Unión Nacional Popular: Unterschied zwischen den Versionen
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Die Unión Nacional Popular (kurz UNP, deutsch Nationale Volksunion) war eine nationalkonservative Partei zu Beginn der Dritten Sagradischen Republik.
Geschichte der UNP
Die UNP wurde im Spätsommer 1944 im Vorfeld der Wahl zur Nationalversammlung 1945 gegründet und sah sich als Sammlungspartei all jener nationalen und katholisch-konservativen Kräfte, die sich in den neuen Parteien der Rechten und der rechten Mitte wie dem liberalkonservativen Parteienbündnis MRL und dem christdemokratischen PPC nicht vertreten sahen. Die UNP vereinte in ihren Reihen Konservative, Nationalisten, Agrarier und Monarchisten. In ihrer Namensgebung wie auch inhaltlich knüpfte sie an die in der Zweiten Republik erfolgreiche rechtskonservative Volksunion an, als deren unmittelbare Nachfolgerin sich die UNP betrachtete. Inhaltlich stand die UNP für einen sozialkonservativen "patriotischen" und dezidiert antikommunistischen Kurs. Anders als die Christdemokraten lehnten die Nationalpopularen jede Zusammenarbeit mit der politischen Linken ab und glaubten an eine gemeinsame Schuld von Linken und Rechten am Untergang der Zweiten Republik.
Mit einem Stimmenanteil von 2,1 Prozent bei der Parlamentswahl 1945 kam die UNP über den Status einer rechten Splitterpartei nicht hinaus. In der Folge kooperierte die UNP eng mit der Bauernpartei Unión Nacional de Independietes i Paesanœs und bildete mit dieser eine gemeinsame Fraktion in Abgeordnetenkammer und Senat. Daraufhin schlossen sich zahlreiche Mitglieder der UNP der Bauernpartei an, andere wie die beiden Minister Fernando de Granval und Maurício Carret, der bekannte Parlamentarier Luis Enrico de Piacón sowie der frühere Parteivorsitzende Fernando Nergüín traten zur christlich-konservativen PPC über. Damit verlor die Partei schlagartig den Großteil seines Führungspersonals.
Nach der Parlamentswahl 1949 stellte die UNP weitgehend ihre Aktivitäten ein und löste sich 1952 schließlich auf.