Partit Democrat Libral: Unterschied zwischen den Versionen

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Die PDL, deren erster Vorsitzender [[Francis Altares]] war, wurde bei den [[Micolinische Parlamentswahl 1948|ersten freien Wahlen nach dem Juni-Regime 1948]] mit ca. 11 Prozent der Stimmen zur viertstärksten Kraft hinter [[CDM|Christdemokraten]], [[PSL|Sozialisten]] und [[PCM|Kommunisten]] gewählt und nahm daraufhin an der großen Koalitionsregierung unter dem parteilosen [[Francis Ernest Crêst]] teil, bevor sie 1949 zusammen mit den Christdemokraten eine bürgerliche Koalition bildete. 1952 überholten die Liberaldemokraten die Kommunisten und wurden drittstärkste Fraktion im Abgeordnetenhaus, gingen jedoch aufgrund der absoluten Mehrheit der CDM in die Opposition, ehe sie 1956 wieder als Juniorpartner in die Regierung des Christdemokraten [[Armand Mikael Carpol]] eintraten. Nach dem Bruch der Koalition und den [[Micolinische Parlamentswahl 1959|vorgezogenen Neuwahlen 1959]] in der gemeinsamen Opposition mit der CDM gegenüber der neuen Linksregierung aus Sozialisten und Kommunisten, siegten die bürgerlichen Parteien 1965 wieder (mit knapp 15 Prozent der Stimmen Rekordergebnis für die PDL) und bildeten daraufhin eine neue christlich-liberale Koalition, die aber nur ein Jahr lang hielt. Um die Wirtschaftskrise Mitte der Sechziger zu überwinden, bildeten Christdemokraten, Sozialisten und Liberale 1966-1968 eine [[Große Koalition (Micolinien)|Große Koalition]], der mit Staatsminister [[Charl Henrique Valdés]] erstmals in der micolinischen Nachkriegsgeschichte ein Liberaler vorstand. Trotz Stimmenverlusten für die PDL war die Partei 1968 wieder an einer christlich-liberalen Koalitionsregierung unter [[Joánn Christén]] (CDM) beteiligt, die bei den [[Micolinische Parlamentswahl 1972|Wahlen 1972]] und [[Micolinische Parlamentswahl 1976|1976]] bestätigt wurde. In dieser Zeit agierte Charl Henrique Valdés als Außenminister. In den Siebziger Jahren kam es in der Folge der 1968er Bewegung zu einem sukzessiven Erstarken des linken Parteiflügels, der offen über Regierungsbündnisse auch mit den Sozialisten diskutierte.  
 
Die PDL, deren erster Vorsitzender [[Francis Altares]] war, wurde bei den [[Micolinische Parlamentswahl 1948|ersten freien Wahlen nach dem Juni-Regime 1948]] mit ca. 11 Prozent der Stimmen zur viertstärksten Kraft hinter [[CDM|Christdemokraten]], [[PSL|Sozialisten]] und [[PCM|Kommunisten]] gewählt und nahm daraufhin an der großen Koalitionsregierung unter dem parteilosen [[Francis Ernest Crêst]] teil, bevor sie 1949 zusammen mit den Christdemokraten eine bürgerliche Koalition bildete. 1952 überholten die Liberaldemokraten die Kommunisten und wurden drittstärkste Fraktion im Abgeordnetenhaus, gingen jedoch aufgrund der absoluten Mehrheit der CDM in die Opposition, ehe sie 1956 wieder als Juniorpartner in die Regierung des Christdemokraten [[Armand Mikael Carpol]] eintraten. Nach dem Bruch der Koalition und den [[Micolinische Parlamentswahl 1959|vorgezogenen Neuwahlen 1959]] in der gemeinsamen Opposition mit der CDM gegenüber der neuen Linksregierung aus Sozialisten und Kommunisten, siegten die bürgerlichen Parteien 1965 wieder (mit knapp 15 Prozent der Stimmen Rekordergebnis für die PDL) und bildeten daraufhin eine neue christlich-liberale Koalition, die aber nur ein Jahr lang hielt. Um die Wirtschaftskrise Mitte der Sechziger zu überwinden, bildeten Christdemokraten, Sozialisten und Liberale 1966-1968 eine [[Große Koalition (Micolinien)|Große Koalition]], der mit Staatsminister [[Charl Henrique Valdés]] erstmals in der micolinischen Nachkriegsgeschichte ein Liberaler vorstand. Trotz Stimmenverlusten für die PDL war die Partei 1968 wieder an einer christlich-liberalen Koalitionsregierung unter [[Joánn Christén]] (CDM) beteiligt, die bei den [[Micolinische Parlamentswahl 1972|Wahlen 1972]] und [[Micolinische Parlamentswahl 1976|1976]] bestätigt wurde. In dieser Zeit agierte Charl Henrique Valdés als Außenminister. In den Siebziger Jahren kam es in der Folge der 1968er Bewegung zu einem sukzessiven Erstarken des linken Parteiflügels, der offen über Regierungsbündnisse auch mit den Sozialisten diskutierte.  
  
Der ständige Richtungsstreit zwischen Parteirechten und Parteilinken manifestierte sich 1979 in einer Dauerdiskussion um ein neues Sozialprogramm der Partei, das eine umfangreiche Sozialreform der Regierung rechtfertigen sollte. Der Streit, der die gesamte Regierungspolitik lähmte, eskalierte schließlich auf dem Parteitag der PDL in Nanthés im Mai 1979 und führte zur Abspaltung des wirtschaftsliberalen und konservativen Parteiflügels unter der Führung von Wirtschaftsminister [[Francis Boavil]], der die Partei verließ und als neue rechtsliberale Partei die [[Unió Popolar Democrat]] (UPD) gründete. Die Bildung der neuen Partei aus den Reihen der PDL-Rechten führte zu einem Verlust der Regierungsmehrheit und zu [[Micolinische Parlamentswahl 1979|Neuwahlen]], bei denen die PDL schmerzhafte Verluste an die neue UPD hinnehmen musste. Unter ihrem neuen Vorsitzenden [[Mari Joël Gaspard]] gab sich die Partei ein progressives sozialliberales Programm, vereinte sich 1985 mit der aus den neuen sozialen Bewegungen stammenden [[Liga Democrat]] (LiD) und gab sich den Namen [[Democratia Libral]] (DL).
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Der ständige Richtungsstreit zwischen Parteirechten und Parteilinken manifestierte sich 1979 in einer Dauerdiskussion um ein neues Sozialprogramm der Partei, das eine umfangreiche Sozialreform der Regierung rechtfertigen sollte. Der Streit, der die gesamte Regierungspolitik lähmte, eskalierte schließlich auf dem Parteitag der PDL in Nanthés im Mai 1979 und führte zur Abspaltung des wirtschaftsliberalen und konservativen Parteiflügels unter der Führung von Wirtschaftsminister [[Francis Boavil]], der die Partei verließ und als neue rechtsliberale Partei die [[Unió Popolar Democrat]] (UPD) gründete. Die Bildung der neuen Partei aus den Reihen der PDL-Rechten führte zu einem Verlust der Regierungsmehrheit und zu [[Micolinische Parlamentswahl 1979|Neuwahlen]], bei denen die PDL schmerzhafte Verluste an die neue UPD hinnehmen musste. Unter ihrer neuen Vorsitzenden [[Mari Joël Gaspard]] gab sich die Partei ein progressives sozialliberales Programm, vereinte sich 1985 mit der aus den neuen sozialen Bewegungen stammenden [[Liga Democrat]] (LiD) und gab sich den Namen [[Democratia Libral]] (DL).
  
 
'''Parteivorsitzende der PDL''':
 
'''Parteivorsitzende der PDL''':

Version vom 15:43, 11. Feb 2012

Der Partit Democrat Libral (kurz PDL, deutsch Demokatisch-Liberale Partei) war eine liberale Partei in Micolinien. Die PDL wurde 1948 als Versuch gegründet, die Liberalen aller Couleur in einer gemeinsamen politischen Partei zu sammeln. Vorläufer der PDL waren die eher konservative Liberale Staatspartei (PdEL), die eher linksliberale Progressiv-Demokratische Partei (PPD) sowie Teile der konservativen Volkspartei.

Die PDL, deren erster Vorsitzender Francis Altares war, wurde bei den ersten freien Wahlen nach dem Juni-Regime 1948 mit ca. 11 Prozent der Stimmen zur viertstärksten Kraft hinter Christdemokraten, Sozialisten und Kommunisten gewählt und nahm daraufhin an der großen Koalitionsregierung unter dem parteilosen Francis Ernest Crêst teil, bevor sie 1949 zusammen mit den Christdemokraten eine bürgerliche Koalition bildete. 1952 überholten die Liberaldemokraten die Kommunisten und wurden drittstärkste Fraktion im Abgeordnetenhaus, gingen jedoch aufgrund der absoluten Mehrheit der CDM in die Opposition, ehe sie 1956 wieder als Juniorpartner in die Regierung des Christdemokraten Armand Mikael Carpol eintraten. Nach dem Bruch der Koalition und den vorgezogenen Neuwahlen 1959 in der gemeinsamen Opposition mit der CDM gegenüber der neuen Linksregierung aus Sozialisten und Kommunisten, siegten die bürgerlichen Parteien 1965 wieder (mit knapp 15 Prozent der Stimmen Rekordergebnis für die PDL) und bildeten daraufhin eine neue christlich-liberale Koalition, die aber nur ein Jahr lang hielt. Um die Wirtschaftskrise Mitte der Sechziger zu überwinden, bildeten Christdemokraten, Sozialisten und Liberale 1966-1968 eine Große Koalition, der mit Staatsminister Charl Henrique Valdés erstmals in der micolinischen Nachkriegsgeschichte ein Liberaler vorstand. Trotz Stimmenverlusten für die PDL war die Partei 1968 wieder an einer christlich-liberalen Koalitionsregierung unter Joánn Christén (CDM) beteiligt, die bei den Wahlen 1972 und 1976 bestätigt wurde. In dieser Zeit agierte Charl Henrique Valdés als Außenminister. In den Siebziger Jahren kam es in der Folge der 1968er Bewegung zu einem sukzessiven Erstarken des linken Parteiflügels, der offen über Regierungsbündnisse auch mit den Sozialisten diskutierte.

Der ständige Richtungsstreit zwischen Parteirechten und Parteilinken manifestierte sich 1979 in einer Dauerdiskussion um ein neues Sozialprogramm der Partei, das eine umfangreiche Sozialreform der Regierung rechtfertigen sollte. Der Streit, der die gesamte Regierungspolitik lähmte, eskalierte schließlich auf dem Parteitag der PDL in Nanthés im Mai 1979 und führte zur Abspaltung des wirtschaftsliberalen und konservativen Parteiflügels unter der Führung von Wirtschaftsminister Francis Boavil, der die Partei verließ und als neue rechtsliberale Partei die Unió Popolar Democrat (UPD) gründete. Die Bildung der neuen Partei aus den Reihen der PDL-Rechten führte zu einem Verlust der Regierungsmehrheit und zu Neuwahlen, bei denen die PDL schmerzhafte Verluste an die neue UPD hinnehmen musste. Unter ihrer neuen Vorsitzenden Mari Joël Gaspard gab sich die Partei ein progressives sozialliberales Programm, vereinte sich 1985 mit der aus den neuen sozialen Bewegungen stammenden Liga Democrat (LiD) und gab sich den Namen Democratia Libral (DL).

Parteivorsitzende der PDL: