Martin von Ostino: Unterschied zwischen den Versionen
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Da König Johann kinderlos war, kam es bereits zu Lebzeiten zu Nachfolgekämpfen um das Erbe des vermeintlich letzten Redanior-Königs, in denen Martin als Nachkomme Martins des Guten als einer der aussichtsreichen Kandidaten galt. Nachdem Johann seinen Schwager [[Michael von Vesaey]] zum Generalgouverneur des Reichs gemacht hatte, erhob sich Martin gegen den König und seinen Widersacher Vesaey. Im [[Vertrag von Nanthés]] verbündete er sich mit seinem Neffen [[Karl VI. von Mikolinien]]. In der [[Schlacht von Meném]] siegte Martin über den König und nahm ihn gefangen. Er zwang den König, ihn als Regenten und als Erben einzusetzen, was die gegnerische Vesaey-Partei aber nicht anerkannte. Wenige Monate später starb Johann IV. in der Gefangenschaft Martins und dieser erhob sich selbst zum König. Mit mikolinischer Unterstützung konnte er seinen Konkurrenten Miquel de Vesaey im April und im August 1395 bei [[Bosa]] und [[Lesta]] besiegen. | Da König Johann kinderlos war, kam es bereits zu Lebzeiten zu Nachfolgekämpfen um das Erbe des vermeintlich letzten Redanior-Königs, in denen Martin als Nachkomme Martins des Guten als einer der aussichtsreichen Kandidaten galt. Nachdem Johann seinen Schwager [[Michael von Vesaey]] zum Generalgouverneur des Reichs gemacht hatte, erhob sich Martin gegen den König und seinen Widersacher Vesaey. Im [[Vertrag von Nanthés]] verbündete er sich mit seinem Neffen [[Karl VI. von Mikolinien]]. In der [[Schlacht von Meném]] siegte Martin über den König und nahm ihn gefangen. Er zwang den König, ihn als Regenten und als Erben einzusetzen, was die gegnerische Vesaey-Partei aber nicht anerkannte. Wenige Monate später starb Johann IV. in der Gefangenschaft Martins und dieser erhob sich selbst zum König. Mit mikolinischer Unterstützung konnte er seinen Konkurrenten Miquel de Vesaey im April und im August 1395 bei [[Bosa]] und [[Lesta]] besiegen. | ||
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Aktuelle Version vom 9. Januar 2026, 15:58 Uhr
Martin von Ostino (Martín d'Óstino; *1354, †1410) war ein sagradischer Adliger aus dem Haus Ostino und Herzog von Ostino. Seine Ansprüche auf den sagradischen Thron waren ein wesentlicher Auslöser des Sechzigjährigen Kriegs. Er war von 1394 bis 1395 Regent von Sagradien und wurde nach dem Tod König Johanns IV. im Jahr 1395 von einem Teil des Adels als Martin VIII. zum König von Sagradien erhoben. Er verlor den Thron aber schon im Folgejahr an seinen Rivalen Michael von Vesaey und konnte sich im weiteren Verlauf des Kriegs nicht durchsetzen.
Leben[bearbeiten]
Martin wurde 1354 in Ostino als Sohn von Johann von Ostino und Maria von Soria geboren. Seine Mutter war eine Tochter Philipp von Sorias und Enkelin von König Martin dem Guten. Sie war zudem die erste Frau von Martin dem Jüngeren, der sie aber verstoßen hatte. Danach hatte Maria den Herzog Johann von Ostino geheiratet. Martin war damit ein Vetter von König Johann IV., der seit 1378 Sagradien regierte. Zugleich war er durch seine Schwester Antonia von Ostino ein Schwager des mikolinischen Reichsvikars Karl von Interea, der 1386 schließlich als Karl V. zum mikolinischen König erhoben wurde.
Da König Johann kinderlos war, kam es bereits zu Lebzeiten zu Nachfolgekämpfen um das Erbe des vermeintlich letzten Redanior-Königs, in denen Martin als Nachkomme Martins des Guten als einer der aussichtsreichen Kandidaten galt. Nachdem Johann seinen Schwager Michael von Vesaey zum Generalgouverneur des Reichs gemacht hatte, erhob sich Martin gegen den König und seinen Widersacher Vesaey. Im Vertrag von Nanthés verbündete er sich mit seinem Neffen Karl VI. von Mikolinien. In der Schlacht von Meném siegte Martin über den König und nahm ihn gefangen. Er zwang den König, ihn als Regenten und als Erben einzusetzen, was die gegnerische Vesaey-Partei aber nicht anerkannte. Wenige Monate später starb Johann IV. in der Gefangenschaft Martins und dieser erhob sich selbst zum König. Mit mikolinischer Unterstützung konnte er seinen Konkurrenten Miquel de Vesaey im April und im August 1395 bei Bosa und Lesta besiegen.
Vesaey floh nach Cuentez, wo er den Winter verbrachte, stellte im Frühjahr 1396 aber ein neues Heer gegen Martin auf. Im Mai 1396 wurde Martin bei Xenópolis vernichtend geschlagen und floh nach Mikolinien. In seiner Abwesenheit ließt sich der Herzog von Sessin zum König erheben und im Frühjahr 1397 als Michael I. zum König krönen. In der Obhut seines Neffen Karl VI. von Mikolinien unterstützte Martin ihn in Peruzien und hoffte auf ein politisches Comeback. Im Gegenzug versprach er Karl VI. neben Peruzien auch Golen. 1402 überquerte Martin mit einem neuen Heer die Konsetten und eroberte in der Folge große Teile Sagradiens, traf aber auf unerwartet großen Widerstand von Seiten des sagradischen Adels, der eine mikolinische Fremdherrschaft fürchtete. Nachdem er 1408 eine neuerliche Niederlage erfahren hatte, starb Martin 1410 an einer Lungenentzündung.