FC Semesta: Unterschied zwischen den Versionen

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* [[Bild:Flagge-SG.jpg|18px]] [[Fernando Ruiz Nerra]]  
 
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Der '''Fútbol Club de Semesta''' ist ein Fußballverein aus der [[Sagradien|sagradischen]] Hauptstadt [[Semest]]. 1934 durch Zusammenschluss mehrerer Traditionsklubs gegründet, konnte der Verein bislang (Ende 2014) 16 Mal die [[Premera Liga|sagradische Meisterschaft]], zehnmal die [[Copa Sagradia]] und dreimal einen Europapokal gewinnen und wird daher neben den noch erfolgreicheren Klubs [[Juvantêsa Sport]] und [[FC Bosa]] zu den ''Trêis Grandes'' des sagradischen Fußballs gerechnet.  
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Der '''Fútbol Club de Semesta''' ist ein Fußballverein aus der [[Sagradien|sagradischen]] Hauptstadt [[Semest]]. 1934 durch Zusammenschluss mehrerer Traditionsklubs aus der Hauptstadt und ihrer Umgebung entstanden, konnte der Verein bislang (Ende 2023) 18 Mal die [[Premera Liga|sagradische Meisterschaft]], zehnmal die [[Copa Sagradia]] und dreimal einen Europapokal gewinnen und wird daher neben den noch erfolgreicheren Klubs [[Tulisium]] und [[FC Bosa]] zu den ''Trêis Grandes'' des sagradischen Fußballs gerechnet.  
  
 
Die Vereinsfarben des FCS sind schwarz, weiß und rot. Die Spieler des Vereins werden auch als ''Volpes'' ("Füchse") bezeichnet, die Fußballfans werden ''Semestistas'' genannt.
 
Die Vereinsfarben des FCS sind schwarz, weiß und rot. Die Spieler des Vereins werden auch als ''Volpes'' ("Füchse") bezeichnet, die Fußballfans werden ''Semestistas'' genannt.
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Seit 1954 trägt Semesta seine Heimspiele im [[Semest]]iner [[Estâdiu Olímpico]] aus, das sich der Verein von 1970 bis 2012 mit dem Lokalrivalen [[CA Semestín]] teilte. Nach einem umfassenden Umbau im Jahr 2015/2016 fungiert das Stadion heute als reine Fußballarena mit Platz für 72.500 Zuschauer und trägt aus Sponsoring-Gründen den Namen ''Allianz Olímpico''.
  
 
=== Vereinsgeschichte ===
 
=== Vereinsgeschichte ===
 
==== Politische Gründung ====
 
==== Politische Gründung ====
Der [[FC Semesta]] wurde zum 1. Juni 1934 gegründet und ging auf die Initiative bürgerlicher Semestiner Kreise zurück, die aus diversen [[Semest|Semestiner]] Stadtteilklubs einen Renommierklub formen wollten, um das Übergewicht der damaligen Branchengrößen [[FC Bosa]], [[Juvantêsa SC]] und [[FC Duerez]] zu beenden. Da bei der Gründung der [[Premera Liga]] 1931 nur zwei Hauptstadtklubs zugelassen waren und die [[AS Fortitudo]] die sportliche Qualifikation für die Liga verpasste, verblieb nur der [[Racing Club]] als sportlich konkurrenzfähiges Team aus der Hauptstadt. Nach seinem Abstieg in der Saison 1932/1933 wurde die Hauptstadtregion in der Liga drängten daher Hauptstadtpolitiker die erfolgreiche [[Unión Sportiva d'Arocí]] aus einem Vorort zum Umzug in die Hauptstadt, was die Vereinsführung aber ablehnte. Auf politischen Druck hin und nach einem Führungswechsel an der Spitze der US Arocí gab der Verein schließlich nach und stimmte der Fusion mit weiteren Hauptstadtklubs zu. Zur Saison 1934/1935 entstandt schließlich der FC Semesta aus der erstklassigen [[US Arocí]], dem Amateurklub [[Bernabéu Club de Fútbol]] sowie den ehemaligen Erstligisten [[Nacional Semestín]] und [[AS Fortitudo]]. Mit dem [[Racing Club]] aus dem Stadtteil [[Aleción]] verweigerte sich aber der erfolgreichste Hauptstadtklub der Fusion. Die bis heute gültigen Vereinsfarben des FCS Schwarz, Weiß und Rot gehen auf die Farben der Vorgängervereine Fortitudo (rot), Nacional (weiß) sowie Bernabéu (schwarz-weiß) zurück und sind zugleich an das rot-weiße Stadtwappen Semests angelehnt.
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Der FC Semesta wurde zum 1. Juni 1934 gegründet und ging auf die Initiative bürgerlicher Semestiner Kreise zurück, die aus diversen [[Semest|Semestiner]] Stadtteilklubs einen Renommierklub formen wollten, um das Übergewicht der damaligen Branchengrößen [[FC Bosa|Bosa]], [[Tulisium]], [[FC Duerez|Duerez]] und [[Lesnário]] zu beenden. Da bei der Gründung der [[Premera Liga]] 1931 nur zwei Hauptstadtklubs zugelassen waren und der [[CS Nacional]] gleich im ersten Jahr aus der Liga abstieg, verblieb nur der [[Racing Club]] als sportlich konkurrenzfähiges Team aus der Hauptstadt. Wegen politischer Differenzen mit der Führung des Racing Club kam die Idee auf, ein neues Hauptstadtteam zu formen, das ein Gegengewicht zu Racing Aleción bilden und dauerhaft in der ersten Liga spielen sollte.
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Zunächst gab es hierzu Bedenken bei [[CS Nacional]], das seine Eigenständigkeit bewahren wollte, aufgrund finanzieller Probleme aber schließlich zustimmte. Auf politischen Druck hin und nach einem Führungswechsel an der Spitze der [[US Arocí]] gab der Vorort-Klub schließlich ebenfalls nach und stimmte nach anfänglichen Widerständen gegen einen Umzug in die Hauptstadt der Fusion zu. Zur Saison 1934/1935 entstand schließlich der FC Semesta aus den unterklassigen [[US Arocí]], [[CS Nacional]], [[AS Fortitudo]] sowie dem Amateurklub [[Bernabéu Club de Fútbol]]. Mit dem [[Racing Club]] aus dem Stadtteil [[Aleción]] verweigerte sich aber der erfolgreichste Hauptstadtklub der Fusion.  
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==== Aufstieg und nationale Dominanz in den Vierzigern ====
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Nachdem der FCS zunächst in der Zweiten Liga begonnen hatte, konnte er gleich im ersten Jahr den Aufstieg in die [[Premera Liga]] feiern und sich dort etablieren. Für Missstimmung in der Stadt sorgte der Umstand, dass sich der FCS gleich mehrerer Spieler des [[Racing d'Aleción]] bediente und so den erfolgreicheren Lokalrivalen gezielt zu schwächen suchte. Dass hierfür Handgelder an die Spieler gezahlt wurde, galt damals als Skandal. Höhepunkt war im Sommer 1937 der kontroverse Wechsel des sagradischen Nationalstürmers [[Selle Ribisal]], der das schwarz-blaue gegen ein weißes Trikot tauschte und schnell zum absoluten Star des Teams wurde.
  
==== Jahre der nationalen Dominanz in den Vierzigern ====
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Im selben Jahr wurde mit dem Ungarn [[Istvan Grósz]] der künftige Erfolgstrainer der Liga verpflichtet. Unter Grósz gewann das Team 1939, 1940 und 1941 dreimal in Folge die Meisterschaft. Dennoch musste der Trainer seinen Stuhl räumen, nachdem es zu Unstimmigkeiten mit der Klubführung gekommen war. Unter Grósz' Nachfolger [[Carles Arzeval]] wurde der FC 1942 erneut sagradischer Meister und dominierte die Liga. Im Jahr 1942 spielte die [[sagradische Fußballnationalmannschaft]] in einem Spiel ausschließlich mit Spielern aus der Hauptstadt, wobei allein acht vom FC Semesta stammten.
Der von Kritikern als Retortenklub verspottete Verein wurde mit zahlreichen Topspielern ausgestattet und wurde bereits im ersten Jahr Dritter der Liga. Star der Mannschaft war Stürmer [[Selle Ribisal]], der zuvor für Nacional und Fortitudo gespielt hatte und bei der [[Fußball-Weltmeisterschaft 1934]] zum sagradischen Team gehört hatte. Auf politischen Druck hin gab Ribisal seinen geplanten und bereits als sicher vermeldeten Wechsel zum [[Juvantêsa Sport Club]] auf und spielte stattdessen für den neuen Vorzeigeklub FCS. Nach der ersten Saison in der Premera Liga, in der die „Füchse“ (so der bereits für die Fortitudo verwandte Spitzname) den Dritten Platz erreichten, wurde mit dem Ungarn [[Istvan Grósz]] der künftige Erfolgstrainer der Liga verpflichtet. Unter Grósz gewann das Team 1939, 1940 und 1941 dreimal in Folge die Meisterschaft. Dennoch musste der Trainer seinen Stuhl räumen, nachdem es zu Unstimmigkeiten mit der Klubführung gekommen war. Unter Grósz' Nachfolger [[Carles Arzeval]] wurde der FC 1942 erneut sagradischer Meister und dominierte die Liga. Im Jahr 1942 spielte die [[sagradische Fußballnationalmannschaft]] in einem Spiel ausschließlich mit Spielern aus der Hauptstadt, wobei allein acht vom FC Semesta stammten.
 
  
Das Image des Vereins litt enorm unter der politischen Einflussnahme, sodass der populärere Klub [[Nacional Semestín]] nach dem Krieg im Jahr 1945 als Amateurverein wiedergegründet wurde. Auch in [[Arocí]] wurde mit der [[Reunión Sportiva Aroçana]] ein Nachfolgeverein der alten [[US Arocí|Unión Sportiva]] gegründet, die mit zwei Meistertiteln die größte eigenständige Tradition unter den Gründungsvereinen des FCS aufwies. Dennoch blieb Semesta in der [[Premera Liga]] erfolgreich und gewann 1947 und 1949 die [[Copa Sagradia]] sowie 1947, 1948 und 1950 die [[Premera Liga]]. Die im Frühjahr 1945 ins Amt gelangte neue Klubführung um Präsident [[Gracián Altobel]] gab sich bescheiden und suchte größere Distanz zur politischen Führung zu halten. Dennoch blieben die Lokalrivalen von [[Racing Aleción]] und [[Acelandaro SC]] lange Zeit die beliebteren Klubs in der Stadt.
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Das Image des Vereins litt enorm unter der politischen Einflussnahme, sodass der populärere Klub [[CS Nacional]] nach dem Krieg im Jahr 1945 als Amateurverein wiedergegründet wurde. Auch in [[Arocí]] wurde mit der [[Reunión Sportiva Aroçana]] ein Nachfolgeverein der alten [[US Arocí|Unión Sportiva]] gegründet, die mit zwei Meistertiteln die größte eigenständige Tradition unter den Gründungsvereinen des FCS aufwies. Dennoch blieb Semesta in der [[Premera Liga]] erfolgreich und gewann 1947 und 1949 die [[Copa Sagradia]] sowie 1947, 1948 und 1950 die [[Premera Liga]]. Die im Frühjahr 1945 ins Amt gelangte neue Klubführung um Präsident [[Gracián Altobel]] gab sich bescheiden und suchte größere Distanz zur Politik zu halten. Dennoch blieben die Lokalrivalen von [[Racing Aleción]] und [[Acelandaro SC]] lange Zeit die beliebteren Klubs in der Stadt.
  
 
==== Sportliche Talfahrt und Wiedererstarken ====
 
==== Sportliche Talfahrt und Wiedererstarken ====
Nach dem Karriereende von Klublegende [[Selle Ribisal]], bis heute erfolgreichster Torschütze des FC, kam eine sportliche Talfahrt. Zwar erreichte der Verein auch in den Fünfziger Jahren meist noch vordere Tabellenplätze, einen Titel konnte der Klub in dieser Zeit aber nicht gewinnen. 1962 wurde der FC völlig überraschend Tabellenachtzehnter und musste damit erstmals den Gang in die Zweitklassigkeit antreten. Nach zwei Spielzeiten in der [[Segona Liga]] stieg der Verein 1964 wieder in die sagradische Eliteliga auf und konnte sich dort gleich wieder etablieren. Unter dem argentinischen Trainer [[Gonzalo Blanco]] wuchs ein schlagkräftiges Team heran, das 1968 und 1969 zweimal in Folge sagradischer Meister werden konnte und damit die sportliche Talfahrt der Fünfziger und frühen Sechziger Jahre endgültig überwinden konnte. Kapitän und Leitfigur der Meistermannschaft von 68/69 war [[Luis Piero Naçano]], der bis heute die meisten Ligaeinsätze für die Füchse auf dem Konto hat und damit Rekordspieler des FC Semesta ist.  
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Nach dem Karriereende von Klublegende [[Selle Ribisal]], bis heute erfolgreichster Torschütze des FCS, begann das Ende der Erfolgsära. Die Meisterschaft des Jahres 1950 blieb für einige Jahre der letzte Titel der Füchse. Zwar erreichte der Verein auch weiterhin meist noch vordere Tabellenplätze, die nationale Dominanz der vierziger Jahre war aber vorüber. Der sportliche Niedergang resultierte in der Saison 1961/1962 in einem überraschenden 18. Tabellenplatz, womit der FCS erstmals seit dem Aufstieg 1935 den Gang in die Zweitklassigkeit antreten musste. Nach zwei Spielzeiten in der [[Segôna Liga]] stieg der Verein 1964 wieder in die sagradische Eliteliga auf und konnte sich dort gleich wieder etablieren. Unter dem argentinischen Trainer [[Gonzalo Blanco]] wuchs ein schlagkräftiges Team heran, das 1968 und 1969 zweimal in Folge sagradischer Meister werden konnte und damit die sportliche Talfahrt der frühen Sechziger Jahre endgültig überwinden konnte. Kapitän und Leitfigur der Meistermannschaft von 68/69 war [[Luis Piero Naçano]], der lange Zeit die meisten Ligaeinsätze für die Füchse auf dem Konto hatte, ehe er von [[Domênco Casseto]] überholt wurde.
  
 
==== Die Siebziger Jahre ====
 
==== Die Siebziger Jahre ====
Mit den zwei Meisterschaften hatte sich der Klub endgültig wieder im oberen Tabellendrittel etabliert und konnte 1971 die dritte Meisterschaft binnen vier Jahren gewinnen. 1973 gewann der Verein zum vierten Mal die [[Copa Sagradia]], kurz danach kehrte der ehemalige FC-Spieler [[Gustavo Detânia]] als Trainer aus [[Mesarque]] in die Hauptstadt zurück. Unter ihm erlebte der Klub weitere Höhenflüge. Mit Nationalspielern wie [[Amentino Parval]], [[Federico „Fere“ Domenicales]] und Kapitän Naçano im Team, wurde der FCS 1975 und 1976 erneut zweimal in Folge Meister und brach für zwei Jahre die Dominanz der beiden Spitzenklubs [[Juvantêsa]] und [[FC Bosa]]. Mit dem Erfolg etablierte sich der FC Semesta endgültig als einer der drei großen Klubs des Landes und verdrängte den kriselnden [[FC Duerez]] auf die Plätze. Seit dieser Zeit etablierte sich auch der Begriff der „Trêis Grandes", womit die drei dominanten sagradischen Klubs Juvantêsa, FC Bosa und FC Semesta gemeint waren, die in den gesamten Siebziger Jahren und mit Ausnahme des Jahres 1984 auch in den Achtziger Jahren den sagradischen Meister unter sich ausmachten.
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Mit den zwei Meisterschaften hatte sich der Klub endgültig wieder als Spitzenverein etabliert und konnte 1971 mit [[Francisco Chamot]] als Trainer die dritte Meisterschaft binnen vier Jahren gewinnen. 1973 gewann der Verein zum vierten Mal die [[Copa Sagradia]], kurz danach kehrte der ehemalige FC-Spieler [[Gustavo Detânia]] als Trainer aus [[Mesarque SC|Mesarque]] in die Hauptstadt zurück. Unter ihm erlebte der Klub weitere Höhenflüge. Mit Nationalspielern wie Kapitän [[Luis Piero Naçano]], [[Fernando Lasarra]] und [[Loren Sartí]] sowie dem niederländischen Vizeweltmeister [[Jan van Hanen]] im Team, wurde der FCS 1975 und 1976 erneut zweimal in Folge Meister und brach für zwei Jahre die Dominanz der beiden Spitzenklubs [[Tulisium]] und [[FC Bosa]]. Mit dem Erfolg etablierte sich der FC Semesta endgültig als einer der drei großen Klubs des Landes und verdrängte frühere Erfolgsvereine wie den [[FC Duerez]], [[Lesnário]] oder den [[Mesarque SC]] auf die Plätze. Seit dieser Zeit etablierte sich auch der Begriff der „Trêis Grandes", womit die drei dominanten sagradischen Klubs Tulisium, FC Bosa und FC Semesta gemeint waren, die in den gesamten Siebziger Jahren und mit Ausnahme des Jahres 1984 auch in den Achtziger Jahren den sagradischen Meister unter sich ausmachten.
  
 
==== Internationale Erfolge in den Achtziger Jahren ====
 
==== Internationale Erfolge in den Achtziger Jahren ====
Nach dem fünften Platz im Jahr 1977 und dem zwölften Rang 1978 zerbrach das Semestiner Erfolgsteam. Naçano beendete 1978 seine Karriere und Trainer Detânia musste den Klub in der Saison 1978/1979 verlassen. Auch unter seinem Nachfolger, dem deutschen Startrainer [[Karlheinz Lemberger]] blieben trotz des [[Copa Sagradia|Pokalsiegs]] 1980 die Erfolge in der Meisterschaft aus. Erst Lembergers Nachfolger [[Francisco Vallesú Leticiano]], der vom [[FC l’Artir]] abgeworben werden konnte, brachte den Verein wieder in die Erfolgsspur zurück. Um die Mittelfeldspieler [[Eduardo Clavet]] und [[Roberto Acino]] wurde erneut eine ambitionierte Mannschaft geformt, zu der auch die Nationalspieler [[Diego Cruzera]] und [[Marcelo de Gustavo]] gehörten. Das Team gewann 1982 schließlich den achten Meistertitel und überholte damit den [[FC Duerez]]. In der Folgespielzeit erreichte der FC Semesta erstmals überhaupt das Finale im Europapokal der Landesmeister. Gegen den deutschen Vertreter Hamburger SV gewann das Team um Clavet und Co. mit 1:0 und setzte sich die europäische Krone auf. Damit war der Verein endgültig unter die großen Klubs Europas aufgestiegen. 1988 folgte mit dem Gewinn des UEFA-Cups ein weiterer europäischer Pokaltriumph für den sagradischen Hauptstadtverein, der längst die Nummer Eins in der Kapitale geworden war und mit frischem Angriffsfußball viele neue Sympathisanten finden konnte.  
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[[Bild:EC1983.jpg|thumb|250px|Aufstellungen im Europapokalfinale 1983, 1:0 gegen Juventus Turin]]
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Nach dem fünften Platz im Jahr 1977 und dem zwölften Rang 1978 zerbrach das Semestiner Erfolgsteam. Naçano beendete 1978 seine Karriere und Trainer Detânia musste den Klub in der Saison 1978/1979 verlassen. Auch unter seinen Nachfolgern [[William Névez Andrêu]] und [[Luca Martínez]] blieben trotz des [[Copa Sagradia|Pokalsiegs]] 1980 die Erfolge in der Meisterschaft aus. Erst [[Francisco Vallesú Leticiano]], der vom [[FC l’Artir]] als Trainer abgeworben werden konnte, brachte den Verein wieder in die Erfolgsspur zurück. Um die Mittelfeldspieler [[Eduardo Clavet]] und [[Roberto Acino]] wurde erneut eine ambitionierte Mannschaft geformt, zu der auch die Nationalspieler [[Diego Cruzera]] und [[Marcelo de Gustavo]] sowie der irische Angreifer [[Eoin Stewart]] gehörten.  
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Das Team gewann 1982 schließlich den achten Meistertitel und überholte damit den [[FC Duerez]]. In der Folgespielzeit erreichte der FC Semesta erstmals überhaupt das Finale im Europapokal der Landesmeister. Gegen den deutschen Vertreter Hamburger SV gewann das Team um Clavet und Co. mit 1:0 und setzte sich die europäische Krone auf. Damit war der Verein endgültig unter die großen Klubs Europas aufgestiegen. 1985 folgte erneut die nationale Meisterschaft und 1988 mit dem Gewinn des UEFA-Cups ein weiterer europäischer Pokaltriumph für den sagradischen Hauptstadtverein, der längst die Nummer Eins in der Kapitale geworden war und mit frischem Angriffsfußball viele neue Sympathisanten finden konnte.
  
 
==== Beginn der Ära Garret i Garret und die Meisterschaft 1994 ====
 
==== Beginn der Ära Garret i Garret und die Meisterschaft 1994 ====
Obwohl in den folgenden Jahren keine Titel erobert werden konnten, spielte der Klub nicht erfolglos und verpasste zwischen 1986 und 1992 viermal als Vizemeister nur knapp die neunte Meisterschaft. Bereits 1989 hatte der Unternehmer [[Alfonso Garret i Garret]] die Führung des Vereins übernommen und viel Geld in das Team gesteckt. 1992 wandelte er den FC Semesta in ein Aktienunternehmen um und brachte ihn als ersten sagradischen Fußballklub überhaupt an die Börse, auch um die teuren Investitionen in die Mannschaft zu finanzieren. Allein die Transfers der Nationalspieler [[Redondo Aires]], [[Luca Aguilera]] und [[Roberto Santís]] vor der Saison 1990/1991 verschlangen Millionen. Dazu kamen 1991 Spielmacher [[Manuel Cuélez]] und 1992 der golische Libero [[Luq Samont]], der bald schon als Nachfolger von [[Oscar Posquerro]] Kapitän und neben Torwartlegende [[Manuel Chabonet]] die absolute Führungsfigur des Teams wurde. Internationale Anerkennung fand aber auch der torgefährliche Angriff des Teams um die Nationalspieler [[Ibrahim Salú]], [[Hernán Queray]] und [[Enrico Torc]].  
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Obwohl in den folgenden Jahren keine Titel erobert werden konnten, spielte der Klub nicht erfolglos und verpasste zwischen 1986 und 1992 viermal als Vizemeister nur knapp die neunte Meisterschaft. Bereits 1989 hatte der Unternehmer [[Alfonso Garret i Garret]] die Führung des Vereins übernommen und viel Geld in das Team gesteckt. 1992 wandelte er den FC Semesta in ein Aktienunternehmen um und brachte ihn als ersten sagradischen Fußballklub überhaupt an die Börse, auch um die teuren Investitionen in die Mannschaft zu finanzieren. Um die langjährigen Leistungsträger und Führungsspieler [[Redondo Aires]], [[Manuel Cuélez]], [[Luq Samont]] und [[Manuel Chabonet]] baute Garret i Garret ein schlagkräftiges Team auf. Zu diesem zählten internationale Stars wie [[Luis Camões]] sowie die sagradischen Nationalspieler [[Roberto Santís]], [[Enrico Torc]], [[Ibrahim Salú]] und [[Hernán Queray]].  
  
Trotz eines starken Teams gelang es dem Verein aber zunächst nicht, in den frühen Neunziger Jahren in das durch die Krisen von Bosa und Juvantêsa entstandene Vakuum zu treten. 1992 wurde Semesta unter der Leitung des italienischen Erfolgstrainers [[Giuseppe Arrieri]] Ligazweiter hinter dem [[AC Gerón]], beim Überraschungserfolg von [[Sportivo Vesaey]] im Jahr 1993 belegte der Klub nur Platz 8. Erst unter dem Kroaten [[Neno Maric]] als Cheftrainer konnte die Mannschaft die hohen Erwartungen der Klubführung erfüllen und 1994 zum neunten Mal insgesamt die sagradische Meisterschaft an die [[Rúa de la Serenitá]] holen. In der Saison 1994/1995 verpasste die Mannschaft nur knapp die Titelverteidigung in der Liga gegen die [[Juvantêsa]] und wurde Vizemeister, konnte aber das Finale in der [[Copa Sagradia]] für sich entscheiden.
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Trotz eines starken Teams gelang es dem Verein aber zunächst nicht, in den frühen Neunziger Jahren in das durch die Krisen von Bosa und Tulisium entstandene Vakuum zu treten. 1992 wurde Semesta unter der Leitung des italienischen Erfolgstrainers [[Giuseppe Arrieri]] Ligazweiter hinter dem [[AC Gerón]], beim Überraschungserfolg von [[Sportivo Vesaey]] im Jahr 1993 belegte der Klub nur Platz 8. Erst unter dem Kroaten [[Neno Marić]] als Cheftrainer konnte die Mannschaft die hohen Erwartungen der Klubführung erfüllen und 1994 zum neunten Mal insgesamt die sagradische Meisterschaft an die [[Rúa de la Serenitá]] holen. In der Saison 1994/1995 verpasste die Mannschaft nur knapp die Titelverteidigung in der Liga gegen [[Tulisium]] und wurde Vizemeister, konnte aber das Finale in der [[Copa Sagradia]] für sich entscheiden.
  
 
==== Jahre des Geldregens und Meisterschaft 2002 ====
 
==== Jahre des Geldregens und Meisterschaft 2002 ====
Nach der erfolglosen Saison 1996/1997 bemühte sich der Verein um eine umfassende Neustrukturierung des Kaders. Nachfolger des entlassenen Erfolgstrainers [[Neno Maric]] wurde der Argentinier [[António Huber]]. [[Enrico Torc]] hatte den Klub bereits im Winter 1996/1997 nach einem Streit mit der sportlichen Führung in Richtung Bosa verlassen, Torwartlegende [[Manuel Chabonet]] hatte seinen Platz im Tor an [[Claudio Sirascón]] verloren und Kapitän [[Luq Samont]] kehrte 1998 in seine Heimat zurück. In die Nationalspieler [[Marco Conianatra]] (von [[Juvantêsa]]), [[Stefano Detânia]] (von [[FC Bosa]]) und [[Anderson da Silva]] (von [[SC Mistrech]]) sowie den italienischen Stürmer [[Luigi Arita]] (von [[UD Tules]]) wurden nun abermals zahlreiche Millionen investiert. Nach der Saison 1998/1999 folgten mit Altstar [[Jean-Armand Repain]], dem Norweger [[Kjetil Nörlund]] und anderen zahlreiche weitere teure Spieler. Unter den vielen Neuzugängen waren neben den genannten auch klare Fehleinkäufe wie der Brasilianer [[Vampeta]], der Schweizer [[Mario Ziegler]] und der Uruguayer [[Darío Longhi]], der 2000 für die Rekordsumme von 30 Millionen Euro von Atlético Madrid verpflichtet wurde, aber nur sieben Tore in der Liga erzielen konnte und den Klub schließlich nach nur einer Spielzeit wieder verließ. Auch die Verpflichtung von Spielern deutlich jenseits der 30 wie Repain und [[Stefano Detânia]] wurde von Teilen der Anhängerschaft kritisiert.  
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Nach der erfolglosen Saison 1996/1997 bemühte sich der Verein um eine umfassende Neustrukturierung des Kaders. Nachfolger des entlassenen Erfolgstrainers [[Neno Maric]] wurde der Argentinier [[António Huber]]. [[Enrico Torc]] hatte den Klub bereits im Winter 1996/1997 nach einem Streit mit der sportlichen Führung in Richtung Bosa verlassen, Torwartlegende [[Manuel Chabonet]] hatte seinen Platz im Tor an [[Claudio Sirascón]] verloren und Kapitän [[Luq Samont]] kehrte 1998 in seine Heimat zurück. In die Nationalspieler [[Marco Conianatra]] (von [[Tulisium]]), [[Stefano Detânia]] (von [[FC Bosa]]) und [[Anderson Lukinga]] (von [[SC Mistrech]]) sowie den italienischen Stürmer [[Luigi Arita]] (von [[UD Tules]]) wurden nun abermals zahlreiche Millionen investiert. Nach der Saison 1998/1999 folgten mit Altstar [[Jean-Armand Repain]], dem Dänen [[Kjeld Nørlund]] und anderen zahlreiche weitere teure Spieler. Unter den vielen Neuzugängen waren neben den genannten auch klare Fehleinkäufe wie der Brasilianer [[Vampeta]], der Schweizer [[Mario Ziegler]] und der Uruguayer [[Darío Longhi]], der 2000 für die Rekordsumme von 30 Millionen Euro von Atlético Madrid verpflichtet wurde, aber nur sieben Tore in der Liga erzielen konnte und den Klub schließlich nach nur einer Spielzeit wieder verließ. Auch die Verpflichtung von Spielern deutlich jenseits der 30 wie Repain und [[Stefano Detânia]] wurde von Teilen der Anhängerschaft kritisiert.  
  
Nach anfänglichen Problemen gelang es aber Trainer [[António Huber]], binnen drei Jahren aus den Neueinkäufen ein schlagkräftiges Team zu formen, das am Ende der Saison 1999/2000, wenn auch mit deutlichem Rückstand auf Meister [[Juvantêsa]], Tabellenzweiter der Premera Liga wurde. Nachdem Huber daraufhin zum Rivalen [[FC Bosa]] gewechselt war, übernahm zur Saison 2000/2001 der bis dahin unbekannte [[Sabino Selés]] die Leitung der Mannschaft, wurde aber bereits im Winter vom ehemaligen Libero [[Stefano Detânia]] als Cheftrainer abgelöst. Detânia bildete mit dem neuen Sportdirektor Jean-Armand Repain bald die neue sportliche Leitung. Mit den Transfers von [[Luca Piro]] und [[José Delgado]] bewiesen die beiden ein glückliches Händchen. Beide wurden in der Folge sagradische Nationalspieler. Erstmals seit Jahren zeigte das Team eine klare und geordnete Teamhierarchie mit Nörlund als Mittelfeldchef, Anderson als jungen Kapitän und [[Lorenzo Hialerri]] als Abwehrchef. Arita und Delgado bildeten darüber hinaus ein schlagkräftiges Angriffsduo, das den besten Sturm der Liga darstellte. Verdient wurde der Klub in der Saison 2001/2002 zum zehnten Mal sagradischer Meister und gewann einen Meisterstern auf dem Trikot. Damit gelang es dem FCS als einzigem, die seit 1998 andauernde Vorherrschaft des Serienmeisters [[Juvantêsa]] nach vier Meisterschaften in Folge vorübergehend zu durchbrechen. In den folgenden beiden Spielzeiten nahm Semesta damit wieder an der Champions League teil und konnte durch die Mehreinnahmen den teuren Kader bezahlen, dennoch war der Klub bereits hoch verschuldet.
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Nach anfänglichen Problemen gelang es aber Trainer [[António Huber]], binnen drei Jahren aus den Neueinkäufen ein schlagkräftiges Team zu formen, das am Ende der Saison 1999/2000, wenn auch mit deutlichem Rückstand auf Meister [[Tulisium]], Tabellenzweiter der Premera Liga wurde. Nachdem Huber daraufhin zum Rivalen [[FC Bosa]] gewechselt war, übernahm zur Saison 2000/2001 der bis dahin unbekannte [[Sabino Selés]] die Leitung der Mannschaft, wurde aber bereits im Winter vom ehemaligen Libero [[Stefano Detânia]] als Cheftrainer abgelöst. Detânia bildete mit dem neuen Sportdirektor Jean-Armand Repain bald die neue sportliche Leitung. Mit den Transfers von [[Luca Piro]] und [[José Delgado]] bewiesen die beiden ein glückliches Händchen. Beide wurden in der Folge sagradische Nationalspieler. Erstmals seit Jahren zeigte das Team eine klare und geordnete Teamhierarchie mit Nørlund als Mittelfeldchef, Anderson als jungen Kapitän und [[Lorenzo Hialerri]] als Abwehrchef. Arita und Delgado bildeten darüber hinaus ein schlagkräftiges Angriffsduo, das den besten Sturm der Liga darstellte. Verdient wurde der Klub in der Saison 2001/2002 zum zehnten Mal sagradischer Meister und gewann einen Meisterstern auf dem Trikot. Damit gelang es dem FCS als einzigem, die seit 1998 andauernde Vorherrschaft des Serienmeisters [[Tulisium]] nach vier Meisterschaften in Folge vorübergehend zu durchbrechen. In den folgenden beiden Spielzeiten nahm Semesta damit wieder an der Champions League teil und konnte durch die Mehreinnahmen den teuren Kader bezahlen, dennoch war der Klub bereits hoch verschuldet.
  
 
==== Abgrund und Neuanfang ====  
 
==== Abgrund und Neuanfang ====  
Nachdem die Liga finanzielle Unregelmäßigkeiten beim FC Semesta aufgedeckt hatte, erhielt der Verein in der Saison 2003/2004 einen Punktabzug und verpasste dadurch die Teilnahme am internationalen Wettbewerb. Dies führte zu großen internen Spannungen zwischen Präsident Garret und der sportlichen Leitung um Trainer Detânia und Sportdirektor [[Hernán Queray]], der 2003 von Repain übernommen hatte. Aufgrund der Einnahmeverluste mussten Leistungsträger und Großverdiener wie [[José Delgado]] und [[Kjetil Norlund]] verkauft werden. Die Verpflichtung von Nachfolgern sollte nun deutlich weniger kosten. Der Transfer des Portugiesen [[Rui Sousa]] von [[SC Mistrech]] wurde durch das Ausleihgeschäft mit dem Ukrainer [[Martin Serenko]] teilweise refinanziert. Trotz der Verpflichtung ambitionierter jüngerer Spieler wie [[George Anthony Kalou]] und [[Cesar Fernandez]] startete auch die Saison 2004/2005 mit einer Negativserie, sodass Trainer Detânia im Oktober 2004 entlassen wurde. Als Nachfolger übernahm zunächst sein Co-Trainer [[Luis Gracia]], der die sportliche Talfahrt aber nicht aufhalten konnte. Die Suche nach einem neuen Trainer gestaltete sich schwierig. Im Dezember 2004 konnte schließlich [[Joán Fernandez]] aus seinem Vertrag bei [[Mesarque SC]] herausgekauft werden. Kurz darauf wurde der riesige Schuldenberg des Vereins bekannt, woraufhin es zu heftigen internen Auseinandersetzungen kam. Sportdirektor Queray, der Fernandez geholt hatte, trat im Januar 2005 im Kompetenzstreit mit Präsident Garret von seinem Posten zurück. Wenig später kam es zu einem vereinsinternen Putsch gegen den Präsidenten, der nach 16 Jahren an der Spitze des Vereins weitgehend entmachtet wurde und schließlich vom höchsten Vereinsposten abtrat. Sein Nachfolger [[Fernando Ruiz Nerra]], der im März 2005 gewählt wurde, versprach den Verein wieder zu konsolidieren. Sportdirektor Queray wurde im Juni 2005 durch [[José Del Vigo]] ersetzt, der als neuer Generaldirektor des Vereins für alle geschäftlichen Fragen zuständig wurde und dem Verein einen strikten Sparkurs verordnete.  
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Nachdem die Liga finanzielle Unregelmäßigkeiten beim FC Semesta aufgedeckt hatte, erhielt der Verein in der Saison 2003/2004 einen Punktabzug und verpasste dadurch die Teilnahme am internationalen Wettbewerb. Dies führte zu großen internen Spannungen zwischen Präsident Garret und der sportlichen Leitung um Trainer Detânia und Sportdirektor [[Hernán Queray]], der 2003 von Repain übernommen hatte. Aufgrund der Einnahmeverluste mussten Leistungsträger und Großverdiener wie [[José Delgado]] und [[Kjeld Nørlund]] verkauft werden. Die Verpflichtung von Nachfolgern sollte nun deutlich weniger kosten. Der Transfer des Portugiesen [[Rui Sousa]] von [[SC Mistrech]] wurde durch das Ausleihgeschäft mit dem Ukrainer [[Martin Serenko]] teilweise refinanziert. Trotz der Verpflichtung ambitionierter jüngerer Spieler wie [[George Anthony Kalou]] und [[Cesar Fernandez]] startete auch die Saison 2004/2005 mit einer Negativserie, sodass Trainer Detânia im Oktober 2004 entlassen wurde. Als Nachfolger übernahm zunächst sein Co-Trainer [[Luis Gracia]], der die sportliche Talfahrt aber nicht aufhalten konnte. Die Suche nach einem neuen Trainer gestaltete sich schwierig. Im Dezember 2004 konnte schließlich [[Joán Fernandez]] aus seinem Vertrag bei [[Mesarque SC]] herausgekauft werden. Kurz darauf wurde der riesige Schuldenberg des Vereins bekannt, woraufhin es zu heftigen internen Auseinandersetzungen kam. Sportdirektor Queray, der Fernandez geholt hatte, trat im Januar 2005 im Kompetenzstreit mit Präsident Garret von seinem Posten zurück. Wenig später kam es zu einem vereinsinternen Putsch gegen den Präsidenten, der nach 16 Jahren an der Spitze des Vereins weitgehend entmachtet wurde und schließlich vom höchsten Vereinsposten abtrat. Sein Nachfolger [[Fernando Ruiz Nerra]], der im März 2005 gewählt wurde, versprach den Verein wieder zu konsolidieren. Sportdirektor Queray wurde im Juni 2005 durch [[José Del Vigo]] ersetzt, der als neuer Generaldirektor des Vereins für alle geschäftlichen Fragen zuständig wurde und dem Verein einen strikten Sparkurs verordnete.  
  
Durch eine konsequente Trainingsarbeit und die Förderung jüngerer Spieler schaffte es die neue sportliche Leitung um Fernandez, den Klub am Ende der Saison 2004/2005 noch als Sechster in den internationalen Pokal zu führen. Angesichts der angespannten Finanzsituation entschlossen sich Del Vigo und Fernandez, den bereits eingeschlagenen Kurs der Mannschaftsverjüngung und des Verkaufs von Stars weiterzuführen. Aus der Not wurde so eine Tugend gemacht. Mit den Nationalspielern [[Anderson da Silva]] und [[Luca Sierra]] sowie den ausländischen Stars [[Jean Pascal Diara]], [[Andriy Vladow]] und [[Caetano]] wurden Großverdiener verkauft. Für keinen einzigen Neuzugang wurden Ablösesummen bezahlt. Stattdessen wurden mehrere Perspektivspieler aus der Jugendabteilung in die Mannschaft geholt.  Erst der im Winter zum Team gestoßene Schweizer Jugendnationalspieler [[Mehmet Buskat]] kostete den Verein eine Ablöse. Dennoch schaffte die junge Mannschaft es, eine erfolgreiche Saison zu spielen. Am Ende der Spielzeit stand der FCS auf Platz 4 und und scheiterte erst in der Qualifikation zur Champions League. Außerdem siegte der Klub im Finale der [[Copa Sagradia]] gegen den [[Lesnário FC]] und gewann damit den ersten Titel seit 2002.
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Durch eine konsequente Trainingsarbeit und die Förderung jüngerer Spieler schaffte es die neue sportliche Leitung um Fernandez, den Klub am Ende der Saison 2004/2005 noch als Sechster in den internationalen Pokal zu führen. Angesichts der angespannten Finanzsituation entschlossen sich Del Vigo und Fernandez, den bereits eingeschlagenen Kurs der Mannschaftsverjüngung und des Verkaufs von Stars weiterzuführen. Aus der Not wurde so eine Tugend gemacht. Mit den Nationalspielern [[Anderson Lukinga]] und [[Luca Sierra]] sowie den ausländischen Stars [[Jean Pascal Diara]], [[Andriy Vladow]] und [[Caetano]] wurden Großverdiener verkauft. Für keinen einzigen Neuzugang wurden Ablösesummen bezahlt. Stattdessen wurden mehrere Perspektivspieler aus der Jugendabteilung in die Mannschaft geholt.  Erst der im Winter zum Team gestoßene Schweizer Jugendnationalspieler [[Mehmet Buskat]] kostete den Verein eine Ablöse. Dennoch schaffte die junge Mannschaft es, eine erfolgreiche Saison zu spielen. Am Ende der Spielzeit stand der FCS auf Platz 4 und und scheiterte erst in der Qualifikation zur Champions League. Außerdem siegte der Klub im Finale der [[Copa Sagradia]] gegen den [[Lesnário FC]] und gewann damit den ersten Titel seit 2002.
  
 
==== Ära Fernandez ====
 
==== Ära Fernandez ====
Die sportlichen Erfolge wurden aber von weiteren Finanzquerelen und Skandalen überschattet. Im Laufe der Saison 2005/2006 wurde bekannt, dass es unter der Präsidentschaft Garrets zu finanziellen Unregelmäßigkeiten gekommen war, sodass der Klub für die Saison 2005/2006 mit einem Punktabzug von 7 Punkten bestraft wurde und Gelder in Millionenhöhe nachzahlen musste. Erneut mussten Leistungsträger verkauft werden, darunter die Abwehrstammkräfte [[Mansur Saleh]] und [[Lorenzo Hialerri]], Mittelfeldmotor [[George Anthony Kalou]] und die Stürmer [[Santiago Moar]] und [[Manuel Djandbesi]]. Erneut setzte man bei den Nachfolgern auf junge Talente wie den Polen [[Mariusz Czelek]] und den Schweizer [[Guy Perceval]] oder ablösefreie Routiniers wie [[Marco Tela]]. Lediglich für den 22-jährigen Nationalspieler [[Adrián Mestu]] von [[Desportivo Bosa]] und den ivorischen Stürmer [[Jeremy Issa]] wurden Ablösesummen in Millionenhöhe gezahlt. Trotz der sieben Punkte Abzug erreichte das junge Team auch dank der 21 Saisontore von Stürmer [[Cesar Fernandez]] am Ende Platz 7, verfehlte damit aber knapp die erneute Teilnahme am internationalen Wettbewerb. Noch schmerzlicher für die FCS-Fans war schließlich die Meisterschaft des millionenstarken Lokalrivalen [[Atlético Semestín]], der mit Ex-Fuchs Kalou, Meistertrainer [[Joán Restávio]] und den Millionen des Russen [[Igor Fjedorow]] die Liga dominierte.  
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Die sportlichen Erfolge wurden aber von weiteren Finanzquerelen und Skandalen überschattet. Im Laufe der Saison 2005/2006 wurde bekannt, dass es unter der Präsidentschaft Garrets zu finanziellen Unregelmäßigkeiten gekommen war, sodass der Klub für die Saison 2005/2006 mit einem Punktabzug von 7 Punkten bestraft wurde und Gelder in Millionenhöhe nachzahlen musste. Erneut mussten Leistungsträger verkauft werden, darunter die Abwehrstammkräfte [[Mansur Saleh]] und [[Lorenzo Hialerri]], Mittelfeldmotor [[George Anthony Kalou]] und die Stürmer [[Santiago Moar]] und [[Manuel Djandbesi]]. Erneut setzte man bei den Nachfolgern auf junge Talente wie den Polen [[Mariusz Czelek]] und den Schweizer [[Guy Perceval]] oder ablösefreie Routiniers wie [[Marco Tela]]. Lediglich für den 22-jährigen Nationalspieler [[Adrián Mestu]] von [[Desportivo Bosa]] und den ivorischen Stürmer [[Jeremy Issa]] wurden Ablösesummen in Millionenhöhe gezahlt. Trotz der sieben Punkte Abzug erreichte das junge Team auch dank der 21 Saisontore von Stürmer [[Cesar Fernandez]] am Ende Platz 7, verfehlte damit aber knapp die erneute Teilnahme am internationalen Wettbewerb. Noch schmerzlicher für die FCS-Fans war schließlich die Meisterschaft des millionenstarken Lokalrivalen [[CA Semestín]], der mit Ex-Fuchs Kalou, Meistertrainer [[Joán Restávio]] und den Millionen des Russen [[Maxim Fjedorow]] die Liga dominierte.  
  
 
Da nun auch zusätzliche Millionen aus dem internationalen Wettbewerb fehlten, führte das sportliche Führungsgespann des Klubs den Kurs fort, investierte aber gezielt in Perspektivspieler. Aufgrund seines jungen Teams und seines ansehnlichen Offensivfußballs wurde die Fernandez-Truppe bald mit dem FC Arsenal verglichen. Mit [[Rui Sousa]] und [[Luca Piro]] verließen im Sommer 2007 weitere Altstars den Klub. Die prominentesten Neuzugänge waren der 22-jährige Brasilianer [[Naldinho]] und der 20-jährige [[Oscar Belempe]]. Mit dem 19-jährigen [[Guy Perceval]] und dem 24-jährigen [[Domênco Casseto]] agierte nach der Verletzung von Kapitän [[Joann Bernart]] die jüngste Innenverteidigung der Liga und der 20-jährige Niederländer [[Felix Adoube-Luosu]] gehörte zu den Shootingstars der Saison. Am Ende wurde der Mut der Verantwortlichen belohnt, das Team beendete die Spielzeit als Dritter vor dem Lokalrivalen vom [[Atlético Semestín|CA]] und konnte sich in der Folge auch für die Champions League qualifizieren. Zudem war die wirtschaftliche Gesundung so weit vorangeschritten, dass der Verein für die Folgespielzeit 2008/2009 wieder in die Geldschatulle greifen konnte, um das Team auch international konkurrenzfähig zu halten. Mit dem kroatischen Spielmacher [[Luka Nresna]] und dem französischen U-21-Nationalstürmer [[Yoan Bezaidi]] stießen neue Talente zum Team, die der Mannschaft sofort weiterhelfen konnten. Am Ende konnte Platz 3 aus der Vorsaison wiederholt werden.
 
Da nun auch zusätzliche Millionen aus dem internationalen Wettbewerb fehlten, führte das sportliche Führungsgespann des Klubs den Kurs fort, investierte aber gezielt in Perspektivspieler. Aufgrund seines jungen Teams und seines ansehnlichen Offensivfußballs wurde die Fernandez-Truppe bald mit dem FC Arsenal verglichen. Mit [[Rui Sousa]] und [[Luca Piro]] verließen im Sommer 2007 weitere Altstars den Klub. Die prominentesten Neuzugänge waren der 22-jährige Brasilianer [[Naldinho]] und der 20-jährige [[Oscar Belempe]]. Mit dem 19-jährigen [[Guy Perceval]] und dem 24-jährigen [[Domênco Casseto]] agierte nach der Verletzung von Kapitän [[Joann Bernart]] die jüngste Innenverteidigung der Liga und der 20-jährige Niederländer [[Felix Adoube-Luosu]] gehörte zu den Shootingstars der Saison. Am Ende wurde der Mut der Verantwortlichen belohnt, das Team beendete die Spielzeit als Dritter vor dem Lokalrivalen vom [[Atlético Semestín|CA]] und konnte sich in der Folge auch für die Champions League qualifizieren. Zudem war die wirtschaftliche Gesundung so weit vorangeschritten, dass der Verein für die Folgespielzeit 2008/2009 wieder in die Geldschatulle greifen konnte, um das Team auch international konkurrenzfähig zu halten. Mit dem kroatischen Spielmacher [[Luka Nresna]] und dem französischen U-21-Nationalstürmer [[Yoan Bezaidi]] stießen neue Talente zum Team, die der Mannschaft sofort weiterhelfen konnten. Am Ende konnte Platz 3 aus der Vorsaison wiederholt werden.
  
Nach der erneuten Championsleague-Qualifikation 2010 belegte Semesta in der Saison 2010/2011 trotz 32 Saisontoren von Stürmer [[Alberto Juan Florentín]] nur Platz 7 und konnte die gestiegenen Erwartungen in neue Erfolge des konsolidierten und hoch gehandelten Teams nicht erfüllen. Im Einvernehmen trennten sich der Verein und Trainer [[Joán Fernandez]] voneinander, nachdem Fernandez in sechseinhalb Jahren das Team trotz schwieriger finanzieller Lage zwar konsolidieren, außer einer Copa Sagradia aber keine Titel vorzuweisen hatte.  
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Nach der erneuten Championsleague-Qualifikation 2010 belegte Semesta in der Saison 2010/2011 trotz 32 Saisontoren von Stürmer [[Alberto Juan Florentín]] nur Platz 7 und konnte die gestiegenen Erwartungen in neue Erfolge des konsolidierten und hoch gehandelten Teams nicht erfüllen. Im Einvernehmen trennten sich der Verein und Trainer [[Joán Fernandez]] voneinander, nachdem Fernandez in sechseinhalb Jahren das Team trotz schwieriger finanzieller Lage zwar konsolidieren, außer einer Copa Sagradia aber keine Titel vorweisen konnte.
  
 
==== Titelerfolge unter Luis Gracia ====  
 
==== Titelerfolge unter Luis Gracia ====  
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[[Bild:EL2012.jpg|thumb|250px|Aufstellungen im Finale der UEFA Europa League 2012, 3:0 gegen Athletic Bilbao]]
 
Zur Spielzeit 2011/2012 kehrte [[Luis Gracia Miraló]] als Trainer zu den Füchsen zurück, der die Mannschaft bereits in der Saison 2004/2005 mehrere Spiele als Interimstrainer betreut hatte. Unter Luis Gracia, der vom Ligakonkurrenten [[Cuentra Fútbol AS]] verpflichtet wurde, kehrten die Titelerfolge in die Hauptstadt zurück. Mit dem Trainerwechsel wagte der Klub auch im Team einen personellen Schnitt und trennte sich im Sommer 2011 von früheren Leistungsträgern wie Kapitän [[Cesar Fernandez]], Torhüter [[Jerzy Kovalik]] und den Verteidigern [[Guy Perceval]] und [[Oscar Belempe]]. Mit Torhüter-Talent [[Diego Lestano]] und den jungen Verteidigern [[Javi Vella]] und [[António de María]] wurden wiederum junge Nachwuchskräfte in die Verantwortung genommen.  
 
Zur Spielzeit 2011/2012 kehrte [[Luis Gracia Miraló]] als Trainer zu den Füchsen zurück, der die Mannschaft bereits in der Saison 2004/2005 mehrere Spiele als Interimstrainer betreut hatte. Unter Luis Gracia, der vom Ligakonkurrenten [[Cuentra Fútbol AS]] verpflichtet wurde, kehrten die Titelerfolge in die Hauptstadt zurück. Mit dem Trainerwechsel wagte der Klub auch im Team einen personellen Schnitt und trennte sich im Sommer 2011 von früheren Leistungsträgern wie Kapitän [[Cesar Fernandez]], Torhüter [[Jerzy Kovalik]] und den Verteidigern [[Guy Perceval]] und [[Oscar Belempe]]. Mit Torhüter-Talent [[Diego Lestano]] und den jungen Verteidigern [[Javi Vella]] und [[António de María]] wurden wiederum junge Nachwuchskräfte in die Verantwortung genommen.  
  
Gleich die erste Saison unter Luis Gracia wurde mit Platz 3 in der Liga und dem Einzug ins Finale der Europa League zur erfolgreichsten Saison des Vereins seit dem Meistertitel 2002. Mit dem Sieg im EL-Finale konnte Semesta sogar den ersten internationalen Titel seit 1988 feiern. In der Folgesaison 2012/2013 bestätigte der Klub den Rang als Dritter der Liga und gewann zudem zum neunten Mal in der Vereinsgeschichte die [[Copa Sagradia]]. Nach einer überzeugenden Kampagne und mit einem spiel- und konterstarken Team um Nationalspieler wie [[David López]], [[Paul Ibareki]] und [[Javi Vella]] gelang es dem FCS schließlich, in der Saison 2013/2014 nach 38 Spieltagen die Tabelle der [[Premera Liga]] anzuführen und damit erstmals seit 12 Jahren wieder die sagradische Meisterschaft für sich zu entscheiden. Am Ende lag das Team deutlich vor den Rivalen aus [[Tules]] und [[Bosa]]. Auch in der [[Copa Sagradia]] konnten die Füchse überzeugen und den Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Den Hauptstädtern gelang damit zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte der Gewinn des Doubles aus Meisterschaft und Pokal.
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[[Bild:CL2016.jpg|thumb|250px|Aufstellungen im Finale der UEFA Champions League 2016, 1:1; 3:5 n.E. gegen Real Madrid]]
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Gleich die erste Saison unter Luis Gracia wurde mit Platz 3 in der Liga und dem Einzug ins Finale der Europa League zur erfolgreichsten Saison des Vereins seit dem Meistertitel 2002. Mit dem Sieg im EL-Finale konnte Semesta sogar den ersten internationalen Titel seit 1988 feiern. In der Folgesaison 2012/2013 bestätigte der Klub den Rang als Dritter der Liga und gewann zudem zum neunten Mal in der Vereinsgeschichte die [[Copa Sagradia]]. Nach einer überzeugenden Kampagne und mit einem spiel- und konterstarken Team um Nationalspieler wie [[David López]], [[Paul Ibareki]] und [[Javi Vella]] gelang es dem FCS schließlich, in der Saison 2013/2014 nach 38 Spieltagen die Tabelle der [[Premera Liga]] anzuführen und damit erstmals seit 12 Jahren wieder die sagradische Meisterschaft für sich zu entscheiden. Am Ende lag das Team deutlich vor den [[Tulisium|Rivalen aus Tules]] [[FC Bosa|und Bosa]]. Auch in der [[Copa Sagradia]] konnten die Füchse überzeugen und den Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Den Hauptstädtern gelang damit zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte der Gewinn des Doubles aus Meisterschaft und Pokal. Vorläufiger Höhepunkt der Ära Luis Gracia war schließlich das Erreichen des [[Europapokal|Championsleague]]-Finales 2016, das die Semestiner nach einem 1:1 nach Verlängerung erst im Elfmeterschießen gegen Real Madrid verloren.
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==== Umbrüche in Verein und Management ====
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Bereits im Jahr 2012 hatte der [[Johannarische Republik|johannarische]] Milliardär [[Xohn-Pirez Nagulo]] mit seiner ''Nagulo Investment Company'' die Anteilsmehrheit des Vereins übernommen, [[Joán Ruiz Nerra]] blieb aber Anteilseigner und Präsident des Klubs. Auch verlängerte der Verein den Vertrag mit Generalmanager [[José Del Vigo]], dessen Name für die finanzielle Gesundung des Vereins stand. Das von Del Vigo verfolgte Projekt eines Stadion-Neubaus wurde aber nicht umgesetzt. Nach dem Umzug des Lokalrivalen [[CA Semestín]] in ein neues [[Syngaz Stadium|vereinseigenes Stadion]] in [[Corbón]] einigten sich der FC Semesta und die Stadt [[Semest]] statt eines Neubaus auf einen umfassenden Umbau des [[Estâdiu Olímpico]]. Der Umbau umfasste eine Entfernung der Aschebahn sowie der Stehplätze. Der Umbau wurde zu Beginn des Jahres 2016 abgeschlossen. Das umgebaute Stadion fasst 72.500 Zuschauer und trägt seit Juli 2016 aus Sponsoring-Gründen den Namen ''Allianz Olímpico''.
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Um den Stadionumbau zu finanzieren, verkaufte Semesta mehrere Stars und blieb damit dem eigenen Erfolgsrezept der Vorjahre treu. Im Sommer 2016 wechselte [[Marlin Wilfrey]] für eine Rekordablösesumme von 71 Millionen Euro zum Ligarivalen [[Tulisium]], ein Jahr später wurde Toptalent [[Daúd Chaboul]] für 65 Millionen Euro an Manchester City verkauft und im Sommer 2018 nahm Semesta für Torhüter [[Diego Lestano]] die nunmalige Rekordsumme von 80 Millionen Euro vom FC Chelsea entgegen. Ersetzt wurden diese Spieler durch hochtalentierte Nachwuchsspieler wie [[Mikaël Cissoko]], [[Aly Ismaël]] und [[Callum Zonzy]]. Zwar tätigte Semesta selbst im Jahr 2016 einen Rekordtransfer und überwies für die Dienste des deutschen Nationalstürmers [[Cedric Adebayo]] 50 Millionen Euro an Schalke 04. Ein Großteil der eingenommenen Ablösesummen wurde aber für den Stadionumbau genutzt.
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Die erneuten Sparmaßnahmen und die relative Instabilität im Kader führten aber zu einer abnehmenden Formkurve. Mit dem verlorenen Finale der [[Copa Sagradia]] gegen den Lokalrivalen [[CA Semestín]] verpasste Semesta im Frühjahr 2019 den einzigen Titel in fünf Jahren. Nachdem Semesta mit Platz 5, Platz 4 und Platz 5 den Anschluss an die Tabellenspitze zu verlieren drohte, kam es im Sommer 2019 schließich zu einem größeren Umbruch im Verein. Nach acht Spielzeiten verließ mit Trainer [[Luis Gracia]] einer der Väter der vergangenen Erfolge den Klub im gegenseitigen Einvernehmen mit der Vereinsführung. Als Nachfolger [[Luis Gracia]]s präsentierte die Klubführung den Portugiesen [[Félix Setubal]]. Dieser war der erste ausländische Chefcoach der Füchse seit 19 Jahren. Wenig später gab auch Generalmanager [[José Del Vigo]] bekannt, seinen im Januar 2020 auslaufenden Vertrag nicht verlängern und sich stattdessen nach 14 Jahren aus seinem Amt zurückziehen zu wollen. Als Nachfolger in der Geschäftsführung präsentierte der Verein schließlich [[Carles Iniain]], der zuvor für das Marketing des Klubs zuständig gewesen war. Wenig später wurde mit dem Mikolinier [[Óliver Escudet]] ein neuer Fußballdirektor verpflichtet, der die Hauptverantwortung für die sportliche Ausrichtung des Klubs übernehmen sollte.
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==== Erfolge unter Xosé Sant-Estrell ====
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Im Sommer 2019 wurde der Kader weiter verändert. Mit Verteidiger [[Djibril Zomora]] (für 61,5 Millionen Euro zum [[FC Bosa]]) und Stürmer [[Cedric Adebayo]] (für 56 Millionen Euro zum FC Arsenal) verkaufte der Klub erneut zwei Leistungsträger. Unter dem neuen Trainer [[Félix Setubal]] kam es aber von Beginn an zu Streitigkeiten mit Führungsspielern wie Kapitän [[Domênco Casseto]] und Mittelfeldstar [[Karim Minoun]]. Nachdem Semesta zudem mit drei Niederlagen in die Saison gestartet war, trennte sich der Klub schon Ende September, keine drei Monate nach Amtsantritt, von Trainer Setubal. Nachfolger wurde der Mikolinier [[Xosé Sant-Estrell]], der zuvor [[Tulisium]] und [[Racing Servette]] zum Meister gemacht hatte.
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Auch Sant-Estrell traf zwei unpopuläre Entscheidungen, indem er Publikumsliebling [[Paul Ibareki]] aussortierte und den als Starstürmer vorgesehenen [[Damián Prieto]] auf die Bank setzte. Stattdessen setzte Sant-Estrell auf eine flexible Offensive mit dem 18-jährigen amerikanischen Shootingstar [[Callum Zonzy]], dem Mikolinier [[Mikael Cissoko]] und dem Franzosen [[Isaac Dombélé]] als Angriffsreihe. Auch in der Defensive verließ sich Sant-Estrell auf Nachwuchskräfte wie den 20-jährigen neuen Stammtorhüter [[Luís Manuel]], den 21-jährigen Innenverteidiger [[Beniss Ndop]] und den 20-jährigen Außenverteidiger [[Éric Guaita]]. Mit diesem Team gelang es Sant-Estrell, seine erste Spielzeit auf dem vierten Rang und der Qualifikation für die Champions League abzuschließen.
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Im Sommer 2020 wurde erstmals seit Jahren kein Leistungsträger abgegeben. Stattdessen konnten sich die ''Volpes'' mit dem brasilianischen Innenverteidiger [[Felipe Mendes]] und dem 19-jährigen rumänischen Supertalent [[Adrian Ferenţi]] entscheidend verstärken. Im Sommer 2021 folgte mit Nationalspieler [[Fran Celades]] ein weiterer wichtiger Baustein der neuen Mannschaft, der dem Team die fehlende Erfahrung gab. Nach Platz 3 in der [[Premera Liga 2020/2021|Saison 2020/2021]] wurde Semesta in der [[Premera Liga 2021/2022|Spielzeit 2021/2022]] Vizemeister hinter dem [[FC Tulisium]]. Nach einer überragenden Saison konnte Semesta schließlich die [[Premera Liga 2022/2023|Saison 2022/2023]] als Tabellenführer abschließen und sicherte sich damit die erste Meisterschaft seit neun Jahren. Angreifer [[Callum Zonzy]] wurde zudem zum [[Sagradiens Fußballer des Jahres|Spieler der Saison]] in der [[Premera Liga]] gewählt.
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==== Jüngste Vergangenheit ====
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Auch aufgrund zahlreicher Abgänge und Verletzungssorgen konnte Semesta in den Folgespielzeiten nicht mehr an die Dominanz aus dem Meisterjahr anschließen. Im Sommer 2023 verlor Semesta mit [[Luís Manuel]], [[Yann Lareác]], [[Hakim Noussairi]] und [[Mikaël Cissoko]] vier Stützen aus der Meistersaison, ein Jahr später folgten [[Felipe Mendes]] und [[Callum Zonzy]], zudem war Nationalverteidiger [[Éric Guaita]] über längere Strecken verletzt. Die [[Premera Liga 2023/2024|Saison 2023/24]] endete mit der Vizemeisterschaft, doch lag Semesta am Ende mit 18 Punkten Rückstand deutlich hinter dem Lokalrivalen [[CA Semestín]]. In der [[Premera Liga 2024/2025|Spielzeit 2024/25]] kämpften die ''Volpes'' schließlich mit zahlreichen internen Querelen und konnten die Spielzeit nur auf Platz 6 der Premera Liga abschließen.
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Der Klub trennte sich schließlich nach Saisonende von Erfolgstrainer [[Xosé Sant-Estrell]] und stellte kurz darauf [[Tristán Lareác]] als Nachfolger vor, der den [[FC Viça]] zuvor in die internationalen Ränge und zum Finalsieg in der [[Copa Sagradia]] geführt hatte. Mit dem Trainerwechsel wurde ein erneuter Kaderumbau vollzogen, um das Team an das von Lareác präferierte Spielsystem mit Dreierkette anzupassen. Mit [[Éric Guaita]], [[Fran Celades]] und [[Adrian Ferenţi]] ließ der Klub drei weitere Stars aus der Meistersaison ziehen. Dafür holte Semesta mit [[Sofián Cabayé]] und [[Théo Pin]] ein neues Sturmduo zurück in die [[Premera Liga]].
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=== Strukturen ===
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Die Profifußballabteilung des Klubs wurde 1990 vom eingetragenen Verein auf die Fútbol Club de Semesta SAD übertragen, um Investoren in den Klub zu holen. Nach dem Börsengang 1992 hielt Vereinspräsident [[Alfonso Garret i Garret]] ein Aktienpaket von knapp 40 Prozent und übte als größter Aktionär das Amt des Verwaltungsratspräsidenten aus. Nachdem der FC Semesta im Jahr 2004 in heftige finanzielle Schwierigkeiten geraten war, verkaufte Garret einen Teil seiner Anteile und wurde im März 2005 schließlich als Verwaltungsratspräsident abgewählt, woraufhin er auch sein Amt als Vereinspräsident abgab. Sein Nachfolger wurde der Semestiner Unternehmer [[Fernando Ruiz Nerra]], der zusammen mit der Investorengruppe ''Volpes de Semesta Holding Group'' in der Folge auch eine Mehrheit der Aktien übernahm.  
  
Nach dem Umzug des Lokalrivalen [[CA Semestín]] in ein neues [[Syngaz Stadium|vereinseigenes Stadion]] in [[Corbón]] einigten sich der FC Semesta und die Stadt [[Semest]] auf einen umfassenden Umbau des [[Estâdiu Olímpico]]. Der Umbau umfasste eine Entfernung der Aschebahn sowie der Stehplätze. Der Umbau wurde zu Beginn des Jahres 2016 abgeschlossen. Das umgebaute Stadion fasst 72.500 Zuschauer.
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Im Jahr 2012 wurde die Mehrheit der Volpes de Semesta Holding an den [[Johannaren|johannarischen]] Milliardär [[Xohn-Pirez Nagulo]] verkauft. In den folgenden drei Jahren konnte Nagulo seine Aktienanteile an der FC Semesta SAD schrittweise auf 84 Prozent steigern. Die Volpes de Semesta Holding wurde daraufhin zur ''FC Semesta LLC'' umfirmiert und dient als neue Holdinggesellschaft des Klubs. [[Fernando Ruiz Nerra]] blieb als Minderheitseigner der FC Semesta LLC an der Klubführung beteiligt und behielt auch das Amt des Verwaltungsratspräsidenten. Der nicht-kommerzielle Sportverein ''FC Semesta'' besteht als eigenständige Institution weiter und besitzt zur Zeit (Stand 2020) 1,5 Prozent der Aktien an der Kapitalgesellschaft.
  
 
=== Personen ===
 
=== Personen ===
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==== Führung ====
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| Amt
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| Amtsinhaber
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| Nationalität
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! style="background:#EEEEFF" align="center" colspan="3" | '''Klubführung'''
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| style="background:#EEEEEE" align="center" colspan="3" | Verwaltungsrat
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| Präsident
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| [[Fernando Ruiz Nerra]]
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| [[Sagradien]]
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| Verwaltungsrat
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| [[Charles Quilano]]
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| [[Johannarische Republik]]
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| Verwaltungsrat
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| [[Wang Ing-wen]]
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| China
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| Verwaltungsrat
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| [[Roberto Acino]]
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| [[Sagradien]]
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| style="background:#EEEEEE" align="center" colspan="3" | Geschäftsführung
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| Generaldirektor
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| [[Carles Iniain]] <small>(seit 1/2020)</small>
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| [[Sagradien]]
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| Direktor Fußball
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| [[Óliver Escudet]] <small>(seit 8/2020)</small>
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| [[Mikolinien]]
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| Technischer Direktor Profifußball
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| [[David Crospazón]] <small>(seit 2015)</small>
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| [[Sagradien]]
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==== Cheftrainer ====
 
==== Cheftrainer ====
 
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| 1941
 
| 1941
 
| [[Istvan Grósz]]
 
| [[Istvan Grósz]]
| Ungarn
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| [[Premera Liga]] 1939, 1940, 1941
 
| [[Premera Liga]] 1939, 1940, 1941
 
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| 1942
 
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| [[Carles Arzeval]]
 
| [[Carles Arzeval]]
| [[Sagradien]]
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| [[Premera Liga]] 1942
 
| [[Premera Liga]] 1942
 
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| Jul 1947
 
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| [[Plácido Urruabi]]
 
| [[Plácido Urruabi]]
| [[Sagradien]]
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| [[Bild:Flagge-SG.jpg|20px]]
 
| [[Premera Liga]] 1947, 1948, 1950
 
| [[Premera Liga]] 1947, 1948, 1950
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| [[François Colombier]]
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| [[Oscar Guellanes]]
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| Jan 1962
 
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| [[Federico Portillo]]
 
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| Apr 1962
 
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| [[Santiago Gavilán]]
 
| [[Santiago Gavilán]]
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| [[Manuel Arriaga]]
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| Jun 1962
 
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| [[David Alonso]]
 
| [[David Alonso]]
| [[Sagradien]]
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| Mai 1963
 
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| [[António Fillés]]
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| [[Sagradien]]
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| [[Olivier Livenne]]
 
| [[Olivier Livenne]]
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| Jun 1970
 
| Jun 1970
| [[Oscar Jaime Blanco]]
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| [[Gonzalo Blanco]]
| Argentinien
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| [[Bild:Flagge-ARG.jpg|20px]]
 
| [[Premera Liga]] 1968, 1969
 
| [[Premera Liga]] 1968, 1969
 
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| Jun 1973
 
| Jun 1973
 
| [[Francisco Chamot]]
 
| [[Francisco Chamot]]
| [[Sagradien]]
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| [[Bild:Flagge-SG.jpg|20px]]
 
| [[Premera Liga]] 1971; [[Copa Sagradia]] 1973
 
| [[Premera Liga]] 1971; [[Copa Sagradia]] 1973
 
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| Okt 1978
 
| Okt 1978
 
| [[Gustavo Detânia]]
 
| [[Gustavo Detânia]]
| [[Sagradien]]
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| [[Bild:Flagge-SG.jpg|20px]]
 
| [[Premera Liga]] 1975, 1976
 
| [[Premera Liga]] 1975, 1976
 
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| Feb 1979
 
| Feb 1979
| [[António Fillés]]
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| [[William Névez Andrêu]]
| [[Sagradien]]
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| Mai 1980
 
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| [[Luca Martínez]]
 
| [[Luca Martínez]]
| [[Sagradien]]
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| [[Bild:Flagge-SG.jpg|20px]]
 
| [[Copa Sagradia]] 1980
 
| [[Copa Sagradia]] 1980
 
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| Mai 1980
 
| Mai 1980
 
| Aug 1980
 
| Aug 1980
| [[António Fillés]]
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| [[William Névez Andrêu]]
| [[Sagradien]]
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| Dez 1983
 
| Dez 1983
 
| [[Francisco Vallesú Leticiano]]
 
| [[Francisco Vallesú Leticiano]]
| Uruguay
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| [[Bild:Flagge-SG.jpg|20px]]
| [[Premera Liga]] 1982; [[Copa Sagradia]] 1981; [[Europapokal|Champions League 1983]]
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| [[Premera Liga]] 1982; [[Copa Sagradia]] 1981, 1983; [[Europapokal]] der Landesmeister 1983
 
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| Jan 1984
 
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| Jun 1989
 
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| [[Luciano Botero]]
 
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| Paraguay
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| Jan 1990
 
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| [[Arcélio Iniagui]]
 
| [[Arcélio Iniagui]]
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| [[Mariano Blanco]]
 
| [[Mariano Blanco]]
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| Jun 1991
 
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| [[Francisco Vallesú Leticiano]]
 
| [[Francisco Vallesú Leticiano]]
| [[Sagradien]]
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| Jan 1993
 
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| [[Giuseppe Arrieri]]
 
| [[Giuseppe Arrieri]]
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| Jun 1993
 
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| [[Roberto Acino]]
 
| [[Roberto Acino]]
| [[Sagradien]]
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| Jul 1993
 
| Jul 1993
 
| Mär 1997
 
| Mär 1997
| [[Neno Maric]]
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| [[Neno Marić]]
| Kroatien
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| [[Bild:Flagge-CRO.jpg|20px]]
 
| [[Premera Liga]] 1994; [[Copa Sagradia]] 1995
 
| [[Premera Liga]] 1994; [[Copa Sagradia]] 1995
 
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| Jun 2000
 
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| Jan 2001
 
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| Okt 2004
 
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| [[Stefano Detânia]]
 
| [[Stefano Detânia]]
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| [[Premera Liga]] 2002
 
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| Dez 2004
 
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| [[Luis Gracia Miraló]]
 
| [[Luis Gracia Miraló]]
| [[Sagradien]]
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| [[Joán Fernandez]]
 
| [[Joán Fernandez]]
| [[Sagradien]]
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| [[Copa Sagradia]] 2006
 
| [[Copa Sagradia]] 2006
 
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| Jul 2011
 
| Jul 2011
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| [[Luis Gracia Miraló]]
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| [[Bild:Flagge-SG.jpg|20px]]
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| [[Europa League]] 2012; [[Copa Sagradia]] 2013, 2014; [[Premera Liga]] 2014, [[Europapokal|Championsleague]]-Finale 2016
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| Jul 2019
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| [[Félix Setubal]]
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| [[Bild:Flagge-POR.jpg|20px]]
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| -
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| Sep 2019
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| Jun 2025
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| [[Xosé Sant-Estrell]]
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| [[Bild:Flagge-MIC.jpg|20px]]
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| [[Premera Liga]] 2023
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| Jul 2025
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| [[Tristán Lareác]]
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| [[Bild:Flagge-SG.jpg|20px]]
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==== Mannschaftskapitäne ====
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| Amtsbeginn
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| Amtsende
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| Nationalität
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| Jahre im Team
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| Stellvertreter
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| 1970
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| 1978
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| [[Luis Piero Naçano]]
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| [[Bild:Flagge-SG.jpg|20px]]
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| 1960–1978
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| 1978
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| 1980
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| [[Fernando Lasarra]]
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| [[Bild:Flagge-SG.jpg|20px]]
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| 1972–1980
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| 1985
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| [[Roberto Acino]]
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| [[Bild:Flagge-SG.jpg|20px]]
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| 1978–1985
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|
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| 1992
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| [[Daniel Posquerro]]
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| [[Bild:Flagge-SG.jpg|20px]]
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| Bis 1992
 +
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| 1992
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| 1993
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| [[Roberto Santís]]
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| [[Bild:Flagge-SG.jpg|20px]]
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| 1990–1993
 +
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| 1993
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| 1998
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| [[Luq Pètre Samont]]
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| [[Bild:Flagge-MIC.jpg|20px]]
 +
| 1992–1998
 +
| <small>[[Luis Gracia]]</small>
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| 1998
 +
| 2000
 +
| [[Stefano Detânia]]
 +
| [[Bild:Flagge-SG.jpg|20px]]
 +
| 1998–2000
 
||
 
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| [[Luis Gracia Miraló]]
+
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| [[Sagradien]]
+
| 2000
| [[Europa League]] 2012; [[Copa Sagradia]] 2013, 2014; [[Premera Liga]] 2014
+
| 2005
 +
| [[Anderson Lukinga]]
 +
| [[Bild:Flagge-SG.jpg|20px]]
 +
| 1998–2005
 +
| <small>[[David Crospazón]], [[José Nórez]], [[Lorenzo Hialerri]]</small>
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| 2005
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| 2008
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| [[Joann Bernart]]
 +
| [[Bild:Flagge-MIC.jpg|20px]]
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| 2003–2008
 +
| <small>[[Lorenzo Hialerri]], [[Christian Niró]]</small>
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| 2008
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| [[Christian Niró]]
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| [[Bild:Flagge-SG.jpg|20px]]
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| 2002–2009
 +
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| 2008
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| 2010
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| [[César Fernandez]]
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| [[Bild:Flagge-SG.jpg|20px]]
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| 2004–2011
 +
| <small>[[Domênco Casseto]]</small>
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| 2010
 +
| 2021
 +
| [[Domênco Casseto]]
 +
| [[Bild:Flagge-SG.jpg|20px]]
 +
| 2003–2004, 2005-2021, 2021-2022
 +
| <small>[[Adrián Mestu]], [[Diego Lestano]], [[Oier Autxogarai]], [[Nasco Fidel]]</small>
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| 2021
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| 2025
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| [[Nasco Fidel]]
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| [[Bild:Flagge-SG.jpg|20px]]
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| 2013–
 +
| <small>[[Fran Celades]]</small>
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| [[Tizé Biashile]]
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| [[Bild:Flagge-MIC.jpg|20px]]
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| 2022–
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| <small>[[Loyola Gomis]]</small>
 
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=== Rivalitäten ===
 +
Als eine der "Grande Trêis" des sagradischen Fußballs steht Semesta traditionell in Konkurrenz zu den beiden großen sagradischen Fußballklubs [[Tulisium]] und dem [[FC Bosa]]. Vor allem das Duell mit Tulisium wird aufgrund der historischen Städterivalität zwischen [[Semest]] und [[Tulis]] als wichtige Gegnerschadt angesehen. 
 +
 +
Gegen Konkurrenten aus Semest trägt der FCS das "Derbi Semestín" (oder auch "Derbi de la Capital") aus. Traditionelle Rivalen waren dabei [[Racing Aleción]] und [[Acelandaro SC]]. In den letzten Jahren standen die "Füchse" aber vor allem mit dem [[Club Atlético Semestín]] in unmittelbarer Konkurrenz, der sich nach der Jahrtausendwende zu einem der Spitzenvereine in Sagradien entwickelte.
 +
 +
=== Vereinsfarben und Spielkleidung ===
 +
[[Bild:Trikot-Semesta.jpg|thumb|200px]]
 +
 +
Die offiziellen Vereinsfarben des FC Semesta sind Weiß, Schwarz und Rot. Die Farben gehen auf die Vorgängervereine Fortitudo (rot), Nacional (weiß) sowie Bernabéu (schwarz-weiß) zurück und sind zugleich an das rot-weiße Stadtwappen Semests angelehnt.
 +
 +
Der FC Semesta spielt traditionell in weißen Trikots mit schwarzen Ärmeln, schwarzen Hosen und schwarzen oder weißen Stutzen. Das Auswärtstrikot ist meist in den Farben Schwarz und Rot gehalten.
  
 
=== Erfolge ===  
 
=== Erfolge ===  
 
==== International ====
 
==== International ====
 
* 1 mal Europapokal der Landesmeister: 1983
 
* 1 mal Europapokal der Landesmeister: 1983
 +
** 1 mal Champions League-Finale: 2016
 
* 1 mal UEFA Europa League: 2012
 
* 1 mal UEFA Europa League: 2012
 
* 1 mal UEFA-Pokal: 1988
 
* 1 mal UEFA-Pokal: 1988
 
==== National ====
 
==== National ====
* 16 mal [[Premera Liga|Sagradische Meisterschaft]]: 1939, 1940, 1941, 1942, 1947, 1948, 1950, 1968, 1969, 1971, 1975, 1976, 1982, 1994, 2002, 2014
+
* 18 mal [[Premera Liga|Sagradische Meisterschaft]]: 1939, 1940, 1941, 1942, 1947, 1948, 1950, 1968, 1969, 1971, 1975, 1976, 1982, 1985, 1994, 2002, 2014, 2023
* 9 mal [[Copa Sagradia]]: 1941, 1943, 1973, 1980, 1981, 1995, 2006, 2013, 2014
+
* 10 mal [[Copa Sagradia]]: 1941, 1943, 1973, 1980, 1981, 1983, 1995, 2006, 2013, 2014
 
* 2 mal nationales Double: 1941, 2014
 
* 2 mal nationales Double: 1941, 2014
* 3 mal [[Sagradischer Super-Cup]]: 1994, 1995, 2002
+
* 5 mal [[Sagradischer Super-Cup]]: 1994, 1995, 2002, 2013, 2014
 
 
=== Rivalitäten ===
 
Als eine der "Grande Trêis" des sagradischen Fußballs steht Semesta traditionell in Konkurrenz zu den beiden großen sagradischen Fußballklubs [[Juvantêsa Sport]] aus [[Tulis]] und dem [[FC Bosa]]. Vor allem das Duell mit der Juvantêsa wird aufgrund der historischen Städterivalität zwischen [[Semest]] und [[Tulis]] als wichtige Gegnerschadt angesehen. 
 
  
Gegen Rivalen aus Semest trägt der FCS das "Derbi Semestín" (oder auch "Derbi de la Capital") aus. Traditionelle Rivalen waren dabei [[Racing Aleción]] und [[Acelandaro SC]]. In den letzten Jahren standen die "Füchse" aber vor allem mit dem [[Club Atlético Semestín]] in unmittelbarer Konkurrenz.
 
  
 
[[Kategorie: Fußballverein|Semesta]]
 
[[Kategorie: Fußballverein|Semesta]]
 
[[Kategorie: Fußballverein in Sagradien|Semesta]]
 
[[Kategorie: Fußballverein in Sagradien|Semesta]]

Aktuelle Version vom 8. September 2025, 18:20 Uhr

FC Semesta
FCSemesta-Logo.jpg
Voller Name Fútbol Club de Semesta
Ort Semest
Spitzname Volpes, Neriblancœs
Gegründet 1934
Vereinsfarben weiß-rot-schwarz
Stadion Allianz Olímpico
Kapazität 72.500
Rekordspieler Flagge-SG.jpg Domênco Casseto
Rekordtorschütze Flagge-SG.jpg Selle Ribisal
Eigentümer FC Semesta LLC (84 %)
Präsident Flagge-SG.jpg Fernando Ruiz Nerra
Generaldirektor Flagge-SG.jpg Carles Iniain
Cheftrainer Flagge-SG.jpg Tristán Lareác
Spielklasse Premera Liga
Trikot-Semesta-2025-2026.png

Der Fútbol Club de Semesta ist ein Fußballverein aus der sagradischen Hauptstadt Semest. 1934 durch Zusammenschluss mehrerer Traditionsklubs aus der Hauptstadt und ihrer Umgebung entstanden, konnte der Verein bislang (Ende 2023) 18 Mal die sagradische Meisterschaft, zehnmal die Copa Sagradia und dreimal einen Europapokal gewinnen und wird daher neben den noch erfolgreicheren Klubs Tulisium und FC Bosa zu den Trêis Grandes des sagradischen Fußballs gerechnet.

Die Vereinsfarben des FCS sind schwarz, weiß und rot. Die Spieler des Vereins werden auch als Volpes ("Füchse") bezeichnet, die Fußballfans werden Semestistas genannt.

Seit 1954 trägt Semesta seine Heimspiele im Semestiner Estâdiu Olímpico aus, das sich der Verein von 1970 bis 2012 mit dem Lokalrivalen CA Semestín teilte. Nach einem umfassenden Umbau im Jahr 2015/2016 fungiert das Stadion heute als reine Fußballarena mit Platz für 72.500 Zuschauer und trägt aus Sponsoring-Gründen den Namen Allianz Olímpico.

Vereinsgeschichte[bearbeiten]

Politische Gründung[bearbeiten]

Der FC Semesta wurde zum 1. Juni 1934 gegründet und ging auf die Initiative bürgerlicher Semestiner Kreise zurück, die aus diversen Semestiner Stadtteilklubs einen Renommierklub formen wollten, um das Übergewicht der damaligen Branchengrößen Bosa, Tulisium, Duerez und Lesnário zu beenden. Da bei der Gründung der Premera Liga 1931 nur zwei Hauptstadtklubs zugelassen waren und der CS Nacional gleich im ersten Jahr aus der Liga abstieg, verblieb nur der Racing Club als sportlich konkurrenzfähiges Team aus der Hauptstadt. Wegen politischer Differenzen mit der Führung des Racing Club kam die Idee auf, ein neues Hauptstadtteam zu formen, das ein Gegengewicht zu Racing Aleción bilden und dauerhaft in der ersten Liga spielen sollte.

Zunächst gab es hierzu Bedenken bei CS Nacional, das seine Eigenständigkeit bewahren wollte, aufgrund finanzieller Probleme aber schließlich zustimmte. Auf politischen Druck hin und nach einem Führungswechsel an der Spitze der US Arocí gab der Vorort-Klub schließlich ebenfalls nach und stimmte nach anfänglichen Widerständen gegen einen Umzug in die Hauptstadt der Fusion zu. Zur Saison 1934/1935 entstand schließlich der FC Semesta aus den unterklassigen US Arocí, CS Nacional, AS Fortitudo sowie dem Amateurklub Bernabéu Club de Fútbol. Mit dem Racing Club aus dem Stadtteil Aleción verweigerte sich aber der erfolgreichste Hauptstadtklub der Fusion.

Aufstieg und nationale Dominanz in den Vierzigern[bearbeiten]

Nachdem der FCS zunächst in der Zweiten Liga begonnen hatte, konnte er gleich im ersten Jahr den Aufstieg in die Premera Liga feiern und sich dort etablieren. Für Missstimmung in der Stadt sorgte der Umstand, dass sich der FCS gleich mehrerer Spieler des Racing d'Aleción bediente und so den erfolgreicheren Lokalrivalen gezielt zu schwächen suchte. Dass hierfür Handgelder an die Spieler gezahlt wurde, galt damals als Skandal. Höhepunkt war im Sommer 1937 der kontroverse Wechsel des sagradischen Nationalstürmers Selle Ribisal, der das schwarz-blaue gegen ein weißes Trikot tauschte und schnell zum absoluten Star des Teams wurde.

Im selben Jahr wurde mit dem Ungarn Istvan Grósz der künftige Erfolgstrainer der Liga verpflichtet. Unter Grósz gewann das Team 1939, 1940 und 1941 dreimal in Folge die Meisterschaft. Dennoch musste der Trainer seinen Stuhl räumen, nachdem es zu Unstimmigkeiten mit der Klubführung gekommen war. Unter Grósz' Nachfolger Carles Arzeval wurde der FC 1942 erneut sagradischer Meister und dominierte die Liga. Im Jahr 1942 spielte die sagradische Fußballnationalmannschaft in einem Spiel ausschließlich mit Spielern aus der Hauptstadt, wobei allein acht vom FC Semesta stammten.

Das Image des Vereins litt enorm unter der politischen Einflussnahme, sodass der populärere Klub CS Nacional nach dem Krieg im Jahr 1945 als Amateurverein wiedergegründet wurde. Auch in Arocí wurde mit der Reunión Sportiva Aroçana ein Nachfolgeverein der alten Unión Sportiva gegründet, die mit zwei Meistertiteln die größte eigenständige Tradition unter den Gründungsvereinen des FCS aufwies. Dennoch blieb Semesta in der Premera Liga erfolgreich und gewann 1947 und 1949 die Copa Sagradia sowie 1947, 1948 und 1950 die Premera Liga. Die im Frühjahr 1945 ins Amt gelangte neue Klubführung um Präsident Gracián Altobel gab sich bescheiden und suchte größere Distanz zur Politik zu halten. Dennoch blieben die Lokalrivalen von Racing Aleción und Acelandaro SC lange Zeit die beliebteren Klubs in der Stadt.

Sportliche Talfahrt und Wiedererstarken[bearbeiten]

Nach dem Karriereende von Klublegende Selle Ribisal, bis heute erfolgreichster Torschütze des FCS, begann das Ende der Erfolgsära. Die Meisterschaft des Jahres 1950 blieb für einige Jahre der letzte Titel der Füchse. Zwar erreichte der Verein auch weiterhin meist noch vordere Tabellenplätze, die nationale Dominanz der vierziger Jahre war aber vorüber. Der sportliche Niedergang resultierte in der Saison 1961/1962 in einem überraschenden 18. Tabellenplatz, womit der FCS erstmals seit dem Aufstieg 1935 den Gang in die Zweitklassigkeit antreten musste. Nach zwei Spielzeiten in der Segôna Liga stieg der Verein 1964 wieder in die sagradische Eliteliga auf und konnte sich dort gleich wieder etablieren. Unter dem argentinischen Trainer Gonzalo Blanco wuchs ein schlagkräftiges Team heran, das 1968 und 1969 zweimal in Folge sagradischer Meister werden konnte und damit die sportliche Talfahrt der frühen Sechziger Jahre endgültig überwinden konnte. Kapitän und Leitfigur der Meistermannschaft von 68/69 war Luis Piero Naçano, der lange Zeit die meisten Ligaeinsätze für die Füchse auf dem Konto hatte, ehe er von Domênco Casseto überholt wurde.

Die Siebziger Jahre[bearbeiten]

Mit den zwei Meisterschaften hatte sich der Klub endgültig wieder als Spitzenverein etabliert und konnte 1971 mit Francisco Chamot als Trainer die dritte Meisterschaft binnen vier Jahren gewinnen. 1973 gewann der Verein zum vierten Mal die Copa Sagradia, kurz danach kehrte der ehemalige FC-Spieler Gustavo Detânia als Trainer aus Mesarque in die Hauptstadt zurück. Unter ihm erlebte der Klub weitere Höhenflüge. Mit Nationalspielern wie Kapitän Luis Piero Naçano, Fernando Lasarra und Loren Sartí sowie dem niederländischen Vizeweltmeister Jan van Hanen im Team, wurde der FCS 1975 und 1976 erneut zweimal in Folge Meister und brach für zwei Jahre die Dominanz der beiden Spitzenklubs Tulisium und FC Bosa. Mit dem Erfolg etablierte sich der FC Semesta endgültig als einer der drei großen Klubs des Landes und verdrängte frühere Erfolgsvereine wie den FC Duerez, Lesnário oder den Mesarque SC auf die Plätze. Seit dieser Zeit etablierte sich auch der Begriff der „Trêis Grandes", womit die drei dominanten sagradischen Klubs Tulisium, FC Bosa und FC Semesta gemeint waren, die in den gesamten Siebziger Jahren und mit Ausnahme des Jahres 1984 auch in den Achtziger Jahren den sagradischen Meister unter sich ausmachten.

Internationale Erfolge in den Achtziger Jahren[bearbeiten]

Aufstellungen im Europapokalfinale 1983, 1:0 gegen Juventus Turin

Nach dem fünften Platz im Jahr 1977 und dem zwölften Rang 1978 zerbrach das Semestiner Erfolgsteam. Naçano beendete 1978 seine Karriere und Trainer Detânia musste den Klub in der Saison 1978/1979 verlassen. Auch unter seinen Nachfolgern William Névez Andrêu und Luca Martínez blieben trotz des Pokalsiegs 1980 die Erfolge in der Meisterschaft aus. Erst Francisco Vallesú Leticiano, der vom FC l’Artir als Trainer abgeworben werden konnte, brachte den Verein wieder in die Erfolgsspur zurück. Um die Mittelfeldspieler Eduardo Clavet und Roberto Acino wurde erneut eine ambitionierte Mannschaft geformt, zu der auch die Nationalspieler Diego Cruzera und Marcelo de Gustavo sowie der irische Angreifer Eoin Stewart gehörten.

Das Team gewann 1982 schließlich den achten Meistertitel und überholte damit den FC Duerez. In der Folgespielzeit erreichte der FC Semesta erstmals überhaupt das Finale im Europapokal der Landesmeister. Gegen den deutschen Vertreter Hamburger SV gewann das Team um Clavet und Co. mit 1:0 und setzte sich die europäische Krone auf. Damit war der Verein endgültig unter die großen Klubs Europas aufgestiegen. 1985 folgte erneut die nationale Meisterschaft und 1988 mit dem Gewinn des UEFA-Cups ein weiterer europäischer Pokaltriumph für den sagradischen Hauptstadtverein, der längst die Nummer Eins in der Kapitale geworden war und mit frischem Angriffsfußball viele neue Sympathisanten finden konnte.

Beginn der Ära Garret i Garret und die Meisterschaft 1994[bearbeiten]

Obwohl in den folgenden Jahren keine Titel erobert werden konnten, spielte der Klub nicht erfolglos und verpasste zwischen 1986 und 1992 viermal als Vizemeister nur knapp die neunte Meisterschaft. Bereits 1989 hatte der Unternehmer Alfonso Garret i Garret die Führung des Vereins übernommen und viel Geld in das Team gesteckt. 1992 wandelte er den FC Semesta in ein Aktienunternehmen um und brachte ihn als ersten sagradischen Fußballklub überhaupt an die Börse, auch um die teuren Investitionen in die Mannschaft zu finanzieren. Um die langjährigen Leistungsträger und Führungsspieler Redondo Aires, Manuel Cuélez, Luq Samont und Manuel Chabonet baute Garret i Garret ein schlagkräftiges Team auf. Zu diesem zählten internationale Stars wie Luis Camões sowie die sagradischen Nationalspieler Roberto Santís, Enrico Torc, Ibrahim Salú und Hernán Queray.

Trotz eines starken Teams gelang es dem Verein aber zunächst nicht, in den frühen Neunziger Jahren in das durch die Krisen von Bosa und Tulisium entstandene Vakuum zu treten. 1992 wurde Semesta unter der Leitung des italienischen Erfolgstrainers Giuseppe Arrieri Ligazweiter hinter dem AC Gerón, beim Überraschungserfolg von Sportivo Vesaey im Jahr 1993 belegte der Klub nur Platz 8. Erst unter dem Kroaten Neno Marić als Cheftrainer konnte die Mannschaft die hohen Erwartungen der Klubführung erfüllen und 1994 zum neunten Mal insgesamt die sagradische Meisterschaft an die Rúa de la Serenitá holen. In der Saison 1994/1995 verpasste die Mannschaft nur knapp die Titelverteidigung in der Liga gegen Tulisium und wurde Vizemeister, konnte aber das Finale in der Copa Sagradia für sich entscheiden.

Jahre des Geldregens und Meisterschaft 2002[bearbeiten]

Nach der erfolglosen Saison 1996/1997 bemühte sich der Verein um eine umfassende Neustrukturierung des Kaders. Nachfolger des entlassenen Erfolgstrainers Neno Maric wurde der Argentinier António Huber. Enrico Torc hatte den Klub bereits im Winter 1996/1997 nach einem Streit mit der sportlichen Führung in Richtung Bosa verlassen, Torwartlegende Manuel Chabonet hatte seinen Platz im Tor an Claudio Sirascón verloren und Kapitän Luq Samont kehrte 1998 in seine Heimat zurück. In die Nationalspieler Marco Conianatra (von Tulisium), Stefano Detânia (von FC Bosa) und Anderson Lukinga (von SC Mistrech) sowie den italienischen Stürmer Luigi Arita (von UD Tules) wurden nun abermals zahlreiche Millionen investiert. Nach der Saison 1998/1999 folgten mit Altstar Jean-Armand Repain, dem Dänen Kjeld Nørlund und anderen zahlreiche weitere teure Spieler. Unter den vielen Neuzugängen waren neben den genannten auch klare Fehleinkäufe wie der Brasilianer Vampeta, der Schweizer Mario Ziegler und der Uruguayer Darío Longhi, der 2000 für die Rekordsumme von 30 Millionen Euro von Atlético Madrid verpflichtet wurde, aber nur sieben Tore in der Liga erzielen konnte und den Klub schließlich nach nur einer Spielzeit wieder verließ. Auch die Verpflichtung von Spielern deutlich jenseits der 30 wie Repain und Stefano Detânia wurde von Teilen der Anhängerschaft kritisiert.

Nach anfänglichen Problemen gelang es aber Trainer António Huber, binnen drei Jahren aus den Neueinkäufen ein schlagkräftiges Team zu formen, das am Ende der Saison 1999/2000, wenn auch mit deutlichem Rückstand auf Meister Tulisium, Tabellenzweiter der Premera Liga wurde. Nachdem Huber daraufhin zum Rivalen FC Bosa gewechselt war, übernahm zur Saison 2000/2001 der bis dahin unbekannte Sabino Selés die Leitung der Mannschaft, wurde aber bereits im Winter vom ehemaligen Libero Stefano Detânia als Cheftrainer abgelöst. Detânia bildete mit dem neuen Sportdirektor Jean-Armand Repain bald die neue sportliche Leitung. Mit den Transfers von Luca Piro und José Delgado bewiesen die beiden ein glückliches Händchen. Beide wurden in der Folge sagradische Nationalspieler. Erstmals seit Jahren zeigte das Team eine klare und geordnete Teamhierarchie mit Nørlund als Mittelfeldchef, Anderson als jungen Kapitän und Lorenzo Hialerri als Abwehrchef. Arita und Delgado bildeten darüber hinaus ein schlagkräftiges Angriffsduo, das den besten Sturm der Liga darstellte. Verdient wurde der Klub in der Saison 2001/2002 zum zehnten Mal sagradischer Meister und gewann einen Meisterstern auf dem Trikot. Damit gelang es dem FCS als einzigem, die seit 1998 andauernde Vorherrschaft des Serienmeisters Tulisium nach vier Meisterschaften in Folge vorübergehend zu durchbrechen. In den folgenden beiden Spielzeiten nahm Semesta damit wieder an der Champions League teil und konnte durch die Mehreinnahmen den teuren Kader bezahlen, dennoch war der Klub bereits hoch verschuldet.

Abgrund und Neuanfang[bearbeiten]

Nachdem die Liga finanzielle Unregelmäßigkeiten beim FC Semesta aufgedeckt hatte, erhielt der Verein in der Saison 2003/2004 einen Punktabzug und verpasste dadurch die Teilnahme am internationalen Wettbewerb. Dies führte zu großen internen Spannungen zwischen Präsident Garret und der sportlichen Leitung um Trainer Detânia und Sportdirektor Hernán Queray, der 2003 von Repain übernommen hatte. Aufgrund der Einnahmeverluste mussten Leistungsträger und Großverdiener wie José Delgado und Kjeld Nørlund verkauft werden. Die Verpflichtung von Nachfolgern sollte nun deutlich weniger kosten. Der Transfer des Portugiesen Rui Sousa von SC Mistrech wurde durch das Ausleihgeschäft mit dem Ukrainer Martin Serenko teilweise refinanziert. Trotz der Verpflichtung ambitionierter jüngerer Spieler wie George Anthony Kalou und Cesar Fernandez startete auch die Saison 2004/2005 mit einer Negativserie, sodass Trainer Detânia im Oktober 2004 entlassen wurde. Als Nachfolger übernahm zunächst sein Co-Trainer Luis Gracia, der die sportliche Talfahrt aber nicht aufhalten konnte. Die Suche nach einem neuen Trainer gestaltete sich schwierig. Im Dezember 2004 konnte schließlich Joán Fernandez aus seinem Vertrag bei Mesarque SC herausgekauft werden. Kurz darauf wurde der riesige Schuldenberg des Vereins bekannt, woraufhin es zu heftigen internen Auseinandersetzungen kam. Sportdirektor Queray, der Fernandez geholt hatte, trat im Januar 2005 im Kompetenzstreit mit Präsident Garret von seinem Posten zurück. Wenig später kam es zu einem vereinsinternen Putsch gegen den Präsidenten, der nach 16 Jahren an der Spitze des Vereins weitgehend entmachtet wurde und schließlich vom höchsten Vereinsposten abtrat. Sein Nachfolger Fernando Ruiz Nerra, der im März 2005 gewählt wurde, versprach den Verein wieder zu konsolidieren. Sportdirektor Queray wurde im Juni 2005 durch José Del Vigo ersetzt, der als neuer Generaldirektor des Vereins für alle geschäftlichen Fragen zuständig wurde und dem Verein einen strikten Sparkurs verordnete.

Durch eine konsequente Trainingsarbeit und die Förderung jüngerer Spieler schaffte es die neue sportliche Leitung um Fernandez, den Klub am Ende der Saison 2004/2005 noch als Sechster in den internationalen Pokal zu führen. Angesichts der angespannten Finanzsituation entschlossen sich Del Vigo und Fernandez, den bereits eingeschlagenen Kurs der Mannschaftsverjüngung und des Verkaufs von Stars weiterzuführen. Aus der Not wurde so eine Tugend gemacht. Mit den Nationalspielern Anderson Lukinga und Luca Sierra sowie den ausländischen Stars Jean Pascal Diara, Andriy Vladow und Caetano wurden Großverdiener verkauft. Für keinen einzigen Neuzugang wurden Ablösesummen bezahlt. Stattdessen wurden mehrere Perspektivspieler aus der Jugendabteilung in die Mannschaft geholt. Erst der im Winter zum Team gestoßene Schweizer Jugendnationalspieler Mehmet Buskat kostete den Verein eine Ablöse. Dennoch schaffte die junge Mannschaft es, eine erfolgreiche Saison zu spielen. Am Ende der Spielzeit stand der FCS auf Platz 4 und und scheiterte erst in der Qualifikation zur Champions League. Außerdem siegte der Klub im Finale der Copa Sagradia gegen den Lesnário FC und gewann damit den ersten Titel seit 2002.

Ära Fernandez[bearbeiten]

Die sportlichen Erfolge wurden aber von weiteren Finanzquerelen und Skandalen überschattet. Im Laufe der Saison 2005/2006 wurde bekannt, dass es unter der Präsidentschaft Garrets zu finanziellen Unregelmäßigkeiten gekommen war, sodass der Klub für die Saison 2005/2006 mit einem Punktabzug von 7 Punkten bestraft wurde und Gelder in Millionenhöhe nachzahlen musste. Erneut mussten Leistungsträger verkauft werden, darunter die Abwehrstammkräfte Mansur Saleh und Lorenzo Hialerri, Mittelfeldmotor George Anthony Kalou und die Stürmer Santiago Moar und Manuel Djandbesi. Erneut setzte man bei den Nachfolgern auf junge Talente wie den Polen Mariusz Czelek und den Schweizer Guy Perceval oder ablösefreie Routiniers wie Marco Tela. Lediglich für den 22-jährigen Nationalspieler Adrián Mestu von Desportivo Bosa und den ivorischen Stürmer Jeremy Issa wurden Ablösesummen in Millionenhöhe gezahlt. Trotz der sieben Punkte Abzug erreichte das junge Team auch dank der 21 Saisontore von Stürmer Cesar Fernandez am Ende Platz 7, verfehlte damit aber knapp die erneute Teilnahme am internationalen Wettbewerb. Noch schmerzlicher für die FCS-Fans war schließlich die Meisterschaft des millionenstarken Lokalrivalen CA Semestín, der mit Ex-Fuchs Kalou, Meistertrainer Joán Restávio und den Millionen des Russen Maxim Fjedorow die Liga dominierte.

Da nun auch zusätzliche Millionen aus dem internationalen Wettbewerb fehlten, führte das sportliche Führungsgespann des Klubs den Kurs fort, investierte aber gezielt in Perspektivspieler. Aufgrund seines jungen Teams und seines ansehnlichen Offensivfußballs wurde die Fernandez-Truppe bald mit dem FC Arsenal verglichen. Mit Rui Sousa und Luca Piro verließen im Sommer 2007 weitere Altstars den Klub. Die prominentesten Neuzugänge waren der 22-jährige Brasilianer Naldinho und der 20-jährige Oscar Belempe. Mit dem 19-jährigen Guy Perceval und dem 24-jährigen Domênco Casseto agierte nach der Verletzung von Kapitän Joann Bernart die jüngste Innenverteidigung der Liga und der 20-jährige Niederländer Felix Adoube-Luosu gehörte zu den Shootingstars der Saison. Am Ende wurde der Mut der Verantwortlichen belohnt, das Team beendete die Spielzeit als Dritter vor dem Lokalrivalen vom CA und konnte sich in der Folge auch für die Champions League qualifizieren. Zudem war die wirtschaftliche Gesundung so weit vorangeschritten, dass der Verein für die Folgespielzeit 2008/2009 wieder in die Geldschatulle greifen konnte, um das Team auch international konkurrenzfähig zu halten. Mit dem kroatischen Spielmacher Luka Nresna und dem französischen U-21-Nationalstürmer Yoan Bezaidi stießen neue Talente zum Team, die der Mannschaft sofort weiterhelfen konnten. Am Ende konnte Platz 3 aus der Vorsaison wiederholt werden.

Nach der erneuten Championsleague-Qualifikation 2010 belegte Semesta in der Saison 2010/2011 trotz 32 Saisontoren von Stürmer Alberto Juan Florentín nur Platz 7 und konnte die gestiegenen Erwartungen in neue Erfolge des konsolidierten und hoch gehandelten Teams nicht erfüllen. Im Einvernehmen trennten sich der Verein und Trainer Joán Fernandez voneinander, nachdem Fernandez in sechseinhalb Jahren das Team trotz schwieriger finanzieller Lage zwar konsolidieren, außer einer Copa Sagradia aber keine Titel vorweisen konnte.

Titelerfolge unter Luis Gracia[bearbeiten]

Aufstellungen im Finale der UEFA Europa League 2012, 3:0 gegen Athletic Bilbao

Zur Spielzeit 2011/2012 kehrte Luis Gracia Miraló als Trainer zu den Füchsen zurück, der die Mannschaft bereits in der Saison 2004/2005 mehrere Spiele als Interimstrainer betreut hatte. Unter Luis Gracia, der vom Ligakonkurrenten Cuentra Fútbol AS verpflichtet wurde, kehrten die Titelerfolge in die Hauptstadt zurück. Mit dem Trainerwechsel wagte der Klub auch im Team einen personellen Schnitt und trennte sich im Sommer 2011 von früheren Leistungsträgern wie Kapitän Cesar Fernandez, Torhüter Jerzy Kovalik und den Verteidigern Guy Perceval und Oscar Belempe. Mit Torhüter-Talent Diego Lestano und den jungen Verteidigern Javi Vella und António de María wurden wiederum junge Nachwuchskräfte in die Verantwortung genommen.

Aufstellungen im Finale der UEFA Champions League 2016, 1:1; 3:5 n.E. gegen Real Madrid

Gleich die erste Saison unter Luis Gracia wurde mit Platz 3 in der Liga und dem Einzug ins Finale der Europa League zur erfolgreichsten Saison des Vereins seit dem Meistertitel 2002. Mit dem Sieg im EL-Finale konnte Semesta sogar den ersten internationalen Titel seit 1988 feiern. In der Folgesaison 2012/2013 bestätigte der Klub den Rang als Dritter der Liga und gewann zudem zum neunten Mal in der Vereinsgeschichte die Copa Sagradia. Nach einer überzeugenden Kampagne und mit einem spiel- und konterstarken Team um Nationalspieler wie David López, Paul Ibareki und Javi Vella gelang es dem FCS schließlich, in der Saison 2013/2014 nach 38 Spieltagen die Tabelle der Premera Liga anzuführen und damit erstmals seit 12 Jahren wieder die sagradische Meisterschaft für sich zu entscheiden. Am Ende lag das Team deutlich vor den Rivalen aus Tules und Bosa. Auch in der Copa Sagradia konnten die Füchse überzeugen und den Titel aus dem Vorjahr verteidigen. Den Hauptstädtern gelang damit zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte der Gewinn des Doubles aus Meisterschaft und Pokal. Vorläufiger Höhepunkt der Ära Luis Gracia war schließlich das Erreichen des Championsleague-Finales 2016, das die Semestiner nach einem 1:1 nach Verlängerung erst im Elfmeterschießen gegen Real Madrid verloren.

Umbrüche in Verein und Management[bearbeiten]

Bereits im Jahr 2012 hatte der johannarische Milliardär Xohn-Pirez Nagulo mit seiner Nagulo Investment Company die Anteilsmehrheit des Vereins übernommen, Joán Ruiz Nerra blieb aber Anteilseigner und Präsident des Klubs. Auch verlängerte der Verein den Vertrag mit Generalmanager José Del Vigo, dessen Name für die finanzielle Gesundung des Vereins stand. Das von Del Vigo verfolgte Projekt eines Stadion-Neubaus wurde aber nicht umgesetzt. Nach dem Umzug des Lokalrivalen CA Semestín in ein neues vereinseigenes Stadion in Corbón einigten sich der FC Semesta und die Stadt Semest statt eines Neubaus auf einen umfassenden Umbau des Estâdiu Olímpico. Der Umbau umfasste eine Entfernung der Aschebahn sowie der Stehplätze. Der Umbau wurde zu Beginn des Jahres 2016 abgeschlossen. Das umgebaute Stadion fasst 72.500 Zuschauer und trägt seit Juli 2016 aus Sponsoring-Gründen den Namen Allianz Olímpico.

Um den Stadionumbau zu finanzieren, verkaufte Semesta mehrere Stars und blieb damit dem eigenen Erfolgsrezept der Vorjahre treu. Im Sommer 2016 wechselte Marlin Wilfrey für eine Rekordablösesumme von 71 Millionen Euro zum Ligarivalen Tulisium, ein Jahr später wurde Toptalent Daúd Chaboul für 65 Millionen Euro an Manchester City verkauft und im Sommer 2018 nahm Semesta für Torhüter Diego Lestano die nunmalige Rekordsumme von 80 Millionen Euro vom FC Chelsea entgegen. Ersetzt wurden diese Spieler durch hochtalentierte Nachwuchsspieler wie Mikaël Cissoko, Aly Ismaël und Callum Zonzy. Zwar tätigte Semesta selbst im Jahr 2016 einen Rekordtransfer und überwies für die Dienste des deutschen Nationalstürmers Cedric Adebayo 50 Millionen Euro an Schalke 04. Ein Großteil der eingenommenen Ablösesummen wurde aber für den Stadionumbau genutzt.

Die erneuten Sparmaßnahmen und die relative Instabilität im Kader führten aber zu einer abnehmenden Formkurve. Mit dem verlorenen Finale der Copa Sagradia gegen den Lokalrivalen CA Semestín verpasste Semesta im Frühjahr 2019 den einzigen Titel in fünf Jahren. Nachdem Semesta mit Platz 5, Platz 4 und Platz 5 den Anschluss an die Tabellenspitze zu verlieren drohte, kam es im Sommer 2019 schließich zu einem größeren Umbruch im Verein. Nach acht Spielzeiten verließ mit Trainer Luis Gracia einer der Väter der vergangenen Erfolge den Klub im gegenseitigen Einvernehmen mit der Vereinsführung. Als Nachfolger Luis Gracias präsentierte die Klubführung den Portugiesen Félix Setubal. Dieser war der erste ausländische Chefcoach der Füchse seit 19 Jahren. Wenig später gab auch Generalmanager José Del Vigo bekannt, seinen im Januar 2020 auslaufenden Vertrag nicht verlängern und sich stattdessen nach 14 Jahren aus seinem Amt zurückziehen zu wollen. Als Nachfolger in der Geschäftsführung präsentierte der Verein schließlich Carles Iniain, der zuvor für das Marketing des Klubs zuständig gewesen war. Wenig später wurde mit dem Mikolinier Óliver Escudet ein neuer Fußballdirektor verpflichtet, der die Hauptverantwortung für die sportliche Ausrichtung des Klubs übernehmen sollte.

Erfolge unter Xosé Sant-Estrell[bearbeiten]

Im Sommer 2019 wurde der Kader weiter verändert. Mit Verteidiger Djibril Zomora (für 61,5 Millionen Euro zum FC Bosa) und Stürmer Cedric Adebayo (für 56 Millionen Euro zum FC Arsenal) verkaufte der Klub erneut zwei Leistungsträger. Unter dem neuen Trainer Félix Setubal kam es aber von Beginn an zu Streitigkeiten mit Führungsspielern wie Kapitän Domênco Casseto und Mittelfeldstar Karim Minoun. Nachdem Semesta zudem mit drei Niederlagen in die Saison gestartet war, trennte sich der Klub schon Ende September, keine drei Monate nach Amtsantritt, von Trainer Setubal. Nachfolger wurde der Mikolinier Xosé Sant-Estrell, der zuvor Tulisium und Racing Servette zum Meister gemacht hatte.

Auch Sant-Estrell traf zwei unpopuläre Entscheidungen, indem er Publikumsliebling Paul Ibareki aussortierte und den als Starstürmer vorgesehenen Damián Prieto auf die Bank setzte. Stattdessen setzte Sant-Estrell auf eine flexible Offensive mit dem 18-jährigen amerikanischen Shootingstar Callum Zonzy, dem Mikolinier Mikael Cissoko und dem Franzosen Isaac Dombélé als Angriffsreihe. Auch in der Defensive verließ sich Sant-Estrell auf Nachwuchskräfte wie den 20-jährigen neuen Stammtorhüter Luís Manuel, den 21-jährigen Innenverteidiger Beniss Ndop und den 20-jährigen Außenverteidiger Éric Guaita. Mit diesem Team gelang es Sant-Estrell, seine erste Spielzeit auf dem vierten Rang und der Qualifikation für die Champions League abzuschließen.

Im Sommer 2020 wurde erstmals seit Jahren kein Leistungsträger abgegeben. Stattdessen konnten sich die Volpes mit dem brasilianischen Innenverteidiger Felipe Mendes und dem 19-jährigen rumänischen Supertalent Adrian Ferenţi entscheidend verstärken. Im Sommer 2021 folgte mit Nationalspieler Fran Celades ein weiterer wichtiger Baustein der neuen Mannschaft, der dem Team die fehlende Erfahrung gab. Nach Platz 3 in der Saison 2020/2021 wurde Semesta in der Spielzeit 2021/2022 Vizemeister hinter dem FC Tulisium. Nach einer überragenden Saison konnte Semesta schließlich die Saison 2022/2023 als Tabellenführer abschließen und sicherte sich damit die erste Meisterschaft seit neun Jahren. Angreifer Callum Zonzy wurde zudem zum Spieler der Saison in der Premera Liga gewählt.

Jüngste Vergangenheit[bearbeiten]

Auch aufgrund zahlreicher Abgänge und Verletzungssorgen konnte Semesta in den Folgespielzeiten nicht mehr an die Dominanz aus dem Meisterjahr anschließen. Im Sommer 2023 verlor Semesta mit Luís Manuel, Yann Lareác, Hakim Noussairi und Mikaël Cissoko vier Stützen aus der Meistersaison, ein Jahr später folgten Felipe Mendes und Callum Zonzy, zudem war Nationalverteidiger Éric Guaita über längere Strecken verletzt. Die Saison 2023/24 endete mit der Vizemeisterschaft, doch lag Semesta am Ende mit 18 Punkten Rückstand deutlich hinter dem Lokalrivalen CA Semestín. In der Spielzeit 2024/25 kämpften die Volpes schließlich mit zahlreichen internen Querelen und konnten die Spielzeit nur auf Platz 6 der Premera Liga abschließen.

Der Klub trennte sich schließlich nach Saisonende von Erfolgstrainer Xosé Sant-Estrell und stellte kurz darauf Tristán Lareác als Nachfolger vor, der den FC Viça zuvor in die internationalen Ränge und zum Finalsieg in der Copa Sagradia geführt hatte. Mit dem Trainerwechsel wurde ein erneuter Kaderumbau vollzogen, um das Team an das von Lareác präferierte Spielsystem mit Dreierkette anzupassen. Mit Éric Guaita, Fran Celades und Adrian Ferenţi ließ der Klub drei weitere Stars aus der Meistersaison ziehen. Dafür holte Semesta mit Sofián Cabayé und Théo Pin ein neues Sturmduo zurück in die Premera Liga.

Strukturen[bearbeiten]

Die Profifußballabteilung des Klubs wurde 1990 vom eingetragenen Verein auf die Fútbol Club de Semesta SAD übertragen, um Investoren in den Klub zu holen. Nach dem Börsengang 1992 hielt Vereinspräsident Alfonso Garret i Garret ein Aktienpaket von knapp 40 Prozent und übte als größter Aktionär das Amt des Verwaltungsratspräsidenten aus. Nachdem der FC Semesta im Jahr 2004 in heftige finanzielle Schwierigkeiten geraten war, verkaufte Garret einen Teil seiner Anteile und wurde im März 2005 schließlich als Verwaltungsratspräsident abgewählt, woraufhin er auch sein Amt als Vereinspräsident abgab. Sein Nachfolger wurde der Semestiner Unternehmer Fernando Ruiz Nerra, der zusammen mit der Investorengruppe Volpes de Semesta Holding Group in der Folge auch eine Mehrheit der Aktien übernahm.

Im Jahr 2012 wurde die Mehrheit der Volpes de Semesta Holding an den johannarischen Milliardär Xohn-Pirez Nagulo verkauft. In den folgenden drei Jahren konnte Nagulo seine Aktienanteile an der FC Semesta SAD schrittweise auf 84 Prozent steigern. Die Volpes de Semesta Holding wurde daraufhin zur FC Semesta LLC umfirmiert und dient als neue Holdinggesellschaft des Klubs. Fernando Ruiz Nerra blieb als Minderheitseigner der FC Semesta LLC an der Klubführung beteiligt und behielt auch das Amt des Verwaltungsratspräsidenten. Der nicht-kommerzielle Sportverein FC Semesta besteht als eigenständige Institution weiter und besitzt zur Zeit (Stand 2020) 1,5 Prozent der Aktien an der Kapitalgesellschaft.

Personen[bearbeiten]

Führung[bearbeiten]

Amt Amtsinhaber Nationalität
Klubführung
Verwaltungsrat
Präsident Fernando Ruiz Nerra Sagradien
Verwaltungsrat Charles Quilano Johannarische Republik
Verwaltungsrat Wang Ing-wen China
Verwaltungsrat Roberto Acino Sagradien
Geschäftsführung
Generaldirektor Carles Iniain (seit 1/2020) Sagradien
Direktor Fußball Óliver Escudet (seit 8/2020) Mikolinien
Technischer Direktor Profifußball David Crospazón (seit 2015) Sagradien

Cheftrainer[bearbeiten]

Amtsbeginn Amtsende Amtsinhaber Nationalität Erfolge
1937 1941 Istvan Grósz Flagge-HUN.jpg Premera Liga 1939, 1940, 1941
1941 1942 Carles Arzeval Flagge-SG.jpg Premera Liga 1942
Jul 1947 Dez 1950 Plácido Urruabi Flagge-SG.jpg Premera Liga 1947, 1948, 1950
Dez 1950 Jun 1954 François Colombier Flagge-FRA.jpg
Jul 1954 Jun 1960 Oscar Guerini Flagge-ITA.jpg Flagge-URU.jpg
Jul 1960 Jan 1962 Federico Portillo Flagge-SG.jpg
Jan 1962 Apr 1962 Santiago Gavilán Flagge-SG.jpg
Apr 1962 Mai 1962 Manuel Arriaga Flagge-SG.jpg
Mai 1962 Jun 1962 David Alonso Flagge-SG.jpg
Jun 1962 Mai 1963 William Névez Andrêu Flagge-SG.jpg
Mai 1963 Sep 1965 Olivier Livenne Flagge-FRA.jpg
Sep 1965 Jun 1970 Gonzalo Blanco Flagge-ARG.jpg Premera Liga 1968, 1969
Jul 1970 Jun 1973 Francisco Chamot Flagge-SG.jpg Premera Liga 1971; Copa Sagradia 1973
Jul 1973 Okt 1978 Gustavo Detânia Flagge-SG.jpg Premera Liga 1975, 1976
Okt 1978 Feb 1979 William Névez Andrêu Flagge-SG.jpg
Feb 1979 Mai 1980 Luca Martínez Flagge-SG.jpg Copa Sagradia 1980
Mai 1980 Aug 1980 William Névez Andrêu Flagge-SG.jpg
Aug 1980 Dez 1983 Francisco Vallesú Leticiano Flagge-SG.jpg Premera Liga 1982; Copa Sagradia 1981, 1983; Europapokal der Landesmeister 1983
Jan 1984 Jun 1989 Luciano Botero Flagge-PAR.jpg Premera Liga 1985, UEFA-Pokal 1988
Jun 1989 Jan 1990 Arcélio Iniagui Flagge-SG.jpg
Jan 1990 Feb 1990 Mariano Blanco Flagge-SG.jpg
Feb 1990 Jun 1991 Francisco Vallesú Leticiano Flagge-SG.jpg
Jul 1991 Jan 1993 Giuseppe Arrieri Flagge-ITA.jpg
Jan 1993 Jun 1993 Roberto Acino Flagge-SG.jpg
Jul 1993 Mär 1997 Neno Marić Flagge-CRO.jpg Premera Liga 1994; Copa Sagradia 1995
Mär 1997 Jun 2000 António Huber Flagge-ARG.jpg
Jul 2000 Jan 2001 Sabino Selés Flagge-SG.jpg
Jan 2001 Okt 2004 Stefano Detânia Flagge-SG.jpg Premera Liga 2002
Nov 2004 Dez 2004 Luis Gracia Miraló Flagge-SG.jpg
Dez 2004 Jun 2011 Joán Fernandez Flagge-SG.jpg Copa Sagradia 2006
Jul 2011 Jun 2019 Luis Gracia Miraló Flagge-SG.jpg Europa League 2012; Copa Sagradia 2013, 2014; Premera Liga 2014, Championsleague-Finale 2016
Jul 2019 Sep 2019 Félix Setubal Flagge-POR.jpg -
Sep 2019 Jun 2025 Xosé Sant-Estrell Flagge-MIC.jpg Premera Liga 2023
Jul 2025 Tristán Lareác Flagge-SG.jpg

Mannschaftskapitäne[bearbeiten]

Amtsbeginn Amtsende Amtsinhaber Nationalität Jahre im Team Stellvertreter
1970 1978 Luis Piero Naçano Flagge-SG.jpg 1960–1978
1978 1980 Fernando Lasarra Flagge-SG.jpg 1972–1980
1985 Roberto Acino Flagge-SG.jpg 1978–1985
1992 Daniel Posquerro Flagge-SG.jpg Bis 1992
1992 1993 Roberto Santís Flagge-SG.jpg 1990–1993
1993 1998 Luq Pètre Samont Flagge-MIC.jpg 1992–1998 Luis Gracia
1998 2000 Stefano Detânia Flagge-SG.jpg 1998–2000
2000 2005 Anderson Lukinga Flagge-SG.jpg 1998–2005 David Crospazón, José Nórez, Lorenzo Hialerri
2005 2008 Joann Bernart Flagge-MIC.jpg 2003–2008 Lorenzo Hialerri, Christian Niró
2008 Christian Niró Flagge-SG.jpg 2002–2009
2008 2010 César Fernandez Flagge-SG.jpg 2004–2011 Domênco Casseto
2010 2021 Domênco Casseto Flagge-SG.jpg 2003–2004, 2005-2021, 2021-2022 Adrián Mestu, Diego Lestano, Oier Autxogarai, Nasco Fidel
2021 2025 Nasco Fidel Flagge-SG.jpg 2013– Fran Celades
2025 Tizé Biashile Flagge-MIC.jpg 2022– Loyola Gomis

Rivalitäten[bearbeiten]

Als eine der "Grande Trêis" des sagradischen Fußballs steht Semesta traditionell in Konkurrenz zu den beiden großen sagradischen Fußballklubs Tulisium und dem FC Bosa. Vor allem das Duell mit Tulisium wird aufgrund der historischen Städterivalität zwischen Semest und Tulis als wichtige Gegnerschadt angesehen.

Gegen Konkurrenten aus Semest trägt der FCS das "Derbi Semestín" (oder auch "Derbi de la Capital") aus. Traditionelle Rivalen waren dabei Racing Aleción und Acelandaro SC. In den letzten Jahren standen die "Füchse" aber vor allem mit dem Club Atlético Semestín in unmittelbarer Konkurrenz, der sich nach der Jahrtausendwende zu einem der Spitzenvereine in Sagradien entwickelte.

Vereinsfarben und Spielkleidung[bearbeiten]

Trikot-Semesta.jpg

Die offiziellen Vereinsfarben des FC Semesta sind Weiß, Schwarz und Rot. Die Farben gehen auf die Vorgängervereine Fortitudo (rot), Nacional (weiß) sowie Bernabéu (schwarz-weiß) zurück und sind zugleich an das rot-weiße Stadtwappen Semests angelehnt.

Der FC Semesta spielt traditionell in weißen Trikots mit schwarzen Ärmeln, schwarzen Hosen und schwarzen oder weißen Stutzen. Das Auswärtstrikot ist meist in den Farben Schwarz und Rot gehalten.

Erfolge[bearbeiten]

International[bearbeiten]

  • 1 mal Europapokal der Landesmeister: 1983
    • 1 mal Champions League-Finale: 2016
  • 1 mal UEFA Europa League: 2012
  • 1 mal UEFA-Pokal: 1988

National[bearbeiten]

  • 18 mal Sagradische Meisterschaft: 1939, 1940, 1941, 1942, 1947, 1948, 1950, 1968, 1969, 1971, 1975, 1976, 1982, 1985, 1994, 2002, 2014, 2023
  • 10 mal Copa Sagradia: 1941, 1943, 1973, 1980, 1981, 1983, 1995, 2006, 2013, 2014
  • 2 mal nationales Double: 1941, 2014
  • 5 mal Sagradischer Super-Cup: 1994, 1995, 2002, 2013, 2014