Daniel Pessué: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | '''Daniel José Pessué Arriatxa''' (*3.5.1968, ['danjɛl ʒɔ'zɛ pɛsʃu'ɛ]) ist ein ehemaliger [[Sagradien|sagradischer]] Fußballspieler und heutiger Fußballtrainer. Als aktiver Spieler konnte Pessué für den sagradischen Verein [[Juvantêsa Sport]] große Erfolge feiern. In der zweiten Hälfte der Neunziger und Anfang der 2000er Jahre gehörte "Dani" Pessué, der meist die Rolle des klassischen Spielmachers im offensiven Mittelfeld ausfüllte, zu den besten Kreativspielern der Welt und wurde 1999 zu Europas Fußballer des Jahres gewählt. Zu seinen größten Erfolgen gehören die Championsleague-Triumphe 1999 und 2004 sowie das Erreichen des Europameisterschaftsendspiels 2000. Pessués Spiel zeichnete sich durch eine besonders elegante Ballbehandlung, eine große Spielübersicht und das Beherrschen des tödlichen Passes aus. Bei der Wahl zu [[Sagradiens Fußballer des Jahrhunderts]] belegte er 1999 Platz 3 hinter [[Carles Notero]] und [[Sebastián Santesa]] | + | '''Daniel José Pessué Arriatxa''' (*3.5.1968, ['danjɛl ʒɔ'zɛ pɛsʃu'ɛ]) ist ein ehemaliger [[Sagradien|sagradischer]] Fußballspieler und heutiger Fußballtrainer. |
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| + | Als aktiver Spieler konnte Pessué für den sagradischen Verein [[Juvantêsa Sport]] große Erfolge feiern. In der zweiten Hälfte der Neunziger und Anfang der 2000er Jahre gehörte "Dani" Pessué, der meist die Rolle des klassischen Spielmachers im offensiven Mittelfeld ausfüllte, zu den besten Kreativspielern der Welt und wurde 1999 zu Europas Fußballer des Jahres gewählt. Zu seinen größten Erfolgen gehören die Championsleague-Triumphe 1999 und 2004 sowie das Erreichen des Europameisterschaftsendspiels 2000. | ||
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| + | Pessués Spiel zeichnete sich durch eine besonders elegante Ballbehandlung, eine große Spielübersicht und das Beherrschen des tödlichen Passes aus. Bei der Wahl zu [[Sagradiens Fußballer des Jahrhunderts]] belegte er 1999 Platz 3 hinter [[Carles Notero]] und [[Sebastián Santesa]]. | ||
Nach seiner aktiven Spielerkarriere begann Pessué eine Laufbahn als Trainer und kehrte 2008 nach Jahren beim micolinischen Klub [[AS Macedi]] zur [[Juvantêsa]] zurück, die er in sechs Jahren als Cheftrainer zu vier Meisterschaften und einem Triumph in der UEFA Championsleague (2010) führte. Nach der titellosen Saison 2013/2014 verließ Pessué das Team. | Nach seiner aktiven Spielerkarriere begann Pessué eine Laufbahn als Trainer und kehrte 2008 nach Jahren beim micolinischen Klub [[AS Macedi]] zur [[Juvantêsa]] zurück, die er in sechs Jahren als Cheftrainer zu vier Meisterschaften und einem Triumph in der UEFA Championsleague (2010) führte. Nach der titellosen Saison 2013/2014 verließ Pessué das Team. | ||
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=== Rückkehr zur Juvantêsa === | === Rückkehr zur Juvantêsa === | ||
| − | Im Mai 2008 gab Pessués alter Verein [[Juvantêsa Sport]] bekannt, dass der ehemalige Kapitän des Teams für die Saison 2008/2009 als Cheftrainer verpflichtet wurde. | + | Im Mai 2008 gab Pessués alter Verein [[Juvantêsa Sport]] bekannt, dass der ehemalige Kapitän des Teams für die Saison 2008/2009 als Cheftrainer verpflichtet wurde. Als solcher ersetzte er in [[Tulis]] den Franzosen [[Bernard Coutier]], von dem sich der Verein nach dem verlorenen Saisonfinale gegen den [[FC Bosa]] trotz des zwöften Pokalsiegs für die Juvantêsa getrennt hatte. Bereits nach dem Viertelfinal-Aus in der Championsleague hatte es Gerüchte um eine Entlassung des bei den Fans ungeliebten Franzosen gegeben. Pessué setzte sich gegen prominente Nachfolgekandidaten wie den Portugiesen José Mourinho und Ex-Trainer [[Joán Restávio]] – beide ehemalige Championsleague-Sieger – durch und unterschrieb einen Zweijahresvertrag bis Juni 2010, der danach zweimal um jeweils zwei Jahre verlängert wurde. |
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| + | Der frühere Spielmacher brachte in [[Cornèle Crêus]], bereits bei Macedi zusammen mit Desept die rechte Hand Pessués, und [[Manu Teixa]] seine eigenen Assistenz- bzw- Torwarttrainer mit nach Tulis, nachdem das Trainerteam Coutiers den Verein fast geschlossen verlassen hatte. Außerdem wechselte der langjährige Juvantêsa-Spieler [[Jocéntilo Esalla]] vom Spielfeld der 2. Mannschaft an die Seite Pessués. Nachfolger Pessués beim ASM wurde sein bisheriger Assistent [[Joann Desept]]. | ||
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| + | Bei der Juvantêsa war die Rückkehr Pessués eine der ersten wichtigen Amtshandlungen der neuen Klubführung um [[Joán Següer Rovira]], der den ehemaligen Juvantêsa-Star [[Luca Morientes]] als Sportdirektor installiert hatte und den Anhängern des Vereins nach vier mageren Jahren wieder große Titel und attraktiven Fußball versprach. Dafür wurde Pessué ein neues millionenschweres Team bereitgestellt. Mit dem Stürmer [[Silva Kalé]] vom FC Porto kam ein neuer Goalgetter an die [[Tule]]-Stadt. Außerdem wurde mit [[Juliano Valpieta]] und [[João Silva]] die Hälfte des zuvor erfolgreichen Abwehrgespanns des [[FC Nonthí]] verpflichtet. Dazu kamen der Brasilianer [[Thiago Alves]] für die linke Abwehrseite sowie Rückkehrer [[John Kasongo Novurengo]] für das defensive Mittelfeld. Dagegen mussten Spieler wie [[Juli]], [[Claude Henrique]] und [[Sergio Concergaçâu]], die nicht das Vertrauen Pessués besaßen, den Verein verlassen. | ||
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| + | Trotz der millionenstarken Zugänge startete Pessué eher durchwachsen in die neue Spielzeit. Nach zwei Unentschieden und einer Niederlage konnte die Juvantêsa erst am vierten Spieltag der Liga einen Sieg einfahren, startete danach aber eine Serie und verlor mit Ausnahme eines unbedeutenden Championsleague-Spiels (Tulis war bereits für das Achtelfinale qualifiziert) bis zum Ende der Hinrunde kein einziges Pflichtspiel mehr. Nach 17 Spieltagen stand Pessués Team mit 42 Punkten, einer starken Torbilanz von 44:12 und einem Vierpunktevorsprung an der Spitze der Liga und hatte sich zudem für das Achtelfinale der Championsleague qualifiziert. Pessués Spieler lobten in Interviews vor allem das disziplinierte Training und den engen persönlichen Kontakt mit dem Team. Die Fans profitierten vor allem von dem entfesselten Offensivfußball der neuen Juvantêsa, der unter dem nicht ganz erfolglosen Vorgänger [[Bernard Coutier]] vermisst worden war. | ||
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| + | Am Ende der Saison 2008/2009 wurde die Juvantêsa mit 11-Punkte-Vorsprung vor dem [[FC Nonthí]] souverän [[Premera Liga|sagradischer Meister]] und scheiterte in der Championsleague erst im Halbfinale an Titelverteidiger Manchester United. In der Folgespielzeit 2009/2010 konnte Pessué mit der personell kaum veränderten Mannschaft erneut die Meisterschaft gewinnen und stellte dabei mit 98 Zählern am Ende der Saison einen neuen Punkterekord in der [[Premera Liga]] auf. | ||
| − | + | Dabei baute er nun ähnlich wie zuvor in Macedi verstärkt auch junge Talente wie den Micolinier [[Xavi Lescart]] (19) und die sagradischen Jugendauswahlspieler [[Joaquín Celestino]] (21) und [[David Albet]] (19) ein, von denen Lescart und Albet am Ende auch an der [[WM 2010]] in Südafrika teilnahmen. Krönung der erfolgreichen Saison 2009/2010 war schließlich der Sieg im Finale der Championsleague im Santiago Bernabeú in Madrid, in dem es zu einem Wiedersehen Pessués mit seinem alten Team von Inter Mailand kam. Gegen das von Erfolgstrainer José Mourinho trainierte Inter-Team um die Stars Wesley Snejider und Samuel Eto’o gewann die Juvantêsa mit 3:2 und Pessué konnte sich in die Riege jener Fußballpersönlichkeiten einreihen, die sowohl als Spieler als auch als Trainer die höchste Trophäe im europäischen Klubfußball gewinnen konnten. | |
| − | + | Nachdem Pessué in der Saison 2010/2011 zum dritten Mal in Folge die sagradische Meisterschaft mit der Juvantêsa gewonnen hatte, endete die Spielzeit 2011/2012 titellos. Sowohl in der [[Premera Liga]] als auch im Finale der [[Copa Sagradia]] musste sich das Team aus Tulis dem Rivalen [[FC Bosa]] geschlagen geben. Die Finalniederlage im Pokalwettbewerb war bereits die zweite in Folge nach dem verlorenen Endspiel 2011 gegen den [[FC Duerez]]. Nach einigen personellen Veränderungen gelang es der Mannschaft Pessués schließlich, in der Saison 2012/2013 erneut souverän die sagradische Meistertrophäe zu erringen. Dies war bereits Pessués neunte Trophäe in fünf Jahren als Trainer der Juvantêsa (4 Meisterschaften, 2 Supercup-Erfolge, 1 Championsleague, 1 europäischer Super-Cup, 1 Klubweltmeisterschaft). | |
| − | Nachdem Pessué | + | === Rücktritt === |
| + | Nachdem er seinen ursprünglichen Zweijahresvertrag zunächst bis 2012 und anschließend bis 2014 verlängert hatte, zögerte Pessué im Frühjahr 2013, einen neuen Kontrakt bei den Blaugrünen zu unterschreiben und erbat sich Bedenkzeit. In der Zwischenzeit wurde er in den Medien immer wieder mit neuen Teams Verbindung gebracht. Einen Trainerwechsel im Sommer 2013 schlossen aber beide Seiten aus. Zum Start der Rückrunde 2014 erklärte Pessué schließlich, seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag kein weiteres Mal zu verlängern und die Mannschaft damit nach sechs Jahren zu verlassen. Zudem bezeichnete er es als "sehr unwahrscheinlich", dass er in der Saison 2014/2015 ein Fußballteam betreuen würde. | ||
=== Stationen und Erfolge === | === Stationen und Erfolge === | ||
Version vom 17:37, 31. Aug 2014
Daniel José Pessué Arriatxa (*3.5.1968, ['danjɛl ʒɔ'zɛ pɛsʃu'ɛ]) ist ein ehemaliger sagradischer Fußballspieler und heutiger Fußballtrainer.
Als aktiver Spieler konnte Pessué für den sagradischen Verein Juvantêsa Sport große Erfolge feiern. In der zweiten Hälfte der Neunziger und Anfang der 2000er Jahre gehörte "Dani" Pessué, der meist die Rolle des klassischen Spielmachers im offensiven Mittelfeld ausfüllte, zu den besten Kreativspielern der Welt und wurde 1999 zu Europas Fußballer des Jahres gewählt. Zu seinen größten Erfolgen gehören die Championsleague-Triumphe 1999 und 2004 sowie das Erreichen des Europameisterschaftsendspiels 2000.
Pessués Spiel zeichnete sich durch eine besonders elegante Ballbehandlung, eine große Spielübersicht und das Beherrschen des tödlichen Passes aus. Bei der Wahl zu Sagradiens Fußballer des Jahrhunderts belegte er 1999 Platz 3 hinter Carles Notero und Sebastián Santesa.
Nach seiner aktiven Spielerkarriere begann Pessué eine Laufbahn als Trainer und kehrte 2008 nach Jahren beim micolinischen Klub AS Macedi zur Juvantêsa zurück, die er in sechs Jahren als Cheftrainer zu vier Meisterschaften und einem Triumph in der UEFA Championsleague (2010) führte. Nach der titellosen Saison 2013/2014 verließ Pessué das Team.
Inhaltsverzeichnis
Karriere als Spieler
Frühe Karriere in Sagradien und Italien
Pessué begann seine Spielerkarriere in der Jugend seines Heimatvereins FC Lemez, ehe er 1985 wenige Kilometer Pin-aufwärts nach Nonthí wechselte, wo er im Frühjahr 1986 im Alter von nicht einmal 18 Jahren sein erstes Ligaspiel absolvierte. Kurz danach gewann er mit der sagradischen U-19-Auswahl die Europameisterschaft und stand ein Jahr später im Kader der sagradischen U-20-Nationalmannschaft, die bei der WM 1987 Jugendweltmeister wurde. Neben späteren Ausnahmespielern wie Enrico Torc oder Marco Conianatra führte er das Team mit einer Glanzleistung zum Sieg. Nach dem Erfolg stritten sich einige Erstligavereine um die Dienste des 20-jährigen Mittelfeldspielers, darunter auch Juvantêsa SC, stattdessen zog Pessué aber den FC Lesnário vor, wo er sich größere sportliche Perspektiven erhoffte. In Biniar wuchs Pessué in die Rolle des Spielmachers und Mittelfeldregisseurs hinein und konnte in der Saison 1988/89 seinen ersten Titel mit dem Gewinn der Copa Sagradia feiern. In dieser Saison wurde Pessué auch zum besten Nachwuchsspieler der Liga gewählt und bestritt im Februar 1989 im Alter von erst 20 Jahren sein erstes A-Länderspiel für Sagradien.
In der Folgesaison, in der die Grünen von Lesnário erst im Halbfinale des UEFA-Cups scheiterten, nominierte Nationaltrainer Luca Martínez den Jungstar schließlich für die WM 1990 in Italien, wo Pessué zu zwei Einwechslungen im zweiten und dritten Gruppenspiel kam und zu den wenigen Lichtblicken im sagradischen Team zählte. Mit dieser Leistung wurde er für ausländische Klubs interessant und Pessué wechselte kurz nach dem Turnier für eine Ablösesumme von 10 Milliarden Lire zum italienischen Spitzenklub Inter Mailand. In seiner ersten Saison in Italien feierte der 22-Jährige zugleich seinen ersten internationalen Titel mit dem Gewinn des UEFA-Pokals. Jedoch waren die drei freien Plätze für Ausländer im Team meist von den drei deutschen Weltmeistern Matthäus, Brehme und Klinsmann besetzt und für Pessué, der zudem von Verletzungen zurückgeworfen wurde, blieb meist nur die Jokerrolle. Da das Ausländerkontingent auf drei Spieler im Kader beschränkt war, wurde Pessué in der Saison 1991/1992 an den Ligakonkurrent AC Florenz verliehen.
In der Renaissancestadt schaffte Pessué schließlich den Durchbruch und wurde in 32 von 34 Ligaspielen eingesetzt. Von der durchwachsenen Europameisterschaft aus Schweden kehrte als Star ins Inter-Team zurück, wo er nun die Rolle des Spielmachers in der offensiven Mittelfeldzentrale einnahm und zum Publikumsliebling avancierte. Von den Interisti erhielt er wegen seiner unerwarteten millimeter-genauen Pässe auch seinen Spitzname „il Magico“. In der Saison 1993/1994 war Pessué wesentlich am Gewinn des UEFA-Cups beteiligt und bereitete im Finalrückspiel gegen den sagradischen Konkurrenten Mesarque SC von Trainer Joán Restávio in San Siro den entscheidenden Treffer durch Wim Jonk vor. Nach der Saison wechselte Pessué im Sommer 1994 für die damalige sagradische Rekordablösesumme von 8,5 Millionen Euro zum sagradischen Rekordmeister Juvantêsa Sport.
Erfolge in Tulis
In Tulis schlug der Spielmacher ein wie eine Bombe und führte die Mannschaft auf Anhieb zur Meisterschaft. Zudem wurde er zu Sagradiens Fußballer des Jahres gewählt. Doch die folgende Saison sollte zu seiner schwersten bis dahin werden. Eine komplizierte Knieverletzung, die er sich im August 1995 zugezogen hatte, setzte Pessué für den Großteil der Saison außer Gefecht, sodass er erst im Saisonfinale wieder in die Mannschaft zurückkehrte und dem Team noch die UEFA-Pokal-Teilnahme sicherte. Die folgende Europameisterschaft sah Pessué, dessen Nominierung wegen seiner Fitness umstritten war, als unumschränkten Mittelfeldchef, jedoch konnte Pessué nicht zu alter Stärke zurückfinden und für die Mannschaft war im Viertelfinale Schluss.
Die Saison 1996/1997 beendete Pessué, mittlerweile wieder in Topform, mit der Vizemeisterschaft und seinem zweiten Gewinn des UEFA-Pokals und stieg nach dem Triumph im Europapokalfinale endgültig zu einem der Topstars in Europa auf. Ein Jahr später konnte er sein Team wieder zur Meisterschaft führen und wurde erneut zum besten Spieler des Jahres gewählt. Die Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich wurde für Pessué zu seinem bis dahin erfolgreichsten Turnier. Der Mannschaft des neuen Trainers Selle Ebrulla führte er mit überragenden Leistungen zum Einzug ins Halbfinale der WM, wo Sagradien dem späteren Weltmeister Frankreich unterlag. Das Spiel um Platz 3 hingegen endete für Sagradien mit einem Sieg, was den größten WM-Erfolg für den FSF bedeutete. Pessué wurde als einer der stärksten Spieler des Turniers angesehen, stand aber im Schatten des großen französischen Stars Zinedine Zidane. Aus diesem Schatten konnte Pessué erst vollends in der Saison 1998/1999 heraustreten, als er mit Juvantêsa SC unter dem neuen Trainer Joán Restávio als erste europäische Mannschaft überhaupt das Triple aus nationaler Meisterschaft, Pokalsieg und dem Triumph in der UEFA-Championsleague gewann. Pessué spielte eine überragende Saison und wurde zum besten Championsleague-Spieler gewählt. Nachdem er auch noch den Weltpokal gewonnen hatte, wurde Pessué schließlich mit dem begehrten Ballon d'Or des besten Fußballers in Europa gewählt und belegte bei der Wahl zum Weltfußballer Platz 2 hinter dem Brasilianer Rivaldo.
In den folgenden beiden Saisons gewann er mit seinem Team jeweils die Meisterschaft, sodass Juvantêsa SC als erstes sagradisches Team vier Meisterschaften hintereinander feiern konnte. Bei der EURO 2000 krönte Pessué seine Nationalmannschaftskarriere mit dem Einzug ins EM-Finale, wo das Team aber abermals Frankreich durch ein Golden Goal Trézeguets unterlag. Das Direkt-Duell gegen Zidane wurde von den Medien als Schlagabtausch der besten europäischen Spielmacher gefeiert. Während Zidane nach dem Erfolg zum zweitenmal zum Weltfußballer des Jahres gewählt wurde, erreichte Pessué dieses mal den dritten Rang hinter Zidane und dem Portugiesen Luis Figo. Nach dem verlorenen Finale gegen Frankreich kündigte Pessué aus Enttäuschung über das Ergebnis seinen Abschied aus dem Nationalteam an. Zu diesem Zeitpunkt hatte er in elf Jahren als Spieler der „Selección“ 87 Länderspiele bestritten. Nach öffentlichen Kampagnen von Fans, Spielern und Trainer revidierte Pessué seine Entscheidung jedoch und kehrte im Herbst 2000 bereits wieder ins Trikot der „Azûr“ zurück.
Karriereende
Nachdem die Saison 2002 mit Platz 2 in der Liga geendet hatte und Pessué sich im Championsleague-Finale erneut Zidane und Figo geschlagen geben musste, nahm Pessué im Alter von 34 Jahren zum letztenmal an einer Weltmeisterschaft teil. Nach einer durchwachsenen Vorrunde mit einem Auftaktunentschieden gegen Gastgeber Japan und knappen Siegen gegen Tunesien und Russland, musste Sagradien als Gruppenzweiter im Achtelfinale gegen Brasilien antreten. Trotz einer starken Leistung der Mannschaft, scheiterte Sagradien durch ein 1:2 gegen den Rekordweltmeister und Pessué beendete im Anschluss an das Turnier seine Nationalmannschaftskarriere nach 13 Jahren, 101 A-Länderspielen und 32 Toren endgültig. Die öffentlichen Versuche, Pessué im Vorfeld der EURO 2004 zu einem erneuten Comeback im Nationalteam zu überreden, schlugen allesamt fehl. Ohne ihn schied Sagradien in der Vorrunde aus.
Die letzten beiden Saisons in Pessués Vereinskarriere, in denen er - zunehmend von Verletzungsproblemen geplagt – weniger Spiele absolvierte als zuvor, brachten für Juvantêsa SC den Gewinn zweier weiterer Meisterschaften. Nach dem erneuten Championsleague-Finalsieg im Sommer 2004 gegen den FC Porto beendete „il Mágico“ schließlich nach zehn Jahren im Trikot der Blaugrünen seine aktive Spielerkarriere. Ihm zu Ehren wurde im Estádiu de Juvante in Tulis ein Abschiedsspiel mit internationalen Stars und Freunden Pessués organisiert, dessen Einnahmen einem wohltätigen Zweck zugute kamen. In dem Stadion, in dem Pessué zehn Jahre lang spielte, standen sich ein Allstarteam der Juvantêsa und eines mit internationalen Freunden des Superstars gegenüber. Mit von der Partie waren Pessués langjährige Weggefährten Marco Conianatra, Enrico Torc, Paulo Varigell und Marco Tinita, aber auch internationale Stars wie Gabriel Batistuta, mit dem er in Florenz zusammenspielte, Dennis Bergkamp, Jürgen Klinsmann, Lothar Matthäus und Giuseppe Bergomi, mit denen er bei Inter kickte, sowie Zinedine Zidane, Roberto Baggio und Luís Figo. Als Trainer waren Joán Restávio für die Juvantêsa Allstars und Carles Notero und Ticiano De la Costa als Trainer der Gegenmannschaft tätig. In der 87. Minute des Spiels (als Zeichen für Pessués ersten Titel – die U20-Weltmeisterschaft 1987) wurde der „Magier“ schließlich unter tosendem Applaus der Fans und Kollegen ausgewechselt, woraufhin ein großes Feuerwerk gezündet wurde.
Stationen und Erfolge
Stationen als Spieler
- Bis 1985: FC Lemez
- 1985-1987: FC Nonthí
- 1987-1990: Lesnário FC
- 1990-1994: Inter Mailand (ITA)
- 1994-2004: Juvantêsa Sport
Erfolge als Spieler
Im Verein
- 7 Mal Sagradischer Meister (1995, 1998, 1999, 2000, 2001, 2003, 2004)
- 2 Mal Sagradischer Pokalsieger (1989, 1999)
- 2 Mal Championsleague-Sieger (1999, 2004, Zweiter 2002)
- 3 Mal UEFA-Pokal-Gewinner (1991, 1994, 1997)
- 1 Mal Weltpokalsieger (1999)
Mit dem Nationalteam
- 101 A-Länderspiele für Sagradien (1989-2002)
- EM-Teilnahme 1992, 1996, 2000
- WM-Teilnahme 1990, 1998, 2002
- Vize-Europameister 2000
- WM-Dritter 1998
- Jugendweltmeister 1987
- U-19-Europameister 1986
Auszeichnungen
- Sagradiens Fußballer des Jahres 1994, 1995, 1998
- Europas Fußballer des Jahres 1999
- Bester Spieler der Championsleague-Saison 1999
- Bester Mittelfeldspieler der Championsleague 1999
Nach der Spielerkarriere
Arbeit beim Fernsehen und Gastspiel bei UD Tulis
In der Saison 2004/2005 war Pessué als TV-Experte für den sagradischen Championsleague-Sender Nueve tätig und begleitete gleichzeitig im Rahmen seiner Trainerausbildung mehrere internationale Erfolgstrainer wie Arsène Wenger, Didier Deschamps oder Rafael Benítez als Praktikant bei ihrer Arbeit. Seit 1996 ist Daniel Pessué mit dem sagradischen Fotomodell Nadina Martínez verheiratet. Mit ihr hat er die beiden Söhne Máxim und David sowie Töchterchen María Leonor. Der 1997 geborene Máxim Pessué spielt bereits erfolgreich in der Jugendmannschaft von Juvantêsa Sport.
Im Oktober 2005 erhielt Pessué über ein Jahr nach seinem Karriereende sein erstes Engagement als Cheftrainer eines Profiklubs beim sagradischen Zweitligisten UD Tulis, wo ihm der ehemalige UD-Profi Walter Stropa als Assisent an die Seite gestellt wurde. Nach nur einem Monat und einer Bilanz von zwei Siegen, einem Unentschieden und zwei Niederlagen trat Pessué bereits Anfang Dezember wieder zurück. Als Trennungsgründe wurden sportliche Differenzen zwischen Pessué und der Vereinsführung genannt. Sagradischen Zeitungen zufolge soll Pessué jedoch Freunden gegenüber die Zustände beim ehemaligen Erstligisten nach dem Abgang des langjährigen Managers José Del Vigo als chaotisch und führungslos bezeichnet haben.
Manager und Trainer in Macedi
Nach knapp zwei Monaten wurde Pessué im Januar 2006 als Teammanager des micolinischen Erstligisten AS Macedi vorgestellt, wo sein Aufgabenbereich vor allem im Tätigkeitsfeld eines Sportdirektors liegen sollte. Doch bereits im April 2006 übernahm er nach der Entlassung von Trainer Mirrel durch die Vereinsführung auch die sportliche Leitung und Trainingsgestaltung des abstiegsgefährdeten Clubs. Zunächst wurde von einer interimistischen Lösung bis zum Saisonende gesprochen, doch schaffte es Pessué noch, das Team, das er auf Platz 13 übernahm, ins gesicherte Mittelfeld (Platz 10) zu führen und sich für eine längerfristige Tätigkeit als Cheftrainer zu empfehlen. In der folgenden Saison 2006/2007 baute Pessué durch interne Umstrukturierungen ein neues junges Team auf, das mit einem Altersdurchschnitt von ca. 24 Jahren in der Liga für Furore sorgte und bis auf Platz 3 der Lega National A vorstieß. Zeitweise spielten Pessués „junge Wilde“ sogar um die Meisterschaft mit. Höhepunkt der erfolgreichen Saison wurde der Gewinn des micolinischen Pokals nach einem 3:2-Finalsieg n.V. gegen den neuen Meister RAC Servette. Als Co-Trainer stand Pessué seit Juni 2006 der micolinische Ex-Nationalspieler Joann Desept zur Seite, der zuvor beim RAC Servette als Assistent von Trainer Roberto Santís tätig war. Für seine Erfolge mit Macedi wurde Pessué bei der Wahl zum micolinischen Trainer des Jahres auf Platz 2 hinter Meistertrainer Luvis Gerart gewählt.
In der Sommerpause 2007 investierte der Klub einige Millionen in die Infrastruktur und ein neues Trainingszentrum mit dem Ziel, den Verein langfristig auf die Erfolgsspur zu führen. Dafür wurde auf die Verpflichtung neuer Spieler weitgehend verzichtet. In die Saison 2007/2008 startete Pessués Team mit einer Negativserie (u.a. Erstrundenaus im Pokal), die den Trainer und seinen zukunftsorientierten Kurs erstmals in die Kritik brachte. Am Ende der Rückrunde stand Macedi nur auf Platz 6 der Tabelle, ehe eine starke Rückrunde das Team am Ende sogar noch zur Vizemeisterschaft und ins Halbfinale des UEFA-Pokals brachte, wo der ASM gegen die Glasgow Rangers ausschied. In der Liga stand allerdings ein Rückstand von 18 Punkten auf Meister RAC Servette auf dem Konto.
Rückkehr zur Juvantêsa
Im Mai 2008 gab Pessués alter Verein Juvantêsa Sport bekannt, dass der ehemalige Kapitän des Teams für die Saison 2008/2009 als Cheftrainer verpflichtet wurde. Als solcher ersetzte er in Tulis den Franzosen Bernard Coutier, von dem sich der Verein nach dem verlorenen Saisonfinale gegen den FC Bosa trotz des zwöften Pokalsiegs für die Juvantêsa getrennt hatte. Bereits nach dem Viertelfinal-Aus in der Championsleague hatte es Gerüchte um eine Entlassung des bei den Fans ungeliebten Franzosen gegeben. Pessué setzte sich gegen prominente Nachfolgekandidaten wie den Portugiesen José Mourinho und Ex-Trainer Joán Restávio – beide ehemalige Championsleague-Sieger – durch und unterschrieb einen Zweijahresvertrag bis Juni 2010, der danach zweimal um jeweils zwei Jahre verlängert wurde.
Der frühere Spielmacher brachte in Cornèle Crêus, bereits bei Macedi zusammen mit Desept die rechte Hand Pessués, und Manu Teixa seine eigenen Assistenz- bzw- Torwarttrainer mit nach Tulis, nachdem das Trainerteam Coutiers den Verein fast geschlossen verlassen hatte. Außerdem wechselte der langjährige Juvantêsa-Spieler Jocéntilo Esalla vom Spielfeld der 2. Mannschaft an die Seite Pessués. Nachfolger Pessués beim ASM wurde sein bisheriger Assistent Joann Desept.
Bei der Juvantêsa war die Rückkehr Pessués eine der ersten wichtigen Amtshandlungen der neuen Klubführung um Joán Següer Rovira, der den ehemaligen Juvantêsa-Star Luca Morientes als Sportdirektor installiert hatte und den Anhängern des Vereins nach vier mageren Jahren wieder große Titel und attraktiven Fußball versprach. Dafür wurde Pessué ein neues millionenschweres Team bereitgestellt. Mit dem Stürmer Silva Kalé vom FC Porto kam ein neuer Goalgetter an die Tule-Stadt. Außerdem wurde mit Juliano Valpieta und João Silva die Hälfte des zuvor erfolgreichen Abwehrgespanns des FC Nonthí verpflichtet. Dazu kamen der Brasilianer Thiago Alves für die linke Abwehrseite sowie Rückkehrer John Kasongo Novurengo für das defensive Mittelfeld. Dagegen mussten Spieler wie Juli, Claude Henrique und Sergio Concergaçâu, die nicht das Vertrauen Pessués besaßen, den Verein verlassen.
Trotz der millionenstarken Zugänge startete Pessué eher durchwachsen in die neue Spielzeit. Nach zwei Unentschieden und einer Niederlage konnte die Juvantêsa erst am vierten Spieltag der Liga einen Sieg einfahren, startete danach aber eine Serie und verlor mit Ausnahme eines unbedeutenden Championsleague-Spiels (Tulis war bereits für das Achtelfinale qualifiziert) bis zum Ende der Hinrunde kein einziges Pflichtspiel mehr. Nach 17 Spieltagen stand Pessués Team mit 42 Punkten, einer starken Torbilanz von 44:12 und einem Vierpunktevorsprung an der Spitze der Liga und hatte sich zudem für das Achtelfinale der Championsleague qualifiziert. Pessués Spieler lobten in Interviews vor allem das disziplinierte Training und den engen persönlichen Kontakt mit dem Team. Die Fans profitierten vor allem von dem entfesselten Offensivfußball der neuen Juvantêsa, der unter dem nicht ganz erfolglosen Vorgänger Bernard Coutier vermisst worden war.
Am Ende der Saison 2008/2009 wurde die Juvantêsa mit 11-Punkte-Vorsprung vor dem FC Nonthí souverän sagradischer Meister und scheiterte in der Championsleague erst im Halbfinale an Titelverteidiger Manchester United. In der Folgespielzeit 2009/2010 konnte Pessué mit der personell kaum veränderten Mannschaft erneut die Meisterschaft gewinnen und stellte dabei mit 98 Zählern am Ende der Saison einen neuen Punkterekord in der Premera Liga auf.
Dabei baute er nun ähnlich wie zuvor in Macedi verstärkt auch junge Talente wie den Micolinier Xavi Lescart (19) und die sagradischen Jugendauswahlspieler Joaquín Celestino (21) und David Albet (19) ein, von denen Lescart und Albet am Ende auch an der WM 2010 in Südafrika teilnahmen. Krönung der erfolgreichen Saison 2009/2010 war schließlich der Sieg im Finale der Championsleague im Santiago Bernabeú in Madrid, in dem es zu einem Wiedersehen Pessués mit seinem alten Team von Inter Mailand kam. Gegen das von Erfolgstrainer José Mourinho trainierte Inter-Team um die Stars Wesley Snejider und Samuel Eto’o gewann die Juvantêsa mit 3:2 und Pessué konnte sich in die Riege jener Fußballpersönlichkeiten einreihen, die sowohl als Spieler als auch als Trainer die höchste Trophäe im europäischen Klubfußball gewinnen konnten.
Nachdem Pessué in der Saison 2010/2011 zum dritten Mal in Folge die sagradische Meisterschaft mit der Juvantêsa gewonnen hatte, endete die Spielzeit 2011/2012 titellos. Sowohl in der Premera Liga als auch im Finale der Copa Sagradia musste sich das Team aus Tulis dem Rivalen FC Bosa geschlagen geben. Die Finalniederlage im Pokalwettbewerb war bereits die zweite in Folge nach dem verlorenen Endspiel 2011 gegen den FC Duerez. Nach einigen personellen Veränderungen gelang es der Mannschaft Pessués schließlich, in der Saison 2012/2013 erneut souverän die sagradische Meistertrophäe zu erringen. Dies war bereits Pessués neunte Trophäe in fünf Jahren als Trainer der Juvantêsa (4 Meisterschaften, 2 Supercup-Erfolge, 1 Championsleague, 1 europäischer Super-Cup, 1 Klubweltmeisterschaft).
Rücktritt
Nachdem er seinen ursprünglichen Zweijahresvertrag zunächst bis 2012 und anschließend bis 2014 verlängert hatte, zögerte Pessué im Frühjahr 2013, einen neuen Kontrakt bei den Blaugrünen zu unterschreiben und erbat sich Bedenkzeit. In der Zwischenzeit wurde er in den Medien immer wieder mit neuen Teams Verbindung gebracht. Einen Trainerwechsel im Sommer 2013 schlossen aber beide Seiten aus. Zum Start der Rückrunde 2014 erklärte Pessué schließlich, seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag kein weiteres Mal zu verlängern und die Mannschaft damit nach sechs Jahren zu verlassen. Zudem bezeichnete er es als "sehr unwahrscheinlich", dass er in der Saison 2014/2015 ein Fußballteam betreuen würde.
Stationen und Erfolge
Stationen als Trainer
- 10/05-12/05: UD Tulis
- 1/06-4/06: AS Macedi (MIC) (Fußballdirektor)
- 4/06-2008: AS Macedi (MIC)
- Seit 2008: Juvantêsa Sport
Erfolge als Trainer
Mit Macedi
Mit Juvantêsa
- Sagradischer Meister 2009, 2010, 2011, 2013
- Championsleague-Sieger 2010
- Klub-Weltmeister 2010
Auszeichnungen
- Sagradiens Trainer des Jahres 2009
- IFFHS-Weltklubtrainer 2010