Johann der Löwe: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 18:59, 14. Jun 2011
Johann II. (von Sagradien), genannt der Löwe (*1070, †1121), König von Sagradien (1094-1121). Johann der Löwe gilt als einer der wichtigsten Könige des sagradischen Mittelalters. In seinem Kampf gegen das skantische Reich Martins des Kühnen und seinem Sieg gegen den Herzog im Peruzinischen Krieg von 1101-1112 sowie durch seine Reichsreform trug er wesentlich zur Etablierung des diannidisch-juvantidischen Königtums bei.
Kindheit und Kampf seines Vaters gegen die Lusoniden
Johann wurde als Sohn von Herzog Johann von Alconía und Ana von Once, der Schwester König Martins des Frommen, in Nalcaz geboren. Nach dem Tod seines Onkels, des Königs, 1078 kam es zu langen Kämpfen um dessen Erbe. Der Herzog von Alconía proklamierte sich als Johann I. zum König und konnte sich in mehreren Kriegen gegen seinen Gegenkönig Herzog Rodrigo von Scantia durchsetzen. Johann als Sohn des neuen Königs übernahm den Titel eines Herzogs von Alconía und heiratete 1087 die sagradische Erbprinzessin Elisa, was seinen Anspruch auf den sagradischen Thron untermauerte. Nach der Exkommunikation seines Vaters durch den Reformpapst Gregor VII. 1091 kam es erneut zum Ausbruch des Krieges zwischen Scantia und der Krone. Herzog Martin der Kühne von Scantia, der Sohn Rodrigos, rebellierte sofort nach dem Kirchenbann gegen Johann und brachte einen Großteil des Adels auf seine Seite. Es gelang ihm 1092 den Thronfolger Johann zu entführen und in San Joán de Scantia festzusetzen.
Kampf um die Krone
König Johann I. wurde 1094 im Feldlager von skantischen Agenten ermordet. Martín de Scantia schickte sich an, die Herrschaft zu übernehmen. Johann gelang aber die Flucht aus der Gefangenschaft und er stellte ein Heer auf, mit dem er seine Krone verteidigen wollte. In der Schlacht bei Rosário 1095 besiegte Johann seinen skantischen Widersacher und nahm diesen fest. Martin wurde in Castel Grandaro bei Meném festgehalten und verlor seinen Titel als Herzog von Scantia. Nach seinem Sieg ließ Johann sich in Noyar zum König krönen und nahm daraufhin am Ersten Kreuzzug 1096-1099 teil, um sich wieder mit dem Papst zu versöhnen. Papst Urban II. erkannte ihn daraufhin als rechtmäßigen König an und setzte den Kirchenbann aus. Während Johanns Abwesenheit gelang Martin dem Kühnen die Flucht aus Castel Grandaro und er kehrte zurück nach Scantia. Johann kam im Jahr 1100 zurück nach Sagradien. Im Vertrag von Belaçón erkannte er Martin wieder als Herzog von Scantia an.
Nach dem Tod des peruzinischen Königs Jouan I. dem Kurzen, der nur zwei Töchter zurückließ, erhob Martin der Kühne für seine dritte Berta von Perucía Anspruch auf die Krone des peruzinischen Reiches. Dafür startete er eigenmächtig einen Feldzug in Nordmicolinien. Dort eroberte er schnell weite Teile des Landes und ließ sich 1101 in Cresq zum König ausrufen. Als er sich durchgesetzt hatte, begründete er das Lusonidenreich der Herzöge von Scantia, die nun zugleich auch souveräne Könige von Perucía waren und faktisch über den gesamten Norden der sagromicolinischen Halbinsel herrschten. Dennoch musste er dem sagradischen König Johann dem Löwen für seine skantischen Besitzungen den Lehnseid leisten.
Konsolidierung im Inneren
Im Inneren gelang es Johann dem Löwen, durch eine große Reichsreform des Jahres 1102 die Macht der Herzöge zu beschneiden und die Krone zu stärken. Er setzte die männliche Thronfolge durch und band die Herzöge enger an die Krone, die ihr Lehen nun nicht mehr automatisch vererben konnten, sondern direkt vom König erhielten. Im Jahr 1115 verstieß Johann seine erste Frau Elisa, die ihm unter anderem seinen ältesten Sohn Anton geschenkt hatte, und heiratete in zweiter Ehe Berta von Golen, da er sich auf diese Weise politischen Einfluss im benachbarten Königreich Golen erhoffte. Dies führte zu Nachfolgeproblemen, da seine Schwägerin Adela von Lemez, Witwe seines Bruders Philipp von Sacâu nun versuchte, dem Thronfolger Anton die Legitimität abzusprechen und ihren eigenen Erstgeborenen Jakob als Thronfolger zu etablieren, was ihr jedoch nicht gelang und schließlich zu ihrer Verbannung aus dem Königreich führte. Als Johann II. 1121 starb, konnte sein Sohn Anton I. eine gesicherte Herrschaft übernehmen und musste sich gegen keine Gegenkönige mehr behaupten.