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Iniagui führte die liberale [[UDS]] nach der [[Parlamentswahl 2013]] in die Opposition und stellte sie dort neu auf. Nach der Umbennenung in [[Liberales]] erreichte die Partei bei der [[Parlamentswahl 2017]] mit 9,0 Prozent das beste Ergebnis seit [[Parlamentswahl 1986|1986]] und bildete daraufhin eine [[Kabinett Ramœs Iliega I|konservativ-liberale Minderheitsregierung]], in der Iniagui ein [[Wirtschaftsminister|"Superministerium" für Wirtschafts-, Energie- und Technologiepolitik]] übernahm. | Iniagui führte die liberale [[UDS]] nach der [[Parlamentswahl 2013]] in die Opposition und stellte sie dort neu auf. Nach der Umbennenung in [[Liberales]] erreichte die Partei bei der [[Parlamentswahl 2017]] mit 9,0 Prozent das beste Ergebnis seit [[Parlamentswahl 1986|1986]] und bildete daraufhin eine [[Kabinett Ramœs Iliega I|konservativ-liberale Minderheitsregierung]], in der Iniagui ein [[Wirtschaftsminister|"Superministerium" für Wirtschafts-, Energie- und Technologiepolitik]] übernahm. | ||
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Aktuelle Version vom 20. März 2025, 21:45 Uhr
Beatrice Marián Iniagui Berráiz (*1979 in Artir) ist eine frühere sagradische Politikerin. Sie war von Mai 2013 bis Juni 2023 Parteivorsitzende der Liberalen und von Februar 2018 bis Februar 2024 Stellvertretende Ministerpräsidentin sowie Ministerin für Unternehmen, Energie und Innovation im Kabinett Ramœs Iliega.
Iniagui führte die liberale UDS nach der Parlamentswahl 2013 in die Opposition und stellte sie dort neu auf. Nach der Umbennenung in Liberales erreichte die Partei bei der Parlamentswahl 2017 mit 9,0 Prozent das beste Ergebnis seit 1986 und bildete daraufhin eine konservativ-liberale Minderheitsregierung, in der Iniagui ein "Superministerium" für Wirtschafts-, Energie- und Technologiepolitik übernahm.
Bei der Parlamentswahl 2019 war Iniagui erneut Spitzenkandidatin. Die Liberalen verloren dabei an Stimmen, konnten die Regierungskoalition mit der Volkspartei (PPC) aber fortsetzen. Im Vorfeld der regulären Parlamentswahl 2023 kündigte Iniagui ihren Verzicht auf den Parteivorsitz und ihren baldigen Rückzug aus der Politik an. Im Februar 2024 schied sie aus der Regierung aus.
Inhaltsverzeichnis
Leben und Karriere[bearbeiten]
Herkunft und politische Anfänge[bearbeiten]
Iniagui stammt aus Artir, wuchs jedoch in Duerez und Semest auf, ehe sie in Semest Kommunikations- und Politikwissenschaften studierte. Nach dem Studium arbeitete sie in Semest in einer mittelständischen Marketingagentur. Bereits als Studentin engagierte sie sich für den liberalen Hochschulverband UEDRL, trat der UDS bei und amtierte schließlich von 2003 bis 2006 als stellvertretende nationale Sprecherin der UDS-Jugend.
Iniagui engagierte sich ursprünglich in der Kommunalpolitik und wurde bei den Kommunalwahlen 2004 erstmals für die UDS in den Semestiner Stadtrat gewählt. Bei den Kommunalwahlen 2008 erhielt Iniagui das zweitbeste Stimmenergebnis der Liberalen und zog erneut in den Stadtrat ein. Im Frühjahr 2007 übernahm sie den Fraktionsvorsitz ihrer Partei im Stadtrat und wurde 2008 Vorsitzende des UDS-Stadtverbandes sowie Vorstandsmitglied der UDS in der Region Semestina.
Bei den Kommunalwahlen 2008 trat die erst 29-jährige Iniagui als Spitzenkandidatin der UDS an und erhielt die weitaus meisten Direktstimmen ihrer Liste. Gleichzeitig wurde sie im wohlhabenden Stadtteil Bernabêu zur Bürgermeisterin (Suprefeita) gewählt.
Erste politische Erfolge und Aufstieg zur Parteisekretärin[bearbeiten]
Im Frühjahr 2008 veröffentlichte Iniagui zusammen mit drei weiteren jungen Abgeordneten und Politikern der UDS ein Positionspapier, in dem sie eine stärkere Profilierung der Partei als eigenständige liberale Kraft forderten und sich energisch gegen die innenpolitischen Positionen der rechtspopulistischen Partei PSP wandten, die die Regierung Luisanto im Abgeordnetenhaus stützt. Mit dem Papier sorgte Iniagui innerhalb der Partei landesweit für Aufsehen, da die Forderungen als Kritik am bisherigen Kurs der Partei in der Mitte-Rechts-Regierung verstanden wurden. Nach der Wahl zur sagradischen Abgeordnetenkammer 2009 stellte UDS-Parteichef Luca Orrieva die in der nationalen Öffentlichkeit bis dahin kaum bekannte 30-Jährige als neue Generalsekretärin der Partei vor. Sie folgte Martín Merrivo nach, der als Staatssekretär ins Wirtschaftsministerium wechselte.
Iniagui galt bald als Vertraute von Justizministerin Benita Hubner, die den bürgerrechtsliberalen Flügel der UDS anführt, verfügte aber auch über sehr gute Beziehungen zum klassisch liberalen Flügel der Partei sowie zu Parteichef Orrieva. Sie wurde daher immer wieder als mögliche Nachfolgerin Luca Orrievas im Parteivorsitz der UDS gehandelt.
Wahl zur Parteivorsitzenden[bearbeiten]
Infolge anhaltender Personal- und Führungsdebatten sowie magerer Umfrageergebnisse für die Mitte-Rechts-Koalition und die UDS wurde Beatrice Iniagui Anfang 2013 von Parteichef Luca Orrieva als Spitzenkandidatin der Liberalen bei der Parlamentswahl im Herbst 2013 und designierten Nachfolgerin als Parteivositzende nominiert. Auf dem Parteitag der UDS im Mai 2013 wurde Iniagui schließlich mit großer Mehrheit zur Parteivorsitzenden gewählt. Zum Parteisekretär nominierte sie den Abgeordneten Abdurahim Kader, der zugleich als ihr wichtigster Konkurrent um die Führung der Partei galt.
Den folgenden Wahlkampf führte die Partei unter dem Slogan "Ideen für ein liberales Sagradien". Unter Iniagui erreichte die Partei bei den Wahlen 5,4 Prozent der Stimmen und damit etwas mehr als bei der Parlamentswahl 2009. Iniagui wurde erstmals Mitglied der Abgeordnetenkammer.
Unter Iniaguis Führung erhielt die UDS im Jahr 2016 ein umfangreiches Rebranding. Nach 55 Jahren änderte die Partei erstmals ihren offiziellen Namen und tritt seither als "Liberales" auf. Der neue Name sollte den eingeleiteten Kurs einer Profilierung als liberale Kraft der Mitte fortführen. In der politischen Praxis setzten die Liberalen stärker als zuvor auf eine moderne Gesellschaftspolitik und unterstützten einige Vorhaben der Mitte-Links-Regierung wie die Umsetzung einer liberalen Drogenpolitik und die Einführung einer geschlechterneutralen Familienförderung. Damit trat die Partei stärker als zuvor in Konkurrenz zu den linksliberalen Radicales und konnte ihr Image insbesondere in modernen, urbanen Milieus verbessern. Im Gegensatz zur neugegründeten Partei der Progresistas setzten die Liberalen auf einen dezidiert europafreundlichen Kurs und sprachen sich für eine Fortführung der europäischen Integration aus. In der strittigen Migrationspolitik verfolgten die Liberalen einen "Kurs des Rechts und der Humanität", kritisierte zwar unkontrollierte Einwanderung und mangelnde Durchsetzung rechtlicher Vorgaben, grenzte sich aber deutlich von der "menschenfeindlichen Politik" insbesondere der rechtspopulistischen PSP ab. Im Vorfeld der Parlamentswahl 2013 schloss Iniagui daher auch eine Koalition mit der PSP kategorisch aus.
Mit Iniagui als Spitzenkandidatin feierten die Liberalen bei der Parlamentswahl am 5. November 2017 einen Erfolg und wurden mit einem Stimmenanteil von 9 Prozent der Stimmen wieder fünftstärkste Kraft. In der Folge kehrten die Liberalen in die Regierung zurück und bildeten eine Minderheitsregierung mit der Volkspartei unter Führung von Manuel Ramœs Iliega. Als Chefin des kleineren Partners wurde Beatrice Iniagui Vizepräsidentin des Ministerrats sowie Ministerin des neu zugeschnittenen Wirtschaftsministeriums, das um die Agenden für Energiepolitik und wirtschaftliche Zukunftsplanung erweitert wurde.
Politische Funktionen[bearbeiten]
Öffentliche Ämter[bearbeiten]
- 2008-2012: Bezirksbürgermeisterin von Semest-Bernabêu
- 2018-2024: Ministerin für Unternehmen, Energie und Innovation sowie Vizepräsidentin des Ministerrats im Kabinett Ramœs Iliega
Mandate[bearbeiten]
- 2004-2012: Mitglied des Stadtrats von Semest
- 2013-2023: Mitglied der sagradischen Abgeordnetenkammer