FC Semesta: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Die sportlichen Erfolge wurden aber von weiteren Finanzquerelen und Skandalen überschattet. Im Laufe der Saison 2005/2006 wurde bekannt, dass es unter der Präsidentschaft Garrets zu finanziellen Unregelmäßigkeiten gekommen war, sodass der Klub für die Saison 2005/2006 mit einem Punktabzug von 7 Punkten bestraft wurde und Gelder in Millionenhöhe nachzahlen musste. Erneut mussten Leistungsträger verkauft werden, darunter die Abwehrstammkräfte [[Mansur Saleh]] und [[Lorenzo Hialerri]], Mittelfeldmotor [[George Anthony Kalou]] und die Stürmer [[Santiago Moar]] und [[Manuel Djandbesi]]. Erneut setzte man bei den Nachfolgern auf junge Talente wie den Polen [[Mariusz Czelek]] und den Schweizer [[Guy Perceval]] oder ablösefreie Routiniers wie [[Marco Tela]]. Lediglich für den 22-jährigen Nationalspieler [[Adrián Mestu]] von [[ | + | Die sportlichen Erfolge wurden aber von weiteren Finanzquerelen und Skandalen überschattet. Im Laufe der Saison 2005/2006 wurde bekannt, dass es unter der Präsidentschaft Garrets zu finanziellen Unregelmäßigkeiten gekommen war, sodass der Klub für die Saison 2005/2006 mit einem Punktabzug von 7 Punkten bestraft wurde und Gelder in Millionenhöhe nachzahlen musste. Erneut mussten Leistungsträger verkauft werden, darunter die Abwehrstammkräfte [[Mansur Saleh]] und [[Lorenzo Hialerri]], Mittelfeldmotor [[George Anthony Kalou]] und die Stürmer [[Santiago Moar]] und [[Manuel Djandbesi]]. Erneut setzte man bei den Nachfolgern auf junge Talente wie den Polen [[Mariusz Czelek]] und den Schweizer [[Guy Perceval]] oder ablösefreie Routiniers wie [[Marco Tela]]. Lediglich für den 22-jährigen Nationalspieler [[Adrián Mestu]] von [[Desportivo Bosa]] und den ivorischen Stürmer [[Jeremy Issa]] wurden Ablösesummen in Millionenhöhe gezahlt. Trotz der sieben Punkte Abzug erreichte das junge Team auch dank der 21 Saisontore von Stürmer [[Cesar Fernandez]] am Ende Platz 7, verfehlte damit aber knapp die erneute Teilnahme am internationalen Wettbewerb. Noch schmerzlicher für die FCS-Fans war schließlich die Meisterschaft des millionenstarken Lokalrivalen [[Atlético Semestín]], der mit Ex-Fuchs Kalou, Meistertrainer [[Joán Restávio]] und den Millionen des Russen [[Igor Fjedorow]] die Liga dominierte. |
Da nun auch zusätzliche Millionen aus dem internationalen Wettbewerb fehlten, führte das sportliche Führungsgespann des Klubs den Kurs fort, investierte aber gezielt in Perspektivspieler. Aufgrund seines jungen Teams und seines ansehnlichen Offensivfußballs wurde die Fernandez-Truppe bald mit dem FC Arsenal verglichen. Mit [[Rui Sousa]] und [[Luca Piro]] verließen im Sommer 2007 weitere Altstars den Klub. Die prominentesten Neuzugänge waren der 22-jährige Brasilianer [[Naldinho]] und der 20-jährige [[Oscar Belempe]]. Mit dem 19-jährigen [[Guy Perceval]] und dem 24-jährigen [[Domênco Casseto]] agierte nach der Verletzung von Kapitän [[Joann Bernart]] die jüngste Innenverteidigung der Liga und der 20-jährige Niederländer [[Felix Adoube-Luosu]] gehörte zu den Shootingstars der Saison. Am Ende wurde der Mut der Verantwortlichen belohnt, das Team beendete die Spielzeit als Dritter vor dem Lokalrivalen vom [[Atlético Semestín|CA]] und konnte sich in der Folge auch für die Champions League qualifizieren. Zudem war die wirtschaftliche Gesundung so weit vorangeschritten, dass der Verein für die Folgespielzeit 2008/2009 wieder in die Geldschatulle greifen konnte, um das Team auch international konkurrenzfähig zu halten. Mit dem kroatischen Spielmacher [[Luka Nresna]] und dem französischen U-21-Nationalstürmer [[Yoan Bezaidi]] stießen neue Talente zum Team, die der Mannschaft sofort weiterhelfen konnten. Am Ende konnte Platz 3 aus der Vorsaison wiederholt werden. | Da nun auch zusätzliche Millionen aus dem internationalen Wettbewerb fehlten, führte das sportliche Führungsgespann des Klubs den Kurs fort, investierte aber gezielt in Perspektivspieler. Aufgrund seines jungen Teams und seines ansehnlichen Offensivfußballs wurde die Fernandez-Truppe bald mit dem FC Arsenal verglichen. Mit [[Rui Sousa]] und [[Luca Piro]] verließen im Sommer 2007 weitere Altstars den Klub. Die prominentesten Neuzugänge waren der 22-jährige Brasilianer [[Naldinho]] und der 20-jährige [[Oscar Belempe]]. Mit dem 19-jährigen [[Guy Perceval]] und dem 24-jährigen [[Domênco Casseto]] agierte nach der Verletzung von Kapitän [[Joann Bernart]] die jüngste Innenverteidigung der Liga und der 20-jährige Niederländer [[Felix Adoube-Luosu]] gehörte zu den Shootingstars der Saison. Am Ende wurde der Mut der Verantwortlichen belohnt, das Team beendete die Spielzeit als Dritter vor dem Lokalrivalen vom [[Atlético Semestín|CA]] und konnte sich in der Folge auch für die Champions League qualifizieren. Zudem war die wirtschaftliche Gesundung so weit vorangeschritten, dass der Verein für die Folgespielzeit 2008/2009 wieder in die Geldschatulle greifen konnte, um das Team auch international konkurrenzfähig zu halten. Mit dem kroatischen Spielmacher [[Luka Nresna]] und dem französischen U-21-Nationalstürmer [[Yoan Bezaidi]] stießen neue Talente zum Team, die der Mannschaft sofort weiterhelfen konnten. Am Ende konnte Platz 3 aus der Vorsaison wiederholt werden. | ||
Version vom 23:37, 24. Apr 2015
Der Fútbol Club de Semesta ist ein Fußballverein aus der sagradischen Hauptstadt Semess. 1937 durch Zusammenschluss mehrerer Traditionsklubs gegründet, konnte der Verein bislang zehnmal die sagradische Meisterschaft, neunmal die Copa Sagradia und dreimal einen Europapokal gewinnen und wird daher neben den noch erfolgreicheren Klubs Juvantêsa Sport und FC Bosa zu den Trêis Grandes des sagradischen Fußballs gerechnet.
Die Vereinsfarben des FCS sind schwarz, weiß und rot. Spieler und Fans des Vereins werden auch als Volpes ("Füchse") bezeichnet.
Inhaltsverzeichnis
- 1 Vereinsgeschichte
- 1.1 Politische Gründung
- 1.2 Jahre der nationalen Dominanz 1940-1943
- 1.3 Neuaufbau nach dem Krieg
- 1.4 Sportliche Talfahrt und Wiedererstarken
- 1.5 Die Siebziger Jahre
- 1.6 Internationale Erfolge in den Achtziger Jahren
- 1.7 Beginn der Ära Garret i Garret und die Meisterschaft 1994
- 1.8 Jahre des Geldregens und Meisterschaft 2002
- 1.9 Abgrund und Neuanfang
- 1.10 Ära Fernandez
- 1.11 Titelerfolge unter Luis Gracia
- 2 Erfolge
Vereinsgeschichte
Politische Gründung
Der FC Semesta wurde am 1. Juni 1937 gegründet und ging auf die Initiative katholisch-konservativer Kreise zurück, die aus diversen Semestiner Stadtteilklubs einen Renommierklub formen wollten, um das Übergewicht der damaligen Branchengrößen FC Bosa, Juvantêsa SC und FC Duerez zu beenden und der linksgerichteten Klubführung von Real Aleción AC eine Konkurrenz in der Stadt zu formen. Der FCS entstand aus der Fusion der Amateur-Vereine Unión Sportiva d’Arocí und Bernabéu Club de Fútbol mit dem ehemaligen Erstligisten Nacional Semestín sowie der Sportgesellschaft Fortitudo, deren Startplatz in der sagradischen Premera Liga der neue Klub übernahm. Die Vereinsfarben Schwarz, Weiß und Rot orientieren sich an den Farben der Vorgängervereine CS Nacional (rot), Fortitudo sowie Bernabéu (beide weiß) und US Arocí (schwarz-weiß).
Jahre der nationalen Dominanz 1940-1943
Der von Kritikern als Retortenklub verspottete Verein wurde mit zahlreichen Topspielern ausgestattet und wurde bereits im ersten Jahr Dritter der Liga. Star der Mannschaft war Stürmer Selle Ribisal, der zuvor für Nacional und Fortitudo gespielt hatte und bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1934 zum sagradischen Team gehört hatte. Auf politischen Druck hin gab Ribisal seinen im Jahr 1939 geplanten und bereits als sicher vermeldeten Wechsel zu Real Aleción auf und spielte stattdessen für den neuen Vorzeigeklub FCS. Nach der ersten Saison in der Premera Liga, in der die „Füchse“ (so der bereits für die Fortitudo verwandte Spitzname) den Dritten Platz erreichten, wurde mit dem Ungarn Istvan Grósz der damalige Startrainer der Liga verpflichtet, der den FC Duerez gerade zur zweiten Meisterschaft in drei Jahren geführt hatte. Unter Grósz gewann das Team 1940 mit zahlreichen Nationalspielern die Meisterschaft. Dennoch musste der Trainer seinen Stuhl räumen, nachdem es zu Unstimmigkeiten mit der Klubführung gekommen war. Unter Grósz' Nachfolger Carles Arzeval wurde der FC 1941 und 1942 erneut sagradischer Meister und dominierte die Liga. Im Jahr 1942 spielte die sagradische Fußballnationalmannschaft in einem Spiel ausschließlich mit Spielern aus der Hauptstadt, wobei allein acht vom FC Semesta stammten.
Neuaufbau nach dem Krieg
Das Image des Vereins litt enorm unter der politischen Einflussnahme, sodass der populärere Klub Nacional Semestín nach dem Krieg im Jahr 1945 wiedergegründet wurde. Auch in Arocí wurde mit der Reunión Sportiva Aroçana ein Nachfolgeverein der alten Unión Sportiva gegründet. Dennoch blieb der FCS in der Premera Liga erfolgreich und gewann 1947, 1949 sowie 1951 die Copa Sagradia. Die im Frühjahr 1945 ins Amt gelangte neue Klubführung um Präsident Gracián Altobel gab sich bescheiden und suchte größere Distanz zur politischen Führung zu halten. Dennoch blieben die Lokalrivalen von Real Aleción und Acelandaro SC lange Zeit die beliebteren Klubs in der Stadt.
Sportliche Talfahrt und Wiedererstarken
Nach dem Karriereende von Klublegende Selle Ribisal, bis heute erfolgreichster Torschütze des FC, kam eine sportliche Talfahrt. Zwar erreichte der Verein auch in den Fünfziger Jahren meist noch vordere Tabellenplätze, einen Titel konnte der Klub in dieser Zeit aber nicht gewinnen. 1962 wurde der FC völlig überraschend Tabellenachtzehnter und musste damit erstmals den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Nach zwei Spielzeiten in der Segona Liga stieg der Verein 1964 wieder in die sagradische Eliteliga auf und konnte sich dort gleich wieder etablieren. Unter dem argentinischen Trainer Gonzalo Blanco wuchs ein schlagkräftiges Team heran, das 1968 und 1969 zweimal in Folge sagradischer Meister werden konnte und damit die sportliche Talfahrt der Fünfziger und frühen Sechziger Jahre endgültig überwinden konnte. Kapitän und Leitfigur der Meistermannschaft von 68/69 war Luis Pietro Naçano, der bis heute die meisten Ligaeinsätze für die Füchse auf dem Konto hat und damit Rekordspieler des FC Semesta ist.
Die Siebziger Jahre
Mit den zwei Meisterschaften hatte sich der Klub endgültig wieder im oberen Tabellendrittel etabliert. 1973 gewann der Verein zum vierten Mal die Copa Sagradia, kurz danach kehrte der ehemalige FC-Spieler Gustavo Detânia als Trainer aus Mesarque in die Hauptstadt zurück. Unter ihm erlebte der Klub weitere Höhenflüge. Mit Nationalspielern wie Amentino Parval, Federico „Fere“ Domenicales und Kapitän Naçano im Team, wurde der FCS 1975 und 1976 erneut zweimal in Folge Meister und brach für zwei Jahre die Dominanz der beiden Spitzenklubs Juvantêsa und FC Bosa. Mit dem Erfolg etablierte sich der FC Semesta endgültig als einer der drei großen Klubs des Landes und verdrängte den kriselnden FC Duerez auf die Plätze. Seit dieser Zeit etablierte sich auch der Begriff der „Trêis Grandes", womit die drei dominanten sagradischen Klubs Juvantêsa, FC Bosa und FC Semesta gemeint waren, die in den gesamten Siebziger Jahren und mit Ausnahme des Jahres 1984 auch in den Achtziger Jahren den sagradischen Meister unter sich ausmachten.
Internationale Erfolge in den Achtziger Jahren
Nach dem fünften Platz im Jahr 1977 und dem zwölften Rang 1978 zerbrach das Semestiner Erfolgsteam. Naçano beendete 1978 seine Karriere und Trainer Detânia musste den Klub in der Saison 1978/1979 verlassen. Auch unter seinem Nachfolger, dem deutschen Startrainer Karlheinz Lemberger blieben trotz des Pokalsiegs 1980 die Erfolge in der Meisterschaft aus. Erst Lembergers Nachfolger Francisco Vallesú Leticiano, der vom FC l’Artir abgeworben werden konnte, brachte den Verein wieder in die Erfolgsspur zurück. Um die Mittelfeldspieler Eduardo Clavet und Roberto Acino wurde erneut eine ambitionierte Mannschaft geformt, zu der auch die Nationalspieler Diego Cruzera und Marcelo de Gustavo gehörten. Das Team gewann 1982 schließlich den achten Meistertitel und überholte damit den FC Duerez. In der Folgespielzeit erreichte der FC Semesta erstmals überhaupt das Finale im Europapokal der Landesmeister. Gegen den deutschen Vertreter Hamburger SV gewann das Team um Clavet und Co. mit 1:0 und setzte sich die europäische Krone auf. Damit war der Verein endgültig unter die großen Klubs Europas aufgestiegen. 1988 folgte mit dem Gewinn des UEFA-Cups ein weiterer europäischer Pokaltriumph für den sagradischen Hauptstadtverein, der längst die Nummer Eins in der Kapitale geworden war und mit frischem Angriffsfußball viele neue Sympathisanten finden konnte.
Beginn der Ära Garret i Garret und die Meisterschaft 1994
Obwohl in den folgenden Jahren keine Titel erobert werden konnten, spielte der Klub nicht erfolglos und verpasste zwischen 1986 und 1992 viermal als Vizemeister nur knapp die neunte Meisterschaft. Bereits 1989 hatte der Unternehmer Alfonso Garret i Garret die Führung des Vereins übernommen und viel Geld in das Team gesteckt. 1992 wandelte er den FC Semesta in ein Aktienunternehmen um und brachte ihn als ersten sagradischen Fußballklub überhaupt an die Börse, auch um die teuren Investitionen in die Mannschaft zu finanzieren. Allein die Transfers der Nationalspieler Redondo Aires, Luca Aguilera und Roberto Santís vor der Saison 1990/1991 verschlangen Millionen. Dazu kamen 1991 Spielmacher Manuel Cuélez und 1992 der golische Libero Luq Samont, der bald schon als Nachfolger von Oscar Posquerro Kapitän und neben Torwartlegende Manuel Chabonet die absolute Führungsfigur des Teams wurde. Internationale Anerkennung fand aber auch der torgefährliche Angriff des Teams um die Nationalspieler Ibrahim Salú, Hernán Queray und Enrico Torc.
Trotz eines starken Teams gelang es dem Verein aber zunächst nicht, in den frühen Neunziger Jahren in das durch die Krisen von Bosa und Juvantêsa entstandene Vakuum zu treten. 1992 wurde Semesta unter der Leitung des italienischen Erfolgstrainers Giuseppe Arrieri Ligazweiter hinter dem AC Gerón, beim Überraschungserfolg von Sportivo Vesaey im Jahr 1993 belegte der Klub nur Platz 8. Erst unter dem Kroaten Neno Maric als Cheftrainer konnte die Mannschaft die hohen Erwartungen der Klubführung erfüllen und 1994 zum neunten Mal insgesamt die sagradische Meisterschaft an die Rúa de la Serenitá holen. In der Saison 1994/1995 verpasste die Mannschaft nur knapp die Titelverteidigung in der Liga gegen die Juvantêsa und wurde Vizemeister, konnte aber das Finale in der Copa Sagradia für sich entscheiden.
Jahre des Geldregens und Meisterschaft 2002
Nach der erfolglosen Saison 1996/1997 bemühte sich der Verein um eine umfassende Neustrukturierung des Kaders. Nachfolger des entlassenen Erfolgstrainers Neno Maric wurde der Argentinier António Huber. Enrico Torc hatte den Klub bereits im Winter 1996/1997 nach einem Streit mit der sportlichen Führung in Richtung Bosa verlassen, Torwartlegende Manuel Chabonet hatte seinen Platz im Tor an Claudio Sirascón verloren und Kapitän Luq Samont kehrte 1998 in seine Heimat zurück. In die Nationalspieler Marco Conianatra (von Juvantêsa), Stefano Detânia (von FC Bosa) und Anderson da Silva (von SC Mistrech) sowie den italienischen Stürmer Luigi Maria Arita (von UD Tules) wurden nun abermals zahlreiche Millionen investiert. Nach der Saison 1998/1999 folgten mit Altstar Jean-Armand Repain, dem Norweger Kjetil Nörlund und anderen zahlreiche weitere teure Spieler. Unter den vielen Neuzugängen waren neben den genannten auch klare Fehleinkäufe wie der Brasilianer Vampeta, der Schweizer Mario Ziegler und der Uruguayer Darío Longhi, der 2000 für die Rekordsumme von 30 Millionen Euro von Atlético Madrid verpflichtet wurde, aber nur sieben Tore in der Liga erzielen konnte und den Klub schließlich nach nur einer Spielzeit wieder verließ. Auch die Verpflichtung von Spielern deutlich jenseits der 30 wie Repain und Stefano Detânia wurde von Teilen der Anhängerschaft kritisiert.
Nachdem der Klub seinen Trainer António Huber in Richtung Bosa hatte gehen lassen müssen, konnte zur Spielzeit 1999/2000 mit Ole Erik Simonsen ein absoluter Startrainer verpflichtet werden, dem es zu gelingen schien, aus der Truppe ein funktionierendes Team zu bilden. Am Ende der Saison wurde Semesta Zweiter in der Liga, konnte den abwanderungswilligen Simonsen aber nicht halten. Stattdessen übernahm zur Saison 2000/2001 der bis dahin unbekannte Sabino Selés die Leitung der Mannschaft, wurde aber bereits im Winter vom ehemaligen Libero Stefano Detânia als Cheftrainer abgelöst. Detânia bildete mit dem neuen Sportdirektor Jean-Armand Repain bald die neue sportliche Leitung. Mit den Transfers von Luca Piro und José Delgado bewiesen die beiden ein glückliches Händchen. Beide wurden in der Folge sagradische Nationalspieler. Erstmals seit Jahren zeigte das Team eine klare und geordnete Teamhierarchie mit Nörlund als Mittelfeldchef, Anderson als jungen Kapitän und Lorenzo Hialerri als Abwehrchef. Arita und Delgado bildeten darüber hinaus ein schlagkräftiges Angriffsduo, das den besten Sturm der Liga darstellte. Verdient wurde der Klub in der Saison 2001/2002 zum zehnten Mal sagradischer Meister und gewann einen Meisterstern auf dem Trikot. Damit gelang es dem FCS als einzigem, die seit 1998 andauernde Vorherrschaft des Serienmeisters Juvantêsa nach vier Meisterschaften in Folge vorübergehend zu durchbrechen. In den folgenden beiden Spielzeiten nahm Semesta damit wieder an der Champions League teil und konnte durch die Mehreinnahmen den teuren Kader bezahlen, dennoch war der Klub bereits hoch verschuldet.
Abgrund und Neuanfang
Die verpasste Teilnahme am internationalen Wettbewerb im Jahr 2004 führte jedoch zu großen internen Spannungen zwischen Präsident Garret und der sportlichen Leitung um Trainer Detânia und Sportdirektor Hernán Queray, der 2003 von Repain übernommen hatte. Aufgrund der Einnahmeverluste mussten Leistungsträger und Großverdiener wie José Delgado und Kjetil Norlund verkauft werden. Die Verpflichtung von Nachfolgern sollte nun deutlich weniger kosten. Der Transfer des Portugiesen Rui Sousa von SC Mistrech wurde durch das Ausleihgeschäft mit dem Ukrainer Martin Serenko teilweise refinanziert. Trotz der Verpflichtung ambitionierter jüngerer Spieler wie George Anthony Kalou und Cesar Fernandez startete auch die Saison 2004/2005 mit einer Negativserie, sodass Trainer Detânia im Oktober 2004 entlassen wurde. Als Nachfolger übernahm zunächst sein Co-Trainer Luis Gracia, der die sportliche Talfahrt aber nicht aufhalten konnte. Die Suche nach einem neuen Trainer gestaltete sich schwierig. Im Dezember 2004 konnte schließlich Joán Fernandez aus seinem Vertrag bei Mesarque SC herausgekauft werden. Kurz darauf wurde der riesige Schuldenberg des Vereins bekannt, woraufhin es zu heftigen internen Auseinandersetzungen kam. Sportdirektor Queray, der Fernandez geholt hatte, trat im Januar 2005 im Kompetenzstreit mit Präsident Garret von seinem Posten zurück. Wenig später kam es zu einem vereinsinternen Putsch gegen den Präsidenten, der nach 16 Jahren an der Spitze des Vereins weitgehend entmachtet wurde und schließlich vom höchsten Vereinsposten abtrat. Sein Nachfolger Fernando Ruiz Nerra, der im März 2005 gewählt wurde, versprach den Verein wieder zu konsolidieren. Sportdirektor Queray wurde im Juni 2005 durch José Del Vigo ersetzt, der als neuer Generaldirektor des Vereins für alle geschäftlichen Fragen zuständig wurde und dem Verein einen strikten Sparkurs verordnete.
Durch eine konsequente Trainingsarbeit und die Förderung jüngerer Spieler schaffte es die neue sportliche Leitung um Fernandez, den Klub am Ende der Saison 2004/2005 noch als Sechster in den internationalen Pokal zu führen. Angesichts der angespannten Finanzsituation entschlossen sich Del Vigo und Fernandez, den bereits eingeschlagenen Kurs der Mannschaftsverjüngung und des Verkaufs von Stars weiterzuführen. Aus der Not wurde so eine Tugend gemacht. Mit den Nationalspielern Anderson da Silva und Luca Sierra sowie den ausländischen Stars Jean Pascal Diara, Andriy Vladow und Caetano wurden Großverdiener verkauft. Für keinen einzigen Neuzugang wurden Ablösesummen bezahlt. Stattdessen wurden mehrere Perspektivspieler aus der Jugendabteilung in die Mannschaft geholt. Erst der im Winter zum Team gestoßene Schweizer Jugendnationalspieler Mehmet Buskat kostete den Verein eine Ablöse. Dennoch schaffte die junge Mannschaft es, eine erfolgreiche Saison zu spielen. Am Ende der Spielzeit stand der FCS auf Platz 4 und und scheiterte erst in der Qualifikation zur Champions League. Außerdem siegte der Klub im Finale der Copa Sagradia gegen den Lesnário FC und gewann damit den ersten Titel seit 2002.
Ära Fernandez
Die sportlichen Erfolge wurden aber von weiteren Finanzquerelen und Skandalen überschattet. Im Laufe der Saison 2005/2006 wurde bekannt, dass es unter der Präsidentschaft Garrets zu finanziellen Unregelmäßigkeiten gekommen war, sodass der Klub für die Saison 2005/2006 mit einem Punktabzug von 7 Punkten bestraft wurde und Gelder in Millionenhöhe nachzahlen musste. Erneut mussten Leistungsträger verkauft werden, darunter die Abwehrstammkräfte Mansur Saleh und Lorenzo Hialerri, Mittelfeldmotor George Anthony Kalou und die Stürmer Santiago Moar und Manuel Djandbesi. Erneut setzte man bei den Nachfolgern auf junge Talente wie den Polen Mariusz Czelek und den Schweizer Guy Perceval oder ablösefreie Routiniers wie Marco Tela. Lediglich für den 22-jährigen Nationalspieler Adrián Mestu von Desportivo Bosa und den ivorischen Stürmer Jeremy Issa wurden Ablösesummen in Millionenhöhe gezahlt. Trotz der sieben Punkte Abzug erreichte das junge Team auch dank der 21 Saisontore von Stürmer Cesar Fernandez am Ende Platz 7, verfehlte damit aber knapp die erneute Teilnahme am internationalen Wettbewerb. Noch schmerzlicher für die FCS-Fans war schließlich die Meisterschaft des millionenstarken Lokalrivalen Atlético Semestín, der mit Ex-Fuchs Kalou, Meistertrainer Joán Restávio und den Millionen des Russen Igor Fjedorow die Liga dominierte.
Da nun auch zusätzliche Millionen aus dem internationalen Wettbewerb fehlten, führte das sportliche Führungsgespann des Klubs den Kurs fort, investierte aber gezielt in Perspektivspieler. Aufgrund seines jungen Teams und seines ansehnlichen Offensivfußballs wurde die Fernandez-Truppe bald mit dem FC Arsenal verglichen. Mit Rui Sousa und Luca Piro verließen im Sommer 2007 weitere Altstars den Klub. Die prominentesten Neuzugänge waren der 22-jährige Brasilianer Naldinho und der 20-jährige Oscar Belempe. Mit dem 19-jährigen Guy Perceval und dem 24-jährigen Domênco Casseto agierte nach der Verletzung von Kapitän Joann Bernart die jüngste Innenverteidigung der Liga und der 20-jährige Niederländer Felix Adoube-Luosu gehörte zu den Shootingstars der Saison. Am Ende wurde der Mut der Verantwortlichen belohnt, das Team beendete die Spielzeit als Dritter vor dem Lokalrivalen vom CA und konnte sich in der Folge auch für die Champions League qualifizieren. Zudem war die wirtschaftliche Gesundung so weit vorangeschritten, dass der Verein für die Folgespielzeit 2008/2009 wieder in die Geldschatulle greifen konnte, um das Team auch international konkurrenzfähig zu halten. Mit dem kroatischen Spielmacher Luka Nresna und dem französischen U-21-Nationalstürmer Yoan Bezaidi stießen neue Talente zum Team, die der Mannschaft sofort weiterhelfen konnten. Am Ende konnte Platz 3 aus der Vorsaison wiederholt werden.
Nach der erneuten Championsleague-Qualifikation 2010 belegte Semesta in der Saison 2010/2011 trotz 32 Saisontoren von Stürmer Alberto Juan Florentín nur Platz 7 und konnte die gestiegenen Erwartungen in neue Erfolge des konsolidierten und hoch gehandelten Teams nicht erfüllen. Im Einvernehmen trennten sich der Verein und Trainer Joán Fernandez voneinander, nachdem Fernandez in sechseinhalb Jahren das Team trotz schwieriger finanzieller Lage zwar konsolidieren, außer einer Copa Sagradia aber keine Titel vorzuweisen hatte.
Titelerfolge unter Luis Gracia
Zur Spielzeit 2011/2012 kehrte Luis Gracia Miraló als Trainer zu den Füchsen zurück, der die Mannschaft bereits in der Saison 2004/2005 mehrere Spiele als Interimstrainer betreut hatte. Unter Luis Gracia, der vom Ligakonkurrenten Cuernta Fútbol AS verpflichtet wurde, kehrten die Titelerfolge in die Hauptstadt zurück. Mit dem Trainerwechsel wagte der Klub auch im Team einen personellen Schnitt und trennte sich im Sommer 2011 von früheren Leistungsträgern wie Kapitän Cesar Fernandez, Torhüter Jerzy Kovalik und den Verteidigern Guy Perceval und Oscar Belempe. Mit Torhüter-Talent Diego Lestano und den jungen Verteidigern Javi Vella und António de María wurden wiederum junge Nachwuchskräfte in die Verantwortung genommen.
Gleich die erste Saison unter Luis Gracia wurde mit Platz 3 in der Liga und dem Einzug ins Finale der Europa League zur erfolgreichsten Saison des Vereins seit dem Meistertitel 2002. Mit dem Sieg im EL-Finale konnte Semesta sogar den ersten internationalen Titel seit 1988 feiern. In der Folgesaison 2012/2013 bestätigte der Klub den Rang als Dritter der Liga und gewann zudem zum neunten Mal in der Vereinsgeschichte die Copa Sagradia. Nach einer überzeugenden Kampagne und mit einem spiel- und konterstarken Team um Nationalspieler wie David López, Paul Ibareki und Javi Vella gelang es dem FCS schließlich, in der Saison 2013/2014 nach 38 Spieltagen die Tabelle der Premera Liga anzuführen und damit erstmals seit 12 Jahren wieder die sagradische Meisterschaft für sich zu entscheiden. Am Ende lag das Team deutlich vor den Rivalen aus Tules und Bosa. Auch in der Copa Sagradia konnten die Füchse überzeugen und den Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Den Hauptstädtern gelang damit erstmals überhaupt in der Vereinsgeschichte der Gewinn des Doubles aus Meisterschaft und Pokal.
Erfolge
- 11 mal Sagradische Meisterschaft: 1940, 1941, 1942, 1968, 1969, 1975, 1976, 1982, 1994, 2002, 2014
- 10 mal Copa Sagradia: 1947, 1949, 1951, 1973, 1980, 1981, 1995, 2006, 2013, 2014
- 3 mal Sagradischer Super-Cup: 1994, 1995, 2002
- 1 mal Europapokal der Landesmeister: 1983
- 1 mal UEFA Europa League: 2012
- 1 mal UEFA-Pokal: 1988