Luciano Capón: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Luciano Capón''' (*1874; †1949) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Unternehmer und liberaler Staatsmann. In seiner politischen Karriere war er lange Jahre [[Außenminister]] (1925-1931), [[Ministerpräsident]] (1926-1927) sowie Präsident des sagradischen [[Senat]]s (1934-1938). Von 1938 bis 1945 amtierte Capón als neunter [[Präsident der Sagradischen Republik]]. Zusammen mit Ministerpräsident [[Sergio Rafael Dini]] führte er das Land im Zweiten Weltkrieg.  
 
'''Luciano Capón''' (*1874; †1949) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Unternehmer und liberaler Staatsmann. In seiner politischen Karriere war er lange Jahre [[Außenminister]] (1925-1931), [[Ministerpräsident]] (1926-1927) sowie Präsident des sagradischen [[Senat]]s (1934-1938). Von 1938 bis 1945 amtierte Capón als neunter [[Präsident der Sagradischen Republik]]. Zusammen mit Ministerpräsident [[Sergio Rafael Dini]] führte er das Land im Zweiten Weltkrieg.  
  
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Capón begann seine Karriere als Geschäftsführer beim sagradischen Industriekonzern [[Ferrocel]], ehe er als Abgeordneter der liberalen [[Aliança Republicana]] ins sagradische Parlament gewählt wurde. In den 1920er und 1930er Jahren bekleidete Capón mehrere Ministerposten, zunächst als Handelsminister im [[Kabinett Diaz I]], später als langjähriger [[Außenminister]] (1925-1931) sowie als [[Präsident des Ministerrats]] (1926-1927). In den 1930er Jahren wurde Capón Mitglied des sagradischen Senats, zu dessen Präsidenten er 1934 aufstieg.
 
Capón begann seine Karriere als Geschäftsführer beim sagradischen Industriekonzern [[Ferrocel]], ehe er als Abgeordneter der liberalen [[Aliança Republicana]] ins sagradische Parlament gewählt wurde. In den 1920er und 1930er Jahren bekleidete Capón mehrere Ministerposten, zunächst als Handelsminister im [[Kabinett Diaz I]], später als langjähriger [[Außenminister]] (1925-1931) sowie als [[Präsident des Ministerrats]] (1926-1927). In den 1930er Jahren wurde Capón Mitglied des sagradischen Senats, zu dessen Präsidenten er 1934 aufstieg.
  
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Nach der Ermordung des sozialistischen Staatspräsidenten [[Santiago Laval]] im Februar 1938 wurde Capón als Kompromisskandidat der Mitte zum Nachfolger im Amt des [[Präsident der Republik|Präsidenten der Sagradischen Republik]] gewählt. Nach dem Sieg der Rechten bei der [[Parlamentswahl 1938]] berief Capón den Katholiken [[Manuel Sants-Igualde]] zum Ministerpräsidenten, der Sagradien nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs auf einen strikten Neutralitätskurs führte.  
 
Nach der Ermordung des sozialistischen Staatspräsidenten [[Santiago Laval]] im Februar 1938 wurde Capón als Kompromisskandidat der Mitte zum Nachfolger im Amt des [[Präsident der Republik|Präsidenten der Sagradischen Republik]] gewählt. Nach dem Sieg der Rechten bei der [[Parlamentswahl 1938]] berief Capón den Katholiken [[Manuel Sants-Igualde]] zum Ministerpräsidenten, der Sagradien nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs auf einen strikten Neutralitätskurs führte.  
  
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Während des Krieges fiel Capón als Präsidenten auch der Oberbefehl über das sagradische Heer zu.
 
Während des Krieges fiel Capón als Präsidenten auch der Oberbefehl über das sagradische Heer zu.
  
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Am Ende des Krieges kam es zu Spannungen zwischen dem Präsidenten und seinem Premierminister. Als überzeugter Liberaler und Antikommunist lehnte Capón die Beteiligung der [[PCS|Kommunistischen Partei]] an der [[Kabinett Dini III|dritten Regierung Dini]] ab, musste sich aber dem Willen der [[Demokratische Koalition|"Demokratischen Koalition"]] beugen, die sich hinter Dini versammelt hatte. In der Folge strebte Capón bei der [[Präsidentschaftswahl 1945]] nach sieben Jahren als Präsident keine zweite Amtszeit an und wurde schließlich durch Dini ersetzt. Nach seiner Präsidentschaft mischte sich Capón immer wieder in die Tagespolitik ein und gehörte zu den lautstarken Kritikern der "[[Demokratische Koalition|Demokratischen Koalition]]", die von 1945 bis 1947 das Land regierte. Er stand insbesondere in Opposition zur "etatistischen" Wirtschaftspolitik der Koalition sowie zu deren Dekolonisierungspolitik, die er als Bedrohung für die Einheit der Sagradischen Republik betrachtete.  
 
Am Ende des Krieges kam es zu Spannungen zwischen dem Präsidenten und seinem Premierminister. Als überzeugter Liberaler und Antikommunist lehnte Capón die Beteiligung der [[PCS|Kommunistischen Partei]] an der [[Kabinett Dini III|dritten Regierung Dini]] ab, musste sich aber dem Willen der [[Demokratische Koalition|"Demokratischen Koalition"]] beugen, die sich hinter Dini versammelt hatte. In der Folge strebte Capón bei der [[Präsidentschaftswahl 1945]] nach sieben Jahren als Präsident keine zweite Amtszeit an und wurde schließlich durch Dini ersetzt. Nach seiner Präsidentschaft mischte sich Capón immer wieder in die Tagespolitik ein und gehörte zu den lautstarken Kritikern der "[[Demokratische Koalition|Demokratischen Koalition]]", die von 1945 bis 1947 das Land regierte. Er stand insbesondere in Opposition zur "etatistischen" Wirtschaftspolitik der Koalition sowie zu deren Dekolonisierungspolitik, die er als Bedrohung für die Einheit der Sagradischen Republik betrachtete.  
  

Version vom 11:58, 20. Jan 2020

HubertPierlot.jpg

Luciano Capón (*1874; †1949) war ein sagradischer Unternehmer und liberaler Staatsmann. In seiner politischen Karriere war er lange Jahre Außenminister (1925-1931), Ministerpräsident (1926-1927) sowie Präsident des sagradischen Senats (1934-1938). Von 1938 bis 1945 amtierte Capón als neunter Präsident der Sagradischen Republik. Zusammen mit Ministerpräsident Sergio Rafael Dini führte er das Land im Zweiten Weltkrieg.

Karriere vor der Präsidentschaft

Capón begann seine Karriere als Geschäftsführer beim sagradischen Industriekonzern Ferrocel, ehe er als Abgeordneter der liberalen Aliança Republicana ins sagradische Parlament gewählt wurde. In den 1920er und 1930er Jahren bekleidete Capón mehrere Ministerposten, zunächst als Handelsminister im Kabinett Diaz I, später als langjähriger Außenminister (1925-1931) sowie als Präsident des Ministerrats (1926-1927). In den 1930er Jahren wurde Capón Mitglied des sagradischen Senats, zu dessen Präsidenten er 1934 aufstieg.

Präsidentschaft

Nach der Ermordung des sozialistischen Staatspräsidenten Santiago Laval im Februar 1938 wurde Capón als Kompromisskandidat der Mitte zum Nachfolger im Amt des Präsidenten der Sagradischen Republik gewählt. Nach dem Sieg der Rechten bei der Parlamentswahl 1938 berief Capón den Katholiken Manuel Sants-Igualde zum Ministerpräsidenten, der Sagradien nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs auf einen strikten Neutralitätskurs führte.

Im Laufe des Jahres 1941 mehrten sich die Spannungen zwischen dem auch Deutschland gegenüber kompromissbereiten Sants und dem Präsidenten Capón, der deutlich der alliierten Seite zuneigte und sich schließlich für einen Kriegseintritt aussprach. Im Winter 1941/42 entließ Capón schließlich seinen machtbewussten Ministerpräsidenten, ernannte mit Sergio Rafael Dini einen parteilosen überparteilichen Kandidaten zum Nachfolger und erklärte mit Zustimmung der großen Parteien und des höchsten Befehlshabers Oscar Taglle Rodríguez Deutschland den Krieg.

Während des Krieges fiel Capón als Präsidenten auch der Oberbefehl über das sagradische Heer zu.

Nach der Präsidentschaft

Am Ende des Krieges kam es zu Spannungen zwischen dem Präsidenten und seinem Premierminister. Als überzeugter Liberaler und Antikommunist lehnte Capón die Beteiligung der Kommunistischen Partei an der dritten Regierung Dini ab, musste sich aber dem Willen der "Demokratischen Koalition" beugen, die sich hinter Dini versammelt hatte. In der Folge strebte Capón bei der Präsidentschaftswahl 1945 nach sieben Jahren als Präsident keine zweite Amtszeit an und wurde schließlich durch Dini ersetzt. Nach seiner Präsidentschaft mischte sich Capón immer wieder in die Tagespolitik ein und gehörte zu den lautstarken Kritikern der "Demokratischen Koalition", die von 1945 bis 1947 das Land regierte. Er stand insbesondere in Opposition zur "etatistischen" Wirtschaftspolitik der Koalition sowie zu deren Dekolonisierungspolitik, die er als Bedrohung für die Einheit der Sagradischen Republik betrachtete.