Aliança Republicana: Unterschied zwischen den Versionen

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Unter ihrem Vorsitzenden [[Daniel La Ponte]] ordnete sich die Partei fester ins rechte Spektrum ein, stand dort aber stets in kritischer Distanz zur klerikal-konservativen [[Unión Popular|Volksunion]], der rechten Nachfolgepartei der [[Acción Popular]]. Die Gewalt der faschistischen Sturmtruppen lehnte die Aliança strikt ab.  
 
Unter ihrem Vorsitzenden [[Daniel La Ponte]] ordnete sich die Partei fester ins rechte Spektrum ein, stand dort aber stets in kritischer Distanz zur klerikal-konservativen [[Unión Popular|Volksunion]], der rechten Nachfolgepartei der [[Acción Popular]]. Die Gewalt der faschistischen Sturmtruppen lehnte die Aliança strikt ab.  
  
Seit Mitte der Zwanziger Jahre kam es zu rapiden Stimmenverlusten der Partei, die der gestiegenen Rechts-Links-Polarisierung und der neuen Konkurrenz in der Mitte durch die christdemokratische [[PDP]] nur wenig entgegenzusetzen hatte. Zwischen 1925 und 1930 beteiligten sich die Partei an mehreren Rechtsregierungen mit Volksunion und Nationalisten. Nachdem La Ponte nochmals seit 1929 die Regierung angeführt hatte, rutschte die ARD bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1930|Parlamentswahlen 1930]] von 7% auf 2% ab und schaffte es kaum noch, sich in der radikalen politischen Stimmung als gemäßigte Kraft zu erhalten. In der Folgezeit stagnierte die Partei stets zwischen 1% und 2% der Stimmenanteile und wurde wie die anderen Parteien der Mitte gänzlich marginalisiert. Nach dem Wahlsieg der klerikalfaschistischen [[Comunión Nacional|Nationalen Kommunion]] von [[Manuel Álamo]] bei den [[Aprilwahlen 1938]] wurden führende ARD-Politiker verhaftet oder flohen ins Ausland, andere schlossen sich der CN an. Noch vor Verbot aller Parteien außerhalb der CN im Sommer 1938 löste sich die wirkungslos gewordene ARD selbst auf.
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Seit Mitte der Zwanziger Jahre kam es zu rapiden Stimmenverlusten der Partei, die der gestiegenen Rechts-Links-Polarisierung und der neuen Konkurrenz in der Mitte durch die christdemokratische [[PDP]] nur wenig entgegenzusetzen hatte. Zwischen 1925 und 1930 beteiligten sich die Partei an mehreren Rechtsregierungen mit Volksunion und Nationalisten. Nachdem La Ponte nochmals seit 1929 die Regierung angeführt hatte, rutschte die ARD bei den [[Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 1930|Parlamentswahlen 1930]] von 7% auf 2% ab und schaffte es kaum noch, sich in der radikalen politischen Stimmung als gemäßigte Kraft zu erhalten. In der Folgezeit stagnierte die Partei stets zwischen 1% und 2% der Stimmenanteile und wurde wie die anderen Parteien der Mitte gänzlich marginalisiert. Nach Gründung der [[Comunión Nacional]] im Sommer 1940 schloss sich die Aliança Republicana dem Zentralkomitee an.
  
Nach der Wiederzulassung demokratischer Parteien im Jahr 1943/44 gründete Daniel La Ponte als Nachfolgeorganisation der ARD die [[Partido Democrático Reformador|Reformistisch-Demokratische Partei]] (PDR), die rasch im liberalkonservativen [[MPD]] aufging, das als wesentlicher historischer Erbe der ARD gelten kann, sich nach zahlreichen Spaltungen aber 1952 auflöste und in Resten in der konservativen [[Convergência Social Democrática]], dem liberalkonservativen [[PR|Partido Republicano]] sowie über den [[Partido Liberal Democrático]] schließlich in der liberalen [[Unión Democrática de Sagradia]] aufging.
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Nach dessen Auflösung gründete Daniel Laponte als Nachfolgeorganisation der ARD die [[Partido Democrático Reformador|Reformistisch-Demokratische Partei]] (PDR), die rasch im liberalkonservativen [[MPD]] aufging, das als wesentlicher historischer Erbe der ARD gelten kann, sich nach zahlreichen Spaltungen aber 1952 auflöste und in Resten in der konservativen [[PPC]], dem liberalkonservativen [[PR|Partido Republicano]] sowie über den [[Partido Liberal Democrático]] schließlich in der liberalen [[Unión Democrática de Sagradia]] aufging.
  
 
[[Kategorie: Sagradische Partei]]
 
[[Kategorie: Sagradische Partei]]

Version vom 16:21, 3. Feb 2013

Die Aliança Republicana (AR, deutsch Republikanische Allianz), später als Aliança Republicana Democrática (ARD) bekannt, war eine Mitte-Rechts-Partei in der Zweiten Sagradischen Republik. Die Partei wurde 1908 unter dem Namen Acción Republicana gegründet und stand in der gemäßigt-liberalen Tradition der republikanischen Strömung der Zweiten Republik. Sie kann daher als Nachfolgerin des Partido Republicano Liberal angesehen werden. Die Allianz war der Versuch, die gemäßigten bürgerlich-liberalen Kräfte der Mitte in einer Partei zu vereinen und die aus dem rechten Lager ausgescherten Dissidenten der Unionistischen Partei zu vereinnahmen. Dagegen spaltete sich aber ein weiter links stehender Flügel als Progressiv-Republikanische Partei (PRP) ab.

Ihre Anhängerschaft fand die Republikanische Allianz hauptsächlich im gebildeten Bürgertum. In ihren dezidiert laizistischen Ansichten zählte sie sich im polarisierten Links-Rechts-Spektrum des zweiten Jahrzehnts des 20. Jahrhunderts zur politischen Linken, driftete allerdings stetig weiter in die rechte Mitte und wurde dort bald zur stärksten Kraft. Im Wesentlichen führte sie die Politik der liberalrepublikanischen Faktion weiter, die von Politikern wie Francisco Brentano, José Delacrûce und Ricardo Alemà geprägt worden war. Bis 1913 fest im Bündnis der Linken verankert, bildete die Partei 1914-1916 eine Mitte-Rechts-Koalition mit den Katholiken der Acción Popular, ehe sie 1917 wieder zeitweise mit der Linken zusammenarbeitete. 1921 bildete die Republikanische Aktion erstmals eine Große Koalition mit Sozialisten und Radikalen.

Unter ihrem Vorsitzenden Daniel La Ponte ordnete sich die Partei fester ins rechte Spektrum ein, stand dort aber stets in kritischer Distanz zur klerikal-konservativen Volksunion, der rechten Nachfolgepartei der Acción Popular. Die Gewalt der faschistischen Sturmtruppen lehnte die Aliança strikt ab.

Seit Mitte der Zwanziger Jahre kam es zu rapiden Stimmenverlusten der Partei, die der gestiegenen Rechts-Links-Polarisierung und der neuen Konkurrenz in der Mitte durch die christdemokratische PDP nur wenig entgegenzusetzen hatte. Zwischen 1925 und 1930 beteiligten sich die Partei an mehreren Rechtsregierungen mit Volksunion und Nationalisten. Nachdem La Ponte nochmals seit 1929 die Regierung angeführt hatte, rutschte die ARD bei den Parlamentswahlen 1930 von 7% auf 2% ab und schaffte es kaum noch, sich in der radikalen politischen Stimmung als gemäßigte Kraft zu erhalten. In der Folgezeit stagnierte die Partei stets zwischen 1% und 2% der Stimmenanteile und wurde wie die anderen Parteien der Mitte gänzlich marginalisiert. Nach Gründung der Comunión Nacional im Sommer 1940 schloss sich die Aliança Republicana dem Zentralkomitee an.

Nach dessen Auflösung gründete Daniel Laponte als Nachfolgeorganisation der ARD die Reformistisch-Demokratische Partei (PDR), die rasch im liberalkonservativen MPD aufging, das als wesentlicher historischer Erbe der ARD gelten kann, sich nach zahlreichen Spaltungen aber 1952 auflöste und in Resten in der konservativen PPC, dem liberalkonservativen Partido Republicano sowie über den Partido Liberal Democrático schließlich in der liberalen Unión Democrática de Sagradia aufging.