Martin III. der Fromme: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Martin III.''' (von Sagradien), genannt ''der Fromme'' (*1038; †1078) war [[König von Sagradien]] (1069-1078) und der letzte Herrscher aus der Dynastie der [[Helgiden]]. | '''Martin III.''' (von Sagradien), genannt ''der Fromme'' (*1038; †1078) war [[König von Sagradien]] (1069-1078) und der letzte Herrscher aus der Dynastie der [[Helgiden]]. | ||
| − | Martin wurde 1038 als | + | Martin wurde 1038 als einziger Sohn von [[Don Joán de Tesqué|Johann von Tesqué]] und dessen zweiter Ehefrau Anna von Tesqué geboren. Er war unehelicher Enkel [[Philipp II.|Philipps II.]] und Cousin des Königs [[Roduich III.]], für den sein Vater von 1042 bis 1052 die Regentschaft innehatte. Sein Vater ließ ihn zeitweise in den Klöstern [[Meném]] und [[San Docién de la Crûce]] erziehen. Zu seinen Lehrern gehörte auch der bekannte Benediktinergeistliche [[Mariano de Cosas]]. |
| − | Nach der Ermordung Roduichs im Jahr 1069 durch Don Joán wurde Martin zum König proklamiert | + | Nach der Ermordung Roduichs im Jahr 1069 durch Don Joán wurde Martin von der Tesqué-Partei zum König proklamiert. Der 31-jährige Martín musste sich nun zunächst gegen [[Anton Berel]], den [[Herzog von Alconía]] behaupten, der von den Gegnern der Tesqué-Partei unterstützt wurde. Nach mehreren Schlachten kam es noch im selben Jahr zum Friedensschluss zwischen beiden Parteien, nachdem Anton Berel schwer erkrankt war. Don Joán de Tesqué wurde Kanzler Martins und nahm großen Einfluss auf dessen Politik. Der König selbst zog sich wieder in seine Lieblingsklöster in [[Meném]], [[Casterley]] und [[Martinez]] zurück und führte weiterhin ein geistliches Leben. Erst 1071 konnte er dazu überredet werden, eine Ehe einzugehen, um die Dynastie zu sichern. Mit Katharina von Salua zeugte er auch in der Tat zwei Töchter, blieb aber ohne männlichen Erben. |
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| + | Das Bündnis des Königs mit Herzog [[Roduich der Lange|Roduich dem Langen]] [[Herzog von Skanten|von Skanten]] und der wachsende Einfluss des Erzbischofs von Martinez, [[António de Nera]], auf den König führte 1071 zum Bruch mit Joán, der von Nera gefangen genommen und im Frühjahr 1072 wegen Königsmords hingerichtet wurde. Bis zu seinem Tod 1075 blieb Nera die bestimmende Figur am Hof, ehe der Erzbischof von Noyar, [[Karl von Bevent]], seinen Platz einnahm. Unter dessen Leitung erließ Martin 1075 das [[Edikt von Meném]], in dessen Folge die letzten Muslime in Sagradien zwangschristianisiert oder gewaltsam vertrieben wurden. | ||
Nach seinem Tod 1078 endete die Dynastie der Helgiden auf dem sagradischen Thron. Es folgte ein Thronstreit zwischen dem [[Haus Cliêce]] und den skantischen [[Lusoniden]], der noch viele Jahrzehnte sagradischer Politik prägen sollte. | Nach seinem Tod 1078 endete die Dynastie der Helgiden auf dem sagradischen Thron. Es folgte ein Thronstreit zwischen dem [[Haus Cliêce]] und den skantischen [[Lusoniden]], der noch viele Jahrzehnte sagradischer Politik prägen sollte. | ||
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Version vom 19:40, 20. Dez 2015
Martin III. (von Sagradien), genannt der Fromme (*1038; †1078) war König von Sagradien (1069-1078) und der letzte Herrscher aus der Dynastie der Helgiden.
Martin wurde 1038 als einziger Sohn von Johann von Tesqué und dessen zweiter Ehefrau Anna von Tesqué geboren. Er war unehelicher Enkel Philipps II. und Cousin des Königs Roduich III., für den sein Vater von 1042 bis 1052 die Regentschaft innehatte. Sein Vater ließ ihn zeitweise in den Klöstern Meném und San Docién de la Crûce erziehen. Zu seinen Lehrern gehörte auch der bekannte Benediktinergeistliche Mariano de Cosas.
Nach der Ermordung Roduichs im Jahr 1069 durch Don Joán wurde Martin von der Tesqué-Partei zum König proklamiert. Der 31-jährige Martín musste sich nun zunächst gegen Anton Berel, den Herzog von Alconía behaupten, der von den Gegnern der Tesqué-Partei unterstützt wurde. Nach mehreren Schlachten kam es noch im selben Jahr zum Friedensschluss zwischen beiden Parteien, nachdem Anton Berel schwer erkrankt war. Don Joán de Tesqué wurde Kanzler Martins und nahm großen Einfluss auf dessen Politik. Der König selbst zog sich wieder in seine Lieblingsklöster in Meném, Casterley und Martinez zurück und führte weiterhin ein geistliches Leben. Erst 1071 konnte er dazu überredet werden, eine Ehe einzugehen, um die Dynastie zu sichern. Mit Katharina von Salua zeugte er auch in der Tat zwei Töchter, blieb aber ohne männlichen Erben.
Das Bündnis des Königs mit Herzog Roduich dem Langen von Skanten und der wachsende Einfluss des Erzbischofs von Martinez, António de Nera, auf den König führte 1071 zum Bruch mit Joán, der von Nera gefangen genommen und im Frühjahr 1072 wegen Königsmords hingerichtet wurde. Bis zu seinem Tod 1075 blieb Nera die bestimmende Figur am Hof, ehe der Erzbischof von Noyar, Karl von Bevent, seinen Platz einnahm. Unter dessen Leitung erließ Martin 1075 das Edikt von Meném, in dessen Folge die letzten Muslime in Sagradien zwangschristianisiert oder gewaltsam vertrieben wurden.
Nach seinem Tod 1078 endete die Dynastie der Helgiden auf dem sagradischen Thron. Es folgte ein Thronstreit zwischen dem Haus Cliêce und den skantischen Lusoniden, der noch viele Jahrzehnte sagradischer Politik prägen sollte.