Johann II.: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Sagradien
Zur Navigation springenZur Suche springen
 
(7 dazwischenliegende Versionen desselben Benutzers werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
'''Johann II.''' (*1091, †1132), genannt '''der Starke''' (sagr. ''Joán II il Forte'') aus der Dynastie der [[Dianniden]] war der älteste Sohn von König [[Johann I.|Johann dem Löwen]], seit 1118 dessen Mitkönig sowie von 1121 bis zu seinem Tod alleiniger [[König von Sagradien]].
+
'''Johann II.''' (*1091, †1132, auch ''Johann Philipp''), genannt '''der Starke''' (sagr. ''Joán II le Forte'') aus der Dynastie der [[Dianniden]] war der älteste Sohn von König [[Johann I.|Johann dem Löwen]], seit 1118 dessen Mitkönig sowie von 1121 bis zu seinem Tod alleiniger [[König von Sagradien]].
  
 
=== Thronfolger ===
 
=== Thronfolger ===
Johann der Jüngere wurde 1091 in [[Resales]] als Enkel des amtierenden Königs [[Hugo Dianus von Cliêce]] und ältester Sohn des Thronfolgers [[Johann I.|Johann von Alconía]] und dessen erster Frau Elisa von Nonthí geboren. Johann war damit sowohl mütterlicher- als auch väterlicherseits ein Urenkel [[Philipp III.|Philipps III. von Sagradien]]. Als sein Vater im Jahr 1094 als [[Johann I.]] den Thron bestieg, war sein Sohn erst drei Jahre alt. Er wurde am Hof seines Vaters von dessen engem Vertrauten [[Marcellus von Elchestré]] erzogen, bis 1107 gemeinsam mit seinem fünf Jahre jüngeren Vetter [[Jakob I. der Kühne|Jakob von Sacâu]]. Nachdem Johann II. 1105 aus politischen Gründen seine erste Frau Elisa von Nonthí verstoßen hatte, um Berta von Golen zu heiraten, geriet die Stellung Johanns als Thronfolger erstmals in Gefahr. Da sein Vater Johann der Löwe die Trennung von seiner Frau mit deren angeblicher Untreue begründete, fürchtete Elisa, die nun vom Hof verbannt worden war, dass ihr gemeinsamer Sohn mit Johann bei der Geburt eines weiteren Sohnes von Berta von Golen enterbt werden könnte. Zwar blieben derartige Befürchtungen zunächst unbegründet, da Berta von Golen keinen Sohn gebar, doch zweifelte Johanns Tante Adela von Lemez, Witwe [[Philipp von Sacâu|Philipps]] und Mutter [[Jakob der Kühne|Jakobs von Sacâu]], die Legitimität Johanns an und versuchte den Thron für ihren eigenen Sohn Jakob zu sichern, was ihr jedoch misslang, da König Johann die Großen auf seinen Sohn als Nachfolger verpflichtete.  
+
Johann der Jüngere wurde 1091 in [[Resales]] als Enkel des amtierenden Königs [[Hugo Dianus von Cliêce]] und ältester Sohn des Thronfolgers [[Johann I.|Johann von Alconía]] und dessen erster Frau Elisa von Nonthí geboren. Johann war damit sowohl mütterlicher- als auch väterlicherseits ein Urenkel [[Philipp III.|Philipps III. von Sagradien]]. Als sein Vater im Jahr 1094 als [[Johann I.]] den Thron bestieg, war sein Sohn erst drei Jahre alt. Er wurde am Hof seines Vaters von dessen engem Vertrauten [[Marcellus von Elchestré]] erzogen, bis 1107 gemeinsam mit seinem fünf Jahre jüngeren Vetter [[Heinrich I. der Kühne|Heinrich von Sacâu]].  
 +
 
 +
Nachdem Johann II. 1105 aus politischen Gründen seine erste Frau Elisa von Nonthí verstoßen hatte, um die golische Prinzessin Berta von Colagua zu heiraten, geriet die Stellung Johanns als Thronfolger erstmals in Gefahr. Da sein Vater Johann der Löwe die Trennung von seiner Frau mit deren angeblicher Untreue begründete, fürchtete Elisa, die nun vom Hof verbannt worden war, dass ihr gemeinsamer Sohn mit Johann bei der Geburt eines weiteren Sohnes von Berta enterbt werden könnte. Zwar blieben derartige Befürchtungen zunächst unbegründet, da Berta keinen Sohn gebar, doch zweifelte Johanns Tante Adela von Lemez, Witwe [[Philipp von Sacâu|Philipps]] und Mutter [[Heinrich der Kühne|Heinrichs von Sacâu]], die Legitimität Johanns an und versuchte den Thron für ihren eigenen Sohn Heinrich zu sichern, was ihr jedoch misslang, da König Johann die Großen auf seinen Sohn als Nachfolger verpflichtete.  
  
 
Dennoch blieb der Status Johanns des Jüngeren unsicher, da Berta von Golen in der Folge mehrmals schwanger wurde. Als im Jahr 1117 ein Sohn geboren wurde, kam es zu einer ernsthaften Krise im Verhältnis zwischen Johann und seinem Vater. Der Neugeborene starb zwar nach wenigen Tagen, der Streit zwischen Johann dem Löwen und seinem Sohn blieb jedoch bestehen. Der Sohn entfachte schließlich einen Aufstand gegen den Vater und forderte von diesem die unmittelbare Ernennung zum Mitkönig. 1118 kam es zur Versöhnung zwischen Vater und Sohn und zur Salbung Johanns zum Mitkönig seines Vaters. Als Johann der Löwe drei Jahre später starb, wurde sein Sohn von den Großen des Reichs als alleiniger Herrscher anerkannt.
 
Dennoch blieb der Status Johanns des Jüngeren unsicher, da Berta von Golen in der Folge mehrmals schwanger wurde. Als im Jahr 1117 ein Sohn geboren wurde, kam es zu einer ernsthaften Krise im Verhältnis zwischen Johann und seinem Vater. Der Neugeborene starb zwar nach wenigen Tagen, der Streit zwischen Johann dem Löwen und seinem Sohn blieb jedoch bestehen. Der Sohn entfachte schließlich einen Aufstand gegen den Vater und forderte von diesem die unmittelbare Ernennung zum Mitkönig. 1118 kam es zur Versöhnung zwischen Vater und Sohn und zur Salbung Johanns zum Mitkönig seines Vaters. Als Johann der Löwe drei Jahre später starb, wurde sein Sohn von den Großen des Reichs als alleiniger Herrscher anerkannt.
  
 
=== König ===
 
=== König ===
Die Herrschaftszeit Johanns II. war geprägt von dessen Auseinandersetzungen um das offiziell dem französischen König lehnsabhängige Herzogtum Bretagne. Bereits 1115 hatte Anton Roberta von Bretagne, die Tochter Herzog Alains IV., geheiratet, gegen den er sich schließlich mit Heinrich I. von England verbündete. Ziel war die Einverleibung der Bretagne ins sagradische Königreich. 1125 begann Antons Feldzug gegen Alain und den französischen König Ludwig VI., der schließlich mit der Eroberung [[Cavalla]]s endete, sein Ziel aber verfehlte, die ganze Bretagne zu unterwerfen.  
+
Die Herrschaftszeit Johanns II. war geprägt von dessen Auseinandersetzungen um das offiziell dem französischen König lehnsabhängige Herzogtum Bretagne. Bereits 1115 hatte Johann Roberta von Bretagne, die Tochter Herzog Alains IV., geheiratet, gegen den er sich schließlich mit Heinrich I. von England verbündete. Ziel war die Einverleibung der Bretagne ins sagradische Königreich. 1125 begann Johanns Feldzug gegen Alain und den französischen König Ludwig VI., der schließlich mit der Eroberung [[Cavalla]]s endete, sein Ziel aber verfehlte, die ganze Bretagne zu unterwerfen.  
  
Nachdem er 1126 Frieden hatte schließen müssen, widerrief Johann diesen bereits zwei Jahre später wieder und rüstete zum neuerlichen Angriff auf das Herzogtum. Für die Zeit seiner Abwesenheit und für den Fall seines möglichen Todes ernannte er nun seinen Vetter [[Jakob der Kühne|Jakob von Sacâu]] zum Regenten und zum Vormund für seinen noch minderjährigen Sohn Prinz Hugo. Der Feldzug brachte abermals nicht die erhofften Erfolge. Als Jakob wieder zurückkehrte, hatte sein Vetter Jakob den jungen Prinzen als Geisel genommen. Erst nach der Zahlung eines hohen Lösegeldes erreichte Johann die Freilassung seines Sohnes. Nach seiner Niederlage in der Bretagne geschwächt, musste er jedoch von Vergeltungsmaßnahmen gegen Jakob von Sacâu absehen.  
+
Nachdem er 1126 Frieden hatte schließen müssen, widerrief Johann diesen bereits zwei Jahre später wieder und rüstete zum neuerlichen Angriff auf das Herzogtum. Für die Zeit seiner Abwesenheit und für den Fall seines möglichen Todes ernannte er nun seinen Vetter [[Heinrich der Kühne|Heinrich von Sacâu]] zum Regenten und zum Vormund für seinen noch minderjährigen Sohn Prinz Hugo. Der Feldzug brachte abermals nicht die erhofften Erfolge. Als Johann wieder zurückkehrte, hatte sein Vetter Heinrich den jungen Prinzen als Geisel genommen. Erst nach der Zahlung eines hohen Lösegeldes erreichte Johann die Freilassung seines Sohnes. Nach seiner Niederlage in der Bretagne geschwächt, musste er jedoch von Vergeltungsmaßnahmen gegen Heinrich von Sacâu absehen.  
  
1130 starb Johanns einziger Sohn Prinz Hugo im Alter von zehn Jahren, woraufhin Gerüchte aufkamen, [[Jakob der Kühne|Jakob von Sacâu]] habe den Knaben vergiften lassen. Dies konnte freilich nie bewiesen werden. Da ausgerechnet Jakob nun als nächster männlicher Verwandter des Königs übrig blieb, musste Anton schließlich, um Ansprüche Frankreichs oder der [[Lusoniden]] zu erwehren, seinen Vetter Jakob zum Nachfolger designieren. Um die Nachfolge zu sichern, erhielt Jakob die noch unverheiratete 15-jährige Tochter Johanns, Anna von Cliêce zur Frau und folgte Anton nach dessen Tod noch im Jahr 1132 auf den Thron.  
+
1130 starb Johanns einziger Sohn Prinz Hugo im Alter von zehn Jahren, woraufhin Gerüchte aufkamen, [[Heinrich der Kühne|Heinrich von Sacâu]] habe den Knaben vergiften lassen. Dies konnte freilich nie bewiesen werden. Da ausgerechnet Heinrich nun als nächster männlicher Verwandter des Königs übrig blieb, musste Johann schließlich, um Ansprüche Frankreichs oder der [[Lusoniden]] zu erwehren, seinen Vetter Heinrich zum Nachfolger designieren. Um die Nachfolge zu sichern, erhielt Heinrich die noch unverheiratete 15-jährige Tochter Johanns, Anna von Cliêce zur Frau und folgte ihm 1132 auf den Thron.  
  
 
[[Kategorie: König von Sagradien]]
 
[[Kategorie: König von Sagradien]]

Aktuelle Version vom 11. Januar 2026, 10:52 Uhr

Johann II. (*1091, †1132, auch Johann Philipp), genannt der Starke (sagr. Joán II le Forte) aus der Dynastie der Dianniden war der älteste Sohn von König Johann dem Löwen, seit 1118 dessen Mitkönig sowie von 1121 bis zu seinem Tod alleiniger König von Sagradien.

Thronfolger[bearbeiten]

Johann der Jüngere wurde 1091 in Resales als Enkel des amtierenden Königs Hugo Dianus von Cliêce und ältester Sohn des Thronfolgers Johann von Alconía und dessen erster Frau Elisa von Nonthí geboren. Johann war damit sowohl mütterlicher- als auch väterlicherseits ein Urenkel Philipps III. von Sagradien. Als sein Vater im Jahr 1094 als Johann I. den Thron bestieg, war sein Sohn erst drei Jahre alt. Er wurde am Hof seines Vaters von dessen engem Vertrauten Marcellus von Elchestré erzogen, bis 1107 gemeinsam mit seinem fünf Jahre jüngeren Vetter Heinrich von Sacâu.

Nachdem Johann II. 1105 aus politischen Gründen seine erste Frau Elisa von Nonthí verstoßen hatte, um die golische Prinzessin Berta von Colagua zu heiraten, geriet die Stellung Johanns als Thronfolger erstmals in Gefahr. Da sein Vater Johann der Löwe die Trennung von seiner Frau mit deren angeblicher Untreue begründete, fürchtete Elisa, die nun vom Hof verbannt worden war, dass ihr gemeinsamer Sohn mit Johann bei der Geburt eines weiteren Sohnes von Berta enterbt werden könnte. Zwar blieben derartige Befürchtungen zunächst unbegründet, da Berta keinen Sohn gebar, doch zweifelte Johanns Tante Adela von Lemez, Witwe Philipps und Mutter Heinrichs von Sacâu, die Legitimität Johanns an und versuchte den Thron für ihren eigenen Sohn Heinrich zu sichern, was ihr jedoch misslang, da König Johann die Großen auf seinen Sohn als Nachfolger verpflichtete.

Dennoch blieb der Status Johanns des Jüngeren unsicher, da Berta von Golen in der Folge mehrmals schwanger wurde. Als im Jahr 1117 ein Sohn geboren wurde, kam es zu einer ernsthaften Krise im Verhältnis zwischen Johann und seinem Vater. Der Neugeborene starb zwar nach wenigen Tagen, der Streit zwischen Johann dem Löwen und seinem Sohn blieb jedoch bestehen. Der Sohn entfachte schließlich einen Aufstand gegen den Vater und forderte von diesem die unmittelbare Ernennung zum Mitkönig. 1118 kam es zur Versöhnung zwischen Vater und Sohn und zur Salbung Johanns zum Mitkönig seines Vaters. Als Johann der Löwe drei Jahre später starb, wurde sein Sohn von den Großen des Reichs als alleiniger Herrscher anerkannt.

König[bearbeiten]

Die Herrschaftszeit Johanns II. war geprägt von dessen Auseinandersetzungen um das offiziell dem französischen König lehnsabhängige Herzogtum Bretagne. Bereits 1115 hatte Johann Roberta von Bretagne, die Tochter Herzog Alains IV., geheiratet, gegen den er sich schließlich mit Heinrich I. von England verbündete. Ziel war die Einverleibung der Bretagne ins sagradische Königreich. 1125 begann Johanns Feldzug gegen Alain und den französischen König Ludwig VI., der schließlich mit der Eroberung Cavallas endete, sein Ziel aber verfehlte, die ganze Bretagne zu unterwerfen.

Nachdem er 1126 Frieden hatte schließen müssen, widerrief Johann diesen bereits zwei Jahre später wieder und rüstete zum neuerlichen Angriff auf das Herzogtum. Für die Zeit seiner Abwesenheit und für den Fall seines möglichen Todes ernannte er nun seinen Vetter Heinrich von Sacâu zum Regenten und zum Vormund für seinen noch minderjährigen Sohn Prinz Hugo. Der Feldzug brachte abermals nicht die erhofften Erfolge. Als Johann wieder zurückkehrte, hatte sein Vetter Heinrich den jungen Prinzen als Geisel genommen. Erst nach der Zahlung eines hohen Lösegeldes erreichte Johann die Freilassung seines Sohnes. Nach seiner Niederlage in der Bretagne geschwächt, musste er jedoch von Vergeltungsmaßnahmen gegen Heinrich von Sacâu absehen.

1130 starb Johanns einziger Sohn Prinz Hugo im Alter von zehn Jahren, woraufhin Gerüchte aufkamen, Heinrich von Sacâu habe den Knaben vergiften lassen. Dies konnte freilich nie bewiesen werden. Da ausgerechnet Heinrich nun als nächster männlicher Verwandter des Königs übrig blieb, musste Johann schließlich, um Ansprüche Frankreichs oder der Lusoniden zu erwehren, seinen Vetter Heinrich zum Nachfolger designieren. Um die Nachfolge zu sichern, erhielt Heinrich die noch unverheiratete 15-jährige Tochter Johanns, Anna von Cliêce zur Frau und folgte ihm 1132 auf den Thron.