Martin III. der Fromme: Unterschied zwischen den Versionen
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Aktuelle Version vom 11. Januar 2026, 16:16 Uhr
Martin III. (*1038; †1078), genannt der Fromme oder Martin von Loxandien, war ein unehelicher Sohn von König Philipp III. und von 1069 bis zu seinem Tod selbst König von Sagradien. Er war der letzte männliche Vertreter der Dynastie der Helgariden auf dem sagradischen Thron.
Leben[bearbeiten]
Martin wurde 1038 als unehelicher Sohn von König Philipp III. und der Adligen Yolanda von Loxandien geboren. Bis zu seiner Thronbesteigung war er als Martin von Loxandien bekannt. Er war damit Halbbruder von Roduich III.. In seiner Jugend stand Martin unter der Vormundschaft seines Onkels Johann von Tesqué, dem Erzbischof von Noyar, der Martin zeitweise in den Klöstern Meném und San Docién de la Crûce erziehen ließ. Zu seinen Lehrern gehörte auch der bekannte Benediktinergeistliche Mariano de Cosas.
Nach der Ermordung Roduichs im Jahr 1069 durch Johann von Tesqué wurde Martin von der Tesqué-Partei zum neuen König proklamiert und mit Arruela von Tesqué, der Tochter Johanns und Witwe des ermordeten Königs Roduich, verheiratet. Die Thronrechte seiner Halbschwester Bereca von Sagradien wurden damit übergangen, doch musste sich Martin zunächst gegen Dián Berel, den Herzog von Alconía behaupten, der von den Gegnern der Tesqué-Partei unterstützt wurde. Nach mehreren Schlachten kam es noch im selben Jahr zum Friedensschluss zwischen beiden Parteien, nachdem Dián Berel schwer erkrankt war.
Martin galt Zeit seiner Regentschaft als schwacher König, der wenig Interesse an Politik zeigte. Über weite Strecken seines Königtums zog er sich in seine Lieblingsklöster in Meném, Casterley und Martinez zurück und führte weiterhin ein geistliches Leben. Währenddessen tobte am Königshof ein Machtkampf zwischen Johann von Tesqué, der als Martins Kanzler wirkte, und dem Erzbischof von Martinez, António de Nera, dem es zunehmend gelang, einen Keil zwischen Martin und Johann zu treiben. 1071 kam es schließlich zum Bruch mit Joán, der von Nera gefangen genommen und im Frühjahr 1072 wegen Königsmords hingerichtet wurde. Bis zu seinem Tod 1075 blieb Nera die bestimmende Figur am Hof, ehe der neue Erzbischof von Noyar, Karl von Bevent, seinen Platz einnahm. Unter dessen Leitung erließ Martin 1075 das Edikt von Meném, in dessen Folge die letzten Muslime in Sagradien zwangschristianisiert oder gewaltsam vertrieben wurden.
Nach seinem Tod 1078 endete die Dynastie der Helgariden auf dem sagradischen Thron. Es folgte ein Thronstreit zwischen dem Haus Cliêce und den skantischen Lusoniden, der noch viele Jahrzehnte sagradischer Politik prägen sollte.