Victor António Anghés: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Victor António Anghés''' (*1936 in [[San Filipe]]) ist ein früherer [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der bürgerlich-liberalen [[UDS]]. Er war u.a. [[Erziehungsminister]] (1982-1987), [[Finanzminister]] (1987-1988) und [[Außenminister]] (1994-1998) seines Landes und von 1995 bis 2001 Vorsitzender seiner Partei.  
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'''Victor António Anghés''' (*1936 in [[San Filipe]]) ist ein früherer [[Sagradien|sagradischer]] Politiker der bürgerlich-liberalen [[UDS]]. Er war u.a. [[Erziehungsminister]] (1982-1990) sowie [[Außenminister]] (1994-1998) seines Landes und von 1995 bis 2001 Vorsitzender seiner Partei.  
  
 
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Der gebürtige Südsagradier Anghés studierte Geschichts- und Sozialwissenschaften sowie anschließend öffentliche Verwaltung und arbeitete nach seinen Universitätsjahren zunächst als Beamter sowie als politischer Berater, u.a. für [[UDS]]-Minister [[António Morales]]. Seine eigentliche politische Karriere begann der parteilose Anghés 1970 als Unterstaatssekretär für Verwaltungsangelegenheiten bei Ministerpräsident [[Carles Méndez-León]]. Drei Jahre später wurde Anghés für die [[UDS]] Abgeordneter im [[Regionalrat]] von [[Sur-Pinial]], wo er die Fraktion leitete und 1975 zum Beigeordneten Regionalrat für Kultur und Schulen, 1977 zum Vizepräsidenten und Beigeordneten für Finanz- und Wirtschaftsfragen gewählt wurde.  
 
Der gebürtige Südsagradier Anghés studierte Geschichts- und Sozialwissenschaften sowie anschließend öffentliche Verwaltung und arbeitete nach seinen Universitätsjahren zunächst als Beamter sowie als politischer Berater, u.a. für [[UDS]]-Minister [[António Morales]]. Seine eigentliche politische Karriere begann der parteilose Anghés 1970 als Unterstaatssekretär für Verwaltungsangelegenheiten bei Ministerpräsident [[Carles Méndez-León]]. Drei Jahre später wurde Anghés für die [[UDS]] Abgeordneter im [[Regionalrat]] von [[Sur-Pinial]], wo er die Fraktion leitete und 1975 zum Beigeordneten Regionalrat für Kultur und Schulen, 1977 zum Vizepräsidenten und Beigeordneten für Finanz- und Wirtschaftsfragen gewählt wurde.  
  
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Bei der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979]] kehrte Anghés in die nationale Politik zurück und wurde Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]. Als Präsident der [[UDS]] [[Sur-Pinial]] gehörte er fortan auch zum engeren Führungskreis seiner Partei. Nach der Bildung einer [[PPC]]/[[UDS]]-Koalitionsregierung im Jahr 1982 wurde Anghés für die Liberalen [[Erziehungsminister|Minister für Erziehung und Wissenschaft]] im [[Kabinett Moya I|Kabinett Moya]]. 1986 übernahm er die Funktion des [[Finanzminister]]s im [[ASUL|sozialistisch]]-liberalen [[Kabinett Ricardes I|Koalitionskabinett Ricardes]], konnte sich in dieser Rolle aber nicht behaupten. Zunehmend wurde er von Parteikollegen für sein angeblich mangelndes Durchsetzungsvermögen kritisiert. Nachdem er im Haushalt für das Jahr 1989 mehrere Zugeständnisse an die Sozialisten machen musste, geriet er in seiner Partei ins Abseits und erklärte schließlich im Mai 1988 seinen Rücktritt. Im Zuge einer [[Kabinett Ricardes II|Kabinettsumbildung im Mai 1988]] tauschte die UDS das ungeliebte Finanzministerium gegen das [[Wirtschaftsministerium]] ein. Anstelle von Anghés wurde Parteisekretär [[Angel Ribero]] in die Regierung berufen.
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Bei der vorgezogenen [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979]] kehrte Anghés in die nationale Politik zurück und wurde Mitglied der sagradischen [[Abgeordnetenkammer]]. Als Präsident der [[UDS]] [[Sur-Pinial]] gehörte er fortan auch zum engeren Führungskreis seiner Partei. Nach der Bildung einer [[PPC]]/[[UDS]]-Koalitionsregierung im Jahr 1982 wurde Anghés für die Liberalen [[Erziehungsminister|Minister für Erziehung und Wissenschaft]] im [[Kabinett Moya I|Kabinett Moya]]. Dieses Amt behielt er auch nach der [[Parlamentswahl 1986]].
  
 
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Version vom 13:31, 16. Feb 2014

Victor António Anghés (*1936 in San Filipe) ist ein früherer sagradischer Politiker der bürgerlich-liberalen UDS. Er war u.a. Erziehungsminister (1982-1990) sowie Außenminister (1994-1998) seines Landes und von 1995 bis 2001 Vorsitzender seiner Partei.

Karriere

Beginn der politischen Karriere in Semess und Lemez

Der gebürtige Südsagradier Anghés studierte Geschichts- und Sozialwissenschaften sowie anschließend öffentliche Verwaltung und arbeitete nach seinen Universitätsjahren zunächst als Beamter sowie als politischer Berater, u.a. für UDS-Minister António Morales. Seine eigentliche politische Karriere begann der parteilose Anghés 1970 als Unterstaatssekretär für Verwaltungsangelegenheiten bei Ministerpräsident Carles Méndez-León. Drei Jahre später wurde Anghés für die UDS Abgeordneter im Regionalrat von Sur-Pinial, wo er die Fraktion leitete und 1975 zum Beigeordneten Regionalrat für Kultur und Schulen, 1977 zum Vizepräsidenten und Beigeordneten für Finanz- und Wirtschaftsfragen gewählt wurde.

Erziehungsminister

Bei der vorgezogenen Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1979 kehrte Anghés in die nationale Politik zurück und wurde Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer. Als Präsident der UDS Sur-Pinial gehörte er fortan auch zum engeren Führungskreis seiner Partei. Nach der Bildung einer PPC/UDS-Koalitionsregierung im Jahr 1982 wurde Anghés für die Liberalen Minister für Erziehung und Wissenschaft im Kabinett Moya. Dieses Amt behielt er auch nach der Parlamentswahl 1986.

Außenminister

Als stellvertretender Parteivorsitzender und regionaler Vorsitzender der UDS in Sur-Pinial blieb Anghés aber Mitglied der nationalen Parteiführung. Nach der Parlamentswahl 1990 wurde Anghés Vizepräsident der sagradischen Abgeordnetenkammer und zudem Vorsitzender im Unterausschuss für Europäische Integration. Als solcher konnte sich Anghés als Außenpolitiker profilieren. Die anhaltende Krise der UDS nach dem sukzessiven Rückzug Lorenzo Estrubals aus der Parteiführung und die politische Affäre um den Spitzenkandidaten Luca Bremante im Vorfeld der Parlamentswahl 1994 ermöglichten Anghés schließlich ein unverhofftes Comeback als Minister. Im konservativ-liberalen Koalitionskabinett Otero wurde er schließlich als Nachfolger Estrubals und Bremantes Außenminister sowie stellvertretender Ministerpräsident.

In seinen neuen Ämtern konnte sich Anghés schnell als neuer Spitzenmann seiner Partei profilieren. Nach dem Wechsel des Partei- und Fraktionsvorsitzenden Mário Bahamonte in die Brüsseler EU-Kommission im Jahr 1995 wurde Anghés schließlich auch zum Parteivorsitzenden der UDS gewählt.

Sturz als Parteichef und Präsidentschaftskandidatur

Bei der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1998 führte Anghés die UDS als Spitzenkandidat an, musste mit 4,2 Prozent aber das schlechteste Ergebnis in der Parteigeschichte verschmerzen. Dennoch blieb Anghés mangels überzeugender Alternativen im Amt, nachdem ein interner Putschversuch um Angel Ribero und Luca Bremante gescheitert war. Anghés blieb aber geschwächt und musste die Führung der Partei zunehmend mit dem machtbewussten Fraktionssprecher Luca Bremante und Parteisekretär Luca Orrieva teilen. Anhaltende Wahlniederlagen, u.a. bei den Europawahlen 1999 und Regionalwahlen 2001 führten jedoch schließlich zum Sturz Anghés', der sein Amt als Parteichef nach den Regionalwahlen 2001 an Luca Orrieva abgab.

Bei der Präsidentschaftswahl 2004 bewarb sich Anghés als Kandidat der UDS um das höchste Staatsamt und erreichte in der ersten Runde respektable 12,9 Prozent der Stimmen.

Politische Funktionen

Öffentliche Ämter

Mandate

Parteifunktionen