Julian von Tesqué: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Jakob III. der Bischof''' (sagr. ''Don Jâcque il Bispo'') (*1261, †1320) aus dem [[Haus Redanior]] war [[König von Sagradien]] (1301-1320). Davor war er [[Erzbischof von Tesqué]] und Regent für seinen minderjährigen Neffen [[Jakob II.]] Sein Tod 1320 führte zu einem Thronfolgestreit zwischen [[António von Scola]] und [[Martin der Gute|Martin dem Guten von Peruzien und Mikolinien]], der schließlich in der [[Union von Alagua]] endete.
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'''Jakob III. der Bischof''' (sagr. ''Don Jâcque il Bispo'') (*1261, †1320) aus dem [[Haus Redanior]], auch als '''Jakob von Tesqué''' bekannt, war [[König von Sagradien]] (1301-1320). Davor war er [[Erzbischof von Tesqué]] und Regent für seinen minderjährigen Neffen [[Jakob II.]] Sein Tod 1320 führte zu einem Thronfolgestreit zwischen [[António von Scola]] und [[Martin der Gute|Martin dem Guten von Peruzien und Mikolinien]], der schließlich in der [[Union von Alagua]] endete.
  
 
=== Herkunft ===
 
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Version vom 19:09, 18. Dez 2017

Jakob III. der Bischof (sagr. Don Jâcque il Bispo) (*1261, †1320) aus dem Haus Redanior, auch als Jakob von Tesqué bekannt, war König von Sagradien (1301-1320). Davor war er Erzbischof von Tesqué und Regent für seinen minderjährigen Neffen Jakob II. Sein Tod 1320 führte zu einem Thronfolgestreit zwischen António von Scola und Martin dem Guten von Peruzien und Mikolinien, der schließlich in der Union von Alagua endete.

Herkunft

Jakob von Redanior wurde 1261 als dritter Sohn König Philipps des Schweigsamen von Perucía und Prinzessin Johannas von Sagradien geboren. Als Jakob drei Jahre alt war, bestieg sein ältester Bruder als Martin IV. Felix den sagradischen Thron und stand unter der Regentschaft seines Vaters Philipp. Sein zweitältester Bruder Robert von Sagradien erhielt als Lehen das Herzogtum Scantia, Jakob als dritter Sohn sollte eine geistliche Laufbahn einschlagen und wurde im Kloster Meném erzogen.

Regentschaft für Jakob II.

Mit bereits 25 Jahren wurde der Königssohn Jakob Bischof und später Erzbischof von Tesqué. Nach dem Tod Martin Felix' im Jahr 1289 übernahm Robert den sagradischen Thron. Da dieser jedoch mehrere Söhne hatte, schien die Nachfolge auch noch gesichert, als dieser bereits 1292 starb. Für seinen erst zwölfjährigen Sohn und Nachfolger Jakob II. übernahm Roberts Witwe Maria von Scola die Regentschaft, während ihr Bruder Joseph von Scola in Perucía Krieg gegen den aufständischen Adel und den Thronprätendenten Philipp von Álbero führte. Der als Jakob von Tesqué bekannte Onkel des Königs wurde in Sagradien Mitregent. Bereits zu dieser Zeit fiel er durch eine besonders harte Politik gegenüber Juden und Andersgläubigen auf.

Auch nach der Übernahme der Regierung durch König Jakob II. selbst blieb Jakob von Tesqué in einer zentralen Machtstellung, da der junge König seit 1299 in Peruzien weilte, um Aufstände der peruzinischen Stände gegen seine Herrschaft niederzuschlagen. In seiner Abwesenheit fungierte Bischof Jakob als Verweser des Königs im sagradischen Reichsteil.

Griff nach der Krone

Der Tod Jakobs II. in der Schlacht bei Cresq 1301 stürzte das Land schließlich in eine Nachfolgekrise. Da der König ohne männlichen Erben geblieben war, folgte ihm sein neunzehnjähriger Bruder Martin V. auf dem Thron nach. Dieser litt jedoch seit seiner Kindheit an Depressionen und war als Prícipe Follo bekannt. Zudem galt sein Verhältnis zu seinem mächtigen Onkel als mehr als gespannt. Jakob und seine Schwägerin Maria von Scola entschlossen sich daher zu einer Intrige, nachdem klar war, dass Martin sich nicht einer Regentschaft des Paares beugen würde. Jakob ließ den König nach nur wenigen Monaten auf dem Thron gefangen nehmen, für wahnsinnig erklären und zwang ihn so zur Abdankung. Als Jakob III. bestieg der Erzbischof von Tesqué nun selbst den sagradischen Thron.

In Peruzien wurde Jakobs Thronbesteigung jedoch nicht anerkannt. Stattdessen riss dort Jakobs jüngerer Bruder Johann von Gerón den Thron an sich. Er wurde von Teilen des peruzinischen Adels sowie vom mikolinischen König Rodrique I. unterstützt. Jakob III. bereitete daher wie bereits sein Neffe Jakob II. zuvor einen großen Zug nach Peruzien vor, um seine Herrschaft gegen Johann von Gerón zu verteidigen und sich von den Ständen als König anerkennen zu lassen. Ein geplanter Heereszug über die Konsetten scheiterte jedoch mehrmals, sodass nach Johanns Tod sein Sohn Philipp von Gerón nachfolgte.

1310 wurde Jakobs Neffe Philipp durch Heirat König von Mikolinien, was die Spannungen zwischen den beiden Linien auf einen Höhepunkt brachte. Nach dem Tod von Philipps Frau Karoline von Mikolinien kam es 1313 zum Sturz Philipps und zum Interregnum in Mikolinien, ehe Jakobs jüngerer Neffe Martin 1315 mit dem mikolinischen Thron betraut wurde. Entgegen der bisherigen Frontstellung kam es nun zum Bündnis zwischen Jakob und seinem Neffen Martin gegen den mikolinischen Thronprätendenten Heinrich von Kont. Es gelang den Heeren Jakobs und Martins schließlich, die mikolinische Krone zu erobern, womit der Grundstein für die spätere sagradisch-mikolinische Union gelegt wurde.

Erbe

Nach seinem Thronantritt hatte Jakob das geistliche Leben in Ehelosigkeit aufgegen und 1308 Isabella von Viça geheiratet, in der Hoffnung, einen eigenen Nachfolger zu zeugen. 1313 ging aus der Ehe ein Sohn namens Filipe hervor, der jedoch bereits mit sechs Jahren starb. Jakob selbst starb 1320, ein Jahr nach dem Tod seines Sohnes Don Filipe, im skantischen Castel Montero. Nach seinem Tod kam es in Sagradien zu einem neuerlichen Thronfolgestreit zwischen Martin von Mikolinien und dem von der einflussreichen Hofpartei Marias von Scola unterstützten António von Scola, der den Thron in Martins Abwesenheit an sich riss, diesem jedoch 1321 unterlag, sodass Sagradien, Peruzien und Mikolinien schließlich in der so genannten Union von Alagua vereinigt wurden.