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'''Golen''' ([[Golische Sprache|golisch]] ''Gŏole'', amtlich: ''Region Golen'', golisch ''Reixou Gŏole'', mikolinisch ''Región Gólica'') ist eine Region im Osten [[Mikolinien]]s und zugleich einer von drei Landesteilen des Königreichs.
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'''Golen''' ([[Golische Sprache|golisch]] ''Gŏole'', golisch ''Gŏole'', mikolinisch ''Gólica'') ist eine Provinz im Osten [[Mikolinien]]s und zugleich einer von drei Landesteilen des Königreichs.
  
Die Region liegt an der Nordküste des [[Blaues Meer|Blauen Meers]] am Südrand des [[Konsetten]]gebirges. Hauptstadt und Sitz von Regionalparlament und Regionalregierung ist [[Alágua]] (golisch ''Elaque''). Amtssprache ist [[Golisch]].  
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Die Provinz liegt an der Nordküste des [[Blaues Meer|Blauen Meers]] am Südrand des [[Konsetten]]gebirges. Hauptstadt und Sitz von Parlament und Regierung ist [[Alágua]] (golisch ''Elaque''). Amtssprache ist [[Golisch]].  
  
Die heutige Region Golen umfasst nur einen Teil des [[Historisches Golen|historischen Golen]], zu dem auch Teile der [[Eskada]], die heutige sagradische Autonome Region [[Ambristal und Celiso]] sowie Teile der mikolinischen Regionen [[Alto Conte]] und [[Lítica-Paes Montane]] gezählt werden.
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Die heutige Provinz Golen umfasst nur einen Teil des [[Historisches Golen|historischen Golen]], zu dem auch Teile der [[Eskada]], die heutige sagradische Autonome Region [[Ambristal und Celiso]] sowie Teile der mikolinischen Provinzen [[Alto Conte]] und [[Lítica-Paes Montane]] gezählt werden.
  
 
== Geschichte ==
 
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== Politisches System ==
 
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=== Parlament und Regierung ===
 
=== Parlament und Regierung ===
Die Region Golen verfügt als Gliedstaat der föderalen Monarchie [[Micolinien]] über eine eigene regionale Selbstverwaltung (golisch ''Administratjò Gŏols''), die im Regionalstatut von 1949 festgeschrieben ist.
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Die Provinz Golen verfügt als Gliedstaat der föderalen Monarchie [[Micolinien]] über eine eigene Selbstverwaltung (golisch ''Administratjò Gŏols''), die im ''Golenstatut'' von 1949 festgeschrieben ist.
  
Als Einkammerlegislative fungiert die 151 Mitglieder starke [[Golische Regionalversammlung|Regionalversammlung]] (amtlich golisch ''Esemblëe Gŏols''), die alle fünf Jahre direkt nach dem Verhältniswahlrecht gewählt wird. Vorsitzender ist der Präsident der Versammlung (''President de le Esemblëe''), der für jeweils eine Legislaturperiode gewählt wird.
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Als Einkammerlegislative fungiert die 151 Mitglieder starke [[Golische Versammlung|Versammlung]] (amtlich golisch ''Esemblëe Gŏols''), die alle fünf Jahre direkt nach dem Verhältniswahlrecht gewählt wird. Vorsitzender ist der Präsident der Versammlung (''President de le Esemblëe''), der für jeweils eine Legislaturperiode gewählt wird.
  
An der Spitze der Regionalverwaltung steht der [[President Gŏols]] (micolinisch ''President de la Regió Gólica''), der von der Versammlung gewählt wird und die Regionalregierung (''Gobern Gŏols'') ernennt. Er ist höchster Repräsentant der Regionalverwaltung (''Cap de Administratjò'') und fungiert im Normalfall zugleich als ''Cap de Gobern'' und ist der Regionalversammlung verantwortlich, die ihm und seiner Regierung das Misstrauen aussprechen kann.  
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An der Spitze der provnzialen Verwaltung steht der [[President Gŏols]] (mikolinisch ''President de Gólica''), der von der Versammlung gewählt wird und die Provinzregierung (''Gobern Gŏols'') ernennt. Er ist höchster Repräsentant der Provinzialverwaltung (''Cap de Administratjò'') und fungiert im Normalfall zugleich als ''Cap de Gobern'' und ist der Versammlung verantwortlich, die ihm und seiner Regierung das Misstrauen aussprechen kann.  
  
Bis 1993 gab es kein formelles Misstrauensvotum, stattdessen konnten nur bestimmte parlamentarische Niederlagen einen Präsidenten zu Fall bringen. Seither gibt es die Möglichkeit eines konstruktiven Misstrauensvotums. Außerdem kann ein Präsident die Vertrauensfrage stellen. Verliert der Präsident das Vertrauen des Parlaments, verstirbt im Amt oder tritt zurück, dann rückt automatisch der Präsident der Versammlung an die Spitze der Regionalverwaltung, der im Folgenden entscheiden kann, ob der amtierende Präsident seine Funktionen als ''Cap de Gobern'' kommissarisch weiterführen kann oder ob ein Stellvertreter (''Comisjoner de Gobern'') ernannt wird. Die Regionalversammlung hat in der Folge vier Wochen Zeit, um mit absoluter Mehrheit einen neuen Präsidenten zu wählen, der dann wieder die Doppelrolle als Cap de Administratjò und Cap de Gobern übernimmt und eine neue Regionalregierung ernennen kann. Der Präsident der Versammlung kann jederzeit einen Kandidaten vorschlagen, ebenso wie ein Fünftel der Versammlungsmitglieder. Wird innerhalb dieser Frist kein neuer Präsident gewählt, kommt es automatisch zur Auflösung der Versammlung und zur Ausschreibung von Neuwahlen. Dieses System der Vakanz wird seit 1999 ausgeübt und löste die alte Regelung ab, nach der nominell der [[König von Mikolinien|König]], de facto also die [[Mikolinisches Staatsministerium|Zentralregierung]] in [[Servette]] im Falle eines Rücktritts des Regionalpräsidenten oder dessen Abwahl automatisch in die Rolle des Handelnden rückte und einen ''Comisjoner'' als provisorischen Regierungschef ernennen konnte. So gelangten 1955 der [[CDM]]-Minister [[Joann Mari Franç]], 1994 der parteilose Beamte [[Chrestièn Guichart]] ins Amt, während die Zentralregierung mehrmals einen abgewählten oder zurückgetretenen Präsidenten mit der kommissarischen Weiterführung der Geschäfte beauftragte.
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Bis 1993 gab es kein formelles Misstrauensvotum, stattdessen konnten nur bestimmte parlamentarische Niederlagen einen Präsidenten zu Fall bringen. Seither gibt es die Möglichkeit eines konstruktiven Misstrauensvotums. Außerdem kann ein Präsident die Vertrauensfrage stellen. Verliert der Präsident das Vertrauen des Parlaments, verstirbt im Amt oder tritt zurück, dann rückt automatisch der Präsident der Versammlung an die Spitze der Provinzialverwaltung, der im Folgenden entscheiden kann, ob der amtierende Präsident seine Funktionen als ''Cap de Gobern'' kommissarisch weiterführen kann oder ob ein Stellvertreter (''Comisjoner de Gobern'') ernannt wird. Die Versammlung hat in der Folge vier Wochen Zeit, um mit absoluter Mehrheit einen neuen Präsidenten zu wählen, der dann wieder die Doppelrolle als Cap de Administratjò und Cap de Gobern übernimmt und eine neue Regierung ernennen kann. Der Präsident der Versammlung kann jederzeit einen Kandidaten vorschlagen, ebenso wie ein Fünftel der Versammlungsmitglieder. Wird innerhalb dieser Frist kein neuer Präsident gewählt, kommt es automatisch zur Auflösung der Versammlung und zur Ausschreibung von Neuwahlen. Dieses System der Vakanz wird seit 1999 ausgeübt und löste die alte Regelung ab, nach der nominell der [[König von Mikolinien|König]], de facto also die [[Mikolinisches Staatsministerium|Zentralregierung]] in [[Servette]] im Falle eines Rücktritts des Präsidenten oder dessen Abwahl automatisch in die Rolle des Handelnden rückte und einen ''Comisjoner'' als provisorischen Regierungschef ernennen konnte. So gelangten 1955 der [[CDM]]-Minister [[Joann Mari Franç]], 1994 der parteilose Beamte [[Chrestièn Guichart]] ins Amt, während die Zentralregierung mehrmals einen abgewählten oder zurückgetretenen Präsidenten mit der kommissarischen Weiterführung der Geschäfte beauftragte.
  
==== Liste der golischen Regionalpräsidenten seit 1936 ====
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=== Parteien ===
 
=== Parteien ===
Das [[Parteiensystem Golens]] wird seit 1948 von der gemäßigt-nationalistischen [[Pùble Gŏols|Volkspartei]] (''Pùble Gŏols'', PG) geprägt, die als liberalkonservative zentristische Kraft auftritt und sich in bisher jeder Wahl zur Regionalversammlung als stärkste Kraft durchsetzen konnte. 1957 und 1970 vereinte die Volkspartei sogar jeweils die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich. Mit Ausnahme von zwei Legislaturperioden (1953-1956 und 1992-1994) führte die Volkspartei bis 2008 jede Regierung an und stellte den Präsidenten der Region. Konkurrenten der Volkspartei im bürgerlichen Lager waren die kleinere [[Partet Liberal Gŏols|Liberale Partei Golens]] (PLG), die gemäßigt-föderalistische Positionen vertrat sowie die micolinische christdemokratische [[CDM]], die den golisch-nationalistischen Partikularismus traditionell ablehnt.
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Das [[Parteiensystem Golens]] wird seit 1948 von der gemäßigt-nationalistischen [[Pùble Gŏols|Volkspartei]] (''Pùble Gŏols'', PG) geprägt, die als liberalkonservative zentristische Kraft auftritt und sich in bisher jeder Wahl zur Golenversammlung als stärkste Kraft durchsetzen konnte. 1957 und 1970 vereinte die Volkspartei sogar jeweils die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich. Mit Ausnahme von zwei Legislaturperioden (1953-1956 und 1992-1994) führte die Volkspartei bis 2008 jede Regierung an und stellte den Präsidenten der Provinz. Konkurrenten der Volkspartei im bürgerlichen Lager waren die kleinere [[Partet Liberal Gŏols|Liberale Partei Golens]] (PLG), die gemäßigt-föderalistische Positionen vertrat sowie die micolinische christdemokratische [[CDM]], die den golisch-nationalistischen Partikularismus traditionell ablehnt.
  
 
Wichtigster Gegenspieler der Volkspartei auf der politischen Linken war über Jahrzehnte hinweg die [[Kommunistische Partei Golens]] (PCG), die bis in die Achtziger Jahre hinein regelmäßig zwischen 16 und 26 Prozent der Stimmen erreichen konnte. Wie die Volkspartei vertrat auch die PCG antizentralistische Positionen. Außerdem wand sich die PCG in den Siebziger Jahren dem Eurokommunismus zu. Die kleinere [[Partet Socialist de Gŏole|Sozialistische Partei]] stand regelmäßig im Schatten der Kommunisten  und schaffte es seit 1957 nur noch bei einer einzigen Wahl (1980) über die 10-Prozent-Marke. Nach der Wende des Jahres 1990 verlor die PCG ihre dominante Stellung im linken Lager aber und schaffte es im Bündnis mit den [[Verdes Gŏols|golischen Grünen]] (''[[Eccord Comunist-Verd]]'') nach 1992 nicht mehr über 10 Prozent der Stimmen hinaus, während die Sozialisten sich nach einem Wahlerfolg des Jahres 1992 (17,8 Prozent) jenseits der 10-Prozent-Marke etablieren konnten.  
 
Wichtigster Gegenspieler der Volkspartei auf der politischen Linken war über Jahrzehnte hinweg die [[Kommunistische Partei Golens]] (PCG), die bis in die Achtziger Jahre hinein regelmäßig zwischen 16 und 26 Prozent der Stimmen erreichen konnte. Wie die Volkspartei vertrat auch die PCG antizentralistische Positionen. Außerdem wand sich die PCG in den Siebziger Jahren dem Eurokommunismus zu. Die kleinere [[Partet Socialist de Gŏole|Sozialistische Partei]] stand regelmäßig im Schatten der Kommunisten  und schaffte es seit 1957 nur noch bei einer einzigen Wahl (1980) über die 10-Prozent-Marke. Nach der Wende des Jahres 1990 verlor die PCG ihre dominante Stellung im linken Lager aber und schaffte es im Bündnis mit den [[Verdes Gŏols|golischen Grünen]] (''[[Eccord Comunist-Verd]]'') nach 1992 nicht mehr über 10 Prozent der Stimmen hinaus, während die Sozialisten sich nach einem Wahlerfolg des Jahres 1992 (17,8 Prozent) jenseits der 10-Prozent-Marke etablieren konnten.  
  
Im nationalistischen Lager wuchs im Laufe der Jahre die Konkurrenz der PG. Die 1967 aus mehreren Dissidentengruppen der Volkspartei entstandene [[Gŏols Natiò|Golische Nationalpartei]] (''Gŏols Natiò'', GN) konnte ihre Stimmenanteile bis in die Neunziger Jahre hinein regelmäßig vergrößern und wuchs zur ernstzunehmenden Konkurrenz zur Volkspartei heran. Die Nationalpartei vertritt stärker nationalistische sowie im Gegensatz zur Volkspartei eher linke sozialdemokratische Positionen und sieht sich als golisch-nationalistische Fortschrittspartei. Ähnlich wie bei der Volkspartei mäßigten sich im Laufe der Jahre aber auch bei der Nationalpartei die nationalistischen Tendenzen, sodass mit der [[Libretait per Gŏole|Golischen Freiheitspartei]] (''Libretait per Gŏole'', LPG) Ende der Achtziger Jahre eine dritte bedeutende nationalistische Kraft entstand, die in den Neunziger Jahren mit radikalen separatistischen Parolen große Wahlerfolge feiern konnte. Nach dem bisher stärksten Ergebnis der LPG bei den [[Wahl zur golischen Regionalversammlung 2006|Wahlen 2006]] (16,6 Prozent) kam es zum Verbot der Partei, die als politischer Flügel der separatistischen Terrorgruppe FLG angesehen wurde. Als Nachfolgepartei gründete sich die gemäßigtere [[Eljanç Gŏols de Libretait|Freiheitsallianz]] (''Eljanç Gŏols de Libretait'', EGL), die 2008 auf 10 Prozent der Stimmen kam.
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Im nationalistischen Lager wuchs im Laufe der Jahre die Konkurrenz der PG. Die 1967 aus mehreren Dissidentengruppen der Volkspartei entstandene [[Gŏols Natiò|Golische Nationalpartei]] (''Gŏols Natiò'', GN) konnte ihre Stimmenanteile bis in die Neunziger Jahre hinein regelmäßig vergrößern und wuchs zur ernstzunehmenden Konkurrenz zur Volkspartei heran. Die Nationalpartei vertritt stärker nationalistische sowie im Gegensatz zur Volkspartei eher linke sozialdemokratische Positionen und sieht sich als golisch-nationalistische Fortschrittspartei. Ähnlich wie bei der Volkspartei mäßigten sich im Laufe der Jahre aber auch bei der Nationalpartei die nationalistischen Tendenzen, sodass mit der [[Libretait per Gŏole|Golischen Freiheitspartei]] (''Libretait per Gŏole'', LPG) Ende der Achtziger Jahre eine dritte bedeutende nationalistische Kraft entstand, die in den Neunziger Jahren mit radikalen separatistischen Parolen große Wahlerfolge feiern konnte. Nach dem bisher stärksten Ergebnis der LPG bei den [[Wahl zur golischen Versammlung 2006|Wahlen 2006]] (16,6 Prozent) kam es zum Verbot der Partei, die als politischer Flügel der separatistischen Terrorgruppe FLG angesehen wurde. Als Nachfolgepartei gründete sich die gemäßigtere [[Eljanç Gŏols de Libretait|Freiheitsallianz]] (''Eljanç Gŏols de Libretait'', EGL), die 2008 auf 10 Prozent der Stimmen kam.
  
 
Bei den Wahlen 2008 kam es zu einer politischen Kräfteverschiebung nach links und zur Bildung einer neuen linksgerichteten Regierungsallianz zwischen GN, PSG und der grün-kommunistischen Linken. Damit ist die PG mit Ausnahme der Jahre 1992-1994 zum erstenmal seit 1956 in der Opposition.
 
Bei den Wahlen 2008 kam es zu einer politischen Kräfteverschiebung nach links und zur Bildung einer neuen linksgerichteten Regierungsallianz zwischen GN, PSG und der grün-kommunistischen Linken. Damit ist die PG mit Ausnahme der Jahre 1992-1994 zum erstenmal seit 1956 in der Opposition.
  
 
=== Verwaltungsgliederung ===
 
=== Verwaltungsgliederung ===
Die Region Golen umfasst die drei golischen Provinzen [[Alágua]] (gol. ''Elaque''), [[Santa Rocca]] und [[Villágua]] (''Vellaque''). Die historischen golischen Teilprovinzen [[Ambristal und Celiso]], [[Guillard]], [[Colágua]] und [[Cania]] gehören dagegen nicht zur heutigen Region.
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Die Provinz Golen umfasst die drei golischen Vigueries [[Alágua]] (gol. ''Elaque''), [[Santa Rocca]] und [[Villágua]] (''Vellaque''). Die historischen golischen Gebiete [[Ambristal und Celiso]], [[Guillard]], [[Colágua]] und [[Cania]] gehören dagegen nicht zur heutigen Region.

Version vom 15:35, 24. Nov 2015

Golen (golisch Gŏole, golisch Gŏole, mikolinisch Gólica) ist eine Provinz im Osten Mikoliniens und zugleich einer von drei Landesteilen des Königreichs.

Die Provinz liegt an der Nordküste des Blauen Meers am Südrand des Konsettengebirges. Hauptstadt und Sitz von Parlament und Regierung ist Alágua (golisch Elaque). Amtssprache ist Golisch.

Die heutige Provinz Golen umfasst nur einen Teil des historischen Golen, zu dem auch Teile der Eskada, die heutige sagradische Autonome Region Ambristal und Celiso sowie Teile der mikolinischen Provinzen Alto Conte und Lítica-Paes Montane gezählt werden.

Geschichte

Politisches System

Parlament und Regierung

Die Provinz Golen verfügt als Gliedstaat der föderalen Monarchie Micolinien über eine eigene Selbstverwaltung (golisch Administratjò Gŏols), die im Golenstatut von 1949 festgeschrieben ist.

Als Einkammerlegislative fungiert die 151 Mitglieder starke Versammlung (amtlich golisch Esemblëe Gŏols), die alle fünf Jahre direkt nach dem Verhältniswahlrecht gewählt wird. Vorsitzender ist der Präsident der Versammlung (President de le Esemblëe), der für jeweils eine Legislaturperiode gewählt wird.

An der Spitze der provnzialen Verwaltung steht der President Gŏols (mikolinisch President de Gólica), der von der Versammlung gewählt wird und die Provinzregierung (Gobern Gŏols) ernennt. Er ist höchster Repräsentant der Provinzialverwaltung (Cap de Administratjò) und fungiert im Normalfall zugleich als Cap de Gobern und ist der Versammlung verantwortlich, die ihm und seiner Regierung das Misstrauen aussprechen kann.

Bis 1993 gab es kein formelles Misstrauensvotum, stattdessen konnten nur bestimmte parlamentarische Niederlagen einen Präsidenten zu Fall bringen. Seither gibt es die Möglichkeit eines konstruktiven Misstrauensvotums. Außerdem kann ein Präsident die Vertrauensfrage stellen. Verliert der Präsident das Vertrauen des Parlaments, verstirbt im Amt oder tritt zurück, dann rückt automatisch der Präsident der Versammlung an die Spitze der Provinzialverwaltung, der im Folgenden entscheiden kann, ob der amtierende Präsident seine Funktionen als Cap de Gobern kommissarisch weiterführen kann oder ob ein Stellvertreter (Comisjoner de Gobern) ernannt wird. Die Versammlung hat in der Folge vier Wochen Zeit, um mit absoluter Mehrheit einen neuen Präsidenten zu wählen, der dann wieder die Doppelrolle als Cap de Administratjò und Cap de Gobern übernimmt und eine neue Regierung ernennen kann. Der Präsident der Versammlung kann jederzeit einen Kandidaten vorschlagen, ebenso wie ein Fünftel der Versammlungsmitglieder. Wird innerhalb dieser Frist kein neuer Präsident gewählt, kommt es automatisch zur Auflösung der Versammlung und zur Ausschreibung von Neuwahlen. Dieses System der Vakanz wird seit 1999 ausgeübt und löste die alte Regelung ab, nach der nominell der König, de facto also die Zentralregierung in Servette im Falle eines Rücktritts des Präsidenten oder dessen Abwahl automatisch in die Rolle des Handelnden rückte und einen Comisjoner als provisorischen Regierungschef ernennen konnte. So gelangten 1955 der CDM-Minister Joann Mari Franç, 1994 der parteilose Beamte Chrestièn Guichart ins Amt, während die Zentralregierung mehrmals einen abgewählten oder zurückgetretenen Präsidenten mit der kommissarischen Weiterführung der Geschäfte beauftragte.

Liste der golischen Präsidenten seit 1936

Von Bis . Amtsinhaber Partei Kabinette Koalition besonderes
Presidents de lu Gobern National Gŏols
1936 1941 Valentin Cŏrpas PPG Gobern National PPG ermordet
1941 1943 Eduard Cornell PPG Gobern National PPG
1943 1945 Charl Davidel PG Gobern National PG
Presidents Gŏols
1945 1953 Charl Davidel PG Davidel I, II PG
1953 1955 Fernand Quelaq PSG Quelaq PCG, PSG, PG-Abweichler
1955 1956 Joann Mari Franç, geschäftsführend CDM
1956 1960 Charl Davidel PG Davidel III, IV PG bis 1957 Minderheitsregierung, im Amt verstorben
1960 Daniel Marrel, geschäftsführend PSL
1960 1975 David Letard PG Letard I, II, III, IV PG, PLG (1962-1967) 1970 geschäftsführend
1975 1978 Osqar Meri Erranza PG Erranza PG, PSG
1978 1987 Noribert Crèsq PG Crèsq I, II, III, IV PG, CDM (1978-1982), GN (1984-1986) 1982-1984 und 1986-1987 Minderheitsregierung, 1982 und 1986-1987 geschäftsführend
1987 1992 Fernand Brês PG Brês PG, CDM, PLG
1992 1994 Franç Elaq GN Elaq GN, PSG, PCG/VG
1994 Chrèstien Guichart, geschäftsführend parteilos
1994 2008 Pètre Doreşal PG Doreşal I, II, III PG, PLG (1994-2006), PSG (2001-2006), CDM (2001-2006), GN (2006-2008), CG (2006-2007) 1994-2000 Minderheitsregierung, 2000-2001 und 2006 geschäftsführend
2008 2013 Pâul Senterrsi GN Senterrsi GN, PSG, EUG-V
2013 Xàin Borrard PG Borrard PG, PSG

Parteien

Das Parteiensystem Golens wird seit 1948 von der gemäßigt-nationalistischen Volkspartei (Pùble Gŏols, PG) geprägt, die als liberalkonservative zentristische Kraft auftritt und sich in bisher jeder Wahl zur Golenversammlung als stärkste Kraft durchsetzen konnte. 1957 und 1970 vereinte die Volkspartei sogar jeweils die absolute Mehrheit der Stimmen auf sich. Mit Ausnahme von zwei Legislaturperioden (1953-1956 und 1992-1994) führte die Volkspartei bis 2008 jede Regierung an und stellte den Präsidenten der Provinz. Konkurrenten der Volkspartei im bürgerlichen Lager waren die kleinere Liberale Partei Golens (PLG), die gemäßigt-föderalistische Positionen vertrat sowie die micolinische christdemokratische CDM, die den golisch-nationalistischen Partikularismus traditionell ablehnt.

Wichtigster Gegenspieler der Volkspartei auf der politischen Linken war über Jahrzehnte hinweg die Kommunistische Partei Golens (PCG), die bis in die Achtziger Jahre hinein regelmäßig zwischen 16 und 26 Prozent der Stimmen erreichen konnte. Wie die Volkspartei vertrat auch die PCG antizentralistische Positionen. Außerdem wand sich die PCG in den Siebziger Jahren dem Eurokommunismus zu. Die kleinere Sozialistische Partei stand regelmäßig im Schatten der Kommunisten und schaffte es seit 1957 nur noch bei einer einzigen Wahl (1980) über die 10-Prozent-Marke. Nach der Wende des Jahres 1990 verlor die PCG ihre dominante Stellung im linken Lager aber und schaffte es im Bündnis mit den golischen Grünen (Eccord Comunist-Verd) nach 1992 nicht mehr über 10 Prozent der Stimmen hinaus, während die Sozialisten sich nach einem Wahlerfolg des Jahres 1992 (17,8 Prozent) jenseits der 10-Prozent-Marke etablieren konnten.

Im nationalistischen Lager wuchs im Laufe der Jahre die Konkurrenz der PG. Die 1967 aus mehreren Dissidentengruppen der Volkspartei entstandene Golische Nationalpartei (Gŏols Natiò, GN) konnte ihre Stimmenanteile bis in die Neunziger Jahre hinein regelmäßig vergrößern und wuchs zur ernstzunehmenden Konkurrenz zur Volkspartei heran. Die Nationalpartei vertritt stärker nationalistische sowie im Gegensatz zur Volkspartei eher linke sozialdemokratische Positionen und sieht sich als golisch-nationalistische Fortschrittspartei. Ähnlich wie bei der Volkspartei mäßigten sich im Laufe der Jahre aber auch bei der Nationalpartei die nationalistischen Tendenzen, sodass mit der Golischen Freiheitspartei (Libretait per Gŏole, LPG) Ende der Achtziger Jahre eine dritte bedeutende nationalistische Kraft entstand, die in den Neunziger Jahren mit radikalen separatistischen Parolen große Wahlerfolge feiern konnte. Nach dem bisher stärksten Ergebnis der LPG bei den Wahlen 2006 (16,6 Prozent) kam es zum Verbot der Partei, die als politischer Flügel der separatistischen Terrorgruppe FLG angesehen wurde. Als Nachfolgepartei gründete sich die gemäßigtere Freiheitsallianz (Eljanç Gŏols de Libretait, EGL), die 2008 auf 10 Prozent der Stimmen kam.

Bei den Wahlen 2008 kam es zu einer politischen Kräfteverschiebung nach links und zur Bildung einer neuen linksgerichteten Regierungsallianz zwischen GN, PSG und der grün-kommunistischen Linken. Damit ist die PG mit Ausnahme der Jahre 1992-1994 zum erstenmal seit 1956 in der Opposition.

Verwaltungsgliederung

Die Provinz Golen umfasst die drei golischen Vigueries Alágua (gol. Elaque), Santa Rocca und Villágua (Vellaque). Die historischen golischen Gebiete Ambristal und Celiso, Guillard, Colágua und Cania gehören dagegen nicht zur heutigen Region.