Partíu Democrático Popular: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Sagradien
Zur Navigation springenZur Suche springen
K (Partido Democrático Popular wurde nach Partido Democrático Popular verschoben)
Zeile 15: Zeile 15:
 
* 1933-1938: [[Don Martín de León]] (zweites Mal)
 
* 1933-1938: [[Don Martín de León]] (zweites Mal)
 
* 1938: [[Ariel Fernando De la Roya]]
 
* 1938: [[Ariel Fernando De la Roya]]
 +
 +
[[Kategorie: Sagradische Partei]]

Version vom 22:12, 28. Okt 2011

Der Partido Democrático Popular (kurz PDP, deutsch Demokratische Volkspartei) war eine progressive katholische Partei in der späten Zweiten Republik. Sie gilt als eine der ersten christdemokratische Parteien in Sagradien und als eine der Vorläuferparteien der heutigen christlich-konservativen Volkspartei.

Gegründet wurde die PDP 1925 durch den katholischen Priester Don Martín de León. Sie vereinte liberale und soziale Katholiken der konservativen Volksaktion mit konfessionell geprägten sozialreformerischen Bewegungen in einer christlich-sozialen und demokratischen Partei der Mitte. Keimzellen der Volkspartei waren u.a. das sozialreformerische Cientro Social Humanista Ariel Fernando De la Royas, der Kreis um dessen Zeitung la Vertá sowie die Liga del Pôpolo Jovén, der vor allem jüngere Mitglieder der Acción Popular angehörten und die sich Anfang der Zwanziger Jahre von der Partei getrennt hatte. Als progressive konfessionelle Partei stand die PDP gleichermaßen in Konkurrenz zu den laizistischen Parteien der Mitte und linken Mitte sowie zur katholisch-konservativen Volksunion, die sich in Nachfolge der Volksaktion gegründet hatte und einen strikt antisozialistischen Rechtskurs steuerte. Dagegen integrierte die PDP auch linke Katholiken und verstand sich als zentristische Kraft, weswegen die PDP von rechten Antisozialisten eines "klerikalen Sozialismus" bezichtigt wurde. Jedoch lehnte die PDP den klassenkämpferischen Habitus, den Materialismus und den radikalen Antiklerikalismus der sagradischen Linken ab und berief sich auf die christliche Soziallehre. Die PDP war eine weithin demokratische und antifaschistische Partei und verweigerte sich in der Krise der Dreißiger Jahre größtenteils den faschistisch-nationalistischen Tendenzen der katholischen Rechten. Dennoch unterstützten wenige Mitglieder der PDP das rechte Álamo-Regime in dessen Anfangsphase.

Die Partei trat erstmals bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1926 an und erhielt 26 Mandate im Parlament. Dies blieb jedoch ihr bestes Ergebnis. Dem Schwinden der bürgerlichen Mittelparteien und der Radikalisierungstendenz der sagradischen Katholiken konnte auch die progressive PDP nicht entgehen, blieb insgesamt aber relativ stabil. Parteimitglied Ariel de la Roya wurde 1931 von einer Mitte-Rechts-Koalition zum Bürgermeister von Semess gewählt. Obwohl sie als Regierungspartei in mehreren Kabinetten seit 1928 einigen Einfluss auf die sagradische Regierungspolitik gewinnen konnte, spielte sie machtstrategisch bei den so genannten Blockwahlen von 1932 und 1935 kaum eine Rolle. 1932 gehörte sie neben gemäßigten Liberalen und Liberalkonservativen zum blockfreien Zentrum. 1935 positionierte sich die Partei erneut zwischen der linken Volksfront und der rechten Nationalen Front, erreichte aber nur zehn Sitze in der Kammer. In der gemäßigter Opposition zu den Volksfrontregierungen konnte sich die Partei als Zentrumspartei etablieren und bildete 1937 eine Mitte-Links-Regierung unter dem Radikalen Angel Colón, die 1938 einem rechten Putsch zum Opfer fiel.

Der von der rechten Militärjunta eingesetzte Ministerpräsident Manuel Álamo ernannte mit Carles Bruto ein Mitglied der PDP zum Minister in seinem Kabinett, das von seiner Partei aber offiziell bekämpft wurde. Parteigründer De León, der den Putsch heftig verurteilte und das Bündnis mit der Linksopposition erwog, wurde verhaftet und verstarb später im Gefängnis. Nachfolger wurde sein Stellvertreter Ariel De la Roya. Nach dem Sieg der Nationalen Kommunion bei den folgenden Parlamentswahlen wurde die PDP wie auch die anderen Parteien verboten. Während sich ein Teil der Parteimitglieder der Einheitspartei der Nationalen Kommunion anschloss, die einen christlichen Ständestaat versprach, ging der Führungskern um De la Roya, David Britón und Paulo Luciaro in den Widerstand, wo einige Katholiken eine zentrale Rolle spielten (siehe Resistença Cristiana).

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde als Nachfolgepartei des PDP die Christliche Zentrumspartei (PCC) gegründet, deren Führung die ehemaligen PDP-Mitglieder Ariel de la Roya und Paulo Luciaro übernahmen. Diese stieg zur stärksten Mitte-Rechts-Partei auf und integrierte zunehmend auch ehemalige Regime-Anhänger und CN-Mitglieder. Aus ihr ging 1952 die Convergência Social Democrática (heute PP-CSD) hervor, die heute stärkste Partei der rechten Mitte.

Persönlichkeiten

Parteisekretäre