Luca Bremante: Unterschied zwischen den Versionen

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Ein kleines politisches Comeback feierte Bremante 1995 mit seiner Wahl zum Vorsitzenden des UDS-Verbandes in der Region [[Ceundâlia]], wenig später wurde er als Stellvertretender Parteivorsitzender der UDS wiedergewählt. Bei der [[Regionalwahl 1996]] führte er die UDS in Ceundâlia als Spitzenkandidat an, gab sein Mandat aber nach der Wahl wieder zurück, um 1998 erneut für die sagradische [[Abgeordnetenkammer]] zu kandidieren. Nach der Niederlage der konservativ-liberalen Rechten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Parlamentswahl im Herbst 1998]] gehörte er zu den führenden Politikern der UDS in der Opposition. In der Krise der Liberalen im Jahr 2000/2001, die schließlich im Sturz [[Vítor António Anghés]]' vom Parteivorsitz gipfelte, konnte sich Bremante als möglicher Kandidat des Wirtschaftsflügels der Partei für die Nachfolge des angeschlagenen Parteivorsitzenden profilieren, wurde aber 2001 durch Parteisekretär [[Luca Orrieva]] ausmanövriert, der durch Anghés selbst als Nachfolger nominiert wurde. Bremante verzichtete auf eine Kampfkandidatur und wurde vom neuen Parteivorsitzenden Orrieva als Anwärter auf das einflussreiche Amt des Wirtschaftsministers und als Teil eines Doppelgespanns präsentiert, in dem Orrieva für die gesellschaftspolitische, Bremante für die wirtschaftspolitische Kompetenz stehen sollte.
 
Ein kleines politisches Comeback feierte Bremante 1995 mit seiner Wahl zum Vorsitzenden des UDS-Verbandes in der Region [[Ceundâlia]], wenig später wurde er als Stellvertretender Parteivorsitzender der UDS wiedergewählt. Bei der [[Regionalwahl 1996]] führte er die UDS in Ceundâlia als Spitzenkandidat an, gab sein Mandat aber nach der Wahl wieder zurück, um 1998 erneut für die sagradische [[Abgeordnetenkammer]] zu kandidieren. Nach der Niederlage der konservativ-liberalen Rechten bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998|Parlamentswahl im Herbst 1998]] gehörte er zu den führenden Politikern der UDS in der Opposition. In der Krise der Liberalen im Jahr 2000/2001, die schließlich im Sturz [[Vítor António Anghés]]' vom Parteivorsitz gipfelte, konnte sich Bremante als möglicher Kandidat des Wirtschaftsflügels der Partei für die Nachfolge des angeschlagenen Parteivorsitzenden profilieren, wurde aber 2001 durch Parteisekretär [[Luca Orrieva]] ausmanövriert, der durch Anghés selbst als Nachfolger nominiert wurde. Bremante verzichtete auf eine Kampfkandidatur und wurde vom neuen Parteivorsitzenden Orrieva als Anwärter auf das einflussreiche Amt des Wirtschaftsministers und als Teil eines Doppelgespanns präsentiert, in dem Orrieva für die gesellschaftspolitische, Bremante für die wirtschaftspolitische Kompetenz stehen sollte.
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Die Doppellösung verfing bei der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002]] jedoch nicht, inhaltliche Differenzen und persönliche Animositäten zwischen Orrieva und Bremante verhinderten ein geschlossenes Auftreten. Nach der erneuten Niederlage der Mitte-Rechts-Opposition übernahm Bremante die Führung der liberalen Fraktion in der Abgeordnetenkammer, Orrieva blieb aber als Parteichef darauf bedacht, seinen Stellvertreter klein zu halten. In der Folge näherte sich Orrieva deutlich dem Wirtschaftsflügel der Partei an und trat in der Partei zunehmend souveräner auf, während es Bremante nicht vermochte, die Vorbehalte gegen seine Position auf dem eher linken Parteiflügel auszuräumen. Indem Orrieva danach im wesentlichen die strategischen und programmatischen Ziele Bremantes übernahm - deutliche Betonung der wirtschaftspolitischen Kompetenz und Offenhalten eines Bündnisses mit der Rechten –, konnte er Bremante zunehmend an den Rand drängen. Deutliches Zeichen dafür war die Präsentation des UDS-Kampagnenteams für die [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]], bei der Bremante keine Sonderrolle zukam und er neben [[Luca Orrieva]], [[Hernán Ferrero Perón]], [[Benita Hubner]] und [[Irina Morantes]] nur eines von fünf Team-Mitgliedern war.
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=== Parteiaustritt ===
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Zum endgültigen Bruch mit Orrieva kam es schließlich nach der [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006]], bei der die Mitte-Rechts-Parteien einen Sieg davongetragen hatten. Obwohl die UDS zunächst auf ein wirtschaftspolitisches Ressort gedrängt hatte, verzichtete Orrieva schließlich auf ein solches und opferte den designierten Minister Bremante damit, der auf dem Posten des Fraktionssprechers verblieb. In der Folge übte Bremante zunehmend öffentlich Kritik am Vorsitzenden und versuchte, wichtige Entscheidungen der Regierung zu blockieren. Nachdem sich Orrieva und Bremante 2007 in einer Vorstandssitzung der Partei gänzlich überworfen hatten, drängte Orrieva schließlich auf die Ablösung Bremantes, der schließlich seinen Rückritt von allen Ämtern bekannt gab.  In der Folge verließ der zunehmend an den Rand gedrängte Bremante die Partei und gab im Dezember 2007 die Gründung einer eigenen "liberalen politischen Bewegung", die schließlich den Namen "[[Fôro Liberal]]" erhielt.
  
 
=== Öffentliche Ämter ===
 
=== Öffentliche Ämter ===

Version vom 00:47, 29. Dez 2011

Luca Inácio Bremante (*1942 in San Pietro de Ceundâlia) ist ein sagradischer Politiker. Bis 2007 gehörte er zu den Führungspolitikern der liberalen UDS. Im Streit um die Politik seiner Partei verließ er die UDS im Jahr 2008 und gründete mit dem Fôro Liberal seine eigene politische Plattform mit rechtsliberaler Ausrichtung. Als Kandidat der Mitte-Rechts-Mehrheit wurde er auf Vorschlag der konservativen Volkspartei 2009 zum Präsidenten des sagradischen Senats gewählt.

Herkunft und frühe Parteikarriere

Luca Inácio Bremante wurde im ceundalischen San Pietro geboren und ging dort auch zur Schule. Nach dem Abitur studierte er Mathematik und Physik und schlug den Lehrerberuf ein. Bereits als Student trat Bremante in die liberale UDS ein. Nachdem er sich längere Zeit in der Kommunalpolitik seiner Heimatstadt engagiert hatte, wurde Bremante 1969 zum Vorsitzenden der Jungen Demokratischen Union, dem Jugendverband der UDS gewählt, wo er sich einen Namen als engagierter Vertreter eines Liberalismus in allen Bereichen machte. Bei der Parlamentswahl 1974 wurde Bremante erstmals für die UDS in die sagradische Abgeordnetenkammer gewählt. Hier gehörte er zu den jüngsten Abgeordneten und fiel durch energische Reden bei den Parteioberen auf. Nach dem Eintritt der Liberalen in eine Koalition mit den Sozialisten ernannte Parteipräsident Lorenzo Estrubal im Frühjahr 1978 mit Luca Bremante erstmals einen Parteisekretär, der die operativen Aufgaben in der Parteiführung übernehmen sollte. Seither wurde der Parteisekretär Bremante als enger Vertrauter Lorenzo Estrubals angesehen. In dieser Funktion leitete Bremante wesentlich die erfolgreiche Kampagne für die Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1982, die mit der Rückkehr der Partei in die Regierungsverantwortung endete.

Karriere als Minister

Im Kabinett Moya I erhielt der 40-jährige Bremante sein erstes Ministeramt als Leiter des Ministeriums für öffentliche Arbeiten, Post und Telekommunikation, das er auch nach einer Kabinettsumbildung im Jahr 1985 behielt. In dieser Zeit wurde er als größte Nachwuchshoffnung der Liberalen gehandelt und stieg nach und nach in die Führung der Partei auf. Nach dem Regierungswechsel 1986 wurde Bremante im sozialistisch-liberalen Kabinett Ricardes I Minister für Außenhandel und wirtschaftliche Entwicklung und behielt dieses Amt auch nach dem neuerlichen Regierungswechsel im konservativ-liberalen Kabinett Otero I.

Nach dem Rückzug des langjährigen Parteivorsitzenden Lorenzo Estrubal aus der Parteiführung stieg Bremante 1989 als Stellvertretender Parteivorsitzender neben dem neuen Parteichef Angel Ribero endgültig in die Führungsspitze der Demokratischen Union auf. Zuvor war Bremante als "Kronprinz" Estrubals immer wieder selbst als möglicher Nachfolger des Parteipatriarchen gehandelt worden, musste sich aber Vorwürfe der Vorteilsnahme im Amt erwehren, weswegen sogar ein Untersuchungsausschuss eingerichtet gegen ihn worden war. Die Wahl als Parteichef fiel daher letztlich nicht auf den umstrittenen Bremante, sondern auf den erfahreneren Angel Ribero. Nach dem gleichzeitigen Rücktritt Angel Riberos und Lorenzo Estrubals im Frühjahr 1992 übernahm Bremante von ersterem das Amt als Minister für Wirtschaft und Industrie, von letzterem das des Vizeministerpräsidenten. Neuer Parteivorsitzender wurde Mário González Bahamonte, der jedoch außerhalb der Regierung verblieb.

Kreditaffäre und Rückzug in die Zweite Reihe

Bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1994 führte Bremante seine Partei als Spitzenkandidat an, geriet aber noch in der Schlussphase des Wahlkampfs unter Druck, nachdem bekannt geworden war, dass sich Bremante von einem Lobbyisten zinsfrei Geld in sechsstelliger Höhe geliehen hatte. Nachdem ihm letztlich auch seine Partei das Misstrauen ausgesprochen hatte, musstre Bremante nach der Wahl auf ein Ministeramt im Kabinett Otero III verzichten. Nachfolger als Wirtschaftsminister wurde Miguel Ánibal Luisanto, Stellvertretender Ministerpräsident wurde sein Parteifreund Vítor António Anghés, der 1995 auch zum Parteivorsitzenden der UDS gewählt wurde. Sein Mandat in der Abgeordnetenkammer behielt Bremante jedoch.

Ein kleines politisches Comeback feierte Bremante 1995 mit seiner Wahl zum Vorsitzenden des UDS-Verbandes in der Region Ceundâlia, wenig später wurde er als Stellvertretender Parteivorsitzender der UDS wiedergewählt. Bei der Regionalwahl 1996 führte er die UDS in Ceundâlia als Spitzenkandidat an, gab sein Mandat aber nach der Wahl wieder zurück, um 1998 erneut für die sagradische Abgeordnetenkammer zu kandidieren. Nach der Niederlage der konservativ-liberalen Rechten bei der Parlamentswahl im Herbst 1998 gehörte er zu den führenden Politikern der UDS in der Opposition. In der Krise der Liberalen im Jahr 2000/2001, die schließlich im Sturz Vítor António Anghés' vom Parteivorsitz gipfelte, konnte sich Bremante als möglicher Kandidat des Wirtschaftsflügels der Partei für die Nachfolge des angeschlagenen Parteivorsitzenden profilieren, wurde aber 2001 durch Parteisekretär Luca Orrieva ausmanövriert, der durch Anghés selbst als Nachfolger nominiert wurde. Bremante verzichtete auf eine Kampfkandidatur und wurde vom neuen Parteivorsitzenden Orrieva als Anwärter auf das einflussreiche Amt des Wirtschaftsministers und als Teil eines Doppelgespanns präsentiert, in dem Orrieva für die gesellschaftspolitische, Bremante für die wirtschaftspolitische Kompetenz stehen sollte.

Die Doppellösung verfing bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2002 jedoch nicht, inhaltliche Differenzen und persönliche Animositäten zwischen Orrieva und Bremante verhinderten ein geschlossenes Auftreten. Nach der erneuten Niederlage der Mitte-Rechts-Opposition übernahm Bremante die Führung der liberalen Fraktion in der Abgeordnetenkammer, Orrieva blieb aber als Parteichef darauf bedacht, seinen Stellvertreter klein zu halten. In der Folge näherte sich Orrieva deutlich dem Wirtschaftsflügel der Partei an und trat in der Partei zunehmend souveräner auf, während es Bremante nicht vermochte, die Vorbehalte gegen seine Position auf dem eher linken Parteiflügel auszuräumen. Indem Orrieva danach im wesentlichen die strategischen und programmatischen Ziele Bremantes übernahm - deutliche Betonung der wirtschaftspolitischen Kompetenz und Offenhalten eines Bündnisses mit der Rechten –, konnte er Bremante zunehmend an den Rand drängen. Deutliches Zeichen dafür war die Präsentation des UDS-Kampagnenteams für die Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006, bei der Bremante keine Sonderrolle zukam und er neben Luca Orrieva, Hernán Ferrero Perón, Benita Hubner und Irina Morantes nur eines von fünf Team-Mitgliedern war.

Parteiaustritt

Zum endgültigen Bruch mit Orrieva kam es schließlich nach der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2006, bei der die Mitte-Rechts-Parteien einen Sieg davongetragen hatten. Obwohl die UDS zunächst auf ein wirtschaftspolitisches Ressort gedrängt hatte, verzichtete Orrieva schließlich auf ein solches und opferte den designierten Minister Bremante damit, der auf dem Posten des Fraktionssprechers verblieb. In der Folge übte Bremante zunehmend öffentlich Kritik am Vorsitzenden und versuchte, wichtige Entscheidungen der Regierung zu blockieren. Nachdem sich Orrieva und Bremante 2007 in einer Vorstandssitzung der Partei gänzlich überworfen hatten, drängte Orrieva schließlich auf die Ablösung Bremantes, der schließlich seinen Rückritt von allen Ämtern bekannt gab. In der Folge verließ der zunehmend an den Rand gedrängte Bremante die Partei und gab im Dezember 2007 die Gründung einer eigenen "liberalen politischen Bewegung", die schließlich den Namen "Fôro Liberal" erhielt.

Öffentliche Ämter

Mandate

Parteifunktionen