Chahid Belazal: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 17:40, 3. Feb 2026
| Chahid Belazal | ||
| Spielerinformationen | ||
| Name | Chahid Karim Belazal | |
| Geburtstag | 17.02.1987 | |
| Geburtsort | Artir | |
| Größe | 179 cm | |
| Position | Angriff | |
| Nummer | 7 | |
| Vereine in der Jugend | ||
| 1992–1997 | CA Juventas | |
| 1997–2000 | US Cornovel | |
| 2000–2004 | FC l'Artir | |
| Vereine als Aktiver | ||
| 2004–2005 | FC l'Artir B | 13 (8) |
| 2004–2005 | FC l'Artir | 24 (8) |
| 2005–2021 | Tulisium | 458 (183) |
| 2021–2022 | FC Barcelona | 14 (2) |
| 2022–2024 | Racing Football | |
| 2024-2026 | Wydad AC | |
| Nationalmannschaft | ||
| 2006–2017 | Sagradien | 93 (34) |
Chahid Karim Belazal (*17.02.1987 in Artir), ist ein ehemaliger sagradischer Fußballspieler. Der Angreifer begann seine Karriere beim FC l'Artir und wechselte mit 18 Jahren zum Tulisium Football Club, wo er insgesamt 16 Spielzeiten unter Vertrag stand. Bei der "Blu i Verde" entwickelte sich Belazal zu einem absoluten Publikumsliebling der Tulinistas und war unter anderem Vizekapitän der Mannschaft. Er gewann mit Tulisium neunmal die Premera Liga, viermal die Copa Sagradia sowie zweimal die UEFA Champions League. Mit 183 Toren in 458 Erstligaspielen ist er der drittbeste Torschütze in der Geschichte des Vereins hinter Luis Perotti und seinem früheren Teamkollegen Uriel de Alejandro. Nach einem Jahr beim FC Barcelona schloss sich Belazal im August 2022 ablösefrei Racing Servette an. Dort blieb er zwei Spielzeiten lang und gewann gleich im ersten Jahr die Nationalliga A, ehe er zum Ende seiner Karriere ins Heimatland seiner Eltern wecheselte und bei Wydad Casablanca spielte.
Neben seinen Titeln im Verein konnte Belazal auch zahlreiche internationale und individuelle Trophäen sammeln. Nach Erfolgen im Jugendbereich, darunter der U-17-Europameistertitel 2003, bestritt er für Sagradien 93 A-Länderspiele (34 Tore) und wurde zwischen 2008 und 2012 Fußball-Europameister, Weltmeister sowie Vize-Europameister. Daneben wurde er zweimal Dritter beim FIFA Confederations Cup. In den Jahren 2013 und 2015 wurde er jeweils zu Sagradiens Fußballer des Jahres gewählt. In der Saison 2012/2013 erhielt er zudem die Auszeichnung des Premera Liga-Spielers der Saison.
Belazal war ein antrittsschneller und kampfstarker Stürmer. Als Linksfuß wurde er meist in der Außenstürmerrolle auf dem rechten Flügel eingesetzt, konnte aber auch auf der linken Seite, als hängende Spitze oder im vorderen Sturmzentrum spielen. Er war torgefährlich, glänzte aber auch als Vorbereiter und galt als mannschaftsdienlicher Spieler.
Inhaltsverzeichnis
Spielerkarriere
Frühe Karriere in Artir und Wechsel nach Tulis
Chahid Karim Belazal wurde 1987 in Artir als Sohn marokkanischer Einwanderer geboren und wuchs in der Stadt auf. Nachdem er in der Jugend für Juventas und US Cornovel gespielt hatte, kam er mit 12 Jahren in die Jugend des FC l'Artir, wo er sich bald als großes Talent entpuppen sollte. In seiner Jugendzeit durchlief Belazal alle sagradischen Jugendnationalteams, wo er einige Erfolge feiern konnte. Mit der sagradischen U-17-Auswahl wurde Belazal im Jahr 2003 Europameister und Vizeweltmeister, ehe er im Folgejahr im Finale der U-19-Europameisterschaft scheiterte. Im März 2004 debütierte der gerade 17 gewordene Belazal für die Zweitliga-Mannschaft des FC l'Artir und bestritt in der Rückrunde sieben Spiele, in denen ihm ein Tor gelang. Am Ende der Saison gelang ihm mit Artir der Aufstieg in die Premera Liga. In seiner ersten Saison im sagradischen Oberhaus kam er in insgesamt 17 Spielen zum Einsatz und erzielte dabei sieben Tore.
Bei der U-20-WM 2005 gehörte Belazal zu den dominierenden Spielern, musste sich im Finale aber Argentinien mit Lionel Messi geschlagen geben. Im Anschluss an das Turnier wechselte er zum Tulisium Football Club, wo er als Talent für die Zukunft verpflichtet wurde und für die zweite Mannschaft auflaufen sollte. Belazal gelang es aber, den neuen Trainer Luis Etxeberría von sich zu überzeugen, der von Beginn an auf Belazal setzte und ihn in seiner ersten Spielzeit für Tulisium in 26 Ligaspielen einsetzte. Dabei gelangen Belazal 12 Saisontore.
Im März 2006 wurde er erstmals in die sagradische Nationalmannschaft berufen, wo er beim 2:0-Sieg gegen Japan für Eduardo Sabrada eingewechselt wurde. Überraschend nominierte Nationaltrainer Eduardo Verrano den damals 19-Jährigen für die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland, wo Chahid aber nur im Viertelfinale gegen Italien eingesetzt wurde, das Sagradien in der Verlängerung mit 1:2 velor. Nach der Weltmeisterschaft wurde Belazal zum besten Nachwuchsspieler der vergangenen Premera Liga-Saison gewählt.
In der Saison 2006/2007 hatte Belazal zunächst Probleme, sich als zentraler Stürmer vor dem brasilianischen Neuzugang Juli durchzusetzen und verlor seinen Stammplatz zeitweise an den Argentinier Daniel José Bereki, der eine starke Hinrunde spielte und nach den ersten 19 Spielen mit 10 Saisontreffern bester Torschütze von Tulisium war. Erst Berekis Formtief in der Rückrunde brachte Belazal zurück ins Team, der neben den Brasilianer Juli zurück in die Stammelf rutschte und insgesamt 10 Saisontore erzielte. In der Hinrunde der Saison 2007/2008 gehörte Belazal zu den besten Spielern von Tulisium und war mit 11 Saisontoren der beste Torschütze des Teams. Dabei wurde er von Trainer Bernard Coutier öfters als einzige Spitze eingesetzt, da sein Sturmpartner Juli längere Zeit pausieren musste. In der Rückrunde fiel er in ein kleines Tief, wurde mit 17 Saisontoren am Ende der Saison aber bester Torschütze von Tulisium.
Erfolge in Nationalmannschaft und Verein
Bei der EURO 2008 im eigenen Land, bei dem Sagradien erstmals seit 1976 Europameister wurde, wurde Belazal in fünf von sechs Spielen eingesetzt, vornehmlich als linker Flügelspieler, wo er sowohl das Eröffnungsspiel gegen Portugal als auch das Finale gegen Spanien bestritt, das Sagradien mit 2:1 gewann. Mit seinem einzigen Tor in der 88. Minute des Viertelfinales, das dem Team die Verlängerung gegen Kroatien sicherte, trug Belazal wesentlich zum Erfolg bei dem Turnier bei.
In der Spielzeit 2008/2009 wurde Belazal vornehnlich als hängende Spitze oder auf dem linken Flügel eingesetzt, da der Platz in der Sturmspitze von dem neu verpflichteten Silva Kalé ausgefüllt wurde. Schnell gewöhnte er sich an seine neue Rolle, die ihn eher als Zuarbeiter für den Stürmer aus Belhami definierte. Am Ende der Runde konnte sich Belazal mit seinem Team über die erste Meisterschaft seit 2004 freuen. Im Folgejahr verteidigte Tulisium seinen Meistertitel erfolgreich. Nachdem er in der Saison 2008/2009 erstmals seit 2005 weniger als zehn Saisontore hatte erzielen können, dafür aber durch eine Vielzahl an Torvorlagen glänzte, knüpfte er in der Saison 2009/2010 mit 14 Treffern wieder an alte Torerfolge an.
Nachdem Belazal mit Sagradien beim Confederations Cup 2009 in Südafrika den Dritten Platz erreicht hatte, nahm er mit Sagradien auch an der dortigen Weltmeisterschaft 2010 teil. Er wurde in den ersten beiden Gruppenspielen von Beginn an eingesetzt, fehlte im dritten Spiel jedoch verletzungsbedingt und kam danach nur noch als Einwechselspieler zum Einsatz. Als Joker gelang ihm auch sein einziges Turniertor beim 4:1-Achtelfinalsieg gegen das Team Mikoliniens. Sowohl im Halbfinale gegen Uruguay als auch im Finale gegen Spanien kam Belazal als Einwechselspieler ins Turnier. Nach dem 1:0-Finalsieg nach Verlängerung konnte sich Belazal über die Trophäe freuen und gehörte zu dem Team, das erstmals für Sagradien eine Fußballweltmeisterschaft gewann.
Leistungshöhepunkt
In der Saison 2010/2011 verteidigte Belazal mit Tulisium zum dritten Mal in Folge den nationalen Titel. Mit 16 Saisontoren war er in dieser Saison bester Torschütze seines Klubs, nachdem Silva Kalé mehrere Monate ausgefallen war. In der Folgespielzeit war aber auch Belazal von Verletzungspech geplagt und konnte daher nicht an seine vorherige Torquote anknüpfen. Allerdings erreichte er mit Tulisium das Finale der Champions League 2012, wo er von Beginn an zum Einsatz kam und sich für einen Erfolg im Elfmeterschießen gegen den FC Bayern freuen konnte.
Wenige Wochen später gehörte Belazal auch bei der EURO 2012 zum sagradischen Kader, kam aber aufgrund seiner Formschwäche über die Rolle eines Einwechselspielers nicht hinaus. Von seinen fünf Spielen bestritt er nur eines von Beginn an. Am Ende verlor Sagradien das Finale gegen Dauerrivalen Spanien.
In der Saison 2012/2013 wiederum gehörte Belazal - nun meist auf dem rechten Flügel eingesetzt - zu den absoluten Leistungsträgern seiner Mannschaft und hatte mit 22 Ligatoren erheblichen Anteil am Erfolg seiner Mannschaft in der Meisterschaft. Am Ende der Saison wurde Belazal zum ersten Mal zu Sagradiens Fußballer des Jahres gewählt. Beim Confederations Cup 2013 belegte Belazal mit Sagradien wie bereits 2009 den dritten Platz. Auch in der Saison 2013/2014 konnte Belazal als Rechtsaußen überzeugen und empfahl sich für eine Berufung in den vorläufigen Kader Sagradiens für die Fußball-Weltmeisterschaft 2014. Nachdem er sich in einem Vorbereitungsspiel verletzt hatte, fiel Belazal die gesamte Turniervorbereitung aus und ging angeschlagen in das Turnier, bei dem er erst im dritten Gruppenspiel gegen Belhami eingewechselt wurde. Es blieb sein einziger Einsatz, weil Sagradien bereits nach der Vorrunde die Heimreise antreten musste.
Im Verein blieb Belazal auch unter dem neuen Trainer Xosé Sant-Estrell Leistungsträger und einer der wichtigsten Identifikationsfiguren der Blaugrünen. Zusammen mit dem argentinischen Neuzugang Uriel de Alejandro und dem frisch gebackenen deutschen Weltmeister Younes Felloussi bildete er ein starkes Offensivgespann und trug mit 14 Toren in 31 Spielen wesentlich zum Gewinn der Premera Liga-Meisterschaft der Saison 2014/2015 bei. Auch übernahm er im Team zunehmend Verantwortung und erbte nach dem Abgang von Kapitän und Starspieler José María Del Piey im Sommer 2015 das Amt eines Vizekapitäns hinter dem neuen Spielführer Fernand Demont. Nach der Saison wurde er schließlich zum zweiten Mal in seiner Karriere zu Sagradiens Fußballer des Jahres gewählt.
Rückzug aus dem Nationalteam
Auch in der Nationalmannschaft gehörte Belazal nach dem Vorrundenaus bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 weiter zum Stamm des Teams und wurde vom neuen Trainer Francisco Irruabi in den Kader der EURO 2016 berufen. Dort stand Belazal in drei von vier Spielen in der Startformation, kam mit dem Team aber nicht über das Achtelfinale hinaus. Auch unter Nationaltrainer Joán Restávio gehörte der Angreifer regelmäßig zum Team, kam aber meist nur als Einwechselspieler zum Einsatz.
Im Frühjahr 2017 kam es im Vorfeld des Wahlkampfs zur Parlamentswahl 2017 zu einer politischen Affäre um Belazal. Nachdem dieser in einem Trikot der marokkanischen Nationalmannschaft fotografiert worden war, kam es zu öffentlichen Diskussionen um dieses vermeintliche Signal. Bereits zuvor war er von Politikern der rechtspopulistischen PSP rassistisch beleidigt und als Islamist bezeichnet worden. In einer öffentlichen Reaktion nahm der Chef des sagradischen Fußballverbands Belazal zwar gegen rassistische Beleidigungen in Schutz, kritisierte ihn aber für das Tragen eines fremden Trikots. In einem öffentlichkeitswirksamen Interview wies Belazal diese Kritik schließlich zurück, sprach vom Rassismus vermeintlicher Experten (wobei unklar blieb, ob er den Verbandspräsidenten meinte) und rief dazu auf, die PSP und alle Parteien, die mit ihr zusammenarbeiten wollten, nicht zu wählen.
Das Interview Belazals führte schließlich zu Morddrohungen und zu anhaltenden Diskussionen um den Spieler, den gesellschaftlichen Rassismus in Sagradien und die politische Meinungsäußerung von Fußballspielern. Nationaltrainer Joán Restávio verzichtete daraufhin für das WM-Qualifikationsspiel gegen Dänemark im Juni 2017 auf eine Nominierung Belazals und gab an, den Spieler aus der Schusslinie nehmen zu wollen. Wenig später erklärte Belazal seine Nationalmannschaftskarriere nach 93 A-Länderspielen und 34 Toren für beendet. Zwar verzichtete er auf Schuldzuweisungen und nannte persönliche Gründe, er ließ aber keinen Zweifel daran, dass es einen Streit mit den Verbandsverantwortlichen gegeben hatte.
Serienmeister und Triple-Erfolg
Nach einer starken Liga-Saison 2015/2016 mit 12 Toren in 32 Spielen verlief die Folgespielzeit 2016/2017 unter dem neuen Trainer Maurizio Corbani für Belazal enttäuschend. Da der Stürmer streckenweise mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte, kam der anvisierte Traumsturm mit Uriel de Alejandro und dem Rekordneuzugang Marlin Wilfrey nur unregelmäßig zum Einsatz und Tulisium wurde am Ende Zweiter der Liga hinter dem FC Bosa. Dafür funktionierte das Offensivgespann in der Spielzeit 2017/2018 umso besser und sicherte Tulisium zum ersten Mal seit 1999 wieder ein nationales Double aus Pokal und Meisterschaft. Mit 10 Treffern in 31 Spielen gehörte Belazal zu den besten Torschützen und glänzte darüber hinaus als Vorbereiter.
In der Saison 2018/19 erhielt der 31-jährige Belazal mit dem Kroaten Leandro Pjantić neue Konkurrenz auf der rechten Angriffsseite und verpasste erneut einige Spiele verletzungsbedingt. Entsprechend kam er auf nur 24 Ligaspiele - die wenigsten seit 2011/12 -, in denen er fünf Tore erzielen konnte. Dennoch konnte sich Belazal in wichtigen Phasen immer wieder ins Team zurück kämpfen und zur zweiten Ligameisterschaft infolge beitragen.
Nachdem es bereits im Sommer 2019 Gerüchte um einen Abschied Belazals gegeben hatte, blieb der Angreifer bei seinem Verein und ging in sein letztes Vertragsjahr. Mehrere Gesprächsrunden zwischen Spieler und Verein, den Vertrag zu verlängern, endeten ergebnislos, da man sich nicht auf eine Vertragslaufzeit einigen konnte und Belazal zum Ende seiner Karriere noch einmal eine neue Herausforderung suchte. Nachdem die Saison im Frühjahr 2020 wegen der Corona-Pandemie mehrere Monate unterbrochen werden musste, kamen Belazal und der Verein überraschend darüber ein, das Vertragspapier noch einmal um ein Jahr zu verlängern. Nach dem Restart im Sommer gewann Belazal mit Tulisium schließlich mit einem Rekordvorsprung von 18 Punkten und einem Punktrekord von 100 Toren souverän die Liga und anschließend zum dritten Mal in vier Jahren das Pokalfinale. Nach starken Leistungen beim Endturnier der Champions League in Lissabon spielte Belazal schließlich mit Tulisium sein zweites Europapokalfinale und konnte nach einem Sieg gegen Bayern München zum zweiten Mal in seiner Karriere die Champions League gewinnen.
Abschied aus Tulis und Intermezzo bei Barça
Mit dem verspäteten Start der Saison 2020/2021 im Oktober des Jahres ging Belazal schließlich in sein 16. und endgültig letztes Vertragsjahr bei den Tulinesen. Die Spielzeit verlief für den Angreifer aber weniger glücklich als erhofft. Aufgrund mehrerer kleinerer Verletzungen kam Belazal in der Liga nur auf 18 Spiele, so wenige wie nie zuvor in seiner blau-grünen Karriere. Zudem schied die Mannschaft vorzeitig aus der Copa Sagradia und aus der Champions League aus und konnte damit nicht an die Erfolge der Vorsaison anknüpfen. In der Liga aber dominierte Tulisium und sicherte sich die vierte Meisterschaft infolge. Für Belazal war es der neunte Meistertitel in seiner Laufbahn. Nachdem Belazal schon im Januar angekündigt hatte, dass er seinen auslaufenden Vertrag definitiv nicht verlängern werde, konnte er sich im Mai 2021 vor einer begrenzten Zuschauerzahl im Estâdiu Tulisium verabschieden.
Wenig später unterschrieb Belazal einen Zweijahresvertrag beim FC Barcelona, wo er aber in einer absoluten Krisensituation ankam. Trotz seiner ablösefreien Verpflichtung erhielt Belazal zunächst keine Spielerlaubnis für die Blaugrana, da die Gehaltsstruktur des Klubs die Vorgaben der Liga überstieg. Erst nach der Trennung von Lionel Messi und weiteren Spielern erhielt Belazal kurz vor Ablauf der Meldefrist die Spielerlaubnis für La Liga und die UEFA Champions League. Aufgrund zweier Covid-19-Infektionen fiel Belazal allerdings mehrere Wochen aus und kam in der gesamten Saison nur auf 14 Einsätze in der Liga, in denen zwei Tore erzielte. Mit Barcelona erlebte Belazal insgesamt eine enttäuschende Saison mit zwei Cheftrainern und ohne nationalen oder internationalen Titel.
Nachdem der FC Barcelona im Januar und erneut im Sommer 2022 eine Großoffensive auf dem Transfermarkt gestartet und mit Ferran Torres, Pierre-Emerick Aubameyang, Robert Lewandowski und Raphinha vier hochkarätige Angreifer verpflichtet hatte, kamen Gerüchte auf, der Verein wolle sich wieder von einem seiner Topverdiener trennen. Belazal und Barcelona einigten sich schließlich im August 2022 einvernehmlich darauf, den laufenden Vertrag nach einem Jahr wieder aufzulösen.
Racing Servette
Nadh Auflösung seines Vertrags in Barcelona schloss sich Belazal im Sommer 2022 dem mikolinischen Spitzenklub Racing Servette an.
Image
Aufgrund seiner dynamischen Spielweise und seines großen Einsatzes gilt Belazal bei den Fans von Tulisium als absoluter Publikumsliebling. Als Sohn marokkanischer Einwanderer und praktizierender Muslim ist er zudem Integrations- und Vorbildfigur insbesondere für die muslimische Community Sagradiens. Als solcher wurde er aber auch verschiedentlich angefeindet, vor allem von Seite der rechtspopulistischen PSP. Insbesondere nach durchwachsenen Leistungen im Nationalteam kam es regelmäßig zu Kritik an Belazal, der im Nationalteam - so der Vorwurf - weniger Leistungen zeige als im Verein.
Zu heftiger Kritik an Belazal im arabischen Raum kam es, nachdem Belazal in Spielen gegen israelische Teams aufgelaufen war. Im Jahr 2016 kam es zu heftigen Reaktionen radikaler Muslime, als öffentliche Fotos aufgetaucht waren, die Belazal in freundschaftlicher Pose mit seinem israelischen Teamkollegen Dan Gassouli zeigten. Wiederholt hat sich Belazal gegen jede Form des Diskriminierung sowohl von Muslimen als auch von Juden ausgesprochen und unterstützt Projekte gegen Fremdenfeindlichkeit und Intoleranz.
Sonstiges
Bei seinen ersten Einsätzen im ersten Team der Tulisium erhielt Belazal die Nummer 32. Diese behielt er auch in den folgenden Spielzeiten, in denen er bereits zum festen Stamm der Mannschaft zählte. Nach der Spielzeit 2007/2008 erbte Belazal von Daniel José Bereki schließlich die Nummer 7, die er seither trägt. Auch in der Nationalmannschaft erhielt Belazal vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 die Nummer 7, nachdem er zuvor die 17 getragen hatte.
Erfolge als Spieler
Mit Artir
- Aufstieg in die Premera Liga 2004
Mit Tulisium
- Sagradischer Meister 2009, 2010, 2011, 2013, 2015, 2018, 2019, 2020, 2021 (9 Mal)
- Sagradischer Pokalsieger 2008, 2017, 2018, 2020 (4 Mal)
- Sagradischer Ligapokalsieger 2006
- Championsleague-Sieger 2012, 2020
- Klubweltmeister 2012, 2020
Mit Racing Servette
Mit dem Nationalteam
- A-Länderspiele für Sagradien (seit 2006)
- Teilnahme an der Fußballweltmeisterschaft 2006 und 2010 (Weltmeister) und 2014
- Teilnahme an der EURO 2008 (Europameister), EURO 2012 (Vize-Europameister) und EURO 2016
- Teilnahme am Confederations Cup 2009 (Dritter) und 2013 (Dritter)
- Teilnahme an der U-17-Fußball-Europameisterschaft 2003 (Europameister)
- Teilnahme an der U-17-Fußball-Weltmeisterschaft 2003 (Vize-Weltmeister)
- Teilnahme an der U-19-Fußball-Europameisterschaft 2004 (Vize-Europameister)
- Teilnahme an der Junioren-Fußballweltmeisterschaft 2005 (Vize-Weltmeister)
Auszeichnungen
- Sagradiens Nachwuchs-Fußballer des Jahres 2006
- Sagradiens Fußballer des Jahres 2013 und 2015
Karrierestatistik
Im Verein
Im Nationalteam
| Jahr | Einsätze | Tore |
|---|---|---|
| 2006 | 6 | 2 |
| 2007 | 6 | 4 |
| 2008 | 11 | 5 |
| 2009 | 9 | 2 |
| 2010 | 12 | 6 |
| 2011 | 5 | 1 |
| 2012 | 11 | 3 |
| 2013 | 9 | 5 |
| 2014 | 6 | 2 |
| 2015 | 7 | 2 |
| 2016 | 9 | 2 |
| 2017 | 2 | 0 |
| Gesamt | 93 | 34 |