Martin von Ostino: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Joseph von Ostino''' (''José d'Óstino''; *1345, †1398) war ein sagradischer Adliger aus dem [[Haus Ostino]] und [[Herzog von Ostino]]. Nach dem Tod seines Schwagers [[Johann IV.|Johann IV.]] im Jahr 1395 wurde er von einem Teil des Adels als ''Joseph I.'' zum [[König von Sagradien]] erhoben, konnte sich im [[Sechzigjähriger Krieg|Sechzigjährigen Krieg]] aber nicht gegen seinen Rivalen [[Michael von Vesaey]] durchsetzen.  
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'''Martin von Ostino''' (''Martín d'Óstino''; *1354, †1410) war ein sagradischer Adliger aus dem [[Haus Ostino]] und [[Herzog von Ostino]]. Seine Ansprüche auf den sagradischen Thron waren ein wesentlicher Auslöser des [[Sechzigjähriger Krieg|Sechzigjährigen Kriegs]]. Er war von 1394 bis 1395 [[Regent von Sagradien]] und wurde nach dem Tod König [[Johann IV.|Johanns IV.]] im Jahr 1395 von einem Teil des Adels als '''Martin VIII.''' zum [[König von Sagradien]] erhoben. Er verlor den Thron aber schon im Folgejahr an seinen Rivalen [[Michael von Vesaey]] und konnte sich im weiteren Verlauf des Kriegs nicht durchsetzen.  
  
Joseph wurde 1345 in [[Ostino]] als Sohn des Herzogs [[Johann von Ostino]] und Adelina von Rantiata geboren. Seine Großmutter Maria von Gerón war eine Schwester [[Martin der Gute|Martins des Guten]], sein Vater damit ein Cousin [[Martin VII.|Martins VII.]], er selbst zudem Vetter [[Karl V. von Mikolinien|Karls von Interea]], dessen Mutter eine Schwester Johanns von Ostino war und der sich 1386 gegen König [[Johann IV.]] von Sagradien erhob und selbst als Karl V. den mikolinischen Thron bestieg.  
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=== Leben ===
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Martin wurde 1354 in [[Ostino]] als Sohn von [[Johann von Ostino]] und [[Maria von Soria]] geboren. Seine Mutter war eine Tochter [[Philipp von Soria|Philipp von Sorias]] und Enkelin von König [[Martin der Gute|Martin dem Guten]]. Sie war zudem die erste Frau von [[Martin VII.|Martin dem Jüngeren]], der sie aber verstoßen hatte. Danach hatte Maria den Herzog Johann von Ostino geheiratet. Martin war damit ein Vetter von König [[Johann IV.]], der seit 1378 Sagradien regierte. Zugleich war er durch seine Schwester [[Antonia von Ostino]] ein Schwager des mikolinischen Reichsvikars [[Karl V. von Mikolinien|Karl von Interea]], der 1386 schließlich als Karl V. zum mikolinischen König erhoben wurde.
  
José d'Óstino heiratete 1369 Charlotte von Gerón, eine Schwester Johanns IV. Da dieser kinderlos war, kam es bereits zu Lebzeiten zu Nachfolgekämpfen um das Erbe des vermeintlich letzten Redanior-Königs, in denen Joseph als Schwager und naher Verwandter Gabriels als einer der aussichtsreichen Kandidaten galt. Während sein Konkurrent [[Michael I.|Michael von Vesaey]] als Enkel Martins des Guten nach Blutsverwandtschaft die höheren Rechte auf den Thron hatte, leitete Joseph seine höheren Rechte von seiner Ehefrau Carlota ab.  
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Da König Johann kinderlos war, kam es bereits zu Lebzeiten zu Nachfolgekämpfen um das Erbe des vermeintlich letzten Redanior-Königs, in denen Martin als Nachkomme Martins des Guten als einer der aussichtsreichen Kandidaten galt. Nachdem Johann seinen Schwager [[Michael von Vesaey]] zum Generalgouverneur des Reichs gemacht hatte, erhob sich Martin gegen den König und seinen Widersacher Vesaey. Im [[Vertrag von Nanthés]] verbündete er sich mit seinem Neffen [[Karl VI. von Mikolinien]]. In der [[Schlacht von Meném]] siegte Martin über den König und nahm ihn gefangen. Er zwang den König, ihn als Regenten und als Erben einzusetzen, was die gegnerische Vesaey-Partei aber nicht anerkannte. Wenige Monate später starb Johann IV. in der Gefangenschaft Martins und dieser erhob sich selbst zum König. Mit mikolinischer Unterstützung konnte er seinen Konkurrenten Miquel de Vesaey im April und im August 1395 bei [[Bosa]] und [[Lesta]] besiegen.  
  
Nach dem [[Vertrag von Álbero]], in dem Johannauf den mikolinischen Thron verzichten musste, erhob sich Joseph selbst gegen den König, versöhnte sich 1392 aber wieder mit ihm, da er hoffte, vom kinderlosen Johann als Erbe eingesetzt zu werden. Gegen diese Bestrebungen lehnte sich Miquel de Vesaey, ebenfalls ein Schwager Gabriels, auf und es kam zum "[[Krieg der zwei Herzöge]]" zwischen Joseph, der 1393 seinem Vater als [[Herzog von Ostino]] nachgefolgt war, und Miquel de Vesaey, dem [[Herzog von Sesín]], um die Thronfolge. Nachdem er sich im Krieg nicht durchsetzen konnte, floh er nach Mikolinien, wo er 1394 mit seinem Vetter [[Karl VI. von Mikolinien]] ein Bündnis gegen den König und seinen Konkurrenten Miquel de Vesaey schloss ([[Vertrag von Nanthés]]).
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Vesaey floh nach [[Cuentez]], wo er den Winter verbrachte, stellte im Frühjahr 1396 aber ein neues Heer gegen Martin auf. Im Mai 1396 wurde Martin bei [[Xenópolis]] vernichtend geschlagen und floh nach Mikolinien. In seiner Abwesenheit ließt sich der Herzog von Sessin zum König erheben und im Frühjahr 1397 als Michael I. zum König krönen. In der Obhut seines Neffen [[Karl VI. von Mikolinien]] unterstützte Martin ihn in Peruzien und hoffte auf ein politisches Comeback. Im Gegenzug versprach er Karl VI. neben Peruzien auch Golen. 1402 überquerte Martin mit einem neuen Heer die Konsetten und eroberte in der Folge große Teile Sagradiens, traf aber auf unerwartet großen Widerstand von Seiten des sagradischen Adels, der eine mikolinische Fremdherrschaft fürchtete. Nachdem er 1408 eine neuerliche Niederlage erfahren hatte, starb Martin 1410 an einer Lungenentzündung.
 
Unmittelbar nach dem Vertragsschluss zog Joseph mit einem mikolinischen Heer nach Sagradien, wo er gegen Johann zog. Dieser rief Miquel de Vesaey zu Hilfe, der aber seine Unterstützung verweigerte. In der [[Schlacht von Meném]] siegte Joseph über den König und nahm ihn gefangen. Er zwang den König, ihn als Erben einzusetzen, was die gegnerische Vesaey-Partei aber nicht anerkannte. Wenige Monate später, im Februar 1395, starb Johann IV. in der Gefangenschaft Josephs und dieser erhob sich selbst zum König. Mit mikolinischer Unterstützung konnte er seinen Konkurrenten Miquel de Vesaey im April und im August 1395 bei [[Bosa]] und [[Lesta]] besiegen. Vesaey floh nach [[Cuentez]], wo er den Winter verbrachte, stellte im Frühjahr 1396 aber ein neues Heer gegen Joseph auf. Diesesmal musste Joseph auf mikolinische Hilfe verzichten, da Karl seine Heere zurückgerufen hatte, um Aufstände in Mikolinien niederzuschlagen. Womöglich hoffte er zudem, von den Streitigkeiten in Sagradien zu profitieren und selbst nach der Krone greifen zu können.
 
 
Im Mai 1396 wurde Joseph bei [[Xenópolis]] vernichtend geschlagen und geriet selbst in Gefangenschaft des Herzogs von Sesín. Joseph musste auf die Krone verzichten und wurde ins Kloster [[Martiniac]] verbannt. Der Herzog von Sesín ließ sich im Frühjahr 1397 als Michael I. zum König krönen. Karl VI. von Mikolinien erkannte die Abdankung Josephs von Ostino nicht an, entführte Josephs minderjährigen Sohn [[Johann das Kind]], um ihn vor Vesaey zu schützen, und fiel in [[Perucía]] ein, was den [[Sechzigjähriger Krieg|Sechzigjährigen Krieg]] auslöste.
 
 
Als Joseph von Ostino 1398 in vesaeyischer Gefangenschaft starb, erklärte Karl dessen 13-jährigen Sohn zum sagradischen König und verheiratete ihn mit seiner Tochter Caroline. Im [[Vertrag von Mont Sinicia]] verzichtete Johann das Kind schließlich zugunsten des Mikoliners auf die Krone Peruziens und Golens. Johann von Ostino fiel schließlich im Alter von 17 Jahren in der [[Schlacht von Calzac]] im Jahr 1402. Nach seinem Tod erhob Karl VI. von Mikolinien selbst Anspruch auf die sagradische Krone und widerrief damit den Vertrag von Albero.
 
  
 
[[Kategorie: König von Sagradien]]
 
[[Kategorie: König von Sagradien]]

Aktuelle Version vom 9. Januar 2026, 15:58 Uhr

Martin von Ostino (Martín d'Óstino; *1354, †1410) war ein sagradischer Adliger aus dem Haus Ostino und Herzog von Ostino. Seine Ansprüche auf den sagradischen Thron waren ein wesentlicher Auslöser des Sechzigjährigen Kriegs. Er war von 1394 bis 1395 Regent von Sagradien und wurde nach dem Tod König Johanns IV. im Jahr 1395 von einem Teil des Adels als Martin VIII. zum König von Sagradien erhoben. Er verlor den Thron aber schon im Folgejahr an seinen Rivalen Michael von Vesaey und konnte sich im weiteren Verlauf des Kriegs nicht durchsetzen.

Leben[bearbeiten]

Martin wurde 1354 in Ostino als Sohn von Johann von Ostino und Maria von Soria geboren. Seine Mutter war eine Tochter Philipp von Sorias und Enkelin von König Martin dem Guten. Sie war zudem die erste Frau von Martin dem Jüngeren, der sie aber verstoßen hatte. Danach hatte Maria den Herzog Johann von Ostino geheiratet. Martin war damit ein Vetter von König Johann IV., der seit 1378 Sagradien regierte. Zugleich war er durch seine Schwester Antonia von Ostino ein Schwager des mikolinischen Reichsvikars Karl von Interea, der 1386 schließlich als Karl V. zum mikolinischen König erhoben wurde.

Da König Johann kinderlos war, kam es bereits zu Lebzeiten zu Nachfolgekämpfen um das Erbe des vermeintlich letzten Redanior-Königs, in denen Martin als Nachkomme Martins des Guten als einer der aussichtsreichen Kandidaten galt. Nachdem Johann seinen Schwager Michael von Vesaey zum Generalgouverneur des Reichs gemacht hatte, erhob sich Martin gegen den König und seinen Widersacher Vesaey. Im Vertrag von Nanthés verbündete er sich mit seinem Neffen Karl VI. von Mikolinien. In der Schlacht von Meném siegte Martin über den König und nahm ihn gefangen. Er zwang den König, ihn als Regenten und als Erben einzusetzen, was die gegnerische Vesaey-Partei aber nicht anerkannte. Wenige Monate später starb Johann IV. in der Gefangenschaft Martins und dieser erhob sich selbst zum König. Mit mikolinischer Unterstützung konnte er seinen Konkurrenten Miquel de Vesaey im April und im August 1395 bei Bosa und Lesta besiegen.

Vesaey floh nach Cuentez, wo er den Winter verbrachte, stellte im Frühjahr 1396 aber ein neues Heer gegen Martin auf. Im Mai 1396 wurde Martin bei Xenópolis vernichtend geschlagen und floh nach Mikolinien. In seiner Abwesenheit ließt sich der Herzog von Sessin zum König erheben und im Frühjahr 1397 als Michael I. zum König krönen. In der Obhut seines Neffen Karl VI. von Mikolinien unterstützte Martin ihn in Peruzien und hoffte auf ein politisches Comeback. Im Gegenzug versprach er Karl VI. neben Peruzien auch Golen. 1402 überquerte Martin mit einem neuen Heer die Konsetten und eroberte in der Folge große Teile Sagradiens, traf aber auf unerwartet großen Widerstand von Seiten des sagradischen Adels, der eine mikolinische Fremdherrschaft fürchtete. Nachdem er 1408 eine neuerliche Niederlage erfahren hatte, starb Martin 1410 an einer Lungenentzündung.