Luis María de Castós: Unterschied zwischen den Versionen

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Bei der [[Präsidentschaftswahl 1899]] wurde Castós als Präsidentschaftskandidat nominiert, verzichtete aber zugunsten von Amtsinhaber [[Luis Cavaller]]. In der Folge äußerte er sich zunehmend kritisch gegenüber der kirchenfeindlichen Politik der regierenden [[Sinistra Laica]]-Koalition und näherte sich der konservativen Rechten an. Bei der [[Parlamentswahl 1903]] bewarb er sich um einen Sitz im sagradischen [[Senat]], fiel aber im Wahlkampf einem Mordanschlag durch einen anarchistischen Attentäter zum Opfer und verstarb.  
  
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[[Kategorie: Verteidigungsminister Sagradiens|Castós]]
 
[[Kategorie: Verteidigungsminister Sagradiens|Castós]]

Aktuelle Version vom 13. März 2020, 14:46 Uhr

LuigiPelloux.jpg

Luis María Guivares de Castós i Perréc (* 1832; † 1903) war ein sagradischer General und Politiker der frühen Zweiten Republik. Der Militär spielte eine zentrale Rolle beim Übergang der sagradischen Monarchie zur Republik und bei deren Konsolidierung. Von der provisorischen Regierung unter Cornel Gil-Lerma im Januar 1891 zum Oberbefehlshaber der sagradischen Truppen ernannt, war Castós wesentlich für die Einhegung der revolutionären Bewegung verantwortlich und wurde im August 1891 von der Nationalversammlung zum Inhaber der Exekutivgewalt und damit zum De-facto-Regierungschef mit diktatorischen Vollmachten ernannt. Als solcher verantwortete er die Niederschlagung der radikalen Rätebewegung in Semest und anderen Großstädten des Landes und brachte die seit Januar 1891 dauernde Revolution zu einem weitgehenden Ende. Er erarbeitete sich damit Respekt sowohl bei republikanischen Kräften als auch in konservativen Kreisen, wurde aber zum Feindbild der sozialistischen Linken.

Im Dezember 1891 gab Castós die Exekutivgewalt an die Nationalversammlung zurück und kehrte in seine Funktion als Generalstabschef der sagradischen Armee zurück. Mit der anhaltenden politischen Krise der frühen Republik kam es immer wieder zu Gerüchten um einen möglichen Staatsstreich der Armee gegen die Nationalversammlung, insbesondere im Zusammenhang mit der Winterkrise 1894/95, die schließlich zur konservativen Verfassungsrevision vom Juli 1895 führte.

Als Armeechef spielte Castós eine Schlüsselrolle während des monarchistischen Aprilputsches gegen die republikanische Spitze im Jahr 1898. Nach der Umstellung des Parlamentsgebäudes durch Putschisten am 25. Januar 1898 erklärte Präsident Luis Cavaller den Ausnahmezustand und ernannte General Castós zum Inhaber der Exekutivgewalt, womit dieser für mehrere Tage das Schicksal der Republik in Händen hielt. Castós verhielt sich aber erneut loyal zur Republik, brachte den versuchten Staatsstreich zum Erliegen und schlug auch die folgenden vereinzelten Aufstände monarchistischer Kräfte nieder. In der neugebildeten "Regierung der republikanischen Verteidigung" unter Ministerpräsident Luciano Tropexas übernahm Castós noch einmal das Amt des Kriegsministers, schied nach der Parlamentswahl 1899 aber wieder aus dem Amt.

Bei der Präsidentschaftswahl 1899 wurde Castós als Präsidentschaftskandidat nominiert, verzichtete aber zugunsten von Amtsinhaber Luis Cavaller. In der Folge äußerte er sich zunehmend kritisch gegenüber der kirchenfeindlichen Politik der regierenden Sinistra Laica-Koalition und näherte sich der konservativen Rechten an. Bei der Parlamentswahl 1903 bewarb er sich um einen Sitz im sagradischen Senat, fiel aber im Wahlkampf einem Mordanschlag durch einen anarchistischen Attentäter zum Opfer und verstarb.