Peter II.: Unterschied zwischen den Versionen
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Don Pietro Joán Alexandro Gabriel María Inocento de Sántori i Borbón wurde 1685 als zweiter Sohn des Prinzen [[Gabriel Agosto]] von Sarmay, ältester Sohn [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] von Sagradien und dessen Ehefrau Maria von Frankreich geboren. Der ältere Bruder Pietros war [[Danadier II.|Luis Danadier]], der nach dem Tod Gabriel Agostos 1695 zum Infanten und Thronfolger des Königreichs aufstieg. Als sein Großvater Gabriel VII. 1698 starb und sein älterer Bruder den Thron bestieg war Don Pietro gerade dreizehn Jahre alt. Er erhielt den Titel eines Herzogs von Bordez. 1707 kam es zur Hochzeit des Prinzen mit der Habsburgerprinzessin Maria von Österreich. Die Ehe verlief jedoch unglücklich und blieb kinderlos. | Don Pietro Joán Alexandro Gabriel María Inocento de Sántori i Borbón wurde 1685 als zweiter Sohn des Prinzen [[Gabriel Agosto]] von Sarmay, ältester Sohn [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] von Sagradien und dessen Ehefrau Maria von Frankreich geboren. Der ältere Bruder Pietros war [[Danadier II.|Luis Danadier]], der nach dem Tod Gabriel Agostos 1695 zum Infanten und Thronfolger des Königreichs aufstieg. Als sein Großvater Gabriel VII. 1698 starb und sein älterer Bruder den Thron bestieg war Don Pietro gerade dreizehn Jahre alt. Er erhielt den Titel eines Herzogs von Bordez. 1707 kam es zur Hochzeit des Prinzen mit der Habsburgerprinzessin Maria von Österreich. Die Ehe verlief jedoch unglücklich und blieb kinderlos. | ||
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| − | Im Mai 1721 ging in der Hauptstadt [[Semess]] das Gerücht um, die Verhandlungen seien gescheitert, die Kämpfe würden bald wieder aufgenommen und die Koalitionstruppen stünden unmittelbar vor den Toren. Als es am 23. Mai zur Hinrichtung des populären Semesker Bürgers [[Luis Otero]] kam, dem Verschwörung mit den Koalitionären vorgeworfen worden war, folgte in der Metropole ein blutiger Volksaufstand gegen die Repressalien, die das Stadtvolk im Krieg erlitten hatte. Von Agenten der Koalition aufgestachelt, stürmte ein wütender Mob den Königspalast am [[Plazarenya]] und tötete den auf der Flucht befindlichen König. Pietro war damit der erste sagradische König, der vom Volk gerichtet wurde. Nach | + | Im Mai 1721 ging in der Hauptstadt [[Semess]] das Gerücht um, die Verhandlungen seien gescheitert, die Kämpfe würden bald wieder aufgenommen und die Koalitionstruppen stünden unmittelbar vor den Toren. Als es am 23. Mai zur Hinrichtung des populären Semesker Bürgers [[Luis Otero]] kam, dem Verschwörung mit den Koalitionären vorgeworfen worden war, folgte in der Metropole ein blutiger Volksaufstand gegen die Repressalien, die das Stadtvolk im Krieg erlitten hatte. Von Agenten der Koalition aufgestachelt, stürmte ein wütender Mob den Königspalast am [[Plazarenya]] und tötete den auf der Flucht befindlichen König. Pietro war damit der erste sagradische König, der vom Volk gerichtet wurde. Dabei wurde immer wieder gesagt, dass Pietro nicht für seine eigenen Handlungen, sondern für die seines Bruders büßen musste. |
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Version vom 18:01, 5. Jun 2011
Peter II. (von Sagradien) (*1685, †1721) war während der Endphase des Sagradischen Bürgerkriegs im Jahr 1721 für nur kurze Zeit Köng von Sagradien, ehe er im Aufstand vom 23. Mai 1721 von einem wütenden Mob erschlagen wurde. Peter war letzter König aus der Linie Santori-Valier. Auf seinen Tod folgte eine zweijähriges Interregnum (die so genannte "Erste Sagradische Republik").
Don Pietro Joán Alexandro Gabriel María Inocento de Sántori i Borbón wurde 1685 als zweiter Sohn des Prinzen Gabriel Agosto von Sarmay, ältester Sohn Gabriels VII. von Sagradien und dessen Ehefrau Maria von Frankreich geboren. Der ältere Bruder Pietros war Luis Danadier, der nach dem Tod Gabriel Agostos 1695 zum Infanten und Thronfolger des Königreichs aufstieg. Als sein Großvater Gabriel VII. 1698 starb und sein älterer Bruder den Thron bestieg war Don Pietro gerade dreizehn Jahre alt. Er erhielt den Titel eines Herzogs von Bordez. 1707 kam es zur Hochzeit des Prinzen mit der Habsburgerprinzessin Maria von Österreich. Die Ehe verlief jedoch unglücklich und blieb kinderlos.
Als 1713 der sagradische Bürgerkrieg oder Koalitionskrieg zwischen den Truppen seines Bruders Danadier II. und den rebellierenden Truppen der Adelskoalition um seinen Onkel, den Herzog von Sesín, sowie den Truppen des Königreichs Cuentez-Tulis ausbrach, versuchte Peter mehrmals zwischen den Parteien zu vermitteln. 1715 konnte er sogar einen zwischenzeitigen Waffenstillstand erreichen, der bald jedoch gebrochen wurde. Als Peter danach erneut Geheimverhandlungen mit dem Führer der Koalitionspartei José de Sesín aufnahm, wurde er von seinem Bruder des Verrats verdächtigt und außer Landes gebracht. Er hielt sich nun längere Zeit über in Frankreich am Hof des jungen Ludwig XV. auf. Nach dem frühen Tod des Infanten Joán Danadier, einziger Sohn Danadiers II., wurde Peter jedoch 1719 Thronfolger und kehrte zurück an den sagradischen Hof, wo er seinem Bruder feierlich die Treue schwor und als Präsumptiverbe designiert wurde. Im Februar 1721 kam es zum überraschenden Tod Danadiers II., sodass Pietro seinem Bruder auf den Thron folgte und als Peter II. selbst die Regentschaft übernahm. Angesichts der aussichtslosen militärischen Lage der Königstruppen suchte Peter nach einem raschen Waffenstillstand, der im April in Kraft trat, und nahm rasch Friedensverhandlungen mit den Koalitionstruppen auf, weigerte sich jedoch anfänglich, die von ihnen geforderten Zugeständnisse zu machen und einen Eid auf die Generalstände zu leisten.
Im Mai 1721 ging in der Hauptstadt Semess das Gerücht um, die Verhandlungen seien gescheitert, die Kämpfe würden bald wieder aufgenommen und die Koalitionstruppen stünden unmittelbar vor den Toren. Als es am 23. Mai zur Hinrichtung des populären Semesker Bürgers Luis Otero kam, dem Verschwörung mit den Koalitionären vorgeworfen worden war, folgte in der Metropole ein blutiger Volksaufstand gegen die Repressalien, die das Stadtvolk im Krieg erlitten hatte. Von Agenten der Koalition aufgestachelt, stürmte ein wütender Mob den Königspalast am Plazarenya und tötete den auf der Flucht befindlichen König. Pietro war damit der erste sagradische König, der vom Volk gerichtet wurde. Dabei wurde immer wieder gesagt, dass Pietro nicht für seine eigenen Handlungen, sondern für die seines Bruders büßen musste.
Nach Peters Tod folgte ein zweijähriges republikanisches Intermezzo, in dem Peters jüngerer Bruder Herzog Filipe Carles de Viça den Krieg gegen die Generalstände fortsetzte und für sich selbst den Thron beanspruchte. Filipe Carles scheiterte jedoch, sodass Peter der letzte König aus dem Haus Santori-Valier auf dem sagradischen Thron blieb. Stattdessen trugen die Stände 1723 Peters Nichte Maria Luisa, der Tochter Danadiers II., gemeinsam mit ihrem Mann Johann III. von Cuentez die Königskrone an.