Andrés Piero, Prinz von Sarmay: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 14:45, 29. Okt 2020
Andrés Piero de Sántori (*1515; †1534) war der älteste und einzige das erste Lebensjahr überlebende Sohn des sagradischen und portugiesischen Königs David I.. Als Erprinz der Sántori-Monarchie war er Fürst von Sarmay und Prinz von Portugal sowie von 1532 bis zu seinem Tod Herr der Saloanischen Lande. Als solcher trug er die Titel eines Herzogs von Salua und Macedi und eines Fürsten von Màrbore.
Leben und Tod
Der älteste Sohn des sagradischen Königs David I. und dessen erster Ehefrau Luisa von Avis wurde am Andreastag (30. November) im Jahr 1515 in Tulis geboren und mit dem Tag seiner Geburt Kronprinz des Königreichs Sagradien und der mit ihm verbundenen Gebiete. Als solcher erhielt der Neugeborene den Titel eines Prinzen von Sarmay.
Andrés Piero wurde derweil am Hof seines Vaters in Tulis erzogen. Er galt als zurückhaltender und schüchtern wirkender Junge, der sich oft in Phantasien stürzte und von eher kränklicher Natur war. Da er jedoch zum Thronfolger seines Vaters erzogen wurde, war er als Junge unglücklich. Lediglich für die Seefahrt konnte er sich begeistern. Nachdem sein Vater sich früh auf die Suche nach möglichen Schwiegertöchtern gemacht hatte, heiratete Andrés Piero schließlich im Frühjahr 1533 - im Alter von 17 Jahren - die zwei Jahre ältere navarresische Prinzessin Marie d'Albret, Tochter Königin Katharinas von Navarra und ihres Mannes Jean d'Albret sowie Schwester König Heinrichs II. von Navarra. Die feierliche Hochzeit zwischen dem Kronprinz und der zukünftigen Königin, Bestandteil der anti-habsburgischen Allianz Davids I. mit Frankreich, fand in der Kathedrale von Tulis statt.
Mit 17 Jahren erhielt Andrés Piero 1532 von seinem Vater den Titel eines Herzogs von Salua und die Regentschaft über die zugehörigen Gebiete übertragen. In seiner kurzen Zeit als regierender Herzog konnte Andrés Piero keine positiven Akzente setzen. Stattdessen fand er bei seiner Ankunft in Macedi eine äußerst schwierige Situation vor, in der mehrere zerstrittene Parteien am Hof in Fehden gegeneinander verstrickt nach der Vormacht kämpften. Zwar gelang es dem jungen Herzog im Frühjahr 1534 einen Ausgleich zwischen den Streitparteien zu erreichen, jedoch begannen die Kämpfe schon im Spätsommer 1534 von neuem, sodass David I. gezwungen war, seinem unerfahrenen Sohn mehrere erfahrene Berater zukommen zu lassen. Ehe diese jedoch in Macedi eintrafen, starb Don Andrés Piero bereits im September 1534 an einem überraschenden Fieberanfall.
Nach Andrés Pieros Tod ernannte David I. den einheimischen Grafen Luvis de Granval zum Statthalter der Saloanischen Lande, dem es gelang, die Herrschaft der Sántori zu stabilisieren. Nach dem Tod des Kronprinzen und seiner älteste Schwester Luisa im Jahr 1536 avancierte seine jüngere Schwester Johanna zur Thronfolgerin, die ihre Herrschaft 1543 aber nur gegen Widerstände antreten konnte.