Martin III. der Fromme: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | '''Martin III.''' (von Sagradien), genannt ''der Fromme'' (*1038; †1078) war [[König von Sagradien]] (1069-1078) und der letzte Herrscher aus der Dynastie der [[ | + | '''Martin III.''' (von Sagradien), genannt ''der Fromme'' (*1038; †1078) war [[König von Sagradien]] (1069-1078) und der letzte Herrscher aus der Dynastie der [[Helgiden]]. |
| − | Martin wurde 1038 als dritter Sohn von König [[Philipp III.]] und Elisa von Sacâu geboren. Er war gerade einmal drei Jahre alt, als sein Vater starb und sein ältester Bruder als [[ | + | Martin wurde 1038 als dritter Sohn von König [[Philipp III.]] und Elisa von Sacâu geboren. Er war gerade einmal drei Jahre alt, als sein Vater starb und sein ältester Bruder als [[Roduich III.]] im Alter von neun Jahren den Thron bestieg. Für Don Martín war bereits von Kindesbeinen an eine geistliche Ausbildung vorgesehen. Sein Onkel [[Don Joán de Tesqué]], bis 1052 Regent für Rodrigo III., ließ ihn zeitweise in den Klöstern [[Meném]] und [[San Docién de la Crûce]] erziehen. Zu seinen Lehrern gehörte auch der bekannte Benediktinergeistliche [[Mariano de Cosas]]. |
Nach der Ermordung Rodrigos im Jahr 1069 durch Don Joán wurde Martin zum König proklamiert, nachdem sein älterer Bruder Aliureto bereits neun Jahre zuvor gestorben war. Der 31-jährige Martín musste sich nun zunächst gegen seinen Cousin [[Philipp von Tesqué|Filipe de Tesqué]] behaupten, der von seinem Vater Joán ebenfalls zum König proklamiert worden war. Nach mehreren Schlachten kam es noch im selben Jahr zum Friedensschluss zwischen beiden Parteien, nachdem Filipe schwer erkrankt war. Don Joán de Tesqué wurde Kanzler Martins und nahm großen Einfluss auf dessen Politik. Der König selbst zog sich wieder in seine Lieblingsklöster in [[Meném]], [[Casterley]] und [[Martinez]] zurück und führte weiterhin ein geistliches Leben. Erst 1071 konnte er dazu überredet werden, eine Ehe einzugehen, um die Dynastie zu sichern. Mit Katharina von Frankreich zeugte er auch in der Tat eine Tochter Elisa (*1072) und einen Sohn Filipe (*1073), der aber bereits im Alter von drei Jahren starb. Der wachsende Einfluss des Erzbischofs von Martinez, [[António de Nera]], auf den König führte 1071 zum Bruch mit Joán, der von Nera gefangen genommen und im Frühjahr 1072 wegen Königsmords hingerichtet wurde. Bis zu seinem Tod 1075 blieb Nera die bestimmende Figur am Hof, ehe der Erzbischof von Noyar, [[Karl von Bevent]], seinen Platz einnahm. Unter dessen Leitung erließ Martin 1075 das [[Edikt von Meném]], in dessen Folge die letzten Muslime in Sagradien zwangschristianisiert oder gewaltsam vertrieben wurden. | Nach der Ermordung Rodrigos im Jahr 1069 durch Don Joán wurde Martin zum König proklamiert, nachdem sein älterer Bruder Aliureto bereits neun Jahre zuvor gestorben war. Der 31-jährige Martín musste sich nun zunächst gegen seinen Cousin [[Philipp von Tesqué|Filipe de Tesqué]] behaupten, der von seinem Vater Joán ebenfalls zum König proklamiert worden war. Nach mehreren Schlachten kam es noch im selben Jahr zum Friedensschluss zwischen beiden Parteien, nachdem Filipe schwer erkrankt war. Don Joán de Tesqué wurde Kanzler Martins und nahm großen Einfluss auf dessen Politik. Der König selbst zog sich wieder in seine Lieblingsklöster in [[Meném]], [[Casterley]] und [[Martinez]] zurück und führte weiterhin ein geistliches Leben. Erst 1071 konnte er dazu überredet werden, eine Ehe einzugehen, um die Dynastie zu sichern. Mit Katharina von Frankreich zeugte er auch in der Tat eine Tochter Elisa (*1072) und einen Sohn Filipe (*1073), der aber bereits im Alter von drei Jahren starb. Der wachsende Einfluss des Erzbischofs von Martinez, [[António de Nera]], auf den König führte 1071 zum Bruch mit Joán, der von Nera gefangen genommen und im Frühjahr 1072 wegen Königsmords hingerichtet wurde. Bis zu seinem Tod 1075 blieb Nera die bestimmende Figur am Hof, ehe der Erzbischof von Noyar, [[Karl von Bevent]], seinen Platz einnahm. Unter dessen Leitung erließ Martin 1075 das [[Edikt von Meném]], in dessen Folge die letzten Muslime in Sagradien zwangschristianisiert oder gewaltsam vertrieben wurden. | ||
Version vom 22:03, 19. Dez 2015
Martin III. (von Sagradien), genannt der Fromme (*1038; †1078) war König von Sagradien (1069-1078) und der letzte Herrscher aus der Dynastie der Helgiden.
Martin wurde 1038 als dritter Sohn von König Philipp III. und Elisa von Sacâu geboren. Er war gerade einmal drei Jahre alt, als sein Vater starb und sein ältester Bruder als Roduich III. im Alter von neun Jahren den Thron bestieg. Für Don Martín war bereits von Kindesbeinen an eine geistliche Ausbildung vorgesehen. Sein Onkel Don Joán de Tesqué, bis 1052 Regent für Rodrigo III., ließ ihn zeitweise in den Klöstern Meném und San Docién de la Crûce erziehen. Zu seinen Lehrern gehörte auch der bekannte Benediktinergeistliche Mariano de Cosas.
Nach der Ermordung Rodrigos im Jahr 1069 durch Don Joán wurde Martin zum König proklamiert, nachdem sein älterer Bruder Aliureto bereits neun Jahre zuvor gestorben war. Der 31-jährige Martín musste sich nun zunächst gegen seinen Cousin Filipe de Tesqué behaupten, der von seinem Vater Joán ebenfalls zum König proklamiert worden war. Nach mehreren Schlachten kam es noch im selben Jahr zum Friedensschluss zwischen beiden Parteien, nachdem Filipe schwer erkrankt war. Don Joán de Tesqué wurde Kanzler Martins und nahm großen Einfluss auf dessen Politik. Der König selbst zog sich wieder in seine Lieblingsklöster in Meném, Casterley und Martinez zurück und führte weiterhin ein geistliches Leben. Erst 1071 konnte er dazu überredet werden, eine Ehe einzugehen, um die Dynastie zu sichern. Mit Katharina von Frankreich zeugte er auch in der Tat eine Tochter Elisa (*1072) und einen Sohn Filipe (*1073), der aber bereits im Alter von drei Jahren starb. Der wachsende Einfluss des Erzbischofs von Martinez, António de Nera, auf den König führte 1071 zum Bruch mit Joán, der von Nera gefangen genommen und im Frühjahr 1072 wegen Königsmords hingerichtet wurde. Bis zu seinem Tod 1075 blieb Nera die bestimmende Figur am Hof, ehe der Erzbischof von Noyar, Karl von Bevent, seinen Platz einnahm. Unter dessen Leitung erließ Martin 1075 das Edikt von Meném, in dessen Folge die letzten Muslime in Sagradien zwangschristianisiert oder gewaltsam vertrieben wurden.
Nach seinem Tod 1078 endete die Dynastie der Rodrigiden auf dem sagradischen Thron. Es folgte ein Thronstreit zwischen dem Haus Cliêce und den skantischen Lusoniden, der noch viele Jahrzehnte sagradischer Politik prägen sollte.