Cristoval Sánchez: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Cristoval Sánchez''' war ein [[sagradischer]] Politiker und Staatsmann. Als Mitglied des [[Partíu Republicano Radical]] bekleidete er zahlreiche Regierungsämter, darunter zweimal das Amt des [[Präsident des Ministerrats|Ministerpräsidenten]] (1902-1903; 1912-1913). Von 1919 bis 1926 war Sánchez der fünfte [[Präsident der Sagradischen Republik]].
 
'''Cristoval Sánchez''' war ein [[sagradischer]] Politiker und Staatsmann. Als Mitglied des [[Partíu Republicano Radical]] bekleidete er zahlreiche Regierungsämter, darunter zweimal das Amt des [[Präsident des Ministerrats|Ministerpräsidenten]] (1902-1903; 1912-1913). Von 1919 bis 1926 war Sánchez der fünfte [[Präsident der Sagradischen Republik]].
  
Bei der [[Präsidentschaftswahl 1919|Präsidentschaftswahl im Januar 1919]] bewarb sich Sánchez als Kandidat um das Amt des [[Präsident der Republik|Staatspräsidenten]], konnte aber keine Mehrheit erzielen und verzichtete schließlich zugunsten seines Parteifreundes [[Carles Simón López-Iregui]], der schließlich von einer Mehrheit gewählt wurde. Nach Monaten einer unglücklichen Präsidentschaft und im Zuge einer Verleumdungskampagne gegen das Staatsoberhaupt erklärte López-Iregui schon im November 1919 seinen vorzeitigen Rücktritt. Erneut bewarb sich Cristoval Sánchez, der die Pressekampagne hart verurteilte. Nach seiner Wahl zum fünften Präsidenten der Republk und einen Kurs der starken Präsidentschaft ankündigte.
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Bei der [[Präsidentschaftswahl 1919|Präsidentschaftswahl im Januar 1919]] bewarb sich Sánchez als Kandidat um das Amt des [[Präsident der Republik|Staatspräsidenten]], konnte aber keine Mehrheit erzielen und verzichtete schließlich zugunsten seines Parteifreundes [[Carles Simón López-Iregui]], der schließlich von einer Mehrheit gewählt wurde. Nach Monaten einer unglücklichen Präsidentschaft und im Zuge einer Verleumdungskampagne gegen das Staatsoberhaupt erklärte López-Iregui schon im November 1919 seinen vorzeitigen Rücktritt. Erneut bewarb sich Cristoval Sánchez, der die Pressekampagne hart verurteilte.  
  
Als Staatspräsident war Sánchez umstritten.  
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Nach seiner Wahl zum fünften Präsidenten der Republk kündigte Sánchez einen Kurs der starken Präsidentschaft an und war daher umstritten. Nach dem Sieg des Mitte-Rechts-Parteien bei der [[Parlamentswahl 1925]] ernannte er eine liberale Minderheitsregierung, was zu Konflikten mit der parlamentarischen Mehrheit führte. In dieser Auseinandersetzung verstand sich Sánchet als Gegengewicht zum Parlament und drängte auf eine persönliche Teilnahme an der Regierung. Im Frühjahr 1926 provozierte er eine regelrechte Verfassungskrise, als er bei einer Kabinettsumbildung sämtliche Ministerkandidaten der katholischen [[Volksunion]] zurückwies und damit Ministerpräsident [[Daniel Laponte]] zur Demission drängte. Zum Nachfolger ernannte Sánchez den liberalen [[Außenminister]] [[Luciano Capón]], der schließlich eine Minderheitsregierung der Mitte bildete, die vom [[Partíu Radical]] und von der [[Aliança Republicana]] getragen wurde.
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[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Sánchez]]
 
[[Kategorie: Sagradischer Politiker|Sánchez]]
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[[Kategorie: Politiker des PRR|Sánchez]]
 
[[Kategorie: Präsident der Sagradischen Republik|Sánchez]]
 
[[Kategorie: Präsident der Sagradischen Republik|Sánchez]]
 
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Sánchez]]
 
[[Kategorie: Ministerpräsident Sagradiens|Sánchez]]

Version vom 14:30, 23. Jan 2018

Cristoval Sánchez war ein sagradischer Politiker und Staatsmann. Als Mitglied des Partíu Republicano Radical bekleidete er zahlreiche Regierungsämter, darunter zweimal das Amt des Ministerpräsidenten (1902-1903; 1912-1913). Von 1919 bis 1926 war Sánchez der fünfte Präsident der Sagradischen Republik.

Bei der Präsidentschaftswahl im Januar 1919 bewarb sich Sánchez als Kandidat um das Amt des Staatspräsidenten, konnte aber keine Mehrheit erzielen und verzichtete schließlich zugunsten seines Parteifreundes Carles Simón López-Iregui, der schließlich von einer Mehrheit gewählt wurde. Nach Monaten einer unglücklichen Präsidentschaft und im Zuge einer Verleumdungskampagne gegen das Staatsoberhaupt erklärte López-Iregui schon im November 1919 seinen vorzeitigen Rücktritt. Erneut bewarb sich Cristoval Sánchez, der die Pressekampagne hart verurteilte.

Nach seiner Wahl zum fünften Präsidenten der Republk kündigte Sánchez einen Kurs der starken Präsidentschaft an und war daher umstritten. Nach dem Sieg des Mitte-Rechts-Parteien bei der Parlamentswahl 1925 ernannte er eine liberale Minderheitsregierung, was zu Konflikten mit der parlamentarischen Mehrheit führte. In dieser Auseinandersetzung verstand sich Sánchet als Gegengewicht zum Parlament und drängte auf eine persönliche Teilnahme an der Regierung. Im Frühjahr 1926 provozierte er eine regelrechte Verfassungskrise, als er bei einer Kabinettsumbildung sämtliche Ministerkandidaten der katholischen Volksunion zurückwies und damit Ministerpräsident Daniel Laponte zur Demission drängte. Zum Nachfolger ernannte Sánchez den liberalen Außenminister Luciano Capón, der schließlich eine Minderheitsregierung der Mitte bildete, die vom Partíu Radical und von der Aliança Republicana getragen wurde.

Bei der Präsidentschaftswahl 1926 gelang es Sánchez schließlich nicht, wiedergewählt zu werden. In der Wahl unterlag er schließlich dem Kandidaten der katholischen Rechten Domênco Scalfín. Sánchez blieb aber eine einflussreiche Persönlichkeit der sagradischen Politik. Bei der Präsidentschaftswahl 1929 trat er schließlich erneut an, konnte sich aber nicht gegen den Katholiken Estefán Gaeta d'Alejandro durchsetzen.