Philipp der Schweigsame: Unterschied zwischen den Versionen

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Version vom 19:01, 11. Dez 2015

Philipp der Schweigsame von Redanior (auch: Philipp der Schweiger, Philipp von Redanior, sagr. Filipe il Taciturno) (*1218, †1275) war als Philipp III. Herzog von Scantia und Lojandía (1242-1255) und als Philipp I. König von Perucía (1250-1275). Er war der Vater des sagradischen Königs Martin IV. Felix und als solcher auch für seinen minderjährigen Sohn Regent von Sagradien (1264-1270).

Herkunft

Philipp von Redanior wurde 1218 als Sohn des skantischen Herzogs Jakob der Zänker und dessen Ehefrau Martina von Perucía, Tochter des Lusonidenkönigs Martin der Streiter geboren. Philipps Urgroßvater mütterlicherseits war König Johann der Starke von Perucía, seine Urgroßväter väterlicherseits König Arzelius I. von Sagradien sowie Jakob von Redanior, der seineszeichens ein unehelicher Sohn des Lusonidenherzogs Albreth III. von Scantia war und das Haus Redanior begründete.

Johann der Starke hatte nach den Lusonidenkriegen König Gabriel Juvans' 1184 im Vertrag von Erín zugunsten seines illegitimen Vetters Jakob von Redanior auf das Herzogtum Scantia verzichten müssen. Als Nachfahre Jakobs von Redanior erbte Philipp der Schweigsame nach dem Tod seines Vaters 1242 das mächtige Herzogtum im Nordwesten Sagradiens.

Peruzinischer Krieg und Thronbesteigung

Etwa zeitgleich war es mit dem Tod des peruzinischen Königs Martin der Streiter im Königreich Perucía zu einer dynastischen Krise gekommen, da der König nur einen posthum geborenen Erben hinterließ, genannt Martin Posthumus. Als dieser Knabe, bis dahin unter der Vormundschaft eines peruzinischen Regentschaftsrats stehend, bereits im Jahr 1249 verstarb, wurde der peruzinische Königsthron zum zweiten Mal nach 1101 vakant. Als Nachfahre Albreths III. in direkter männlicher, wenn auch illegitimer Linie, sowie als Enkel Martins des Streiters in weiblicher Nachfolge betrachtete sich Philipp der Schweigsame nun als Erbe des Lusonidenreichs und als legitimer Thronfolger in Perucía, wo derweil aber mit Renart von Soria ein unehelicher Sohn Martins des Streiters mithilfe des micolinischen Königs Richard I. den Thron usurpierte.

Philipp der Schweigsame verbündete sich daher mit dem sagradischen König Philipp IV. Hermes und zog 1250 mit einem vereinigten sagradischen Heer nach Perucia, schlug die Truppen Richard I. und Renarts von Soria und bestieg schließlich in Alessa als Philipp I. den peruzinischen Thron. Unmittelbar danach heiratete Philipp Prinzessin Johanna von Sagradien, die Tochter Philipp Hermes', um das Bündnis mit Sagradien zu besiegeln. Gleichzeitig nachm der König Philipps Nichte und Patentochter Marka von Viça zur Frau. Für seine Unterstützung im Thronkonflikt musste Philipp dem sagradischen König nciht nur für seine Besitztümer in Scantia, sondern auch für sein neu gewonnenes Königreich die Lehnstreue versprechen, wodurch der Grundstein gelegt wurde für die spätere sagradisch-peruzinische Union.

1255 konnte Philipp in der Schlacht von Porinéi die Heere Renart von Sorias endgültig besiegen und seine Herrschaft damit endgültig etablieren. Das Herzogtum Scantia gab er an seinen Bruder Johann den Blinden ab.

Sagradische Regentschaft

Die Allianz Philipps mit dem sagradischen König Philipp Hermes, auch als Bund der Philippe bekannt, legte den Grundstein für das spätere Königtum des Hauses Redanior. Aus der Ehe mit Johanna von Sagradien ging 1253 mit Martin Felix ein junge hervor, 1255, 1261 und 1268 folgten mit Robert von Sagradien, Jakob und Johann von Gerón drei weitere männliche Nachkommen, die alle noch eine bedeutende Rolle in der sagradischen Königsgeschichte einnehmen sollten.

Da Philipp Hermes' nach dem Tod Don Gabriels 1259 einzig verbliebener Sohn und präsumptiver Nachfolger Philipp der Kluge selbst keinen Sohn hatte und aufgrund einer Krankheit auch keine Aussicht auf weitere Nachkommen, suchte dieser bereits vor seiner Thronbesteigung 1261 nach einem möglichen Erben. Philipp dem Schweigsamen gelang es schließlich, seinen ältesten Sohn Martin Felix ins Spiel zu bringen, der immerhin ein Neffe des Königs und ein Enkel Philipp Hermes' war. Nachdem er bereits 1260 den gerade siebenjährigen Martin Felix mit seiner eigenen einzigen Tochter Isabela (*1257) verlobt hatte, adoptierte er seinen designierten Schwiegersohn und machte ihn gemeinsam mit seiner Tochter zum Präsumptiverben. Die Cortes von Belaçon bestätigten die Nachfolgeregelung 1253. 1262 heirateten die beiden Königskinder im Alter von neun bzw. fünf Jahren.

Nach dem Tod Philipps V. 1264 wurde der elfjährige Martin Felix als Martin IV. tatsächlich gemeinsam mit seiner Frau Isabella I. zum König erhoben. Für den Knaben und seine Frau übernahm nun Philipp der Schweigsame selbst die Regentschaft, der sie aufgrund seines ausländischen Königtums jedoch nominell mit seiner Frau Johanna teilte. Tatsächlich war es aber Philipp der Schweigsame, der in den Folgejahren als Regent die Geschicke des Landes lenkte und die Königreiche Perucía und Sagradien damit de facto bereits vereinigte. Auch nach dem Tod Isabellas 1269 und der nominellen Regierungsübernahme Martins IV. in Sagradien 1270 stand dieser unter dem Einfluss seines Vaters, der 1272 auch die Ehe seines Sohnes mit Katharina von Micolinien arrangierte.

Als Philipp der Schweigsame 1275 starb, folgte ihm sein Sohn Martin Felix auch in Perucía auf den Thron, wodurch die Königtümer von Sagradien und Perucía auch offiziell vereinigt wurden. Unter Philipp dem Schweigsamen und seinen drei Söhnen Martin IV. Felix (1264-1289), Robert von Sagradien (1289-1292) und Jakob II. (1301-1320), die allesamt König wurden, erreichte die sagradische Monarchie ihre größte territoriale Ausdehnung, ehe Philipps Enkel Sergi I. 1321 die sagradisch-peruzinische mit der micolinischen Krone vereinte.