Gabriel III. der Jüngere: Unterschied zwischen den Versionen

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Gabriel der Jüngere wurde 1208 als zweiter Sohn König [[Gabriel II.|Gabriels II.]] von Sagradien und Golen und dessen erster Ehefrau, der Stauferprinzessin Beatrix von Schwaben, geboren. Gabriels erster Sohn, ebenfalls Gabriel genannt, war wenige Tage zuvor im Alter von 13 Monaten gestorben. Zwei Jahre nach Gabriel kam sein jüngerer Bruder [[Philipp IV. Hermes|Philipp Hermes]] zur Welt. Als Gabriel sechs Jahre alt war, kam es 1214 zum Bruch Gabriels II. mit seiner Mutter, die vom Hof verstoßen wurde und bald durch [[Josefa von Liez]], die Geliebte seines Vaters und Witwe [[Bernardo de Rantiata]]s, ersetzt wurde. Die unmittelbar danach von Gabriel geschlossene Ehe mit Josefa wurde vom Papst nicht anerkannt. Erst nach Beatrix' Tod 1218 wurde die Ehe Gabriels II. mit Josefa damit offiziell.
 
Gabriel der Jüngere wurde 1208 als zweiter Sohn König [[Gabriel II.|Gabriels II.]] von Sagradien und Golen und dessen erster Ehefrau, der Stauferprinzessin Beatrix von Schwaben, geboren. Gabriels erster Sohn, ebenfalls Gabriel genannt, war wenige Tage zuvor im Alter von 13 Monaten gestorben. Zwei Jahre nach Gabriel kam sein jüngerer Bruder [[Philipp IV. Hermes|Philipp Hermes]] zur Welt. Als Gabriel sechs Jahre alt war, kam es 1214 zum Bruch Gabriels II. mit seiner Mutter, die vom Hof verstoßen wurde und bald durch [[Josefa von Liez]], die Geliebte seines Vaters und Witwe [[Bernardo de Rantiata]]s, ersetzt wurde. Die unmittelbar danach von Gabriel geschlossene Ehe mit Josefa wurde vom Papst nicht anerkannt. Erst nach Beatrix' Tod 1218 wurde die Ehe Gabriels II. mit Josefa damit offiziell.
  
Nachdem seine Mutter im Kloster [[San Sebastián dels Sangres]] eingesperrt worden war, wurde Gabriel wesentlich von seiner Tante Blanka und ihrem Mann [[Gottfried von Bosa]] erzogen, während seine Stiefmutter Josefa von Liez daran arbeitete, ihren Einfluss zu steigern. Da sie versuchte, den Thron für ihre eigenen Nachkommen mit Gabriel II. zu sichern, geriet das Leben Gabriels und seines Bruders Philipp ernsthaft in Gefahr. Es kam zu mehreren Anschlägen auf das Leben der Prinzen, die der Königin zugeschrieben wurden, aber allesamt scheiterten. Da die Kirche die Trennung Gabriels von seiner ersten Frau Beatrix und die Hochzeit des Königs mit Josefa zunächst nicht anerkannte, konnten sich die Prinzen darauf stützen, dass ihr 1216 geborener Halbbruder [[Philipp von Vesaey]] nach weitverbreiteter und vom Papst gestützter Ansicht nicht legitim zur Welt gekommen war und damit von Gabriel II. auch nicht als Nachfolger eingesetzt werden konnte.  
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Nachdem seine Mutter im Kloster [[San Sebastián dels Sangres]] eingesperrt worden war, wurde Gabriel wesentlich von seiner Tante Blanka und ihrem Mann [[Gottfried von Bosa]] erzogen, während seine Stiefmutter Josefa von Liez daran arbeitete, ihren Einfluss zu steigern. Da sie versuchte, den Thron für ihre eigenen Nachkommen mit Gabriel II. zu sichern, geriet das Leben Gabriels und seines Bruders Philipp ernsthaft in Gefahr. Es kam zu mehreren Anschlägen auf das Leben der Prinzen, die der Königin zugeschrieben wurden, aber allesamt scheiterten. Da die Kirche die Trennung Gabriels von seiner ersten Frau Beatrix und die Hochzeit des Königs mit Josefa zunächst nicht anerkannte, konnten sich die Prinzen darauf stützen, dass ihr 1217 geborener Halbbruder [[Philipp von Vesaey]] nach weitverbreiteter und vom Papst gestützter Ansicht nicht legitim zur Welt gekommen war und damit von Gabriel II. auch nicht als Nachfolger eingesetzt werden konnte.  
  
 
1220 starb Gabriel II. und es kam zum Streit um Nachfolge und Regentschaft, da Gabriel II. zwar seine Frau Josefa als Regentin, nicht jedoch für deren Sohn Philipp, sondern für seinen erstgeborenen Sohn Gabriel den Jüngeren eingesetzt hatte. Gabriel der Jüngere wurde daraufhin von seiner Tante Blanka und ihrem Mann Gottfried von Bosa zum König ausgerufen. Josefa versuchte vergeblich, ihren vierjährigen Sohn Philipp als König zu etablieren, stattdessen wurde Gabriel der Jüngere in Noyar zum König gekrönt. Die Regentschaft übernahm nun faktisch sein Onkel Gottfried, der sich jedoch der Ansprüche Josefas erwehren musste. 1223 einigten sich beide auf eine Kompromisslösung. Josefas Sohn Philipp wurde als legitim anerkannt und Gottfried und Josefa sollten nun gemeinsam die Regentschaft für Gabriel ausüben, was freilich scheiterte und 1215 zum Ausbruch kriegerischer Handlungen zwischen Josefas Bruder [[Sergi de Liez]] und dem Grafen von Bosa führte, die in einer Niederlage Josefas endeten.
 
1220 starb Gabriel II. und es kam zum Streit um Nachfolge und Regentschaft, da Gabriel II. zwar seine Frau Josefa als Regentin, nicht jedoch für deren Sohn Philipp, sondern für seinen erstgeborenen Sohn Gabriel den Jüngeren eingesetzt hatte. Gabriel der Jüngere wurde daraufhin von seiner Tante Blanka und ihrem Mann Gottfried von Bosa zum König ausgerufen. Josefa versuchte vergeblich, ihren vierjährigen Sohn Philipp als König zu etablieren, stattdessen wurde Gabriel der Jüngere in Noyar zum König gekrönt. Die Regentschaft übernahm nun faktisch sein Onkel Gottfried, der sich jedoch der Ansprüche Josefas erwehren musste. 1223 einigten sich beide auf eine Kompromisslösung. Josefas Sohn Philipp wurde als legitim anerkannt und Gottfried und Josefa sollten nun gemeinsam die Regentschaft für Gabriel ausüben, was freilich scheiterte und 1215 zum Ausbruch kriegerischer Handlungen zwischen Josefas Bruder [[Sergi de Liez]] und dem Grafen von Bosa führte, die in einer Niederlage Josefas endeten.

Aktuelle Version vom 12. Januar 2026, 19:24 Uhr

Gabriel III. (*1208, †1233), genannt der Jüngere (sagr. Don Gabriel III il Jovén) war König von Sagradien (1220-1233). Zur Zeit seiner Minderjährigkeit stritten sich seine Stiefmutter Josefa von Liez und sein Onkel Gottfried von Bosa um die Regentschaft.

Gabriel der Jüngere wurde 1208 als zweiter Sohn König Gabriels II. von Sagradien und Golen und dessen erster Ehefrau, der Stauferprinzessin Beatrix von Schwaben, geboren. Gabriels erster Sohn, ebenfalls Gabriel genannt, war wenige Tage zuvor im Alter von 13 Monaten gestorben. Zwei Jahre nach Gabriel kam sein jüngerer Bruder Philipp Hermes zur Welt. Als Gabriel sechs Jahre alt war, kam es 1214 zum Bruch Gabriels II. mit seiner Mutter, die vom Hof verstoßen wurde und bald durch Josefa von Liez, die Geliebte seines Vaters und Witwe Bernardo de Rantiatas, ersetzt wurde. Die unmittelbar danach von Gabriel geschlossene Ehe mit Josefa wurde vom Papst nicht anerkannt. Erst nach Beatrix' Tod 1218 wurde die Ehe Gabriels II. mit Josefa damit offiziell.

Nachdem seine Mutter im Kloster San Sebastián dels Sangres eingesperrt worden war, wurde Gabriel wesentlich von seiner Tante Blanka und ihrem Mann Gottfried von Bosa erzogen, während seine Stiefmutter Josefa von Liez daran arbeitete, ihren Einfluss zu steigern. Da sie versuchte, den Thron für ihre eigenen Nachkommen mit Gabriel II. zu sichern, geriet das Leben Gabriels und seines Bruders Philipp ernsthaft in Gefahr. Es kam zu mehreren Anschlägen auf das Leben der Prinzen, die der Königin zugeschrieben wurden, aber allesamt scheiterten. Da die Kirche die Trennung Gabriels von seiner ersten Frau Beatrix und die Hochzeit des Königs mit Josefa zunächst nicht anerkannte, konnten sich die Prinzen darauf stützen, dass ihr 1217 geborener Halbbruder Philipp von Vesaey nach weitverbreiteter und vom Papst gestützter Ansicht nicht legitim zur Welt gekommen war und damit von Gabriel II. auch nicht als Nachfolger eingesetzt werden konnte.

1220 starb Gabriel II. und es kam zum Streit um Nachfolge und Regentschaft, da Gabriel II. zwar seine Frau Josefa als Regentin, nicht jedoch für deren Sohn Philipp, sondern für seinen erstgeborenen Sohn Gabriel den Jüngeren eingesetzt hatte. Gabriel der Jüngere wurde daraufhin von seiner Tante Blanka und ihrem Mann Gottfried von Bosa zum König ausgerufen. Josefa versuchte vergeblich, ihren vierjährigen Sohn Philipp als König zu etablieren, stattdessen wurde Gabriel der Jüngere in Noyar zum König gekrönt. Die Regentschaft übernahm nun faktisch sein Onkel Gottfried, der sich jedoch der Ansprüche Josefas erwehren musste. 1223 einigten sich beide auf eine Kompromisslösung. Josefas Sohn Philipp wurde als legitim anerkannt und Gottfried und Josefa sollten nun gemeinsam die Regentschaft für Gabriel ausüben, was freilich scheiterte und 1215 zum Ausbruch kriegerischer Handlungen zwischen Josefas Bruder Sergi de Liez und dem Grafen von Bosa führte, die in einer Niederlage Josefas endeten.

Gabriel III. übernahm 1225 selbst von seinem Onkel die Regierung und heiratete 1230 Elisabeth Plantagenet, Tochter Johann Ohnelands. Die Ehe blieb jedoch kinderlos. Gabriel ließ seine Stiefmutter Josefa festnehmen, erklärte ihre Ehe mit seinem Vater Gabriel für ungültig und sie damit zur Ehebrecherin und ließ sie schließlich hinrichten. Seinen Stiefbruder Philipp von Vesaey erklärte er öffentlich zum Bastard. Nach dem Tod Gabriels III. 1233 folgte ihm sein Bruder Philipp IV. Hermes auf den Thron, der sich schließlich gegen Philipp von Vesaey behaupten konnte.