Haus Redanior: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | * Peruzinisch-Sagradische Union | + | Die Redanior erbten das Reich der [[Lusoniden]] in Nordsagradien und Peruzien und beendeten nach der Thronbesteigung [[Martin IV. Felix|Martins IV. von Sagradien]] den ein Jahrhundert lang andauernden lusonidisch-[[Dianniden|diannidischen]] Gegensatz. Unter den Königen [[Martin VI.]], [[Martin VII.]] und [[Johann IV.]] (bis zur [[Mikolinische Revolution|Mikolinischen Revolution]] 1386) vereinten die Redanior ein halbes Jahrhundert lang die sagradische mit der mikolinischen Krone in der so genannten "[[Union von Alagua]]". |
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| + | * Peruzinisch-Sagradische Union 1269-1301 (mit Unterbrechung 1392-95) | ||
| + | * Peruzinisch-Mikolinische Union 1318-1386 (de facto seit 1308) | ||
* Union von Alagua (Perucía/Mikolinien/Sagradien) 1321-1386 | * Union von Alagua (Perucía/Mikolinien/Sagradien) 1321-1386 | ||
=== Herkunft === | === Herkunft === | ||
| − | Das Haus Redanior geht ursprünglich auf das skantisch-peruzinische Geschlecht der [[Lusoniden]] zurück. Stammvater der Redanior war [[ | + | Das Haus Redanior geht ursprünglich auf das skantisch-peruzinische Geschlecht der [[Lusoniden]] zurück. Stammvater der Redanior war [[Johann von Redanior]], ein unehelicher Sohn des Lusonidenherzogs [[Albreth III. Herzog von Scantia|Aliureto III. von Scantia]]. Johanns Mutter war die peruzinische Adlige Selana von Cresq. Johann von Redanior verbündete sich nach dem Tod seines Vetters [[Luso II. von Peruzien]] und Skanten 1177 mit dem sagradischen König [[Gabriel I. Juvans]] gegen Lusos Sohn [[Johann Ohnefurcht|Johann Ohnefurcht]] und beanspruchte das [[Herzogtum Scantia]] als Erbe seines Vaters für sich selbst. Zwar konnte er seinen Anspruch zu Lebzeiten nicht durchsetzen, doch musste der Lusonide Johann nach verlorenem Krieg im [[Vertrag von Erin]] 1184 auf das Herzogtum Scantia und Besitzungen in Mittelsagradien verzichten, die nun an Johanns Sohn [[Martin von Redanior|Martin von Redanior, genannt "der Lahme",]] fielen. |
=== Aufstieg zum Königtum === | === Aufstieg zum Königtum === | ||
| − | Mit dem Herzogtum Scantia verfügten die Redanior in der Folge über eine starke Hausmacht in Sagradien. Der Aufstieg der illegitimen Lusoniden-Linie beruhte in hohem Maße auf dem engen Bündnis des Hauses mit dem sagradischen Königshaus der [[Dianniden]] gegen die weiterhin in Peruzien regierenden Lusoniden. Mit [[ | + | Mit dem Herzogtum Scantia verfügten die Redanior in der Folge über eine starke Hausmacht in Sagradien. Der Aufstieg der illegitimen Lusoniden-Linie beruhte in hohem Maße auf dem engen Bündnis des Hauses mit dem sagradischen Königshaus der [[Dianniden]] gegen die weiterhin in Peruzien regierenden Lusoniden. Mit [[Johann von Redanior]], seinem Sohn [[Martn von Redanior|Martin]] und dessen Enkel [[Philipp der Schweigsame|Philipp dem Schweigsamen]] heirateten gleich drei bedeutende Sprösslinge Prinzessinnen aus dem sagradischen Königshaus. Letzterer Herzog Philipp der Schweigsame verbündete sich nach dem Tod des letzten peruzinischen Lusoniden-Königs [[Martin Posthumus]] im Jahr 1249 mit seinem Schwiegervater [[Philipp IV. Hermes]] von Sagradien gegen [[Renart von Soria]], dem illegitimen Halbbruder Martin Posthumus'. Als Neffe [[Martin II. der Streiter|Martins II. des Streiters]] von Peruzien beanspruchte Philipp der Schweigsame das gesamte Lusonidenerbe und damit die peruzinische Königskrone für sich. In der [[Schlacht von Porinéi]] 1255 konnte er seinen Herrschaftsanspruch mit sagradischer Hilfe endgültig durchsetzen. |
| − | Da der letzte Diannidenkönig [[Gabriel IV. der Kluge]] ohne Sohn war, | + | Da der letzte Diannidenkönig [[Gabriel IV. der Kluge]] ohne Sohn war, folgte ihm 1264 seine Schwester [[Eleonore von Sagradien]] auf dem sagradischn Thron nach, die Witwe des peruzinischen Königs [[Philipp von Redanior]]. Nachem die [[Cortes von Belaçón]] die Herrschaft Eleonores bestätigt hatten, bestieg mit Eleonores und Philipps Sohn [[Martin IV. Felix]] 1269 erstmals ein Mitglied des Hauses Redanior den sagradischen Königsthron. Damit verlagerte sich das Zentrum der Dynastie nach Sagradien. Nach Martin Felix' Thronbesteigung kam es zu mehreren Aufständen der peruzinischen Stände gegen die Herrschaft der Redanior-Könige, an deren Spitze Philipps des Schweigsamen jüngster Sohn [[Johann von Gerón]] 1301 den peruzinischen Thron gegen seinen älteren Bruder [[Julen von Tesqué]] von Sagradien behaupten konnte. |
=== Machthöhepunkt und Ende der Dynastie === | === Machthöhepunkt und Ende der Dynastie === | ||
| − | + | Nach dem Tod des mikolinischen Königs [[Roduich I. von Mikolinien|Rodique I.]] 1308 übernahm dessen Schwester [[Margarete von Mikolinien]], Königin von Peruzien als Ehefrau von [[Johann von Gerón|Johann IV. von Peruzien]], die Regentschaft in Mikolinien. Gemeinsam mit ihrem Mann gelang es ihr, ihre Regentschaft in der Folge zu verteidigen und die Ehe der jungen Königin [[Karoline I. von Mikolinien]] mit dem peruzinischen Thronfolger [[Martin der Gute|Martin von Redanior]] durchzusetzen. Dieser wurde 1315 ''jure uxoris'' [[König von Mikolinien]] und nach dem Tod seines Vaters 1318 [[König von Peruzien]]. | |
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Aktuelle Version vom 11. Januar 2026, 12:47 Uhr
Das Haus Redanior war ein mittelalterliches, ursprünglich skantisch-peruzinisches Adelsgeschlecht, das von 1177/84 bis 1395 die Herzöge von Skanten, von 1250 bis 1395 die Könige von Peruzien, von 1269 bis 1395 die Könige von Sagradien und Golen und von 1315 bis 1386 die Könige von Mikolinien stellte.
Die Redanior erbten das Reich der Lusoniden in Nordsagradien und Peruzien und beendeten nach der Thronbesteigung Martins IV. von Sagradien den ein Jahrhundert lang andauernden lusonidisch-diannidischen Gegensatz. Unter den Königen Martin VI., Martin VII. und Johann IV. (bis zur Mikolinischen Revolution 1386) vereinten die Redanior ein halbes Jahrhundert lang die sagradische mit der mikolinischen Krone in der so genannten "Union von Alagua".
- Peruzinisch-Sagradische Union 1269-1301 (mit Unterbrechung 1392-95)
- Peruzinisch-Mikolinische Union 1318-1386 (de facto seit 1308)
- Union von Alagua (Perucía/Mikolinien/Sagradien) 1321-1386
Herkunft[bearbeiten]
Das Haus Redanior geht ursprünglich auf das skantisch-peruzinische Geschlecht der Lusoniden zurück. Stammvater der Redanior war Johann von Redanior, ein unehelicher Sohn des Lusonidenherzogs Aliureto III. von Scantia. Johanns Mutter war die peruzinische Adlige Selana von Cresq. Johann von Redanior verbündete sich nach dem Tod seines Vetters Luso II. von Peruzien und Skanten 1177 mit dem sagradischen König Gabriel I. Juvans gegen Lusos Sohn Johann Ohnefurcht und beanspruchte das Herzogtum Scantia als Erbe seines Vaters für sich selbst. Zwar konnte er seinen Anspruch zu Lebzeiten nicht durchsetzen, doch musste der Lusonide Johann nach verlorenem Krieg im Vertrag von Erin 1184 auf das Herzogtum Scantia und Besitzungen in Mittelsagradien verzichten, die nun an Johanns Sohn Martin von Redanior, genannt "der Lahme", fielen.
Aufstieg zum Königtum[bearbeiten]
Mit dem Herzogtum Scantia verfügten die Redanior in der Folge über eine starke Hausmacht in Sagradien. Der Aufstieg der illegitimen Lusoniden-Linie beruhte in hohem Maße auf dem engen Bündnis des Hauses mit dem sagradischen Königshaus der Dianniden gegen die weiterhin in Peruzien regierenden Lusoniden. Mit Johann von Redanior, seinem Sohn Martin und dessen Enkel Philipp dem Schweigsamen heirateten gleich drei bedeutende Sprösslinge Prinzessinnen aus dem sagradischen Königshaus. Letzterer Herzog Philipp der Schweigsame verbündete sich nach dem Tod des letzten peruzinischen Lusoniden-Königs Martin Posthumus im Jahr 1249 mit seinem Schwiegervater Philipp IV. Hermes von Sagradien gegen Renart von Soria, dem illegitimen Halbbruder Martin Posthumus'. Als Neffe Martins II. des Streiters von Peruzien beanspruchte Philipp der Schweigsame das gesamte Lusonidenerbe und damit die peruzinische Königskrone für sich. In der Schlacht von Porinéi 1255 konnte er seinen Herrschaftsanspruch mit sagradischer Hilfe endgültig durchsetzen.
Da der letzte Diannidenkönig Gabriel IV. der Kluge ohne Sohn war, folgte ihm 1264 seine Schwester Eleonore von Sagradien auf dem sagradischn Thron nach, die Witwe des peruzinischen Königs Philipp von Redanior. Nachem die Cortes von Belaçón die Herrschaft Eleonores bestätigt hatten, bestieg mit Eleonores und Philipps Sohn Martin IV. Felix 1269 erstmals ein Mitglied des Hauses Redanior den sagradischen Königsthron. Damit verlagerte sich das Zentrum der Dynastie nach Sagradien. Nach Martin Felix' Thronbesteigung kam es zu mehreren Aufständen der peruzinischen Stände gegen die Herrschaft der Redanior-Könige, an deren Spitze Philipps des Schweigsamen jüngster Sohn Johann von Gerón 1301 den peruzinischen Thron gegen seinen älteren Bruder Julen von Tesqué von Sagradien behaupten konnte.
Machthöhepunkt und Ende der Dynastie[bearbeiten]
Nach dem Tod des mikolinischen Königs Rodique I. 1308 übernahm dessen Schwester Margarete von Mikolinien, Königin von Peruzien als Ehefrau von Johann IV. von Peruzien, die Regentschaft in Mikolinien. Gemeinsam mit ihrem Mann gelang es ihr, ihre Regentschaft in der Folge zu verteidigen und die Ehe der jungen Königin Karoline I. von Mikolinien mit dem peruzinischen Thronfolger Martin von Redanior durchzusetzen. Dieser wurde 1315 jure uxoris König von Mikolinien und nach dem Tod seines Vaters 1318 König von Peruzien.
Nach dem Tod König Julens von Sagradien 1320 fiel auch der sagradische Thron an König Martin, der in der "Union von Alagua" nun die mikolinische, peruzinische und sagradisch-golische Krone in einer Hand vereinte. Erst unter Martins Enkel Johann IV. dem Hochmütigen kam es 1386 zu einem mikolinischen Aufstand gegen die sagrophile Herrschaft des Königs, die von Karl von Interea angeführt wurde und 1390 in der mikolinischen Unabhängigkeit endete. Da Johann kinderlos blieb, fiel nach seinem Tod 1395 auch die sagradisch-peruzinische Herrschaft an fremde Hände und das Haus Redanior starb im Mannesstamm aus. Im Weibesstamm führte Michael I. aus dem Haus Vesaey als Sohn Isabels von Redanior und Enkel Martins des Guten das Erbe der Redanior weiter.