gabriel VII.]] um 1760 mit dem Wiederaufbau eines neuen Palastes am Plazarenya begann. Dieser erhielt schließlich unter König [[Philipp VIII.]] in den 1880er Jahren einen umfassenden Umbau und seine heutige Fassade.
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Während des [[Sagradischer Bürgerkrieg|Sagradischen Bürgerkriegs 1713-1721]] residierten die Könige längere Zeit außerhalb von Semess, ehe König [[Peter II.]] nach seiner Rückkehr 1721 beim [[Sturm auf den Plazarenya]]-Palast am 23. Mai 1723 ermordet wurde. Der Palast am Plazarenya, Teil des Königspalastes im Herzen von Semess, fing bei seiner gewaltsamen Erstürmung Feuer und brannte in der Folge nieder. Königin [[Maria I.]] und ihr Mann [[Johann III.]] ließen die Ruinen in der Folge abreißen, ehe [[Gabriel VIII.]] um 1760 mit der Errichtung eines neuen Palastes am Plazarenya begann. Dieser erhielt schließlich unter König [[Philipp VIII.]] in den 1880er Jahren einen umfassenden Umbau und seine heutige Fassade.
  
 
=== Stadtbild ===
 
=== Stadtbild ===

Version vom 13:04, 4. Mär 2012

Semess (sagr. Semesce) ist die Hauptstadt der Republik Sagradien, der Region Semesce und der gleichnamigen Provinz. Die Stadt liegt am unteren Lauf des Flusses Liêno, inmitten des großen Liêno-Beckens wenige Kilometer von der Mündung des Flusses in den Pin entfernt. Mit einer Einwohnerzahl von 2.5 Millionen im Stadtgebiet und über 6 Millionen in der Agglomeration ist Semess die größte Stadt Sagradiens und eine der größten Metropolen Europas.

Geschichte

Bereits im Frühmittelalter gab es auf dem Gebiet des heutigen Semess eine Siedlung, die heute zur Stadt Semess zählende Stadt San Sebastian bestand bereits seit spätrömischer Zeit. Die Stadt Semess wurde offiziell im 10. Jahrhundert n. Chr. vom sagradischen König Aliureto IV. unter dem Namen „Semescitia“ gegründet, blieb jedoch lange Zeit eine mäßig bedeutende Mittelstadt im Norden Altsarmays, die deutlich im Schatten der nahegelegenen Metropolen und Bischofsstädte Noyar, Vierna und dem nahegelegenen Novil stand. Erst im Spätmittelalter konnte Semess als Handelsplatz allmählich zu den großen Städten Mittelsagradiens aufschließen. Als inoffizielle Hauptstadt des Königreichs galt lange Zeit Noyar, wo traditionell die Königskrönungen stattfanden und wo die sagradischen Monarchen nach ihrem Tod begraben wurden. Unter den ersten Santori-Königen richtete sich der Königshof sodann in deren Heimatstadt Tulis ein. Die Bischöfe von Novil besaßen im Mittelalter Residenzen in Semess, Bischof Arnâu de Marbé ließ um 1450 den Palâciu de Marbé errichten, der um 1520 an die sagradische Krone verkauft wurde.

Einen rasanten Aufstieg erlebte Semess nach der Reichsteilung Davids I. und nach dessen Tod 1543. Die neuen sagradischen Herrscher Johanna I. und ihr Mann Michael III. verlegten um 1549 den Königshof offiziell nach Semess. Der Palâciu de Marbé wurde nun zum Ursprung des neuen Königspalastes ausgebaut. Johanna und Michael betätigten sich als Bauherren, um ihrer neuen Hauptstadt Pracht und Ansehen zu verleihen. Hierzu holte das Paar den bekannten tulinesischen Meister António Volero eigens in die neue Hauptstadt, die in den folgenden Jahrhunderten zur größten und wichtigsten Stadt des Landes heranwuchs. 1582 verlegte der Bischof von Viteza seinen Sitz nach Semess, heute ist Semess Erzbischofssitz.

Während der Palâciu Real de Semesce mit seinen diversen Flügeln zur Hauptresidenz der sagradischen Könige ausgebaut wurde, nutzten die Monarchen den unter Philipp VII. Jakob erbauten Palâciu de Novil im nahegelegenen Novil als Sommerresidenz. Der von Philipps leitendem Minister Joán María Belavís in Auftrag gegebene und unter Gabriel V. fertiggestellte Palâciu de Belavís sowie der unter Danadier II. ausgebaute Palâciu de Colegial kamen später hinzu.

Während des Sagradischen Bürgerkriegs 1713-1721 residierten die Könige längere Zeit außerhalb von Semess, ehe König Peter II. nach seiner Rückkehr 1721 beim Sturm auf den Plazarenya-Palast am 23. Mai 1723 ermordet wurde. Der Palast am Plazarenya, Teil des Königspalastes im Herzen von Semess, fing bei seiner gewaltsamen Erstürmung Feuer und brannte in der Folge nieder. Königin Maria I. und ihr Mann Johann III. ließen die Ruinen in der Folge abreißen, ehe Gabriel VIII. um 1760 mit der Errichtung eines neuen Palastes am Plazarenya begann. Dieser erhielt schließlich unter König Philipp VIII. in den 1880er Jahren einen umfassenden Umbau und seine heutige Fassade.

Stadtbild

Die Kathedrale San Docién in Celu nach den Plänen von Lorenzo Desquiero stammt aus dem 16./17. Jahrhundert und weist eine barocke Fassade auf.

Im Regierungsviertel der Stadt, dem Barrí de la Naûn, befindet sich in unmittelbarer Nähe des alten Königspalastes Palâciu Real de Semesce der neue Plazarenya-Palast als Sitz des Präsidenten der Republik, unweit davon am Ufer des Liêno der Palâciu Montevil (Sitz der Abgeordnetenkammer) sowie der Palâciu Tesqué (Sitz des Senats). Der Palâciu Valier, einst als Privatresidenz Miguel de Valiers erbaut, fungiert heute als Sitz des sagradischen Ministerpräsidenten, der Justizpalast beherbergt u.a. den Verfassungsgerichtshof (Corte Constitucional).

Eines der Wahrzeichen Semess’ ist der Torre Bêu-Gran, der zum Rathaus der Stadt gehört.

Zu den wichtigsten Vororten von Semess zählen neben dem historischen Colegial, der früheren Sommerresidenz der sagradischen König, und der Bischofsstadt La Novel mit dem Flughafen Novel die großen Vorstadtsiedlungen Vapaís, Arocí und die Bischofsstadt San Sebastian de la Crûce.

Semess verfügt mit dem im nordsarmayischen Bergüel gelegenen Airport Semesce-Bergüel sowie dem Flughafen La Novel über zwei der drei wichtigsten Verkehrsflughäfen Sagradiens. Der kleinere Flughafen von Croel wird heute hauptsächlich für den Geschäftsflugverkehr und für Flugshows genutzt.

Die Einwohner Semess’ werden als Semeskaner (Semescanoes) bezeichnet.