Editorial de Tùles: Unterschied zwischen den Versionen
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Das Unternehmen geht auf den [[Tulis|Tulineser]] Verlag von [[Ernesto Côl]] zurück, der eine Druckerei und mehrere Zeitungen besaß und unter anderem an der Regionalzeitung [[La Despetxa del Matí]] beteiligt war. Nach dem Tod von Ernesto Côl im Jahr 1914 übernahm sein Sohn [[David Côl]] das Unternehmen, der wiederum den Eheman seiner Cousine, [[Erresi Saccín]], als Redakteur beschäftigte. Nachdem Saccín sich mit Côl überworfen hatte, gründete er 1919 das [[Jornal de Tùles]] als Konkurrenzblatt und legte damit den Grundstein für die Editorial de Tùles-Verlagsgruppe. Côl und Saccín waren nun Konkurrenten auf dem Zeitungsmarkt. | Das Unternehmen geht auf den [[Tulis|Tulineser]] Verlag von [[Ernesto Côl]] zurück, der eine Druckerei und mehrere Zeitungen besaß und unter anderem an der Regionalzeitung [[La Despetxa del Matí]] beteiligt war. Nach dem Tod von Ernesto Côl im Jahr 1914 übernahm sein Sohn [[David Côl]] das Unternehmen, der wiederum den Eheman seiner Cousine, [[Erresi Saccín]], als Redakteur beschäftigte. Nachdem Saccín sich mit Côl überworfen hatte, gründete er 1919 das [[Jornal de Tùles]] als Konkurrenzblatt und legte damit den Grundstein für die Editorial de Tùles-Verlagsgruppe. Côl und Saccín waren nun Konkurrenten auf dem Zeitungsmarkt. | ||
| − | Anfang der zwanziger Jahre geriet der Côl-Verlag in finanzielle Schwierigkeiten und musste 1924 seine Anteile an der [[Despetxa del Matí]] an Saccíns Tules-Verlag verkaufen. Kurz vor dem Konkurs einigte sich Côl mit Saccín schließlich 1931 auf eine Verschmelzung der beiden Unternehmen. Der bisherige Côl-Verlag ging daraufhin im Editorial de Tùles auf, das wiederum zur ''Editorial de Tùles Côl-Saccín SRL'' umfirmiert wurde. | + | Anfang der zwanziger Jahre geriet der Côl-Verlag in finanzielle Schwierigkeiten und musste 1924 seine Anteile an der [[Despetxa del Matí]] an Saccíns Tules-Verlag verkaufen. Dieser übernahm 1927 schließlich die Mehrheit an der Zeitung. Kurz vor dem Konkurs einigte sich Côl mit Saccín schließlich 1931 auf eine Verschmelzung der beiden Unternehmen. Der bisherige Côl-Verlag ging daraufhin im Editorial de Tùles auf, das wiederum zur ''Editorial de Tùles Côl-Saccín SRL'' umfirmiert wurde. |
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es unter der Führung von Erresi Saccín und seines Sohnes [[Carles Saccín Laroux]] zur weiteren Expansion über den Tulineser Zeitungsmarkt hinaus. Nach der Übernahme der in [[Artir]] erscheinenden Regionalzeitung [[Il Jôrnu]] erlangte das Editorial de Tùles eine Schlüsselstellung auf dem Zeitungsmarkt. 1964 kaufte Saccín den traditionsreichen Buchverlag [[Edición Carles Narbón & C]], der sich seit dem 19. Jahrhundert einen Namen als Heimstätte bedeutender sagradischer Autoren wie [[Iano Madris]], [[José Manolo Rosenthal]] und [[António Deçadro]] gemacht hatte. In der Folge stieg der Narbón-Verlag zu einer der größten Verlagsgruppen Sagradiens auf und erwarb eine Beteiligung an der [[Vôce Pública]], die schrittweise auf 49,5 Prozent angehoben wurde. | Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es unter der Führung von Erresi Saccín und seines Sohnes [[Carles Saccín Laroux]] zur weiteren Expansion über den Tulineser Zeitungsmarkt hinaus. Nach der Übernahme der in [[Artir]] erscheinenden Regionalzeitung [[Il Jôrnu]] erlangte das Editorial de Tùles eine Schlüsselstellung auf dem Zeitungsmarkt. 1964 kaufte Saccín den traditionsreichen Buchverlag [[Edición Carles Narbón & C]], der sich seit dem 19. Jahrhundert einen Namen als Heimstätte bedeutender sagradischer Autoren wie [[Iano Madris]], [[José Manolo Rosenthal]] und [[António Deçadro]] gemacht hatte. In der Folge stieg der Narbón-Verlag zu einer der größten Verlagsgruppen Sagradiens auf und erwarb eine Beteiligung an der [[Vôce Pública]], die schrittweise auf 49,5 Prozent angehoben wurde. | ||
Version vom 11:59, 19. Mai 2020
| Editorial de Tùles Côl-Saccín SRL | ||
| Rechtsform | SRL | |
| Gründung | 1919 | |
| Sitz | Tulis | |
| Eigentümer | ||
| Branche | Medien | |
Die Editorial de Tùles Côl-Saccín SRL ist ein sagradischer Zeitungsverlag mit Sitz in Tulis, der auf dem Buch-, Zeitungs- und Zeitschriftenmarkt aktiv ist. In dem Verlag erscheinen unter anderem die Tageszeitungen La Despetxa del Matí, Jornal de Tùles und Il Jôrnu sowie das Sportmagazin l'Once Azûr. Zudem ist der Verlag mit 49,5 Prozent an der Grupo Editorial LVLE beteiligt, die wiederum die Tageszeitung La Vôce Pública und das politische Wochenmagazin L'Etá herausgibt. Zum Unternehmen gehört zudem der Buchverlag Edición Carles Narbón & C, der zu den führenden Literaturverlagen Sagradiens zählt. Gemeinsam bildeten sie bis 2020 den Grupo Editorial de Tùles.
Im Herbst 2019 wurde die Fusion des Verlags mit der britisch-mikolinischen Editio-Gruppe bekanntgegeben. Anfang 2020 wurde hierzu die Editio Tùles Media Group als neue Dachgesellschaft gegründet. Die Editorial de Tùles Côl-Saccín SRL soll als Verlagsgesellschaft der Regionalzeitungen erhalten bleiben.
Geschichte
Das Unternehmen geht auf den Tulineser Verlag von Ernesto Côl zurück, der eine Druckerei und mehrere Zeitungen besaß und unter anderem an der Regionalzeitung La Despetxa del Matí beteiligt war. Nach dem Tod von Ernesto Côl im Jahr 1914 übernahm sein Sohn David Côl das Unternehmen, der wiederum den Eheman seiner Cousine, Erresi Saccín, als Redakteur beschäftigte. Nachdem Saccín sich mit Côl überworfen hatte, gründete er 1919 das Jornal de Tùles als Konkurrenzblatt und legte damit den Grundstein für die Editorial de Tùles-Verlagsgruppe. Côl und Saccín waren nun Konkurrenten auf dem Zeitungsmarkt.
Anfang der zwanziger Jahre geriet der Côl-Verlag in finanzielle Schwierigkeiten und musste 1924 seine Anteile an der Despetxa del Matí an Saccíns Tules-Verlag verkaufen. Dieser übernahm 1927 schließlich die Mehrheit an der Zeitung. Kurz vor dem Konkurs einigte sich Côl mit Saccín schließlich 1931 auf eine Verschmelzung der beiden Unternehmen. Der bisherige Côl-Verlag ging daraufhin im Editorial de Tùles auf, das wiederum zur Editorial de Tùles Côl-Saccín SRL umfirmiert wurde.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es unter der Führung von Erresi Saccín und seines Sohnes Carles Saccín Laroux zur weiteren Expansion über den Tulineser Zeitungsmarkt hinaus. Nach der Übernahme der in Artir erscheinenden Regionalzeitung Il Jôrnu erlangte das Editorial de Tùles eine Schlüsselstellung auf dem Zeitungsmarkt. 1964 kaufte Saccín den traditionsreichen Buchverlag Edición Carles Narbón & C, der sich seit dem 19. Jahrhundert einen Namen als Heimstätte bedeutender sagradischer Autoren wie Iano Madris, José Manolo Rosenthal und António Deçadro gemacht hatte. In der Folge stieg der Narbón-Verlag zu einer der größten Verlagsgruppen Sagradiens auf und erwarb eine Beteiligung an der Vôce Pública, die schrittweise auf 49,5 Prozent angehoben wurde.
1982 war das Editorial de Tùles an der Gründung des Fernsehsenders Teletùles beteiligt, aus dem später der nationale Privatsender Nueve hervorging. Narbón übertrug seine Anteile 1992 aber an die neu gegründete Avante Media SA, die ebenfalls im Besitz der Tulus-Holding ist. Überlegungen, den am Printmarkt positionierten Verlag mit der Avante Group zu verschmelzen, wurden bisher nicht realisiert. Stattdessen bleiben beide Medienunternehmen unabhängig.
Zeitungen im Editorial de Tùles
- La Despetxa del Matí, regionale Tageszeitung aus Tulis
- Jornal de Tùles, lokale Tageszeitung aus Tulis
- Posta de Cuentez, lokale Tageszeitung aus Diegue Cuentezal
- Il Jôrnu, regionale Tageszeitung aus Artir (Editorial Periódico Artiral)
- L'Once Azûr, wöchentliches Sportmagazin aus Tulis