Enrico d'Esqués: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Heinrich von Santori, Graf von Esqués''' (sagr. ''Enrico de Sántori Conte d'Esqués'', *1520, †1576) war [[Graf von Esqués]] (1540-1576) und als ''Heinrich I.'' [[Herzog von Viça]] (1550-1576) sowie der Begründer der [[Santori]]-Nebenlinie Esqués.
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'''Heinrich von Santori, Graf von Esqués''' (sagr. ''Enrico de Sántori Conte d'Esqués'', *1516, †1576) war ein einflussreicher sagradischer Adliger im 16. Jahrhundert. Als Nachfolger seines Vaters war er [[Graf von Esqués]] (1540-1576) und [[Herzog von Viça]] (1550-1576) sowie einer der Führer des sagradischen Protestantismus.
  
Enrico de Sántori war der jüngere, posthum geborene Sohn des [[Santori]]-Prinzen [[Danadier de Sántori]], [[Fürst von Valier]] und Graf von Sagonte, und dessen Frau Anna von Vierna. Enricos Vater war wenige Wochen vor Enricos Geburt gestorben, sodass ihm sein älterer Bruder [[Philipp von Valier]] als [[Fürst von Valier]] nachfolgte. Wie sein Bruder stellte sich auch Heinrich in den Dienst König [[David I.|Davids I.]] und durchlief unter diesem eine militärische Karriere. Für seine Dienste wurde er 1540 mit dem Titel eines Grafen von Esqués ausgezeichnet. Nach dem Tod König Davids I. im Jahr 1543 stand er im Dienst seines Bruders, der als Ehemann [[Johanna I.|Johannas I.]] König und Mitregent wurde. 1550 wurde er mit dem [[Herzogtum Viça]] belehnt.  
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Enrico d'Esqués wurde 1516 als Sohn des Grafen [[Gaspar d'Esqués]] geboren. Wie bereits sein Vater stellte sich auch Heinrich in den Dienst König [[David I.|Davids I.]] und durchlief unter diesem eine militärische Karriere. Nach dem Tod König Davids I. im Jahr 1543 stand er im Dienst von Königin [[Johanna I.|Johannas I.]] und ihrem Ehemann [[Philipp von Valier]], mit dem ihn sein Jugendtagen eines Freundschaft verband. Für seine Dienste wurde er 1548 wurde als erster Vertreter seines Hauses in den Rang eines Herzogs erhoben und mit dem [[Herzogtum Viça]] belehnt. Im gleichen Jahr heiratete er Philipps Schwester [[Madalena de Sántori]] und stieg damit selbst in die königliche Familie auf.  
  
Im Jahr 1548 nahm Heinrich mit Madeleine de Laval, einer Schwägerin des französischen Hugenottenführers Gaspard de Coligny, seine erste Ehefrau. Unter dem Einfluss der Familie seiner Frau näherte sich Heinrich danach protestantischen Kreisen an. Nachdem sein Bruder Filipe im Jahr 1552 gestorben war, regierte dessen Witwe [[Johanna I.|Johanna]], Tochter [[David I.|Davids I.]], alleine. Enrico versuchte nun, Einfluss auf die Politik seiner Schwägerin zu nehmen, scheiterte aber mit seinem Plan, seinen ältesten Sohn [[Luis Filipe d'Esqués|Luis Filipe]] mit der verwitweten Königin zu verheiraten. Großer Gegenspieler Heinrichs war [[José Conte de Nerval]], der als Berater Johannas auf eine harte antiprotestantische Politik setzte. Enrico dagegen konvertierte 1560 auch offiziell zum protestantischen Glauben und erklärte sich selbst zum Schutzherrn der Protestanten im Land. Damit begann eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen der pro-protestantischen Partei um Esqués und der katholischen Partei um Nerval und [[Roberto de Monteblanxard]], die erst 1583 beigelegt werden konnte.
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Nach dem Tod von König [[Philipp von Valier]] im Jahr 1552 versuchte Heinrich, Einfluss auf die Politik seiner Schwägerin der Königin zu nehmen, scheiterte aber mit seinem Plan, seinen ältesten Sohn [[Luis Filipe d'Esqués|Luis Filipe]] mit der verwitweten Königin zu verheiraten. Großer Gegenspieler Heinrichs war [[José Conte de Nerval]], der als Berater Johannas auf eine harte antiprotestantische Politik setzte. Enrico dagegen konvertierte 1560 zum protestantischen Glauben und erklärte sich selbst zum Schutzherrn der Protestanten im Land. Damit begann eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen der pro-protestantischen Partei um Esqués und der katholischen Partei um Nerval und [[Roberto de Monteblanxard]], die erst 1583 beigelegt werden konnte.
  
Im Frieden von Marrel 1563 verpflichtete sich Enrico zur Loyalität gegenüber der Königin. Im Gegenzug heiratete seine Nichte [[Louise de Bourbon]] den ältesten Sohn Johannas Kronprinz [[Danadier I.|Danadier]], was die Aussöhnung der Religionen im Land symbolisieren sollte. Schließlich erließ sie 1567 das [[Toleranzedikt von Viça]], das von Enrico wesentlich mitformuliert worden war.  
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Im Frieden von Marrel 1563 verpflichtete sich Enrico zur Loyalität gegenüber der Königin. Diese erließ im Gegenzug 1567 das [[Toleranzedikt von Viça]], das von Enrico wesentlich mitformuliert worden war.  
  
 
Heinrich von Esqués schließlich erkrankte bald schwer und starb im Jahr 1576. Sein Sohn [[Luis Filipe d'Esqués]] folgte ihm als Graf von Esqués und Herzog von Viça nach.
 
Heinrich von Esqués schließlich erkrankte bald schwer und starb im Jahr 1576. Sein Sohn [[Luis Filipe d'Esqués]] folgte ihm als Graf von Esqués und Herzog von Viça nach.
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Version vom 16:44, 27. Nov 2022

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Heinrich von Santori, Graf von Esqués (sagr. Enrico de Sántori Conte d'Esqués, *1516, †1576) war ein einflussreicher sagradischer Adliger im 16. Jahrhundert. Als Nachfolger seines Vaters war er Graf von Esqués (1540-1576) und Herzog von Viça (1550-1576) sowie einer der Führer des sagradischen Protestantismus.

Enrico d'Esqués wurde 1516 als Sohn des Grafen Gaspar d'Esqués geboren. Wie bereits sein Vater stellte sich auch Heinrich in den Dienst König Davids I. und durchlief unter diesem eine militärische Karriere. Nach dem Tod König Davids I. im Jahr 1543 stand er im Dienst von Königin Johannas I. und ihrem Ehemann Philipp von Valier, mit dem ihn sein Jugendtagen eines Freundschaft verband. Für seine Dienste wurde er 1548 wurde als erster Vertreter seines Hauses in den Rang eines Herzogs erhoben und mit dem Herzogtum Viça belehnt. Im gleichen Jahr heiratete er Philipps Schwester Madalena de Sántori und stieg damit selbst in die königliche Familie auf.

Nach dem Tod von König Philipp von Valier im Jahr 1552 versuchte Heinrich, Einfluss auf die Politik seiner Schwägerin der Königin zu nehmen, scheiterte aber mit seinem Plan, seinen ältesten Sohn Luis Filipe mit der verwitweten Königin zu verheiraten. Großer Gegenspieler Heinrichs war José Conte de Nerval, der als Berater Johannas auf eine harte antiprotestantische Politik setzte. Enrico dagegen konvertierte 1560 zum protestantischen Glauben und erklärte sich selbst zum Schutzherrn der Protestanten im Land. Damit begann eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen der pro-protestantischen Partei um Esqués und der katholischen Partei um Nerval und Roberto de Monteblanxard, die erst 1583 beigelegt werden konnte.

Im Frieden von Marrel 1563 verpflichtete sich Enrico zur Loyalität gegenüber der Königin. Diese erließ im Gegenzug 1567 das Toleranzedikt von Viça, das von Enrico wesentlich mitformuliert worden war.

Heinrich von Esqués schließlich erkrankte bald schwer und starb im Jahr 1576. Sein Sohn Luis Filipe d'Esqués folgte ihm als Graf von Esqués und Herzog von Viça nach.