Julen Cajanier: Unterschied zwischen den Versionen
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Ursprünglich ein Mitglied des [[Partíu Republicano Radical]], gehörte Cajanier zum rechten Parteiflügel, der sich 1935 gegen die Teilnahme des PRR am linken [[Volksfront]]bündnis mit [[PS|Sozialisten]] und [[PCS|Kommunisten]] aussprach. Bei der [[Parlamentswahl 1936]] führte Cajanier den [[Partíu Radical Independiente]] an. Nach dem Sieg der Linken ging er in die Opposition. | Ursprünglich ein Mitglied des [[Partíu Republicano Radical]], gehörte Cajanier zum rechten Parteiflügel, der sich 1935 gegen die Teilnahme des PRR am linken [[Volksfront]]bündnis mit [[PS|Sozialisten]] und [[PCS|Kommunisten]] aussprach. Bei der [[Parlamentswahl 1936]] führte Cajanier den [[Partíu Radical Independiente]] an. Nach dem Sieg der Linken ging er in die Opposition. | ||
| − | Nach der Ermordung von Staatspräsident [[Santiago Laval]] im Mai 1938 durch einen faschistischen Attentäter gehörte Cajanier zu den Vätern eines neuen Mitte-Rechts-Bündnisses, das Interimspräsident [[Luciano Capón]] zu Lavals Nachfolger wählte. Cajanier wurde in der Folge mit der Regierungsbildung beauftragt und im Juni zum Ministerpräsidenten ernannt. Cajaniers Regierung wurde von den Parteien des [[Bloco Nacional]] sowie von den liberalen Parteien getragen. | + | Nach der Ermordung von Staatspräsident [[Santiago Laval]] im Mai 1938 durch einen faschistischen Attentäter gehörte Cajanier zu den Vätern eines neuen Mitte-Rechts-Bündnisses, das Interimspräsident [[Luciano Capón]] zu Lavals Nachfolger wählte. Cajanier wurde in der Folge mit der Regierungsbildung beauftragt und im Juni zum Ministerpräsidenten ernannt. Cajaniers Regierung wurde von den Parteien des [[Bloco Nacional]] sowie von den liberalen Parteien getragen. Während seiner Ministerpräsidentschaft stand Cajanier bereits im Schatten von Außenminister und [[UP]]-Chef [[Manuel Sants-Igualde]]. Im Januar 1939 löste ihn dieser als Regierungschef ab und Cajanier übernahm das Finanzministerium. Zur [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1939|Parlamentswahl im April 1939]] schloss Cajanier das Wahlbündnis [[Reagrupamiento Independiente]] mit dem Führer der [[ARL|Rechtsliberalen]] [[Daniel Laponte]] und blieb Minister im Kabinett Sants-Igualde. |
| − | + | Im Februar 1940 übernahm Cajanier das Amt des sagradischen Außenministers. In dieser Funktion setzte Cajanier die von Sants-Igualde betriebene Appeasement-Politik gegenüber Hitler fort und versuchte, Sagradien aus dem Zweiten Weltkrieg herauszuhalten. Die Invasion Frankreichs durch deutsche Truppen im Mai 1940 und der Waffenstillstand zwischen Frankreich und Deutschland im Juni sah Cajanier als Beleg für die Richtigkeit seines Kurses. Das am 1. Juni 1940 von Sants-Igualde verkündete Programm der „Nationalen Kommunion“ unterstützte Cajanier vorbehaltlos. | |
| − | + | Nach dem Angriff japanischer Truppen auf Sagradisch-Ostindien im Dezember 1941 und der Kriegserklärung Deutschlands und Italiens gegenüber der Sagradischen Republik galt Cajaniers außenpolitischer Kurs als gescheitert. Cajanier trat am 15. Dezember mit dem Rest des Kabinetts Sants-Igualde zurück. Der [[Kabinett Dini II|Nachfolgeregierung]] von [[Sergio Dini]] gehörte Cajanier nicht mehr an. | |
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Version vom 17:03, 18. Jul 2024
Julen Marión Cajanier de la Veja war ein sagradischer Politiker und Staatsmann. Er war von Juni 1938 bis Januar 1939 sagradischer Ministerpräsident (Kabinett Cajanier) und danach Finanzminister (1939-1940) sowie Außenminister (1940-1941) in der Regierung von Manuel Sants-Igualde.
Ursprünglich ein Mitglied des Partíu Republicano Radical, gehörte Cajanier zum rechten Parteiflügel, der sich 1935 gegen die Teilnahme des PRR am linken Volksfrontbündnis mit Sozialisten und Kommunisten aussprach. Bei der Parlamentswahl 1936 führte Cajanier den Partíu Radical Independiente an. Nach dem Sieg der Linken ging er in die Opposition.
Nach der Ermordung von Staatspräsident Santiago Laval im Mai 1938 durch einen faschistischen Attentäter gehörte Cajanier zu den Vätern eines neuen Mitte-Rechts-Bündnisses, das Interimspräsident Luciano Capón zu Lavals Nachfolger wählte. Cajanier wurde in der Folge mit der Regierungsbildung beauftragt und im Juni zum Ministerpräsidenten ernannt. Cajaniers Regierung wurde von den Parteien des Bloco Nacional sowie von den liberalen Parteien getragen. Während seiner Ministerpräsidentschaft stand Cajanier bereits im Schatten von Außenminister und UP-Chef Manuel Sants-Igualde. Im Januar 1939 löste ihn dieser als Regierungschef ab und Cajanier übernahm das Finanzministerium. Zur Parlamentswahl im April 1939 schloss Cajanier das Wahlbündnis Reagrupamiento Independiente mit dem Führer der Rechtsliberalen Daniel Laponte und blieb Minister im Kabinett Sants-Igualde.
Im Februar 1940 übernahm Cajanier das Amt des sagradischen Außenministers. In dieser Funktion setzte Cajanier die von Sants-Igualde betriebene Appeasement-Politik gegenüber Hitler fort und versuchte, Sagradien aus dem Zweiten Weltkrieg herauszuhalten. Die Invasion Frankreichs durch deutsche Truppen im Mai 1940 und der Waffenstillstand zwischen Frankreich und Deutschland im Juni sah Cajanier als Beleg für die Richtigkeit seines Kurses. Das am 1. Juni 1940 von Sants-Igualde verkündete Programm der „Nationalen Kommunion“ unterstützte Cajanier vorbehaltlos.
Nach dem Angriff japanischer Truppen auf Sagradisch-Ostindien im Dezember 1941 und der Kriegserklärung Deutschlands und Italiens gegenüber der Sagradischen Republik galt Cajaniers außenpolitischer Kurs als gescheitert. Cajanier trat am 15. Dezember mit dem Rest des Kabinetts Sants-Igualde zurück. Der Nachfolgeregierung von Sergio Dini gehörte Cajanier nicht mehr an.