Carles Saccín: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Carles Manuel Saccín Laroux''' (*1927 in [[Tulis]]; †2018) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Verleger, Unternehmer und Fußballfunktionär. Saccín galt zu Lebzeiten als einer der wichtigsten Medienmanager und Firmengründer der Republik und als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten Sagradiens. Er war der Gründer und langjährige Verwaltungsratsvorsitzende der [[Saccinvest Holding SA]] (heute [[Tulus SE]]), zu der u.a. der Medienkonzern [[Avante SA]], der Verlag [[Carles Narbón & C]] sowie weitere Medien- und Telekommunikationsunternehmen gehören. Zudem war er Märzen und von 1984 bis 2005 Präsident des [[Tulisium Football Club]], der unter seiner Führung zahlreiche Titel gewinnen konnte.
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'''Carles Manuel Saccín Laroux''' (*1930 in [[Tulis]]; †2018) war ein [[Sagradien|sagradischer]] Verleger, Unternehmer und Fußballfunktionär. Saccín galt zu Lebzeiten als einer der wichtigsten Unternehmer und Medienmanager der Republik und als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten Sagradiens. Er war mehrere Jahrzehnte lang Eigentümer und Geschäftsführer der [[Editorial de Tùles SRL]] sowie Mitgründer und Verwaltungsratsvorsitzender der [[Avante Group]].  
  
Er ist der Vater von [[Agata Véneres-Saccín]], die ihn an der Spitze der [[Tulus SE]] ablöste. Ein Großneffe Saccíns ist der Fußballprofi [[Nestor Saccín]].  
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Neben seiner Tätigkeit als Unternehmer und Investor war Saccín Jahre lang im Vereinsvorstand des [[Tulisium Football Club]] tätig, dem er von 1984 bis 2004 als Präsident vorstand. Unter Saccíns Führung konnte der Verein zahlreiche Titel gewinnen und ging im Jahr 2000 an die Börse.  
  
==== Anfänge im Zeitungsbereich ====
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Carles Saccín ist der Vater von [[Agata Véneres-Saccín]], die ihn an der Spitze der Holdinggesellschaft [[Tulus SE]] ablöste, und Großvater von [[Éulen Véneres-Saccín]]. Ein Großneffe Saccíns ist der Fußballprofi [[Nestor Saccín]].  
Saccín Laroux wurde 1927 in Tulis geboren. Als Jugendlicher sympathisierte er mit den [[PCS|sagradischen Kommunisten]], später bezeichnete er sich jedoch als Liberaler und vertrat meist linksliberale Positionen. In den 1960er Jahren gründete Saccín das [[Jornal de Tùles]], das binnen weniger Jahre zu einer der meistgelesenen Publikationen im Blaumeerraum wurde. Sein Verlag [[Editorial de Tùles SRL]] gewann in den Folgejahren eine Schlüsselposition auf dem lokalen Zeitungsmarkt. 1974 übernahm Saccín zusammen mit einigen befreundeten Gesellschaftern den angeschlagenen Traditionsverlag [[Carles Narbón & C]], der u.a. die Tulineser Regionalzeitung [[La Posta]] herausgab, und verschmolz ihn mit seinem Editorial de Tùles. Mit Anteilen an der aufstebenden überregionalen Zeitung [[La Vôce Pública]] und anderen Zeitungsmedien sowie guten Kontakten zu Ministerpräsident [[Joán Caval]] wurde er zu einem der einflussreichsten Verleger Sagradiens.
 
  
==== Avante Media ====
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==== Karriere als Unternehmer ====
Unmittelbar nach der Liberalisierung des sagradischen Fernsehmarktes gründete Saccín den Tulineser Regionalsender [[Teletùles]], aus dem später [[Mediasat]] wurde, und die [[Avante Media SA]], die in der Folge zur größten privaten Senderkette Sagradiens aufsteigen sollte. Damit nahm Saccín für das Privatfernsehen in Sagradien eine Pionierrolle ein und positionierte seine Sender als progressive Alternative zu den mehrheitlich konservativen Programmen der öffentlich-rechtlichen [[Televisión Sagradêsa]] sowie der [[TVS-Medien-Gruppe]], dem wichtigsten privaten Konkurrenten von Avante auf dem Fernsehmarkt. Mit seiner [[EOS Film SRL]] ließ er für das junge Fernsehunternehmen eigene Filme produzieren und amerikanische vertreiben. Ende der Neunziger Jahre übernahm Saccinvest die Mehrheitsanteile an der [[Nueve Televisiones SA]], die 2002 mit Avante zur [[Avante Nueve Media SA]] (seit 2010 wieder [[Avante SA]]) fusioniert wurde, das heute eines der größten Medienunternehmen Europas darstellt.
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Saccín Laroux wurde 1930 in Tulis als Sohn des Journalisten, Verlegers und Politikers [[Erresi Saccín]] und dessen zweiter Ehefrau María Laroux geboren. Sein Vater hatte 1919 die [[Editorial de Tùles SRL]] gegründet und in der Folge den Zeitungsverlag seines Schwiegervaters [[Ernesto Côl]] mit der Regionalzeitung [[La Despetxa del Matí]] übernommen.
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Carles Saccín studierte Politik und Wirtschaft in [[Tulis]] und in Paris und arbeitete bereits während seines Studiums im [[Editorial de Tùles|Zeitungsverlag]] seines Vaters. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1964 übernahm Carles Saccín Laroux den Zeitungsverlag und schuf in der Folge eines der größten Unternehmenskonglomerate Sagradiens.
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Mit guten Kontakten zu Ministerpräsident [[Joán Caval]] und anderen politischen Größen ausgestattet, dehnte Saccín in den 1960er und 1970er Jahren seine Aktivitäten auf neue Geschäftsfelder aus. 1964 übernahm er den traditionsreichen Literaturverlag [[Edición Carles Narbón & C]], 1967 gründete er das Plattenlabel [[Orfêu SA]] und 1972 folgte die Übernahme der [[EOS Film SRL]], die in der Filmproduktion und im Vertrieb tätig war. Zudem war Saccín zeitweise an der [[Banca Azumaria]] beteiligt, die später in der [[Credito Cuentezal]] aufging. Als Holding des expandierenden Konzerns dienten die 1964 gegründete [[Tulus SE|Societá d'Investimientœs Tulus SRL]] sowie die 1979 ins Leben gerufene [[Tulus SE|Saccinvest SA]]. Letztere war zeitweise am Baukonzern [[Laregas]] beteiligt, trennte sich in den 1980er Jahren aber wieder von seinen Anteilen. 
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1979 stieg Saccín als Anteilseigner beim sagradischen Technologiekonzern [[Corporación Industrial Avante]] ein, der unter anderem im Flugzeugbau und in der Entwicklung von Satelliten- und Mobilfunktechnologien tätig war, und übernahm später die Mediensparte des Unternehmens, aus der schließlich die heutige [[Avante Group]] hervorging.
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Unmittelbar nach der Liberalisierung des sagradischen Fernsehmarktes Anfang der 1980er Jahre beteiligte sich Saccín an der Gründung des Tulineser Regionalsenders [[Teletùles]], aus dem später der nationale Privatsender [[Nueve]] wurde. Daneben war er 1989 über die [[EOS Film SRL]] an der Gründung des ersten sagradischen Pay-TV-Senders [[Tele+]] beteiligt. 1992 wurde die [[Avante Nueve Media SA]] als Dachgesellschaft der Fernseh- und Filmbeteiligungen gegründet, die in der Folge zur größten privaten Senderkette Sagradiens aufstieg. Damit nahm Saccín für das Privatfernsehen in Sagradien eine Pionierrolle ein und positionierte seine Sender als progressive Alternative zu den mehrheitlich konservativen Programmen der öffentlich-rechtlichen [[Televisión Sagradêsa]] sowie der [[TVS-Medien-Gruppe]], dem wichtigsten privaten Konkurrenten von Avante auf dem Fernsehmarkt. Mit seiner [[EOS Film SRL]] ließ er für das junge Fernsehunternehmen eigene Filme produzieren und amerikanische vertreiben. Seit Ende der Neunziger Jahre übernahm Saccín Anteile an der [[Mediasat]]-Gruppe, die 2002 mit Avante Nueve zur [[Avante Nueve Mediasat SA]] (seit 2004 [[Avante Group]]) fusioniert wurde, das heute eines der größten Medienunternehmen Europas darstellt.
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Im Zuge der Finanzkrise 2008/2009 übernahm die Tulus SE die Versicherungsgesellschaft [[Nalcazal SA]] und verschmolz sie mit der [[Tulinês-Vesaeyal]] zur [[Fides Group]]. Nur kurze Zeit später zog sich Saccín aus gesundheitlichen Gründen schrittweise aus der Führung seines Konglomerates zurück und übergab die Führung der [[Tulus SE]] 2010 an seine älteste Tochter [[Agata Véneres-Saccín]].
  
 
==== Tulisium Football Club ====
 
==== Tulisium Football Club ====
Saccín Laroux war seit Kindesjahren an ein passionierter Fußballfan und langjähriger Unterstützer des [[Tulisium Football Club]]. Seit den 1960er Jahren bereits gab er die Stadionzeitung der Blau-Grünen heraus und arbeitete zeitweise sogar ehrenamtlich in der Presseabteilung des Klubs. Unter Präsident [[Fernán Igariz]] gehörte Saccín dann dem Vereinsvorstand an.
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Saccín Laroux war seit Kindesjahren an ein passionierter Fußballfan und langjähriger Unterstützer des [[Tulisium Football Club]], bei dem sein Vater [[Erresi Saccín]] zeitweise ein Vorstandsamt bekleidete. Seit den 1960er Jahren bereits gab er die Stadionzeitung der Blau-Grünen heraus und arbeitete zeitweise sogar ehrenamtlich in der Presseabteilung des Klubs. Unter Präsident [[Fernán Igariz]] gehörte Saccín dann als Nachfolger seines Vaters dem Vereinsvorstand an.
  
Inmitten einer schweren Krise bei Tulisium bewarb sich Saccín im Januar 1984 um die Präsidentschaft des Klubs und versprach, ihn wieder zurück in die nationale und internationale Spitze zu führen und finanziell zu sanieren. Bei der Wahl konnte er sich durchsetzen und leitete danach insgesamt 21 Jahre lang die Geschicke des Vereins als dessen Präsident. Saccín investierte zahlreiche Millionen in den Klub und holte nacheinander die Erfolgstrainer [[Ole Erik Simonsen]], [[Carles Notero]], [[Ticiano De la Costa]] und [[Joán Restávio]] zur Mannschaft, unter deren Führung Tulisium insgesamt elf [[Premera Liga|nationale Meisterschaften]], vier [[Copa Sagradia|Pokalsiege]] und fünf Europapokalerfolge feiern konnte. Als er im Januar 2005 nach 21 Jahren auf eine Wiederwahl verzichtete, war er der bis dahin mit Abstand erfolgreichste Vereinspräsident des Tulisium Football Club gewesen.
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Inmitten einer schweren Krise bei Tulisium wurde Saccín im Januar 1984 zum Vereinspräsidenten gewählt. Mit dem Auftrag angetreten, den Klub zu sanieren, leitete er insgesamt fast 21 Jahre lang die Geschicke des Vereins. Saccín investierte zahlreiche Millionen in den Klub und holte nacheinander die Erfolgstrainer [[Carles Notero]], [[Ticiano De la Costa]] und [[Joán Restávio]] zur Mannschaft, unter deren Führung Tulisium insgesamt zehn [[Premera Liga|nationale Meisterschaften]], vier [[Copa Sagradia|Pokalsiege]] und fünf Europapokalerfolge feiern konnte. Als er im Dezember 2004 nach 21 Jahren auf eine Wiederwahl verzichtete, war er der bis dahin mit Abstand erfolgreichste Vereinspräsident des Tulisium Football Club gewesen.
  
Unter seiner Ägide wurde 1996 die Tulisium Football Club SAD gegründet, die das Profigeschäft des Vereins übernahm. Saccín sicherte sich über die [[Saccinvest]] SA einen Minderheitsanteil an der Tulisium-Aktiengesellschaft, ließ aber festlegen, dass die Mehrheitsanteile per Satzung beim Stammverein verblieben, als dessen Präsident er weiterhin amtierte.
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Unter seiner Ägide wurden zudem die Vereinsstrukturen professionalisiert und die heutige Organisationsstruktur begründet. Nachdem er zusammen mit Generaldirektor [[Erresi Nabarro]] schon 1986 eine vereinseigene Marketinggesellschaft gegründet hatte, übertrug er das Profigeschäft des Vereins 1996 auf die Tulisium Football Club SAD, die vier Jahre später an die Börse gebracht wurde. Saccín sicherte sich über die [[Tulus SA]] einen Minderheitsanteil an der Tulisium-Aktiengesellschaft.
  
 
==== Politische Positionen ====
 
==== Politische Positionen ====
Carles Saccín Laroux bezeichnete sich selbst als ''liberal'' und gehörte in den 1960er Jahren zeitweise dem linksliberalen [[Partíu Radical-Democrático]] an. In den Siebziger und Achtziger Jahren hielt Saccín enge Kontakte zu ASUL-Chef [[Joán Caval]], als dessen kritischsten Freund er sich selbst einmal bezeichnete. Dennoch spielten die Medien des Saccinvest-Konzerns in der [[ASUL-Parteispendenaffäre 1992]] eine wichtige Rolle und berichteten äußerst kritisch über die Machenschaften in der Parteiführung. Als Saccín 1998 öffentlich zur Wahl der linken Opposition unter [[Julio De la Costa]] aufrief, wurde er dafür von Konservativen und anderen heftig kritisiert.
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Carles Saccín Laroux bezeichnete sich selbst als ''liberal'' und gehörte in den 1960er Jahren zeitweise dem linksliberalen [[Partíu Radical-Democrático]] an. Bereits sein Vater [[Erresi Saccín]] hatte der Vorgängerpartei [[PRR]] angehört und diese im Stadtrat von [[Tulis]] vertreten. In den Siebziger und Achtziger Jahren hielt Saccín enge Kontakte zu ASUL-Chef [[Joán Caval]], als dessen kritischsten Freund er sich selbst einmal bezeichnete. Dennoch spielten die Medien des Saccinvest-Konzerns in der [[ASUL-Parteispendenaffäre 1992]] eine wichtige Rolle und berichteten äußerst kritisch über die Machenschaften in der Parteiführung. Als Saccín 1998 öffentlich zur Wahl der linken Opposition unter [[Julio De la Costa]] aufrief, wurde er dafür von Konservativen und anderen heftig kritisiert.
  
[[Kategorie: Sagradischer Unternehmer]]
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[[Kategorie: Sagradischer Unternehmer|Saccín]]
[[Kategorie: Präsident des Tulisium FC]]
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[[Kategorie: Präsident des Tulisium FC|Saccín]]
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[[Kategorie: Fußballfunktionär|Saccín]]
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[[Kategorie: Véneres-Saccín-Familie]]

Aktuelle Version vom 16. Mai 2022, 13:42 Uhr

FrancoDebenedetti1.jpg

Carles Manuel Saccín Laroux (*1930 in Tulis; †2018) war ein sagradischer Verleger, Unternehmer und Fußballfunktionär. Saccín galt zu Lebzeiten als einer der wichtigsten Unternehmer und Medienmanager der Republik und als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten Sagradiens. Er war mehrere Jahrzehnte lang Eigentümer und Geschäftsführer der Editorial de Tùles SRL sowie Mitgründer und Verwaltungsratsvorsitzender der Avante Group.

Neben seiner Tätigkeit als Unternehmer und Investor war Saccín Jahre lang im Vereinsvorstand des Tulisium Football Club tätig, dem er von 1984 bis 2004 als Präsident vorstand. Unter Saccíns Führung konnte der Verein zahlreiche Titel gewinnen und ging im Jahr 2000 an die Börse.

Carles Saccín ist der Vater von Agata Véneres-Saccín, die ihn an der Spitze der Holdinggesellschaft Tulus SE ablöste, und Großvater von Éulen Véneres-Saccín. Ein Großneffe Saccíns ist der Fußballprofi Nestor Saccín.

Karriere als Unternehmer[bearbeiten]

Saccín Laroux wurde 1930 in Tulis als Sohn des Journalisten, Verlegers und Politikers Erresi Saccín und dessen zweiter Ehefrau María Laroux geboren. Sein Vater hatte 1919 die Editorial de Tùles SRL gegründet und in der Folge den Zeitungsverlag seines Schwiegervaters Ernesto Côl mit der Regionalzeitung La Despetxa del Matí übernommen.

Carles Saccín studierte Politik und Wirtschaft in Tulis und in Paris und arbeitete bereits während seines Studiums im Zeitungsverlag seines Vaters. Nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1964 übernahm Carles Saccín Laroux den Zeitungsverlag und schuf in der Folge eines der größten Unternehmenskonglomerate Sagradiens.

Mit guten Kontakten zu Ministerpräsident Joán Caval und anderen politischen Größen ausgestattet, dehnte Saccín in den 1960er und 1970er Jahren seine Aktivitäten auf neue Geschäftsfelder aus. 1964 übernahm er den traditionsreichen Literaturverlag Edición Carles Narbón & C, 1967 gründete er das Plattenlabel Orfêu SA und 1972 folgte die Übernahme der EOS Film SRL, die in der Filmproduktion und im Vertrieb tätig war. Zudem war Saccín zeitweise an der Banca Azumaria beteiligt, die später in der Credito Cuentezal aufging. Als Holding des expandierenden Konzerns dienten die 1964 gegründete Societá d'Investimientœs Tulus SRL sowie die 1979 ins Leben gerufene Saccinvest SA. Letztere war zeitweise am Baukonzern Laregas beteiligt, trennte sich in den 1980er Jahren aber wieder von seinen Anteilen.

1979 stieg Saccín als Anteilseigner beim sagradischen Technologiekonzern Corporación Industrial Avante ein, der unter anderem im Flugzeugbau und in der Entwicklung von Satelliten- und Mobilfunktechnologien tätig war, und übernahm später die Mediensparte des Unternehmens, aus der schließlich die heutige Avante Group hervorging.

Unmittelbar nach der Liberalisierung des sagradischen Fernsehmarktes Anfang der 1980er Jahre beteiligte sich Saccín an der Gründung des Tulineser Regionalsenders Teletùles, aus dem später der nationale Privatsender Nueve wurde. Daneben war er 1989 über die EOS Film SRL an der Gründung des ersten sagradischen Pay-TV-Senders Tele+ beteiligt. 1992 wurde die Avante Nueve Media SA als Dachgesellschaft der Fernseh- und Filmbeteiligungen gegründet, die in der Folge zur größten privaten Senderkette Sagradiens aufstieg. Damit nahm Saccín für das Privatfernsehen in Sagradien eine Pionierrolle ein und positionierte seine Sender als progressive Alternative zu den mehrheitlich konservativen Programmen der öffentlich-rechtlichen Televisión Sagradêsa sowie der TVS-Medien-Gruppe, dem wichtigsten privaten Konkurrenten von Avante auf dem Fernsehmarkt. Mit seiner EOS Film SRL ließ er für das junge Fernsehunternehmen eigene Filme produzieren und amerikanische vertreiben. Seit Ende der Neunziger Jahre übernahm Saccín Anteile an der Mediasat-Gruppe, die 2002 mit Avante Nueve zur Avante Nueve Mediasat SA (seit 2004 Avante Group) fusioniert wurde, das heute eines der größten Medienunternehmen Europas darstellt.

Im Zuge der Finanzkrise 2008/2009 übernahm die Tulus SE die Versicherungsgesellschaft Nalcazal SA und verschmolz sie mit der Tulinês-Vesaeyal zur Fides Group. Nur kurze Zeit später zog sich Saccín aus gesundheitlichen Gründen schrittweise aus der Führung seines Konglomerates zurück und übergab die Führung der Tulus SE 2010 an seine älteste Tochter Agata Véneres-Saccín.

Tulisium Football Club[bearbeiten]

Saccín Laroux war seit Kindesjahren an ein passionierter Fußballfan und langjähriger Unterstützer des Tulisium Football Club, bei dem sein Vater Erresi Saccín zeitweise ein Vorstandsamt bekleidete. Seit den 1960er Jahren bereits gab er die Stadionzeitung der Blau-Grünen heraus und arbeitete zeitweise sogar ehrenamtlich in der Presseabteilung des Klubs. Unter Präsident Fernán Igariz gehörte Saccín dann als Nachfolger seines Vaters dem Vereinsvorstand an.

Inmitten einer schweren Krise bei Tulisium wurde Saccín im Januar 1984 zum Vereinspräsidenten gewählt. Mit dem Auftrag angetreten, den Klub zu sanieren, leitete er insgesamt fast 21 Jahre lang die Geschicke des Vereins. Saccín investierte zahlreiche Millionen in den Klub und holte nacheinander die Erfolgstrainer Carles Notero, Ticiano De la Costa und Joán Restávio zur Mannschaft, unter deren Führung Tulisium insgesamt zehn nationale Meisterschaften, vier Pokalsiege und fünf Europapokalerfolge feiern konnte. Als er im Dezember 2004 nach 21 Jahren auf eine Wiederwahl verzichtete, war er der bis dahin mit Abstand erfolgreichste Vereinspräsident des Tulisium Football Club gewesen.

Unter seiner Ägide wurden zudem die Vereinsstrukturen professionalisiert und die heutige Organisationsstruktur begründet. Nachdem er zusammen mit Generaldirektor Erresi Nabarro schon 1986 eine vereinseigene Marketinggesellschaft gegründet hatte, übertrug er das Profigeschäft des Vereins 1996 auf die Tulisium Football Club SAD, die vier Jahre später an die Börse gebracht wurde. Saccín sicherte sich über die Tulus SA einen Minderheitsanteil an der Tulisium-Aktiengesellschaft.

Politische Positionen[bearbeiten]

Carles Saccín Laroux bezeichnete sich selbst als liberal und gehörte in den 1960er Jahren zeitweise dem linksliberalen Partíu Radical-Democrático an. Bereits sein Vater Erresi Saccín hatte der Vorgängerpartei PRR angehört und diese im Stadtrat von Tulis vertreten. In den Siebziger und Achtziger Jahren hielt Saccín enge Kontakte zu ASUL-Chef Joán Caval, als dessen kritischsten Freund er sich selbst einmal bezeichnete. Dennoch spielten die Medien des Saccinvest-Konzerns in der ASUL-Parteispendenaffäre 1992 eine wichtige Rolle und berichteten äußerst kritisch über die Machenschaften in der Parteiführung. Als Saccín 1998 öffentlich zur Wahl der linken Opposition unter Julio De la Costa aufrief, wurde er dafür von Konservativen und anderen heftig kritisiert.