Anton Piakónski: Unterschied zwischen den Versionen

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Nach dem Tod Königin [[Maria I.|Marias I.]] im Jahr 1748 geriet Sagradien in eine schwere politische Krise, da er nur einen minderjährigen Sohn, Marias Halbbruder [[David II.]] hinterlassen hatte, der zudem 1753 im Alter von nur acht Jahren starb. Entsprechend der Thronfolgeregelung wurde nun Antons Frau als [[Maria II. Franziska]] zur sagradischen Königin ausgerufen. Anton sollte an ihrer Seite als Mitregent herrschen. Nach ihrer Ankunft in Sagradien im Frühjahr 1754 bestiegen sie gemeinsam den Thron.  
 
Nach dem Tod Königin [[Maria I.|Marias I.]] im Jahr 1748 geriet Sagradien in eine schwere politische Krise, da er nur einen minderjährigen Sohn, Marias Halbbruder [[David II.]] hinterlassen hatte, der zudem 1753 im Alter von nur acht Jahren starb. Entsprechend der Thronfolgeregelung wurde nun Antons Frau als [[Maria II. Franziska]] zur sagradischen Königin ausgerufen. Anton sollte an ihrer Seite als Mitregent herrschen. Nach ihrer Ankunft in Sagradien im Frühjahr 1754 bestiegen sie gemeinsam den Thron.  
  
=== Königtum und Erbfolgekrieg ===
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=== Königtum und Absetzung ===
 
Obwohl Maria die Thronrechte innehatte, übernahm ihr ehrgeiziger und um einiges älterer Mann die Regierungsgeschäfte. Seine Herrschaft war jedoch von Beginn an in Sagradien unpopulär. Der Italiener sprach nicht die Landessprache und war überhaupt seit drei Jahrhunderten der erste auf dem Thron, der nicht der Sántori-Familie angehört hatte. Da Maria und er über keinen gemeinsamen Sohn verfügten, war die Zukunft der Dynastie überdies äußerst ungewiss.  
 
Obwohl Maria die Thronrechte innehatte, übernahm ihr ehrgeiziger und um einiges älterer Mann die Regierungsgeschäfte. Seine Herrschaft war jedoch von Beginn an in Sagradien unpopulär. Der Italiener sprach nicht die Landessprache und war überhaupt seit drei Jahrhunderten der erste auf dem Thron, der nicht der Sántori-Familie angehört hatte. Da Maria und er über keinen gemeinsamen Sohn verfügten, war die Zukunft der Dynastie überdies äußerst ungewiss.  
  

Version vom 17:27, 28. Nov 2015

Anton II. Raimund (von Sagradien, sagr. Don António II Ramón, ital. Antonio Raimundo di Piacone) (*1698, †1770) aus dem Haus Piacone war Herzog von Massa und Carrara (1704-1770), polnischer Thronprätendent sowie als Ehemann von Königin Maria II. Franziska, der letzten Königin aus dem Haus Santori, de jure uxoris König von Sagradien und Cuentez (1753-1756). Als solcher wurde er nach Streitigkeiten mit den Generalständen 1756 für abgesetzt erklärt und ins Exil geschickt.

Jugend, Ehe und Aufstieg zum Thronfolger

Antonio Raimondo di Piacone wurde 1698 als Sohn von Herzog Francesco di Piacone und dessen Ehefrau Prinzessin Maria von Micolinien in Warschau geboren. Sein Vater stammte aus dem italienischen Adelsgeschlecht der Piacone, die als Herzöge über Massa und Carrara herrschten. Er war überdies im Jahr 1697 zum König von Polen gewählt worden, wo er bis zu seinem Tod 1704 als Franciszek I. Piakonski herrschte. Antons Onkel Giovanni di Piacone, hatte sich danach zwar als Nachfolger seines Vaters um den Thron beworben, konnte sich als einer von zahlreichen Kandidaten aber nicht gegen Stanislaus Leczynski durchsetzen. Antonio wuchs danach bei seiner Mutter am Hof seines Onkels, König Georg I. von Micolinien auf und trat nach seiner Volljährigkeit selbst die Herrschaft in Italien an.

Als der sagradische und cuentesische König Johann III. einen zukünftigen Gemahl für seine junge, noch unverheiratete Tochter suchte, bot sich bald ein Bündnis mit dem verwitweten Antonio de Piacone an. Dieser war Königssohn und regierender Fürst, als Schwager Johanns aus dessen erster Ehe kannte er den König und als Vetter von Filipe de Piacón, dem populären Heerführer Johanns und Bürgerkriegsveteranen, verfügte er über einen in Sagradien durchaus vermittelbare familiären Hintergrund. Schließlich gab König Johann III. von Sagradien und Cuentez 1742 seinem Schwager António seine älteste Tochter aus der Ehe mit Königin María Luísa, die erst 16-jährige Thronfolgerin María Francisca, zur Frau. Die Ehe blieb jedoch unglücklich. Der viel ältere Antonio ging auch weiterhin seinen Liebschaften nach, während seine Frau zunehmend vereinsamte.

Nach dem Tod Königin Marias I. im Jahr 1748 geriet Sagradien in eine schwere politische Krise, da er nur einen minderjährigen Sohn, Marias Halbbruder David II. hinterlassen hatte, der zudem 1753 im Alter von nur acht Jahren starb. Entsprechend der Thronfolgeregelung wurde nun Antons Frau als Maria II. Franziska zur sagradischen Königin ausgerufen. Anton sollte an ihrer Seite als Mitregent herrschen. Nach ihrer Ankunft in Sagradien im Frühjahr 1754 bestiegen sie gemeinsam den Thron.

Königtum und Absetzung

Obwohl Maria die Thronrechte innehatte, übernahm ihr ehrgeiziger und um einiges älterer Mann die Regierungsgeschäfte. Seine Herrschaft war jedoch von Beginn an in Sagradien unpopulär. Der Italiener sprach nicht die Landessprache und war überhaupt seit drei Jahrhunderten der erste auf dem Thron, der nicht der Sántori-Familie angehört hatte. Da Maria und er über keinen gemeinsamen Sohn verfügten, war die Zukunft der Dynastie überdies äußerst ungewiss.

António verbündete sich im Vorfeld des vor der Tür stehenden Siebenjährigen Krieges mit Großbritannien und Mikolinien gegen Frankreich und Österreich, was zu heftigen Auseinandersetzungen mit der Frankreich-freundlichen Partei in den Generalständen führte. Dort wurden ihm wiederholt absolutistische Ambitionen vorgeworfen. Zudem musste António mit den Thronansprüchen eines Vetters von Maria, Herzog David Jakob von Sesin kämpfen, der als nächster männlicher Verwandter aus dem Haus Santori selbst nach der Krone griff und einen Propagandakrieg gegen das Königspaar initiierte. Als Antonio Ramon ohne Zustimmung der Stände einen Bündnisvertrag mit Mikolinien schloss, kam es schließlich zum Bruch mit den Generalständen, die den König schließlich anklagten. Auf Druck der Stände hin erklärte Königin Maria II. die Absetzung ihres Manns als Mitregenten und schickte ihn ins Exil nach Italien. Seine Versuche, sich mithilfe Mikoliniens und Englands gewaltsam gegen die Absetzung zu wehren, scheiterten bereits in Ansätzen.

Nach seiner Absetzung behielt Antonio lediglich seine italienischen Herzogtümer Carrara und Massa. 1757 dankte Königin Maria II. schließlich selbst zugunsten ihres Vetters Gabriel VIII. ab, sie folgte aber ihrem Mann nicht ins Exil, die Ehe wurde aber formell nie geschieden. Bis zu seinem Tod 1770 lebte António in Italien.