Eleonore von Sagradien: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | '''Eleonore von Sagradien''' (''Eleonor, Seiniora de Sagradia'', auch ''Leonor'' oder ''Lionor'' genannt) (*1234; †1290) war als Ehefrau von [[Philipp der Schweigsame|Philipp dem Schweigsamen]] [[König von Peruzien|Königin]] sowie als Mutter von [[Martin IV. Felix]] | + | '''Eleonore von Sagradien''' (''Eleonor, Seiniora de Sagradia'', auch ''Leonor'' oder ''Lionor'' genannt) (*1234; †1290) war als Ehefrau von [[Philipp der Schweigsame|Philipp dem Schweigsamen]] [[König von Peruzien|Königin]] (1351-1363) sowie als Mutter von [[Martin IV. Felix]] Regentin (1363-1369) von Peruzien. Aus eigenem Recht war sie [[König von Sagradien|"Herrin von Sagradien"]] (1264-1290). Als solche war sie die erste selbst regierende Monarchin des sagradischen Königreichs und die letzte Vertreterin der [[Dianniden]]dynastie auf dem Thron. |
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Version vom 23:28, 8. Jan 2026
Eleonore von Sagradien (Eleonor, Seiniora de Sagradia, auch Leonor oder Lionor genannt) (*1234; †1290) war als Ehefrau von Philipp dem Schweigsamen Königin (1351-1363) sowie als Mutter von Martin IV. Felix Regentin (1363-1369) von Peruzien. Aus eigenem Recht war sie "Herrin von Sagradien" (1264-1290). Als solche war sie die erste selbst regierende Monarchin des sagradischen Königreichs und die letzte Vertreterin der Diannidendynastie auf dem Thron.
Leben
Eleonore von Sagradien wurde 1234 als älteste Tochter König Philipps IV. Hermes und dessen erster Frau Johanna von Scola geboren. Als solche war sie instrumenteller Bestandteil der Politik ihres Vaters und wurde von diesem zunächst 1248 im Sinne einer angestrebten Aussöhnung mit König Ruchard I. von Mikolinien mit dessen Sohn Johann von Mikolinien verheiratet. Die Ehe hatte aber nur wenige Monate Bestand, da Johann schon 1249 starb. Daraufhin wurde die erst 16-jährige Witwe Eleonore 1251 mit dem skantischen Herzog und peruzinischen Königs Philipp dem Schweigsamen verheiratet. Die Ehe diente dazu, das Bündnis der sagradischen Krone mit dem skantisch-peruzinischen Haus Redanior zu besiegeln.
Als Ehefrau Philipps wurde Eleonore Königin von Peruzien, sie blieb zugleich aber Präsumptiverbin der sagradischen Krone, nachdem ihr kinderloser Bruder Gabriel IV. im Jahr 1261 den Thron bestiegen hatte. Im Jahr 1263 starb ihr zweiter Ehemann Philipp und ihr zehnjähriger Sohn Martin Felix folgte auf dem peruzinischen Thron nach. Eleonore wurde zur Regentin des Königreichs im Norden der mikolinischen Halbinsel ernannt, doch schon im Folgejahr trat mit dem Tod ihres Bruders Gabriel IV. auch in Sagradien der Erbfall ein: Da Gabriels nächster männlicher Verwandter Jakob von Vesaey, ein Enkel Gabriels II. von einem Großteil der Stände als nicht-legitim angesehen wurde und in Sagradien die weibliche Thronfolge nicht generell ausgeschlossen war, fiel Eleonore eine Schlüsselrolle ein. Es gelang ihr schließlich, ihren Anspruch mithilfe ihres Schwagers Johann dem Blinden, Herzog von Scantia, gegen die Vesaey-Partei durchzusetzen. Die Cortes von Belaçón erkannten 1265 ihre Herrschaft an.
Eleonore regierte bis zu ihrem Tod 1290 als Herrin von Sagradien ("Seiniora de Sagradia"). 1265 heiratete sie in dritter Ehe den armorischen Herzog Heinrich von Viça, der als Mitregent anerkannt wurde. Nach dessen Tod regierte sie seit 1269 zusammen mit ihren Söhnen Martin IV. Felix und seit 1289 Robert von Skanten. Sie legte damit den Grundstein für die Vereinigung der Kronen Sagradiens und Peruziens unter den Königen aus dem Haus Redanior.