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Saccín Laroux war seit Kindesjahren an ein passionierter Fußballfan und langjähriger Unterstützer des [[Tulisium Football Club]], bei dem sein Vater [[Erresi Saccín]] zeitweise ein Vorstandsamt bekleidete. Seit den 1960er Jahren bereits gab er die Stadionzeitung der Blau-Grünen heraus und arbeitete zeitweise sogar ehrenamtlich in der Presseabteilung des Klubs. Unter Präsident [[Fernán Igariz]] gehörte Saccín dann als Nachfolger seines Vaters dem Vereinsvorstand an. | Saccín Laroux war seit Kindesjahren an ein passionierter Fußballfan und langjähriger Unterstützer des [[Tulisium Football Club]], bei dem sein Vater [[Erresi Saccín]] zeitweise ein Vorstandsamt bekleidete. Seit den 1960er Jahren bereits gab er die Stadionzeitung der Blau-Grünen heraus und arbeitete zeitweise sogar ehrenamtlich in der Presseabteilung des Klubs. Unter Präsident [[Fernán Igariz]] gehörte Saccín dann als Nachfolger seines Vaters dem Vereinsvorstand an. | ||
| − | Inmitten einer schweren Krise bei Tulisium wurde Saccín im Januar 1984 zum Vereinspräsidenten gewählt. Mit dem Auftrag angetreten, den Klub zu sanieren, leitete er insgesamt fast 21 Jahre lang die Geschicke des Vereins. Saccín investierte zahlreiche Millionen in den Klub und holte nacheinander die Erfolgstrainer | + | Inmitten einer schweren Krise bei Tulisium wurde Saccín im Januar 1984 zum Vereinspräsidenten gewählt. Mit dem Auftrag angetreten, den Klub zu sanieren, leitete er insgesamt fast 21 Jahre lang die Geschicke des Vereins. Saccín investierte zahlreiche Millionen in den Klub und holte nacheinander die Erfolgstrainer [[Carles Notero]], [[Ticiano De la Costa]] und [[Joán Restávio]] zur Mannschaft, unter deren Führung Tulisium insgesamt zehn [[Premera Liga|nationale Meisterschaften]], vier [[Copa Sagradia|Pokalsiege]] und fünf Europapokalerfolge feiern konnte. Als er im Dezember 2004 nach 21 Jahren auf eine Wiederwahl verzichtete, war er der bis dahin mit Abstand erfolgreichste Vereinspräsident des Tulisium Football Club gewesen. |
Unter seiner Ägide wurden zudem die Vereinsstrukturen professionalisiert und die heutige Organisationsstruktur begründet. Nachdem er zusammen mit Generaldirektor [[Erresi Nabarro]] schon 1986 eine vereinseigene Marketinggesellschaft gegründet hatte, übertrug er das Profigeschäft des Vereins 1996 auf die Tulisium Football Club SAD, die vier Jahre später an die Börse gebracht wurde. Saccín sicherte sich über die [[Tulus SA]] einen Minderheitsanteil an der Tulisium-Aktiengesellschaft. | Unter seiner Ägide wurden zudem die Vereinsstrukturen professionalisiert und die heutige Organisationsstruktur begründet. Nachdem er zusammen mit Generaldirektor [[Erresi Nabarro]] schon 1986 eine vereinseigene Marketinggesellschaft gegründet hatte, übertrug er das Profigeschäft des Vereins 1996 auf die Tulisium Football Club SAD, die vier Jahre später an die Börse gebracht wurde. Saccín sicherte sich über die [[Tulus SA]] einen Minderheitsanteil an der Tulisium-Aktiengesellschaft. | ||
Aktuelle Version vom 16. Mai 2022, 13:42 Uhr
Carles Manuel Saccín Laroux (*1930 in Tulis; †2018) war ein sagradischer Verleger, Unternehmer und Fußballfunktionär. Saccín galt zu Lebzeiten als einer der wichtigsten Unternehmer und Medienmanager der Republik und als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten Sagradiens. Er war mehrere Jahrzehnte lang Eigentümer und Geschäftsführer der Editorial de Tùles SRL sowie Mitgründer und Verwaltungsratsvorsitzender der Avante Group.
Neben seiner Tätigkeit als Unternehmer und Investor war Saccín Jahre lang im Vereinsvorstand des Tulisium Football Club tätig, dem er von 1984 bis 2004 als Präsident vorstand. Unter Saccíns Führung konnte der Verein zahlreiche Titel gewinnen und ging im Jahr 2000 an die Börse.
Carles Saccín ist der Vater von Agata Véneres-Saccín, die ihn an der Spitze der Holdinggesellschaft Tulus SE ablöste, und Großvater von Éulen Véneres-Saccín. Ein Großneffe Saccíns ist der Fußballprofi Nestor Saccín.
Karriere als Unternehmer[bearbeiten]
Saccín Laroux wurde 1930 in Tulis als Sohn des Journalisten, Verlegers und Politikers Erresi Saccín und dessen zweiter Ehefrau María Laroux geboren. Sein Vater hatte 1919 die Editorial de Tùles SRL gegründet und in der Folge den Zeitungsverlag seines Schwiegervaters Ernesto Côl mit der Regionalzeitung La Despetxa del Matí übernommen.
Carles Saccín studierte Politik und Wirtschaft in Tulis und in Paris und arbeitete bereits während seines Studiums im Zeitungsverlag seines Vaters. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1964 übernahm Carles Saccín Laroux den Zeitungsverlag und schuf in der Folge eines der größten Unternehmenskonglomerate Sagradiens.
Mit guten Kontakten zu Ministerpräsident Joán Caval und anderen politischen Größen ausgestattet, dehnte Saccín in den 1960er und 1970er Jahren seine Aktivitäten auf neue Geschäftsfelder aus. 1964 übernahm er den traditionsreichen Literaturverlag Edición Carles Narbón & C, 1967 gründete er das Plattenlabel Orfêu SA und 1972 folgte die Übernahme der EOS Film SRL, die in der Filmproduktion und im Vertrieb tätig war. Zudem war Saccín zeitweise an der Banca Azumaria beteiligt, die später in der Credito Cuentezal aufging. Als Holding des expandierenden Konzerns dienten die 1964 gegründete Societá d'Investimientœs Tulus SRL sowie die 1979 ins Leben gerufene Saccinvest SA. Letztere war zeitweise am Baukonzern Laregas beteiligt, trennte sich in den 1980er Jahren aber wieder von seinen Anteilen.
1979 stieg Saccín als Anteilseigner beim sagradischen Technologiekonzern Corporación Industrial Avante ein, der unter anderem im Flugzeugbau und in der Entwicklung von Satelliten- und Mobilfunktechnologien tätig war, und übernahm später die Mediensparte des Unternehmens, aus der schließlich die heutige Avante Group hervorging.
Unmittelbar nach der Liberalisierung des sagradischen Fernsehmarktes Anfang der 1980er Jahre beteiligte sich Saccín an der Gründung des Tulineser Regionalsenders Teletùles, aus dem später der nationale Privatsender Nueve wurde. Daneben war er 1989 über die EOS Film SRL an der Gründung des ersten sagradischen Pay-TV-Senders Tele+ beteiligt. 1992 wurde die Avante Nueve Media SA als Dachgesellschaft der Fernseh- und Filmbeteiligungen gegründet, die in der Folge zur größten privaten Senderkette Sagradiens aufstieg. Damit nahm Saccín für das Privatfernsehen in Sagradien eine Pionierrolle ein und positionierte seine Sender als progressive Alternative zu den mehrheitlich konservativen Programmen der öffentlich-rechtlichen Televisión Sagradêsa sowie der TVS-Medien-Gruppe, dem wichtigsten privaten Konkurrenten von Avante auf dem Fernsehmarkt. Mit seiner EOS Film SRL ließ er für das junge Fernsehunternehmen eigene Filme produzieren und amerikanische vertreiben. Seit Ende der Neunziger Jahre übernahm Saccín Anteile an der Mediasat-Gruppe, die 2002 mit Avante Nueve zur Avante Nueve Mediasat SA (seit 2004 Avante Group) fusioniert wurde, das heute eines der größten Medienunternehmen Europas darstellt.
Im Zuge der Finanzkrise 2008/2009 übernahm die Tulus SE die Versicherungsgesellschaft Nalcazal SA und verschmolz sie mit der Tulinês-Vesaeyal zur Fides Group. Nur kurze Zeit später zog sich Saccín aus gesundheitlichen Gründen schrittweise aus der Führung seines Konglomerates zurück und übergab die Führung der Tulus SE 2010 an seine älteste Tochter Agata Véneres-Saccín.
Tulisium Football Club[bearbeiten]
Saccín Laroux war seit Kindesjahren an ein passionierter Fußballfan und langjähriger Unterstützer des Tulisium Football Club, bei dem sein Vater Erresi Saccín zeitweise ein Vorstandsamt bekleidete. Seit den 1960er Jahren bereits gab er die Stadionzeitung der Blau-Grünen heraus und arbeitete zeitweise sogar ehrenamtlich in der Presseabteilung des Klubs. Unter Präsident Fernán Igariz gehörte Saccín dann als Nachfolger seines Vaters dem Vereinsvorstand an.
Inmitten einer schweren Krise bei Tulisium wurde Saccín im Januar 1984 zum Vereinspräsidenten gewählt. Mit dem Auftrag angetreten, den Klub zu sanieren, leitete er insgesamt fast 21 Jahre lang die Geschicke des Vereins. Saccín investierte zahlreiche Millionen in den Klub und holte nacheinander die Erfolgstrainer Carles Notero, Ticiano De la Costa und Joán Restávio zur Mannschaft, unter deren Führung Tulisium insgesamt zehn nationale Meisterschaften, vier Pokalsiege und fünf Europapokalerfolge feiern konnte. Als er im Dezember 2004 nach 21 Jahren auf eine Wiederwahl verzichtete, war er der bis dahin mit Abstand erfolgreichste Vereinspräsident des Tulisium Football Club gewesen.
Unter seiner Ägide wurden zudem die Vereinsstrukturen professionalisiert und die heutige Organisationsstruktur begründet. Nachdem er zusammen mit Generaldirektor Erresi Nabarro schon 1986 eine vereinseigene Marketinggesellschaft gegründet hatte, übertrug er das Profigeschäft des Vereins 1996 auf die Tulisium Football Club SAD, die vier Jahre später an die Börse gebracht wurde. Saccín sicherte sich über die Tulus SA einen Minderheitsanteil an der Tulisium-Aktiengesellschaft.
Politische Positionen[bearbeiten]
Carles Saccín Laroux bezeichnete sich selbst als liberal und gehörte in den 1960er Jahren zeitweise dem linksliberalen Partíu Radical-Democrático an. Bereits sein Vater Erresi Saccín hatte der Vorgängerpartei PRR angehört und diese im Stadtrat von Tulis vertreten. In den Siebziger und Achtziger Jahren hielt Saccín enge Kontakte zu ASUL-Chef Joán Caval, als dessen kritischsten Freund er sich selbst einmal bezeichnete. Dennoch spielten die Medien des Saccinvest-Konzerns in der ASUL-Parteispendenaffäre 1992 eine wichtige Rolle und berichteten äußerst kritisch über die Machenschaften in der Parteiführung. Als Saccín 1998 öffentlich zur Wahl der linken Opposition unter Julio De la Costa aufrief, wurde er dafür von Konservativen und anderen heftig kritisiert.
