Semest: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Semess''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Semesta'') ist die Hauptstadt der Republik [[Sagradien]], der [[Region Semestina]] und der [[Provinz Semestina|gleichnamigen Provinz]]. Die Stadt liegt am unteren Lauf des Flusses [[Liêno]], inmitten des großen [[Liêno-Becken]]s wenige Kilometer von der Mündung des Flusses in den [[Pin]] entfernt. Mit einer Einwohnerzahl von 2.5 Millionen im Stadtgebiet und über 6 Millionen in der Agglomeration ist Semess die größte Stadt Sagradiens und eine der größten Metropolen Europas.
 
'''Semess''' ([[Sagradische Sprache|sagr.]] ''Semesta'') ist die Hauptstadt der Republik [[Sagradien]], der [[Region Semestina]] und der [[Provinz Semestina|gleichnamigen Provinz]]. Die Stadt liegt am unteren Lauf des Flusses [[Liêno]], inmitten des großen [[Liêno-Becken]]s wenige Kilometer von der Mündung des Flusses in den [[Pin]] entfernt. Mit einer Einwohnerzahl von 2.5 Millionen im Stadtgebiet und über 6 Millionen in der Agglomeration ist Semess die größte Stadt Sagradiens und eine der größten Metropolen Europas.
  
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Zusammen mit den umliegenden Gemeinden innerhalb der Region und Provinz Semestina wie [[Corbón]], [[Arocí]], [[Palmací]], [[Vapaís]], [[San Sebastian de la Crûce]] und [[Carnet del Fonte]] bildet die Stadt Semess die [[kommunale Gemeinschaft]] [[Comunitá Urbana Semestina]] (COMUS).  
  
 
=== Geschichte ===
 
=== Geschichte ===

Version vom 16:16, 3. Mär 2013

Semess (sagr. Semesta) ist die Hauptstadt der Republik Sagradien, der Region Semestina und der gleichnamigen Provinz. Die Stadt liegt am unteren Lauf des Flusses Liêno, inmitten des großen Liêno-Beckens wenige Kilometer von der Mündung des Flusses in den Pin entfernt. Mit einer Einwohnerzahl von 2.5 Millionen im Stadtgebiet und über 6 Millionen in der Agglomeration ist Semess die größte Stadt Sagradiens und eine der größten Metropolen Europas.

Zusammen mit den umliegenden Gemeinden innerhalb der Region und Provinz Semestina wie Corbón, Arocí, Palmací, Vapaís, San Sebastian de la Crûce und Carnet del Fonte bildet die Stadt Semess die kommunale Gemeinschaft Comunitá Urbana Semestina (COMUS).

Geschichte

Bereits in vorrömischer Zeit siedelten im heutigen Stadtgebiet von Semess sagro-keltische Stämme. In römischen Quellen erscheint hier bereits ein Oppidum, das die Römer ausbauten und als Semestum bezeichneten. Im Mittelalter gehörte die nunmehr als Semesta bezeichnete Stadt zur dicht besiedelten Zentrallandschaft im Norden Altsarmays in unmittelbarer Nähe der wichtigen Metropolen und Bischofsstädte Noyar, Vierna und Novil, blieb selbst aber ohne Bischofssitz. Als inoffizielle Hauptstadt des Königreichs, caput regni, galt seit dem Hochmittelalter lange Zeit Noyar, wo traditionell die Königskrönungen stattfanden und wo die sagradischen Monarchen nach ihrem Tod begraben wurden, in Semess machten die Könige aber regelmäßig Halt. Der Bischof von Novil Arnâu de Marbé musste um 1220 aus seiner Bischofsstadt nach Semess flüchten, kehrte aber 1232 wieder nach Novil zurück. König Albreth IV. errichtete eine Burg im heutigen Stadtteil Castevell, doch erst unter König Philipp IV. Hermes wurde der Grundstein für den Burgbau gelegt, aus dem später der Plazarenya werden sollte. Seinen Namen erhielt der Bau wenige Jahrzehnte später, als er für Königin Maria von Scola als Festungsbau diente und als Palâciu de la Reina bezeichnet wurde.

Die beiden Könige aus dem Haus Vesaey Michael I. und Michael II. richteten im frühen 15. Jahrhundert nach und nach den Königssitz in Semess ein und bauten den Plazarenya-Palast aus, ihre Nachfolger aus dem Haus Santori residierten jedoch in der Hafenstadt Tulis und machten sie zum kulturellen und politischen Zentrum der Monarchie. Einen rasanten Aufstieg erlebte Semess erst nach dem Tod Davids I. 1543. Die neuen sagradischen Herrscher Johanna I. und ihr Mann Michael III. verlegten um 1549 den Königshof offiziell nach Semess und bauten Plazarenya weiter aus. Johanna und Michael betätigten sich als Bauherren, um ihrer neuen Hauptstadt Pracht und Ansehen zu verleihen. Hierzu holte das Paar den bekannten tulinesischen Meister António Volero eigens in die neue Hauptstadt, die in den folgenden Jahrhunderten zur größten und wichtigsten Stadt des Landes heranwuchs. 1582 wurde Semess schließlich selbst Bischofssitz.

Während der Palâciu Real de Semesta mit seinen diversen Flügeln zur Hauptresidenz der sagradischen Könige ausgebaut wurde, nutzten die Monarchen den unter Philipp VII. Jakob ausgebauten Palâciu de Novil im nahegelegenen Novil als Sommerresidenz. Der von Philipps leitendem Minister Joán María Belavís in Auftrag gegebene und unter Gabriel V. fertiggestellte Palâciu de Belavís sowie der unter Danadier II. ausgebaute Palâciu de Colegial kamen später hinzu.

Während des Sagradischen Bürgerkriegs 1713-1721 residierten die Könige längere Zeit außerhalb von Semess. Der Palast am Plazarenya, Teil des Königspalastes im Herzen von Semess, fing bei seiner gewaltsamen Erstürmung am 23. Mai 1721 Feuer und brannte in der Folge nieder. Königin Maria I. und ihr Mann Johann III. ließen die Ruinen in der Folge abreißen, ehe Gabriel VIII. um 1760 mit der Errichtung eines neuen Palastes am Plazarenya begann. Dieser erhielt schließlich unter König Philipp VIII. in den 1880er Jahren einen umfassenden Umbau und seine heutige Fassade.

Stadtbild

Die Kathedrale San Docién in Celu nach den Plänen von Lorenzo Desquiero stammt aus dem 16./17. Jahrhundert und weist eine barocke Fassade auf.

Im Regierungsviertel der Stadt, dem Barrí del Nâu, befindet sich in unmittelbarer Nähe des alten Königspalastes Palâciu Real de Semesta der neue Plazarenya-Palast als Sitz des Präsidenten der Republik, unweit davon am Ufer des Liêno der Palâciu Montevil (Sitz der Abgeordnetenkammer) sowie der Palâciu Tesqué (Sitz des Senats). Der Palâciu Valier, einst als Privatresidenz Miguel de Valiers erbaut, fungiert heute als Sitz des sagradischen Ministerpräsidenten, der Justizpalast beherbergt u.a. den Verfassungsgerichtshof (Corte Costitucional).

Eines der Wahrzeichen Semess’ ist der Torre Bêu-Gran, der zum Rathaus der Stadt gehört.

Zu den wichtigsten Vororten von Semess zählen neben dem historischen Colegial, der früheren Sommerresidenz der sagradischen König, und der Bischofsstadt Novil mit dem Flughafen Novel die großen Vorstadtsiedlungen Vapaís, Arocí und die Bischofsstadt San Sebastian de la Crûce.

Semess verfügt mit dem im sarmayischen Avez gelegenen Airport Semesta-Avez sowie dem Flughafen La Novel über zwei der drei wichtigsten Verkehrsflughäfen Sagradiens. Der kleinere Flughafen von Croel wird heute hauptsächlich für den Geschäftsflugverkehr und für Flugshows genutzt.

Die Einwohner Semess’ werden als Semestaner (Semestanoes) bezeichnet.