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| − | '''Heinrich von Viça''' (''Enrico de Viça'') (*1292, †1321) war ein nordsagradischer Adliger, [[Graf von Viça]] aus dem Geschlecht der [[Haus Viça|Viçaner]]. Nach dem Tod seines Stiefvaters König [[Jakob III.|Jakob III. von Sagradien]] im Jahr 1320 riss er mithilfe oppositioneller Adliger und im Namen seiner Frau [[Margaid von Bretagne]]s den sagradischen Thron an sich und konnte sich bis 1321 auf diesem halten, ehe er von [[Martin der Gute|Martin dem Guten]], König von Peruzien und Mikolinien geschlagen und getötet wurde. | + | '''Heinrich von Viça''' (sagr. ''Enrico de Viça'', arm. ''Herri Vizaen''; *1230, †1269) war [[Graf von Viça]] und [[Herzog von Armorien]] aus dem Geschlecht der [[Haus Viça|Viçaner]] sowie als dritter Ehemann von [[Eleonore von Sagradien]] ''jure uxoris'' [[König von Sagradien]] (1265-1269). Als solcher wird er auch als '''Heinrich II.''' geführt. |
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| − | Heinrich von Viça wurde 1292 als Sohn des Grafen [[Americ von Viça]] und dessen Frau [[Isabella von Avon]] geboren. Als Heinrich zehn Jahre alt war, starb sein Vater und der Junge erbte umfangreiche Ländereien im Norden Sagradiens. Kurze Zeit später heiratete seine verwitwete Mutter den sagradischen König [[Jakob III.]] und wurde damit sagradische Königin. Heinrich wuchs danach als Stiefsohn des Königs auf, zu dem er ein kompliziertes Verhältnis hatte. Nach der Geburt seines Halbbruders Philipp, dem Thronfolger, im Jahr 1309 wurde Heinrich die Obhut der 16-jährigen Prinzessin [[Margaid von Bretagne]] übertragen. Diese war als Enkelin König [[Robert von Skanten]]s 1301 von König Jakob III. gefangen genommen und eingekerkert worden. Gegen den Willen König Jakobs nahm Heinrich die junge Prinzessin zur Frau, wohl aus taktischen Gründen, um seine eigene Stellung im Reich zu verbessern. | + | ==== Leben ==== |
| | + | Heinrich von Viça wurde 1230 als Sohn des Grafen [[Hael von Viça]] geboren. Als Heinrich zehn Jahre alt war, starb sein Vater und der Junge erbte umfangreiche Ländereien im Norden Sagradiens. Unter [[Philipp IV. Hermes]] und [[Gabriel IV.]] gehörte Heinrich als [[Herzog von Armorien]] zu den mächtigsten Vasallen des sagradischen Königreichs. |
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| − | Nach dem Tod König [[Jakob III.|Jakobs III.]] im Jahr 1320 ergriff Heinrich die Gelegenheit, erhob im Namen seiner Frau Margaid Anspruch auf den sagradischen Thron und erklärte sich selbst zum König. Er bezog sich dabei auf die angeblichen Rechte seiner Frau als einzig verbliebener Nachfahrin König Roberts und Nichte der Könige [[Jakob II.]] und [[Martin V.]]. Damit konkurrierte er mit [[Martin VI.|Martin dem Guten von Peruzien und Mikolinien]], des ältesten lebenden Neffen Jakobs III., Sohn [[Johann von Gerón|Johanns von Gerón]] und nächster männlicher Verwandter des verstorbenen Königs. Martin war jedoch seit 1313 [[König von Peruzien]] und seit 1315 [[König von Mikolinien]] und mit seinem Herrschaftsantritt in Sagradien wäre es zur Union zwischen den drei Kronen gekommen. Heinrich und seine Mutter Königin Isabella schürten in der Folge Ängste im sagradischen Adel vor einem Machtverlust der Sagradier in einem Doppelkönigreich Mikolinien-Sagradien. | + | Nach dem Tod von [[Gabriel IV.]] 1264 unterstützte Heinrich dessen Schwester [[Eleonore von Sagradien]], die Königin und Regentin von Peruzien, die von ihren Anhängern im Adel als ''Herrin von Sagradien'' proklamiert wurde. Zusammen mit dem skantischen Herzog [[Johann der Blinde|Johann dem Blinden]] gelang es Heinrich, die von [[Jakob von Vesaey]] angeführte Gegenpartei zu besiegen. |
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| − | Heinrich zog in Rekordzeit ein Heer im Nordosten des Landes zusammen und zog nach [[Sagrera]], wo er eine improvisierte Ständeversammlung einberief. Mit Druck, Überzeugungskunst und Versprechungen erreichte er die Anerkennung seines Königtums durch die [[Cortes von Sagrera]], die ihn und Margaid als Könige anerkannten und ihnen huldigten. Allerdings war nur ein kleiner Teil der Stände zusammengetreten, während der Großteil die Entwicklungen abwartete oder loyal auf Seiten [[Martin VI.|Martins des Guten]] stand. In der Folge zog Heinrich nach [[Noyar]], wo er sich in Tradition der sagradischen Könige krönen lassen wollte, jedoch verweigerte ihm die Stadt den Einlass, da diese sich im Konflikt zwischen Heinrich und Martin für neutral erklärte. Der Viçaner schaffte es jedoch, den für die Krönung traditionell zuständigen [[Erzbischof von Noyar]], [[Carles von Trulla]], auf seine Seite zu ziehen. Im nahe gelegenen [[Videça]] ließen sich Heinrich und Margaid von Carles von Trulla zu König und Königin krönen. Den Winter 1320/1321 verbrachten sie daher als Könige, jedoch wurden sie bei weitem nicht von allen Ständen des Landes anerkannt.
| + | Der Anerkennung Eleonores 1265 folgte die Hochzeit mit Heinrich von Viça, der damit zum ''Princeps Sagradiæ'' aufstieg. Seine vierjährige Ehe mit Eleonore war von seinem Streben geprägt, von den sagradischen Ständen als Regent mit vollen Thronrechten anerkannt zu werden. |
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| − | Als sich im Frühjahr 1321 zeigte, dass Heinrich zu schwach war, um sich durchzusetzen und die versprochenen Privilegien zu gewähren, bröckelte die Zustimmung unter seinen Getreuen und es kam zum Abfall einiger bisheriger Parteigänger des Viçaners. Martin der Gute landete schließlich im Frühjahr 1321 mit einem Heer auf sagradischem Boden. Bei [[Alágua]] in [[Golen]] kam es zur Schlacht zwischen den Heeren Martins und denen Heinrichs, in der der Viçaner verlor und den Tod fand.
| + | Aus der Ehe Heinrichs mit Eleonore ging 1267 ein Sohn namens [[Americ von Viça|Americ]] hervor, der die herzöglichen Territorien seines Vaters im Nordosten Sagradiens erbte. Heinrich starb 1269, woraufhin sein minderjähriger Stiefsohn [[Martin Felix]] zum König von Sagradien proklamiert wurde. |
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| − | Martin verhandelte nun mit den sagradischen Ständen und ließ sich in Noyar zum König krönen. Dieses Mal verweigerte die Stadt dem Anwärter nicht den Zutritt und mit der Krönung Martins VI. begann die Zeit der [[Union von Alagua|Mikolinisch-Sagradischen Union]]. Margaid von Bretagne erklärte ihre Ehe mit Heinrich für erzwungen und wurde erneut bis zu ihrem Lebensende als Gefangene festgehalten.
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| | [[Kategorie: König von Sagradien]] | | [[Kategorie: König von Sagradien]] |
| − | [[Kategorie: Herzog von Sur]]
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Heinrich von Viça (sagr. Enrico de Viça, arm. Herri Vizaen; *1230, †1269) war Graf von Viça und Herzog von Armorien aus dem Geschlecht der Viçaner sowie als dritter Ehemann von Eleonore von Sagradien jure uxoris König von Sagradien (1265-1269). Als solcher wird er auch als Heinrich II. geführt.
Heinrich von Viça wurde 1230 als Sohn des Grafen Hael von Viça geboren. Als Heinrich zehn Jahre alt war, starb sein Vater und der Junge erbte umfangreiche Ländereien im Norden Sagradiens. Unter Philipp IV. Hermes und Gabriel IV. gehörte Heinrich als Herzog von Armorien zu den mächtigsten Vasallen des sagradischen Königreichs.
Nach dem Tod von Gabriel IV. 1264 unterstützte Heinrich dessen Schwester Eleonore von Sagradien, die Königin und Regentin von Peruzien, die von ihren Anhängern im Adel als Herrin von Sagradien proklamiert wurde. Zusammen mit dem skantischen Herzog Johann dem Blinden gelang es Heinrich, die von Jakob von Vesaey angeführte Gegenpartei zu besiegen.
Der Anerkennung Eleonores 1265 folgte die Hochzeit mit Heinrich von Viça, der damit zum Princeps Sagradiæ aufstieg. Seine vierjährige Ehe mit Eleonore war von seinem Streben geprägt, von den sagradischen Ständen als Regent mit vollen Thronrechten anerkannt zu werden.
Aus der Ehe Heinrichs mit Eleonore ging 1267 ein Sohn namens Americ hervor, der die herzöglichen Territorien seines Vaters im Nordosten Sagradiens erbte. Heinrich starb 1269, woraufhin sein minderjähriger Stiefsohn Martin Felix zum König von Sagradien proklamiert wurde.