Peter von Sagradien: Unterschied zwischen den Versionen
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Im [[Vertrag von Vérisa]] dankte Peter schließlich als König von Sagradien zugunsten seines Neffen David ab, der nun im Alter von 18 Jahren nach Sagradien zurückkehrte und zum neuen König gekrönt wurde. Die Herrschaft jedoch lag in den Händen der Königin Mutter und ihres Günstlings Biniar. | Im [[Vertrag von Vérisa]] dankte Peter schließlich als König von Sagradien zugunsten seines Neffen David ab, der nun im Alter von 18 Jahren nach Sagradien zurückkehrte und zum neuen König gekrönt wurde. Die Herrschaft jedoch lag in den Händen der Königin Mutter und ihres Günstlings Biniar. | ||
| − | Peter residierte fortan in [[Servette]] und war als [[Herzog von Servette]] bekannt. Hier überließ er die Regierungsgeschäfte weitgehend einem Rat von servettinischen Adligen und lebte ein zurückgezogenes Leben. 1512 erkrankte er schwer und zog sich noch mehr zurück. Nach der Emanzipation König Davids I. von seiner Mutter und dem Grafen von Biniar kam es 1514 zur Versöhnung zwischen David und Peter. 1515 schließlich wurde Davids Sohn und Thronfolger [[Don Andrés Pietro|Andreas Peter]] geboren und Peter wurde als Taufpate bestimmt. Da er selbst keine Aussicht mehr auf eigene Kinder hatte, bestimmte Peter sein neues Patenkind, den Infanten von Sagradien, zum Nachfolger in den Servettinischen Landen und übergab dem Neugeborenen auch seine Titel. Peter zog sich auf sein Landgut ''Vil-de-Mer'' an der südmicolinischen Atlantikküste zurück, wo er überraschenderweise trotz seiner Krankheit noch lange lebte und erst 1526 starb. | + | Peter residierte fortan in [[Servette]] und war als [[Herzog von Servette]] bekannt. Hier überließ er die Regierungsgeschäfte weitgehend einem Rat von servettinischen Adligen und lebte ein zurückgezogenes Leben. 1512 erkrankte er schwer und zog sich noch mehr zurück. Nach der Emanzipation König Davids I. von seiner Mutter und dem Grafen von Biniar kam es 1514 zur Versöhnung zwischen David und Peter. 1515 schließlich wurde Davids Sohn und Thronfolger [[Don Andrés Pietro|Andreas Peter]] geboren und Peter wurde als Taufpate bestimmt. Da er selbst keine Aussicht mehr auf eigene Kinder hatte, bestimmte Peter sein neues Patenkind, den Infanten von Sagradien, zum Nachfolger in den Servettinischen Landen und übergab dem Neugeborenen auch seine Titel. Im Gegenzug legitimierte David I. Peters uneheliche Kinder [[Philipp von Veracrucia]] und [[Antonia von Macedi]]. Letztere wurde später selbst Statthalterin des Königs in Servette. Peter zog sich auf sein Landgut ''Vil-de-Mer'' an der südmicolinischen Atlantikküste zurück, wo er überraschenderweise trotz seiner Krankheit noch lange lebte und erst 1526 starb. |
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Version vom 18:24, 20. Mai 2011
Peter I. (von Sagradien), (*1470; †1526) war der jüngere Bruder von König Jakob IV., Herzog von Corar (1471-1502), Markgraf von Golen (1499-1509) sowie als Ehemann von Antonia von Servette seit 1501 Herzog von Servette (bis 1515) und damit Begründer der Santori-Dynastie im Herzogtum Servette. Nach dem Tod seines Bruders Jakob riss er 1502 anstelle seines unmündigen Neffen David I. den sagradischen Thron an sich und war bis zu seiner Abdankung im Jahr 1509 König von Sagradien.
Inhaltsverzeichnis
Herkunft
Don Pietro Andrés Alexandro de Santori wurde 1470 in La Cordí geboren. Sein Vater war König Jakob III. von Sagradien, als Santiago de Santori Führer der Santori in Tulis und später auch Conte von Tulis, seine Mutter Yolande von Frankreich, sein älterer Bruder der spätere König Jakob IV. von Sagradien. Pietro wurde sofort nach seiner Geburt zum Herzog von Corar bestimmt und wuchs am Hof seines Onkels Karl von Flandern in Brügge auf. Nachdem er nach Sagradien zurückgekehrt war, heiratete Pietro 1493 seine Cousine Johanna von Golen, die Tochter des Markgrafen Ludwig. Danach schloss er sich einem Adelsaufstand gegen seinen Bruder Jakob IV., seit 1491 Nachfolger seines Vaters als König von Sagradien, an und wurde nach dem Scheitern 1496 am Hof in Tulis festgesetzt.
Golischer Krieg 1499/1500
Als 1499 Pietros Onkel Ludwig von Golen starb, erhob der micolinische König Johann III. Anspruch auf die Markgrafschaft Golen, ebenso wie Pietro als Ehemann der golischen Prinzessin Johanna. Jakob sah die Gelegenheit, Pietro durch ein militärisches Kommando loszuwerden, belehnte ihn mit der anheim gefallenen Markgrafschaft und versprach ihm Hilfe bei der Übernahme des golischen Erbes. Dieser stellte ein Heer auf, besiegte in der Schlacht von Massela Johann von Micolinien und wurde Markgraf von Golen. Zwei Jahre später unternahm er einen erneuten vergeblichen Aufstand gegen seinen Bruder, mit dem er sich abermals überworfen hatte. Nach dem Tod seiner Ehefrau Johanna heiratete Pietro im Jahr 1501 die Herzogin Antonia von Servette, Oberhaupt des servettinischen Herrschaftskonglomerat in Südmicolinien (Paeses Servettenses). Damit wurde Pietro Mitregent im in den Servettischen Landen und vergrößerte seine Machtstellung gegenüber seinem Bruder.
Thronbesteigung
Als Jakob IV. 1502 im Alter von 32 Jahren starb, zog Pietro mit einem Heer nach Tulis, um anstelle seines erst elfjährigen Neffen David, dem rechtmäßigen Erben, die Krone zu beanspruchen. Gegen diesen Anspruch wehrte sich zunächst Jakobs Witwe Katharina von Habsburg, die ihrem Sohn den Thron und sich die Herrschaft sichern wollte. Der Hochadel aber stellte sich gegen Katharina und sie musste mit ihrem jungen Sohn in die Niederlande flüchten. Pietro wurde in Noyar als Peter I. offziell zum König gekrönt. Doch hatte er mit ständigen Rebellionen und Aufständen des Adels in der Provinz des Reiches, u.a. der Anhänger Katharinas von Habsburg und ihres Günstlings, des Grafen von Biniar, zu kämpfen.
Dritter Servettinischer Krieg
Nach dem Tod Antonias 1505 erbte Peter die Servettinischen Lande, zu denen neben dem Herzogtum Servette auch das Stammherzogtum Sáloa und die Fürstentümer Saséia und Marbore gehörten. Jedoch musste er sein Erbe wiederum gegen den micolinischen König verteidigen. Nach rund einem Jahr der Kämpfe schloss Peter mit Aquim II. von Micolinien den Friedensvertrag von Sáloa, der die seit 1477 andauernden Servettinischen Kriege um die Herrschaft im Süden der micolinischen Halbinsel beendete. Damit konnte sich das Haus Santori offiziell und dauerhaft die Herrschaft über die Servettinischen Lande sichern, musste die Pfandschaften in Lukien und Südpiranien aber an die micolinische Krone zurückgeben. Auch Féiroa wurde abgetreten, kam aber bereits zwanzig Jahre später wieder unter santorische Kontrolle. Die Regentschaft in Servette übernahm Peters Tante Fürstin Johanna von Santori, die Witwe Miguel de Valiers.
Abdankung und Rückzug nach Servette
1507 heiratete Peter, der selbst noch immer kinderlos war, in dritter Ehe die französische Prinzessin Marie von Orléans, eine Schwester König Ludwigs XII. von Frankreich, womit Sagradien aus der antifranzösischen Allianz ausschied. Im Jahr 1509 kam es zum Bauernaufstand in Servette, zu dem Peter nach Micolinien eilen musste. In der Zwischenzeit hatten die Anhänger Katharinas von Habsburg mittlerweile in Tulis die Macht übernommen und erklärten Peter für abgesetzt. Es kam zu einer Schlacht zwischen den Anhängern Peters’ und seiner Schwägerin im golischen Santa Rocca, in der sich die Truppen Katharinas unter dem Oberbefehl Carles de Biniars durchsetzen konnten. Im Vertrag von Vérisa dankte Peter schließlich als König von Sagradien zugunsten seines Neffen David ab, der nun im Alter von 18 Jahren nach Sagradien zurückkehrte und zum neuen König gekrönt wurde. Die Herrschaft jedoch lag in den Händen der Königin Mutter und ihres Günstlings Biniar.
Peter residierte fortan in Servette und war als Herzog von Servette bekannt. Hier überließ er die Regierungsgeschäfte weitgehend einem Rat von servettinischen Adligen und lebte ein zurückgezogenes Leben. 1512 erkrankte er schwer und zog sich noch mehr zurück. Nach der Emanzipation König Davids I. von seiner Mutter und dem Grafen von Biniar kam es 1514 zur Versöhnung zwischen David und Peter. 1515 schließlich wurde Davids Sohn und Thronfolger Andreas Peter geboren und Peter wurde als Taufpate bestimmt. Da er selbst keine Aussicht mehr auf eigene Kinder hatte, bestimmte Peter sein neues Patenkind, den Infanten von Sagradien, zum Nachfolger in den Servettinischen Landen und übergab dem Neugeborenen auch seine Titel. Im Gegenzug legitimierte David I. Peters uneheliche Kinder Philipp von Veracrucia und Antonia von Macedi. Letztere wurde später selbst Statthalterin des Königs in Servette. Peter zog sich auf sein Landgut Vil-de-Mer an der südmicolinischen Atlantikküste zurück, wo er überraschenderweise trotz seiner Krankheit noch lange lebte und erst 1526 starb.