Cristoval Sánchez: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 01:14, 27. Feb 2020
Cristoval Sánchez Erresal (*1860, †1934) war ein sagradischer Politiker und Staatsmann. In seiner langen politischen Karriere gehörte er mehrere Jahrzehnte lang zu den Führungspersönlichkeiten des Partíu Republicano Radical und bekleidete zahlreiche Regierungsämter, darunter zweimal das Amt des sagradischen Ministerpräsidenten (1902-1903; 1912-1913). Von 1919 bis 1925 war Sánchez der fünfte Präsident der Sagradischen Republik. Nach dem Sieg der Rechtsparteien bei der Parlamentswahl 1925 trat er im Konflikt mit der parlamentarischen Mehrheit zurück.
Politischer Werdegang
Unter den Regierungen der laizistischen Koalition stieg Sánchez zu einem der einflussreichsten Politiker des Landes auf. Nachdem er im Kabinett Salgado zunächst als Handels- und dann als Religionsminister fungiert hatte, wurde er 1902 selbst Ministerpräsident, musste nach der verlorenen Parlamentswahl 1903 aber zurücktreten. Zehn Jahre später wurde Sánchez erneut zum Ministerpräsidenten ernannt, konnte sich aber wieder nur bis zur nächsten Parlamentswahl 1913 im Amt halten.
Nach der Parlamentswahl 1917 gehörte Sánchez der Linksblock-Regierung unter Francisco Calbane als Finanzminister an. Bei der Präsidentschaftswahl im Januar 1919 bewarb sich Sánchez als Kandidat um das Amt des Staatspräsidenten, konnte aber keine Mehrheit erzielen und verzichtete schließlich zugunsten seines Parteifreundes Carles Simón López-Iregui, der schließlich von einer Mehrheit gewählt wurde. In der Regierung seines Parteifreundes Jacque María Sâis-Munieta wurde Sánchez stattdessen Außenminister. Nach Monaten einer unglücklichen Präsidentschaft und im Zuge einer Verleumdungskampagne gegen das Staatsoberhaupt erklärte López-Iregui schon im November 1919 seinen vorzeitigen Rücktritt. Erneut bewarb sich Cristoval Sánchez, der die Pressekampagne hart verurteilte. Spekulationen, Sánchez selbst habe die Verleumdungskampagne initiiert, um nach seiner verlorenen Präsidentschaftskampagne doch noch zum Zug zu kommen, konnten weder bestätigt noch widerlegt werden.
Nach seiner Wahl zum fünften Präsidenten der Republk ernannte Sánchez seinen Parteifreund António Diaz zum Ministerpräsidenten und berief 1924 die erste sozialistische Regierung unter Santiago Laval. Nach dem Sieg des Mitte-Rechts-Parteien bei der Parlamentswahl 1925 kam es zu regelmäßigen Konflikten mit der katholisch geführten Regierung unter Estefán Gaeta. Im Dezember 1925 entschied sich Sánchez dazu, die Regierung Gaeta zu entlassen und eine neue Regierung seines Vertrauens unter der Führung des parteilosen Beamten Esker Zurruzabal zu berufen, die aber schon nach einem Tag im Amt wieder per Misstrauensvotum gestürzt wurde, woraufhin Sánchez schließlich seinen Rücktritt erklärte.
Nach seinem Rückzug und der Wahl des Konservativen Estefán Gaeta zum Nachfolger blieb Sánchez auch weiterhin politisch aktiv und wurde in den sagradischen Senat gewählt, dem er bis zu seinem Tod angehörte. Bei der Präsidentschaftswahl 1932 trat er erneut an, konnte sich aber nicht gegen den Katholiken Domênco Scalfín durchsetzen.
Öffentliche Ämter
- 1899-1900: Handelsminister im Kabinett Salgado
- 1900-1902: Religionsminister im Kabinett Salgado
- 1902-1903: Ministerpräsident und Religionsminister im Kabinett Sánchez I
- 1912-1913: Ministerpräsident und Innenminister im Kabinett Sánchez II
- 1917-1919: Finanzminister im Kabinett Calbane
- 1-11/1919: Außenminister im Kabinett Sâis-Munieta I und II
- 1919-1925: Präsident der Republik