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'''Francisco María Berlioz Murial''' (*1856, †1928) war ein [[sagradischer]] Politiker ([[Aliança Republicana|AR]]) und Staatsmann. Er war Mitglied der [[Abgeordnetenkammer]] und des [[Senat]]s, bekleidete zahlreiche Ministerämter und war von 1909 bis 1911 [[Präsident des Ministerrats]]. Von 1912 bis 1919 war er der dritte [[Präsident der Sagradischen Republik]]. | '''Francisco María Berlioz Murial''' (*1856, †1928) war ein [[sagradischer]] Politiker ([[Aliança Republicana|AR]]) und Staatsmann. Er war Mitglied der [[Abgeordnetenkammer]] und des [[Senat]]s, bekleidete zahlreiche Ministerämter und war von 1909 bis 1911 [[Präsident des Ministerrats]]. Von 1912 bis 1919 war er der dritte [[Präsident der Sagradischen Republik]]. | ||
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Aktuelle Version vom 12. März 2020, 18:20 Uhr
Francisco María Berlioz Murial (*1856, †1928) war ein sagradischer Politiker (AR) und Staatsmann. Er war Mitglied der Abgeordnetenkammer und des Senats, bekleidete zahlreiche Ministerämter und war von 1909 bis 1911 Präsident des Ministerrats. Von 1912 bis 1919 war er der dritte Präsident der Sagradischen Republik.
Der aus einer Industriellenfamilie stammende Berlioz absolvierte ein Ingenieurstudium und wurde danach Verwaltungsbeamter und anschließend im Jahr 1895 in die sagradische Abgeordnetenkammer gewählt, wo er sich den liberalen Moderatas anschloss. Im Jahr 1897 wurde Berlioz erstmals zum Minister berufen und fungierte in den Regierungen von Francisco de Brentano und Luciano Tropexas nacheinander als Handelsminister und als Finanzminister.
Nach der vorgezogenen Parlamentswahl 1909 wurde Berlioz erstmals zum Präsidenten des Ministerrats ernannt, ehe er im Februar 1911 an seinen Parteikollegen Ricardo Alemà übergab, in dessen Regierung Berlioz das Amt des Justizministers übernahm. Im Januar 1912 wurde Berlioz schließlich als Kompromisskandidat der liberal-säkularen Parteien zum Präsidenten der Republik gewählt. Seiner Wahl ging ein Bündnis seiner Partei mit dem linksliberalen Partíu Radical voraus. Im Gegenzug ernannte Berlioz den Radikalen Cristoval Sánchez zum Ministerpräsidenten.
Als Staatspräsident konnte Berlioz keine nachhaltigen Akzente setzen und stand lange Zeit im Schatten seiner einflussreichen Vorgänger Luis Cavaller und Joán Cardinal. Es gelang ihm aber, Sagradien im Einvernehmen mit den Parteien der Nationalversammlung aus dem Ersten Weltkrieg herauszuhalten. Nachdem die Parteien des Linksblocks die Parlamentswahl 1917 gewonnen hatte, ernannte er eine linksgerichtete Regierung unter Francisco Calbane.
Im Januar 1919 schied Berlioz nach sieben Jahren aus dem Präsidentenamt und nahm kurz darauf einen Sitz im sagradischen Senat ein. Auf Wunsch von Staatspräsident Cristoval Sánchez übernahm Berlioz im Dezember 1924 noch einmal das Amt des Außenministers in der Regierung von Luciano Capón. Er ist damit der bisher einzige Ex-Staatspräsident, der nach seiner Amtszeit noch einmal ein Regierungsamt ausübte.