Martin von Ostino: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | ''' | + | '''Martin von Ostino''' (''Martín d'Óstino''; *1354, †1398) war ein sagradischer Adliger aus dem [[Haus Ostino]] und [[Herzog von Ostino]]. Nach dem Tod seines Schwagers [[Johann IV.|Johann IV.]] im Jahr 1395 wurde er von einem Teil des Adels als ''Martin VIII.'' zum [[König von Sagradien]] erhoben, konnte sich im [[Sechzigjähriger Krieg|Sechzigjährigen Krieg]] aber nicht gegen seinen Rivalen [[Michael von Vesaey]] durchsetzen. |
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| − | + | Martin wurde 1354 in [[Ostino]] als Sohn von [[Johann von Ostino]] und [[Maria von Soria]] geboren. Seine Mutter war eine Tochter [[Philipp von Soria|Philipp von Sorias]] und Enkelin von König [[Martin der Gute|Martin dem Guten]]. Sie war zudem die erste Frau von [[Martin VII.|Martin dem Jüngeren]], der sie aber verstoßen hatte. Danach hatte Maria den Herzog Johann von Ostino geheiratet. Martin war damit ein Vetter von König [[Johann IV.]], der seit 1378 Sagradien regierte. Zugleich war er durch seine Schwester [[Antonia von Ostino]] ein Schwager des mikolinischen Reichsvikars [[Karl V. von Mikolinien|Karl von Interea]], der 1386 schließlich als Karl V. zum mikolinischen König erhoben wurde. | |
| − | Da König Johann kinderlos war, kam es bereits zu Lebzeiten zu Nachfolgekämpfen um das Erbe des vermeintlich letzten Redanior-Königs, in denen | + | Da König Johann kinderlos war, kam es bereits zu Lebzeiten zu Nachfolgekämpfen um das Erbe des vermeintlich letzten Redanior-Königs, in denen Martin als Nachkomme Martins des Guten als einer der aussichtsreichen Kandidaten galt. Nach dem [[Vertrag von Álbero]], in dem Johann auf den mikolinischen Thron verzichten musste, erhob sich Martin selbst gegen den König, versöhnte sich 1392 aber wieder mit ihm, da er hoffte, vom kinderlosen Johann als Erbe eingesetzt zu werden. Gegen diese Bestrebungen lehnte sich Miquel de Vesaey auf und es kam zum "[[Krieg der zwei Herzöge]]" zwischen Martin, der 1393 seinem Vater als [[Herzog von Ostino]] nachgefolgt war, und Miquel de Vesaey, dem [[Herzog von Sesín]], um die Thronfolge. |
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Version vom 01:31, 8. Jan 2026
Martin von Ostino (Martín d'Óstino; *1354, †1398) war ein sagradischer Adliger aus dem Haus Ostino und Herzog von Ostino. Nach dem Tod seines Schwagers Johann IV. im Jahr 1395 wurde er von einem Teil des Adels als Martin VIII. zum König von Sagradien erhoben, konnte sich im Sechzigjährigen Krieg aber nicht gegen seinen Rivalen Michael von Vesaey durchsetzen.
Leben
Martin wurde 1354 in Ostino als Sohn von Johann von Ostino und Maria von Soria geboren. Seine Mutter war eine Tochter Philipp von Sorias und Enkelin von König Martin dem Guten. Sie war zudem die erste Frau von Martin dem Jüngeren, der sie aber verstoßen hatte. Danach hatte Maria den Herzog Johann von Ostino geheiratet. Martin war damit ein Vetter von König Johann IV., der seit 1378 Sagradien regierte. Zugleich war er durch seine Schwester Antonia von Ostino ein Schwager des mikolinischen Reichsvikars Karl von Interea, der 1386 schließlich als Karl V. zum mikolinischen König erhoben wurde.
Da König Johann kinderlos war, kam es bereits zu Lebzeiten zu Nachfolgekämpfen um das Erbe des vermeintlich letzten Redanior-Königs, in denen Martin als Nachkomme Martins des Guten als einer der aussichtsreichen Kandidaten galt. Nach dem Vertrag von Álbero, in dem Johann auf den mikolinischen Thron verzichten musste, erhob sich Martin selbst gegen den König, versöhnte sich 1392 aber wieder mit ihm, da er hoffte, vom kinderlosen Johann als Erbe eingesetzt zu werden. Gegen diese Bestrebungen lehnte sich Miquel de Vesaey auf und es kam zum "Krieg der zwei Herzöge" zwischen Martin, der 1393 seinem Vater als Herzog von Ostino nachgefolgt war, und Miquel de Vesaey, dem Herzog von Sesín, um die Thronfolge.
Nachdem sich Martin im Krieg nicht durchsetzen konnte, floh er nach Mikolinien, wo er 1394 mit seinem Neffen Karl VI. von Mikolinien ein Bündnis gegen den König und seinen Konkurrenten Miquel de Vesaey schloss (Vertrag von Nanthés).
Unmittelbar nach dem Vertragsschluss zog Martin mit einem mikolinischen Heer nach Sagradien, wo er gegen Johann zog. Dieser rief Miquel de Vesaey zu Hilfe, der aber seine Unterstützung verweigerte. In der Schlacht von Meném siegte Martin über den König und nahm ihn gefangen. Er zwang den König, ihn als Erben einzusetzen, was die gegnerische Vesaey-Partei aber nicht anerkannte. Wenige Monate später, im Februar 1395, starb Johann IV. in der Gefangenschaft Martins und dieser erhob sich selbst zum König. Mit mikolinischer Unterstützung konnte er seinen Konkurrenten Miquel de Vesaey im April und im August 1395 bei Bosa und Lesta besiegen. Vesaey floh nach Cuentez, wo er den Winter verbrachte, stellte im Frühjahr 1396 aber ein neues Heer gegen Martin auf. Diesesmal musste Martin auf mikolinische Hilfe verzichten, da Karl seine Heere zurückgerufen hatte, um Aufstände in Mikolinien niederzuschlagen. Womöglich hoffte er zudem, von den Streitigkeiten in Sagradien zu profitieren und selbst nach der Krone greifen zu können.
Im Mai 1396 wurde Martin bei Xenópolis vernichtend geschlagen und geriet selbst in Gefangenschaft des Herzogs von Sesín. Martin musste auf die Krone verzichten und wurde ins Kloster Martiniac verbannt. Der Herzog von Sesín ließ sich im Frühjahr 1397 als Michael I. zum König krönen. Karl VI. von Mikolinien erkannte die Abdankung Martins von Ostino nicht an, entführte Martins minderjährigen Sohn Johann das Kind, um ihn vor Vesaey zu schützen, und fiel in Perucía ein, was den Sechzigjährigen Krieg auslöste.
Als Martin von Ostino 1398 in vesaeyischer Gefangenschaft starb, erhob Karl VI. von Mikolinien selbst Anspruch auf die sagradische Krone und widerrief damit den Vertrag von Albero.