Julian von Tesqué: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | ''' | + | '''Julian von Tesqué''' (*1261, †1320, ''Julen de Tesqué'') aus dem [[Haus Redanior]], auch bekannt als '''Julen der Bischof''' und '''Julen der Usurpator''', war [[König von Sagradien]] (1301-1320). Davor war er [[Erzbischof von Tesqué]] und Regent für seinen minderjährigen Neffen [[Johann III.]] Er wurde 1301 König, indem er seinen Neffen [[Martin V.]] gefangen nahm, für regierungsunfähig erklären ließ und selbst den Thron bestieg. |
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| − | + | Julen von Redanior wurde 1261 als dritter Sohn des [[König von Peruzien|peruzinischen Königs]] [[Philipp der Schweigsame|Philipp dem Schweigsamen]] und der sagradischen Prinzessin [[Eleonore von Sagradien|Eleonore]] geboren. Als Julen drei Jahre alt war, bestieg seine Mutter den sagradischen Thron und sein ältester Bruder [[Martin IV. Felix|Martin Felix]] wurde Thronfolger. Sein zweitältester Bruder [[Robert von Skanten|Robert]] erhielt als Lehen das [[Herzogtum Scantia]], Julen als dritter Sohn sollte eine geistliche Laufbahn einschlagen und wurde im Kloster [[Meném]] erzogen. | |
| − | === Regentschaft für | + | === Regentschaft für Johann III. === |
| − | Mit bereits 25 Jahren wurde der Königssohn | + | Mit bereits 25 Jahren wurde der Königssohn Julen Bischof und später Erzbischof von [[Tesqué]]. Nach dem Tod Martin Felix' im Jahr 1289 übernahm Robert den sagradischen Thron. Da dieser jedoch zwei Söhne und eine Tochter hatte, schien die Nachfolge auch noch gesichert, als dieser bereits 1292 starb. Für seinen erst zwölfjährigen Sohn und Nachfolger [[Johann III.]] übernahm Roberts Witwe [[Maria von Scola]] die Regentschaft, während ihr Bruder [[Joseph von Scola]] in Peruzien Krieg gegen den aufständischen Adel und den Thronprätendenten [[Philipp von Álbero]] führte. Der als Julen von Tesqué bekannte Onkel des Königs wurde in Sagradien Mitregent. Bereits zu dieser Zeit fiel er durch eine besonders harte Politik gegenüber Juden und Andersgläubigen auf. |
| − | Auch nach der Übernahme der Regierung durch König | + | Auch nach der Übernahme der Regierung durch König [[Johann III.]] selbst blieb Julen von Tesqué in einer zentralen Machtstellung, da der junge König seit 1299 in Peruzien weilte, um Aufstände der peruzinischen Stände gegen seine Herrschaft niederzuschlagen. In seiner Abwesenheit fungierte Bischof Julen als Verweser des Königs im sagradischen Reichsteil. |
=== Griff nach der Krone === | === Griff nach der Krone === | ||
| − | Der Tod | + | Der Tod Johanns III. in der [[Schlacht bei Cresq]] 1301 stürzte das Land schließlich in eine Nachfolgekrise. Da der König ohne männlichen Erben geblieben war, folgte ihm sein neunzehnjähriger Bruder [[Martin V. der Wahnsinnige|Martin V.]] auf den Thron. Dieser litt jedoch seit seiner Kindheit an Depressionen und war als ''Prícipe Fol'' bekannt. Nachdem klar wurde, dass sich Martin nicht effektiv wehren konnte, entschloss sich Julen zu einer Intrige. Nach nur wenigen Wochen auf dem Thron ließ er den 19-jährigen König gefangen nehmen, für wahnsinnig erklären und zwang ihn so zur Abdankung. Der Erzbischof von Tesqué bestieg nun selbst den sagradischen Thron. Zudem ließ er seine vierjährige Großnichte [[Margaid von Bretagne]], eine Tochter Yolande von Sagradiens und Konkurrentin um den Thron, gefangen nehmen und einkerkern. |
| − | + | Während dieser Schachzug in Sagradien erfolgreich war, wurde Julens Thronbesteigung in Peruzien nicht anerkannt. Stattdessen wählten die peruzinischen Stände Julens jüngeren Bruder [[Johann von Gerón]] zum König. Er wurde von den Großen des peruzinischen Adels sowie vom mikolinischen König [[Rodique I. von Mikolinien|Rodique I.]] unterstützt. Julen bereitete daher wie bereits sein Neffe zuvor einen großen Zug nach Peruzien vor, um seine Herrschaft gegen Johann von Gerón zu verteidigen und sich von den Ständen als König anerkennen zu lassen. Ein geplanter Heereszug über die Konsetten scheiterte jedoch mehrmals, sodass Julen seine Ansprüche auf Peruzien nie durchsetzen konnte. | |
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| − | Nach seinem Thronantritt hatte | + | Nach seinem Thronantritt hatte Julen das geistliche Leben in Ehelosigkeit aufgeben und 1303 Isabella von Avon geheiratet, in der Hoffnung, einen eigenen Nachfolger zu zeugen. Die Ehe blieb aber kinderlos, sodass Julen seinen Neffen [[Martin der Gute|Martin]], Sohn seines Bruders Johann, und König von Peruzien und Mikolinien, zum Nachfolger bestimmte. Julen starb 1320 im skantischen [[Castel Montero]]. Nach seinem Tod wurden Sagradien, Peruzien und Mikolinien schließlich in der so genannten [[Union von Alagua]] vereinigt. |
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Aktuelle Version vom 10. Januar 2026, 21:42 Uhr
Julian von Tesqué (*1261, †1320, Julen de Tesqué) aus dem Haus Redanior, auch bekannt als Julen der Bischof und Julen der Usurpator, war König von Sagradien (1301-1320). Davor war er Erzbischof von Tesqué und Regent für seinen minderjährigen Neffen Johann III. Er wurde 1301 König, indem er seinen Neffen Martin V. gefangen nahm, für regierungsunfähig erklären ließ und selbst den Thron bestieg.
Inhaltsverzeichnis
Herkunft[bearbeiten]
Julen von Redanior wurde 1261 als dritter Sohn des peruzinischen Königs Philipp dem Schweigsamen und der sagradischen Prinzessin Eleonore geboren. Als Julen drei Jahre alt war, bestieg seine Mutter den sagradischen Thron und sein ältester Bruder Martin Felix wurde Thronfolger. Sein zweitältester Bruder Robert erhielt als Lehen das Herzogtum Scantia, Julen als dritter Sohn sollte eine geistliche Laufbahn einschlagen und wurde im Kloster Meném erzogen.
Regentschaft für Johann III.[bearbeiten]
Mit bereits 25 Jahren wurde der Königssohn Julen Bischof und später Erzbischof von Tesqué. Nach dem Tod Martin Felix' im Jahr 1289 übernahm Robert den sagradischen Thron. Da dieser jedoch zwei Söhne und eine Tochter hatte, schien die Nachfolge auch noch gesichert, als dieser bereits 1292 starb. Für seinen erst zwölfjährigen Sohn und Nachfolger Johann III. übernahm Roberts Witwe Maria von Scola die Regentschaft, während ihr Bruder Joseph von Scola in Peruzien Krieg gegen den aufständischen Adel und den Thronprätendenten Philipp von Álbero führte. Der als Julen von Tesqué bekannte Onkel des Königs wurde in Sagradien Mitregent. Bereits zu dieser Zeit fiel er durch eine besonders harte Politik gegenüber Juden und Andersgläubigen auf.
Auch nach der Übernahme der Regierung durch König Johann III. selbst blieb Julen von Tesqué in einer zentralen Machtstellung, da der junge König seit 1299 in Peruzien weilte, um Aufstände der peruzinischen Stände gegen seine Herrschaft niederzuschlagen. In seiner Abwesenheit fungierte Bischof Julen als Verweser des Königs im sagradischen Reichsteil.
Griff nach der Krone[bearbeiten]
Der Tod Johanns III. in der Schlacht bei Cresq 1301 stürzte das Land schließlich in eine Nachfolgekrise. Da der König ohne männlichen Erben geblieben war, folgte ihm sein neunzehnjähriger Bruder Martin V. auf den Thron. Dieser litt jedoch seit seiner Kindheit an Depressionen und war als Prícipe Fol bekannt. Nachdem klar wurde, dass sich Martin nicht effektiv wehren konnte, entschloss sich Julen zu einer Intrige. Nach nur wenigen Wochen auf dem Thron ließ er den 19-jährigen König gefangen nehmen, für wahnsinnig erklären und zwang ihn so zur Abdankung. Der Erzbischof von Tesqué bestieg nun selbst den sagradischen Thron. Zudem ließ er seine vierjährige Großnichte Margaid von Bretagne, eine Tochter Yolande von Sagradiens und Konkurrentin um den Thron, gefangen nehmen und einkerkern.
Während dieser Schachzug in Sagradien erfolgreich war, wurde Julens Thronbesteigung in Peruzien nicht anerkannt. Stattdessen wählten die peruzinischen Stände Julens jüngeren Bruder Johann von Gerón zum König. Er wurde von den Großen des peruzinischen Adels sowie vom mikolinischen König Rodique I. unterstützt. Julen bereitete daher wie bereits sein Neffe zuvor einen großen Zug nach Peruzien vor, um seine Herrschaft gegen Johann von Gerón zu verteidigen und sich von den Ständen als König anerkennen zu lassen. Ein geplanter Heereszug über die Konsetten scheiterte jedoch mehrmals, sodass Julen seine Ansprüche auf Peruzien nie durchsetzen konnte.
Im Jahr 1308 wurde Johanns Frau Margarete von Mikolinien Regentin in ihrem Heimatland, ihr Sohn Martin VI. wurde 1315 König von Mikolinien und folgte seinem Vater 1318 als Monarch in Peruzien nach, was die Spannungen zwischen den beiden Linien auf einen Höhepunkt brachte.
Derweil musste Julian im Innern einen Aufstand seines Halbbruders Americ von Viça niederschlagen, eines Sohns von Eleonore von Sagradien aus ihrer dritten Ehe mit Heinrich von Viça, der von Julian eine Beteiligung an der Macht und die Ernennung zum Thronfolger forderte. Americ befreite Julens Großnichte Margaid von Bretagne aus dessen Gefangenschaft und verheiratete sie mit seinem Sohn Arthur von Viça, um seine eigenen Thronansprüche zu stärken. Julen gelang es aber, Americs Forderungen abzuwehren.
Erbe[bearbeiten]
Nach seinem Thronantritt hatte Julen das geistliche Leben in Ehelosigkeit aufgeben und 1303 Isabella von Avon geheiratet, in der Hoffnung, einen eigenen Nachfolger zu zeugen. Die Ehe blieb aber kinderlos, sodass Julen seinen Neffen Martin, Sohn seines Bruders Johann, und König von Peruzien und Mikolinien, zum Nachfolger bestimmte. Julen starb 1320 im skantischen Castel Montero. Nach seinem Tod wurden Sagradien, Peruzien und Mikolinien schließlich in der so genannten Union von Alagua vereinigt.