Philipp IX. Ludwig: Unterschied zwischen den Versionen

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Der König starb im Jahr 1792 im hohen Alter von fast 77 Jahren. Nachfolger auf dem Thron wurde sein Sohn Louis-Gabriel, der als [[Gabriel VIII.]] den Thron bestieg.  
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Der König starb im Jahr 1792 im hohen Alter von fast 77 Jahren. Nachfolger auf dem Thron wurde sein Sohn Louis-Gabriel, der als [[Gabriel VIII.]] den Thron bestieg, aber nur kurze Zeit regierte.  
  
 
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Version vom 14:15, 20. Nov 2017

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Philipp Ludwig von Vienne (*1715, †1792, Filipe Luis de Viena) war als Philippe-Louis I. souveräner Herzog von Vienne und Graf von Macôn sowie als Philipp IX. Ludwig König von Sagradien und Fürst von Cuentez (1757-1792). Als Urenkel Gabriels VII. war er nach der Abdankung der letzten Santori-Königin Maria II. der erste sagradische König aus dem Haus Vienne und Begründer der sagradischen Königsdynastie der Vienne.

Herkunft

Philippe-Louis François Antoine duc de Vienne wurde 1712 als Sohn Antoine duc de Viennes und dessen zweiter Ehefrau Ana María de Sántori, Schwester des sagradischen Königs Danadier II., in Versailles geboren. Er stammt aus dem Haus der Herzöge von Vienne. Philippe-Louis' Urgroßvater mütterlicherseits war Gabriel VII. von Sagradien, Danadier II. sein Onkel, Maria I. von Sagradien seine Cousine ersten Grades.

Zunächst trug Philipp Ludwig den Titel eines Grafen von Mâcon. Mit 19 Jahren heiratete er seine erste Frau Marie Josephine d'Orléans. Das Eheglück weilte jedoch nur kurz, bereits 1733 starb Marie-Josephine bei der Geburt eines Sohnes, der ebenfalls die ersten 12 Monate nicht überlebte. 1736 heiratete Philipp Ludwig schließlich in zweiter Ehe die erst 16-jährige Santori-Prinzessin Anna Eleonore von Sessin, eine Tochter Herzog Joseph August von Sessins und ebenfalls Urenkelin Gabriels VII. von Sagradien. 1740 kam Philipp Ludwigs ältester Sohn Louis-Gabriel zur Welt.

Aufstieg zum König

Durch seine Ehe mit einer Santori-Prinzessin gewann Philipp Ludwig einflussreiche Verbindungen zum sagradischen Königshaus und dem ansässigen Hochadel, wo sein Schwager Herzog David Jakob von Sessin als engster männlicher Verwandter Königin Marias I. eine Schlüsselstellung einnahm. Nach dem Ausbruch des Österreichischen Erbfolgekriegs im Jahr 1740 stieg Philipp Ludwig zum Heerführer der sagradischen Truppen auf, 1748 erhielt er den Titel eines Marschalls.

Nach der Übernahme der Regierung durch die kinderlose Tochter Marias I., Maria Franziska, im Jahr 1753 und dem Tod David Jakobs von Sessin stieg Philipp Ludwig, der in Sagradien als Herzog von Vienne bekannt war, zu einem der aussichtsreichsten Thronkandidaten auf und wurde vor allem von der anti-marianischen Opposition bevorzugt, die sich nach einem starken männlichen König sehnte, um den Einfluss der einflussreichen Partei um den Grafen von Montxerent zu beschneiden.

Nach einer Reihe von Intrigen am Hof und in den Ständen kam es 1757 zur Abdankung Marias II., die sich zu diesem Schritt durch die Opposition in den Ständen genötigt sah. Als Nachfolger setzte die antimarianische Partei den Herzog von Vienne durch, der als Urenkel Gabriels VII. über königliches Blut verfügte und zudem als souveräner Herzog von Vienne das nötige Prestige mitbrachte, ohne den Ständen aber als übergroße Bedrohung zu erscheinen.

Königsherrschaft

Nachdem er sich bereit erklärt hatte, die Codices Magni der sagradischen Stände zu beschwören, wurde der Herzog von Vienne 1758 in der Kathedrale von Noyar als Philipp IX. zum sagradischen König gekrönt. Er war der erste Allergläubigste König seit 300 Jahren, der nicht in männlicher Linie dem Haus Santori entstammte und der erste seit Jahrhunderten, der nicht in Sagradien geboren war.

Gegen den Thronwechsel vom Haus Santori, das seit genau 300 Jahren regiert hatte, zum Haus Vienne gab es im Land jedoch Widerstände. Obwohl sich das Königreich nach dem Beginn des Siebenjährigen Kriegs nach einem starken Führer sehnte, verweigerte der tulinesische Reichsteil als traditionelle Hochburg der Santori seine Zustimmung zum Königtum Philipp Ludwigs und revoltierte gegen den Herrscher, der erst um 1762 die Kontrolle über das aufständische Tulis zu gewinnen vermochte.

Philipp IX. Ludwig regierte in Sagradien, ohne jedoch die Landessprache zu verstehen. Dennoch gelang es ihm in seiner Regierungszeit, sein Königtum zu konsolidieren, die Macht der Generalstände einzudämmen und die Thronfolge des Hauses Vienne gegen alle Widerstände zu sichern. Besonders Philipp Ludwigs leitender Minister, der Franzose Alphonse de Calogny, arbeitete energisch daran, die Macht der Stände einzuschränken und eine absolute Monarchie nach französischem Vorbild zu installieren.

Lex Generalis und absolutistische Innenpolitik

In der Lex Generalis von 1765 wurden die Bestimmungen der Codices Magni zwar nicht aufgehoben, aber in einem königsfreundlichen Sinn neu interpretiert. Statt des Rechts, den neuen König frei auszurufen und den Eid zu verlangen, konnten die Stände fortan nur noch den von Gottes Gnaden und Abstammung thronberechtigten König bestätigen und auch nur noch den Eid auf die Privilegien verlangen. Erst zehn Jahre nach ihrem Inkrafttreten wurde die Lex Generalis 1765 von einer kleinen Ständeversammlung bestätigt. Damit wurde auch das Fürstentum Cuentez in den sagradischen Staat inkorporiert.

Gleichzeitig zu seiner auf einen Ausbau der monarchischen Gewalt ausgerichteten Politik gegenüber den Ständen versuchte auch die Macht der katholischen Kirche in Sagradien einzudämmen und zeigte sich von den Ideen der Aufklärung inspiriert. Er gilt daher als Vorzeigepolitiker eines aufgeklärten Absolutismus in Sagradien, auch wenn die Bezeichnung als absolutistischer Herrscher mittlerweile in der Forschung umstritten ist.

Außenpolitik

Nach seinem Amtsantritt setzte Philipp Ludwig den unter seiner Vorgängerin begonnen Krieg gegen England fort, erreichte aber nicht die Rückeroberung der englischen Besitzungen an der Keltischen Küste. Um dieses Ziel zu erreichen griff Sagradien 1779 auf Seiten der Kolonisten in den Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg ein und begann erneut einen Krieg mit England. Im Frieden von Paris von 1783 sicherte sich Sagradien Fischereirechte in Nordamerika sowie den Besitz mehrerer strategisch bedeutender Karibikinseln.

Tod und Nachfolge

1781 machte Philipp Ludwig den Piemontesen Gian Antonio Nivelli (Jean Antoine Nivelli) zu seinem leitenden Minister (bis 1787).

Der König starb im Jahr 1792 im hohen Alter von fast 77 Jahren. Nachfolger auf dem Thron wurde sein Sohn Louis-Gabriel, der als Gabriel VIII. den Thron bestieg, aber nur kurze Zeit regierte.