Estefán Gaeta d'Alejandro: Unterschied zwischen den Versionen
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'''Estefán Gaeta d'Alejandro''' (*1874, †1956) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker und Staatsmann der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Als Parteiführer der katholisch-konservativen [[UP|Volksunion]] war er von 1926 bis 1927 sagradischer [[Finanzminister]] und von 1927 bis 1929 [[Präsident des Ministerrats]]. Anschließend fungierte er von [[Präsidentschaftswahl in Sagradien 1929|1929]] bis [[Präsidentschaftswahl in Sagradien 1936|1936]] als [[Präsident der Sagradischen Republik]]. | '''Estefán Gaeta d'Alejandro''' (*1874, †1956) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Politiker und Staatsmann der [[Zweite Sagradische Republik|Zweiten Republik]]. Als Parteiführer der katholisch-konservativen [[UP|Volksunion]] war er von 1926 bis 1927 sagradischer [[Finanzminister]] und von 1927 bis 1929 [[Präsident des Ministerrats]]. Anschließend fungierte er von [[Präsidentschaftswahl in Sagradien 1929|1929]] bis [[Präsidentschaftswahl in Sagradien 1936|1936]] als [[Präsident der Sagradischen Republik]]. | ||
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Gaeta gehörte 1924 zu den wesentlichen Initiatoren der Umwandlung der katholischen [[Volksaktion]] zur rechtskonservativen [[Volksunion]], zu deren Führungsmannschaft er fortan gehörte. Nach der [[Parlamentswahl 1925]] strebte Gaeta ein Ministeramt an, Staatspräsident [[Cristoval Sánchez]] verweigerte aber die Ernennung. Stattdessen fungierte Gaeta von 1925 bis 1926 als Ausschusspräsident der Abgeordnetenkammer. Nach der [[Präsidentschaftswahl 1926|Wahl]] von [[Domênco Scalfín]] zum [[Staatspräsident]]en im November 1926 wurde Gaeta in der [[Kabinett Capón II|zweiten Regierung]] von [[Luciano Capón]] zum [[Finanzminister]] berufen, ehe er im Februar 1927 selbst mit dem Amt des [[Ministerpräsident]]en betraut wurde. | Gaeta gehörte 1924 zu den wesentlichen Initiatoren der Umwandlung der katholischen [[Volksaktion]] zur rechtskonservativen [[Volksunion]], zu deren Führungsmannschaft er fortan gehörte. Nach der [[Parlamentswahl 1925]] strebte Gaeta ein Ministeramt an, Staatspräsident [[Cristoval Sánchez]] verweigerte aber die Ernennung. Stattdessen fungierte Gaeta von 1925 bis 1926 als Ausschusspräsident der Abgeordnetenkammer. Nach der [[Präsidentschaftswahl 1926|Wahl]] von [[Domênco Scalfín]] zum [[Staatspräsident]]en im November 1926 wurde Gaeta in der [[Kabinett Capón II|zweiten Regierung]] von [[Luciano Capón]] zum [[Finanzminister]] berufen, ehe er im Februar 1927 selbst mit dem Amt des [[Ministerpräsident]]en betraut wurde. | ||
Version vom 14:23, 16. Jan 2020
Estefán Gaeta d'Alejandro (*1874, †1956) war ein sagradischer Politiker und Staatsmann der Zweiten Republik. Als Parteiführer der katholisch-konservativen Volksunion war er von 1926 bis 1927 sagradischer Finanzminister und von 1927 bis 1929 Präsident des Ministerrats. Anschließend fungierte er von 1929 bis 1936 als Präsident der Sagradischen Republik.
Karriere
Gaeta gehörte 1924 zu den wesentlichen Initiatoren der Umwandlung der katholischen Volksaktion zur rechtskonservativen Volksunion, zu deren Führungsmannschaft er fortan gehörte. Nach der Parlamentswahl 1925 strebte Gaeta ein Ministeramt an, Staatspräsident Cristoval Sánchez verweigerte aber die Ernennung. Stattdessen fungierte Gaeta von 1925 bis 1926 als Ausschusspräsident der Abgeordnetenkammer. Nach der Wahl von Domênco Scalfín zum Staatspräsidenten im November 1926 wurde Gaeta in der zweiten Regierung von Luciano Capón zum Finanzminister berufen, ehe er im Februar 1927 selbst mit dem Amt des Ministerpräsidenten betraut wurde.
Aus der Parlamentswahl 1929 ging die von Gaeta angeführte Volksunion als Sieger hervor und der Ministerpräsident blieb im Amt. Nach dem plötzlichen Tod von Staatspräsident Domênco Scalfín im Juli 1929 wurde Gaeta schließlich selbst zum Staatspräsidenten gewählt. Als Staatsoberhaupt versuchte Gaeta, eine starke Rolle unabhängig vom Parlament zu spielen und strebte eine Präsidentialisierung des sagradischen Regierungssystems an. Darin wurde er von Kritikern des parlamentarischen Regierungssystems der Republik und von Vertretern eines stärker autoritär geprägten Kurses unterstützt.
Die Zeit seiner Präsidentschaft waren geprägt von wirtschaftlichen und politischen Krisen. So setzte Gaeta in der Weltwirtschaftskrise auf einen Austeritätskurs zur Eindämmung der Schuldenkrise.
In der Herbstkrise 1934 musste sich Gaeta antirepublikanischer Angriffe seitens der rechtsextremen Divisionsbewegung erwehren und reagierte mit harter Hand. Nach faschistischen Demonstrationen verhängte er den Ausnahmezustand und verbot die faschistischen Aufmärsche.
Nachdem die parlamentarische Rechte die Parlamentswahl 1936 gegen die linke Volksfront verloren hatte, kam es zu einer kurzzeitigen Blockade zwischen der linken Parlamentsmehrheit und dem rechten Präsidenten. Gaeta verzögerte die Regierungsbildung bis zur Präsidentschaftswahl im Juni 1936, indem er nacheinander mehreren Kandidaten der Radikalen Partei die Ministerpräsidentschaft einer Technokratenregierung antrug, die aber zur Volksfront standen und eine Regierungsbildung ablehnten. Bei der Präsidentschaftswahl im Juni 1936 unterlag Gaeta schließlich als Kandidat des Nationalen Blocks dem sozialistischen Volksfront-Kandidaten Santiago Laval und verfehlte die angestrebte Wiederwahl. In der Folge zog er sich aus der aktiven Politik zurück.