Carles Saccín: Unterschied zwischen den Versionen

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Carles Saccín Laroux bezeichnete sich selbst als ''liberal'' und gehörte in den 1960er Jahren zeitweise dem linksliberalen [[Partíu Radical-Democrático]] an. In den Siebziger und Achtziger Jahren hielt Saccín enge Kontakte zu ASUL-Chef [[Joán Caval]], als dessen kritischsten Freund er sich selbst einmal bezeichnete. Dennoch spielten die Medien des Saccinvest-Konzerns in der [[ASUL-Parteispendenaffäre 1992]] eine wichtige Rolle und berichteten äußerst kritisch über die Machenschaften in der Parteiführung. Als Saccín 1998 öffentlich zur Wahl der linken Opposition unter [[Julio De la Costa]] aufrief, wurde er dafür von Konservativen und anderen heftig kritisiert.
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Carles Saccín Laroux bezeichnete sich selbst als ''liberal'' und gehörte in den 1960er Jahren zeitweise dem linksliberalen [[Partíu Radical-Democrático]] an. Bereits sein Vater [[Erresi Saccín]] hatte der Vorgängerpartei [[PRR]] angehört und diese im Stadtrat von [[Tulis]] vertreten. In den Siebziger und Achtziger Jahren hielt Saccín enge Kontakte zu ASUL-Chef [[Joán Caval]], als dessen kritischsten Freund er sich selbst einmal bezeichnete. Dennoch spielten die Medien des Saccinvest-Konzerns in der [[ASUL-Parteispendenaffäre 1992]] eine wichtige Rolle und berichteten äußerst kritisch über die Machenschaften in der Parteiführung. Als Saccín 1998 öffentlich zur Wahl der linken Opposition unter [[Julio De la Costa]] aufrief, wurde er dafür von Konservativen und anderen heftig kritisiert.
  
 
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Version vom 15:51, 27. Apr 2020

Carles Manuel Saccín Laroux (*1930 in Tulis; †2018) war ein sagradischer Verleger, Unternehmer und Fußballfunktionär. Saccín galt zu Lebzeiten als einer der wichtigsten Medienmanager und Firmengründer der Republik und als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten Sagradiens. Er war der Gründer und langjährige Verwaltungsratsvorsitzende der Tulus-Holding, zu der u.a. der Medienkonzern Avante SA, der Verlag Carles Narbón & C sowie weitere Medien- und Telekommunikationsunternehmen gehören.

Neben seiner Tätigkeit als Unternehmer und Investor war Saccín Jahre lang im Vereinsvorstand des Tulisium Football Club tätig, dem er von 1984 bis 2004 als Präsident vorstand. Unter Saccíns Führung konnte der Verein zahlreiche Titel gewinnen und ging im Jahr 2000 an die Börse.

Carles Saccín ist der Vater von Agata Véneres-Saccín, die ihn an der Spitze der Tulus SE ablöste, und Großvater von Éulen Véneres-Saccín. Ein Großneffe Saccíns ist der Fußballprofi Nestor Saccín.

Karriere als Unternehmer

Saccín Laroux wurde 1930 in Tulis geboren. Sein Vater, der Journalist, Herausgeber und Kommunalpolitiker Erresi Saccín, war Gründer des Editorial de Tùles SRL, in dem eine Reihe regionaler Zeitungen wie La Posta und Jornal de Tùles erschienen. Nach dem frühen Tod seines Vaters im Jahr 1961 übernahm Saccín Laroux den Verlag und schuf in der Folge einen der größten Medienkonzerne Sagradiens. Schon 1964 übernahm Saccín zusammen mit einigen befreundeten Gesellschaftern den angeschlagenen Traditionsverlag Carles Narbón & C und verschmolz ihn mit seinem Editorial de Tùles. Mit Anteilen an der aufstebenden überregionalen Zeitung La Vôce Pública und anderen Zeitungsmedien sowie guten Kontakten zu Ministerpräsident Joán Caval wurde er zu einem der einflussreichsten Verleger Sagradiens.

In den folgenden Jahren dehnte Saccín seine Aktivitäten auf neue Geschäftsfelder aus. Auf die Gründung des Plattenlabels Orfêu SA im Jahr 1967 folgte 1972 die Gründung der EOS Film SRL, die in der Filmproduktion und im Vertrieb tätig war. Als Holding des expandierenden Konzerns diente die 1970 gegründete Aktiengesellschaft Tulus Societá d'Investimientœs SA.

Unmittelbar nach der Liberalisierung des sagradischen Fernsehmarktes Anfang der 1980er Jahre beteiligte sich Saccín an der Gründung des Tulineser Regionalsenders Teletùles, aus dem später Mediasat wurde. Als Dachgesellschaft für das Fernseh- und Rundfunkgeschäft diente ab 1982 die Avante Media SA, die in der Folge zur größten privaten Senderkette Sagradiens aufsteigen sollte. Damit nahm Saccín für das Privatfernsehen in Sagradien eine Pionierrolle ein und positionierte seine Sender als progressive Alternative zu den mehrheitlich konservativen Programmen der öffentlich-rechtlichen Televisión Sagradêsa sowie der TVS-Medien-Gruppe, dem wichtigsten privaten Konkurrenten von Avante auf dem Fernsehmarkt. Mit seiner EOS Film SRL ließ er für das junge Fernsehunternehmen eigene Filme produzieren und amerikanische vertreiben. Ende der Neunziger Jahre übernahm Saccín die Mehrheitsanteile an der Nueve Televisiones SA, die 2002 mit Avante zur Avante Nueve Media SA (seit 2010 wieder Avante SA) fusioniert wurde, das heute eines der größten Medienunternehmen Europas darstellt.

Tulisium Football Club

Saccín Laroux war seit Kindesjahren an ein passionierter Fußballfan und langjähriger Unterstützer des Tulisium Football Club. Seit den 1960er Jahren bereits gab er die Stadionzeitung der Blau-Grünen heraus und arbeitete zeitweise sogar ehrenamtlich in der Presseabteilung des Klubs. Unter Präsident Fernán Igariz gehörte Saccín dann dem Vereinsvorstand an.

Inmitten einer schweren Krise bei Tulisium wurde Saccín im Januar 1984 zum Vereinspräsidenten gewählt. Mit dem Auftrag angetreten, den Klub zu sanieren, leitete er insgesamt fast 21 Jahre lang die Geschicke des Vereins. Saccín investierte zahlreiche Millionen in den Klub und holte nacheinander die Erfolgstrainer Ole Erik Simonsen, Carles Notero, Ticiano De la Costa und Joán Restávio zur Mannschaft, unter deren Führung Tulisium insgesamt elf nationale Meisterschaften, vier Pokalsiege und fünf Europapokalerfolge feiern konnte. Als er im Dezember 2004 nach 21 Jahren auf eine Wiederwahl verzichtete, war er der bis dahin mit Abstand erfolgreichste Vereinspräsident des Tulisium Football Club gewesen.

Unter seiner Ägide wurden zudem die Vereinsstrukturen professionalisiert und die heutige Organisationsstruktur begründet. Nachdem er zusammen mit Generaldirektor Erresi Nabarro schon 1986 eine vereinseigene Marketinggesellschaft gegründet hatte, übertrug er das Profigeschäft des Vereins 1996 auf die Tulisium Football Club SAD, die vier Jahre später an die Börse gebracht wurde. Saccín sicherte sich über die Tulus SA einen Minderheitsanteil an der Tulisium-Aktiengesellschaft.

Politische Positionen

Carles Saccín Laroux bezeichnete sich selbst als liberal und gehörte in den 1960er Jahren zeitweise dem linksliberalen Partíu Radical-Democrático an. Bereits sein Vater Erresi Saccín hatte der Vorgängerpartei PRR angehört und diese im Stadtrat von Tulis vertreten. In den Siebziger und Achtziger Jahren hielt Saccín enge Kontakte zu ASUL-Chef Joán Caval, als dessen kritischsten Freund er sich selbst einmal bezeichnete. Dennoch spielten die Medien des Saccinvest-Konzerns in der ASUL-Parteispendenaffäre 1992 eine wichtige Rolle und berichteten äußerst kritisch über die Machenschaften in der Parteiführung. Als Saccín 1998 öffentlich zur Wahl der linken Opposition unter Julio De la Costa aufrief, wurde er dafür von Konservativen und anderen heftig kritisiert.