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Version vom 20:42, 17. Dez 2019
Lorís Alberto Ròs-Estrell (*1928; †2014) war ein sagradischer Wissenschaftler und Politiker der Radikal-Demokratischen Partei, als deren Parteiführer er von 1975 bis 1982 und erneut von 1987 bis 1992 fungierte. In dieser Zeit prägte er das Image der Radikaldemokraten als sozial- und radikalliberale Partei und öffnete die Partei für neue Themen wie Umweltschutz, gesellschaftliche Gleichstellung und Minderheitenrechte.
Als Parteiführer der Radikaldemokraten war Ròs-Estrell zweimal Vizepräsident des sagradischen Ministerrats, zunächst als sagradischer Erziehungsminister von 1976 bis 1979 im Kabinett Caval IV und V sowie als Minister für Wirtschaft und Industrie im Kabinett Ricardes I und II von 1990 bis 1992. Zwischen 1982 und 1986 bekleidete er zudem das Amt eines Vizepräsidenten der sagradischen Abgeordnetenkammer.
Nach seinem Rückzug aus der aktiven Parteipolitik im Jahr 1992 galt er als Grandseigneur seiner Partei, deren Gesicht er mehr als zwanzig Jahre lang geprägt hatte. Nach einem kurzen Comeback an die Parteispitze im Jahr 1995/1996 kam es Ende der 1990er Jahre zum zwischenzeitigen Bruch zwischen Ròs-Estrell und seiner Partei, deren zunehmend neoliberalen Kurs unter der Führung von Ernesto Joán Kirchner der bekennende Sozialliberale ablehnte.
Politische Funktionen
Öffentliche Ämter
- 1976-1979: Minister für Erziehung und Wissenschaft und Vizepräsident des Ministerrats im Kabinett Caval IV und V
- 1982-1986: Vizepräsident der Sagradischen Abgeordnetenkammer
- 1990-1992: Minister für Wirtschaft und Industrie und Vizepräsident des Ministerrats im Kabinett Ricardes I und II
Parteifunktionen
- 1975-1976: Fraktionssprecher des PRD in der sagradischen Abgeordnetenkammer
- 1979-1982: Fraktionssprecher des PRD in der sagradischen Abgeordnetenkammer
- 1987-1990: Fraktionssprecher des PRD in der sagradischen Abgeordnetenkammer