Maria II. Franziska: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Maria II. Franziska''' (von Sagradien) (*1725, †1759) war als Tochter [[Maria I. Luise|Marias I.]] und [[Lukas I.]] regierende [[König von Sagradien|Königin von Sagradien]] und [[König von Cuentez|Cuentez]] (1744-1747). Sie regierte gemeinsam mit ihrem Ehemann [[Anton II. Ramón]] de Piacone, wurde infolge einer Hofintrige aber 1746/47 für abgesetzt erklärt.  
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'''Maria II. Franziska''' (*1729, †1765) war als Tochter [[Maria I. Luise|Marias I.]] und [[Johann Franz|Johann Franz]] regierende [[König von Sagradien|Königin von Sagradien]] (1753-1757) und [[Fürstentum Cuentez|Fürstin von Cuentez]] (1753-1765). Sie regierte gemeinsam mit ihrem Ehemann [[Anton Piakónski]], der aber 1756 als Mitregent abgesetzt wurde. Maria dankte daraufhin 1757 als Königin zugunsten ihres entfernten Vetters [[Philipp IX. Ludwig]] aus dem [[Haus Vienne]] ab. Sie war die letzte [[Santori]] auf dem sagradischen Thron. Nach ihrem Tod 1765 fiel auch das [[Fürstentum Cuentez]] an Sagradien.  
  
 
=== Jugend und Thronbesteigung ===
 
=== Jugend und Thronbesteigung ===
María Francisca Grâcia Teresa Carlota Leonor de Santori wurde 1725 als älteste Tochter von Königin [[Maria I. Luise]], Erbin der Krone Sagradiens, und ihrem Ehemann [[Lukas I.]], König von Cuentez, geboren. Sie war damit bis zur Geburt ihres jüngeren Bruders [[Joán Manuel]] 1735 und nach dessen frühem Tod 1738 erneut präsumptive Erbin sowohl der sagradischen als auch der cuentezischen Linie des [[Haus Santori|Hauses Santori]] und der jeweiligen Königswürden. Mit 16 Jahren heiratete Maria Franziska 1742 [[Anton II.|António Raimundo de Piacone]], Herzog von Massa und Carrara und Sohn von Lukas I.' erster Ehefrau Maria von Micolinien und deren erstem Ehemann [[Francesco de Piacone]], Herzog von Massa und Carrara und König von Polen.
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María Francisca Grâcia Teresa Carlota Leonor de Sántori wurde 1729 als älteste Tochter von Königin [[Maria I. Luise]], Erbin der Krone Sagradiens, und ihrem Ehemann [[Johann III.]], Fürst von Cuentez, geboren. Sie war damit bis zur Geburt ihres jüngeren Bruders [[Joán Manuel]] 1735 und nach dessen frühem Tod 1738 erneut präsumptive Erbin sowohl der sagradischen als auch der cuentezischen Linie des [[Haus Santori|Hauses Santori]] und der jeweiligen Herrschaften. Nachdem unter ihrer Mutter [[Maria I.]] 1730 wieder die Monarchie restauriert wurde, war Maria Franziska königliche Prinzessin.  
  
Die Ehe zwischen der 16-jährigen Maria Franziska und dem 27 Jahre älteren António Ramón blieb mehr als unglücklich. Der einzige gemeinsame Sohn Don Filipe, Thronfolger des Königreichs, starb bereits mit drei Monaten. Ihr Ehemann wiederum war stärker mit politischen und militärischen Anliegen beschäftigt, als mit seiner Ehe. Ob Maria aber, wie später von ihren Gegnern behauptet, bereits zu dieser Zeit eine Affäre mit dem [[Francisco de Montxerent|Grafen von Montxerent]] hatte, ist noch immer nicht geklärt.
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Mit 16 Jahren heiratete Maria Franziska 1742 den polnischen Prinzen [[Anton Piakónski]], Sohn des früheren polnischen Königs Franz I. Piakónski. Die Ehe zwischen der 16-jährigen Maria Franziska und dem 27 Jahre älteren Anton blieb aber unglücklich. Der einzige gemeinsame Sohn Filipe, Thronfolger des Königreichs, starb bereits mit drei Monaten. Ihr Ehemann wiederum war stärker mit politischen und militärischen Anliegen sowie mit Affären beschäftigt, als mit seiner Ehe. Als 1745 ihr Bruder [[David II.|David Johann]] auf die Welt kam, folgte ihr dieser als Thronfolger nach und beerbte schließlich nach dem Tod [[Maria I.|Marias I.]] 1748 auch ihre Mutter als König.  
  
Gemeinsam mit ihrem Ehemann wurde Maria Franziska gemäß der Nachfolgeregelung ihres Vaters nach dessen Tod 1744 von den sagradischen [[Generalstände]]n zur Königin erhoben. Sie und ihr Mann mussten aber wie bereits ihre Mutter und ihr Vater 1723 den Eid auf die [[Codices Magna]] der Stände ableisten. Da sich Sagradien seit 1740 aber im Krieg mit Frankreich befand, wurde die Nachfolgeregelung vom französischen König Ludwig XV. und den mit ihm verbündeten Mächten nicht anerkannt. Die Ausrufung des Servettensischen Großherzogs [[Gabriel VIII.|Louis-Gabriel de Vienne]], einem Urenkel [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]] und Ehemann der Santori-Prinzessin [[Maria I. von Servette|Maria von Servette]], zum König durch Frankreich führte zum [[Sagradischer Erbfolgekrieg|Thronfolgekrieg]]. Maria Franziska und Anton wurden dabei u.a. vom micolinischen König [[Karl X. von Micolinien|Karl X.]] unterstützt, der sich Hoffnungen auf den Gewinn des Großherzogtums Servette machte. In einem Vertrag mit Micolinien sicherten Maria und Anton daher dem Verbündeten die Servettensischen Lande zu.
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Der Kind-König David II. wurde jedoch nur acht Jahre alt. Als er 1753 starb, wurde Maria Franziska gemäß der Nachfolgeregelung ihres Vaters von den sagradischen [[Generalstände]]n zur Königin erhoben. Sie musste aber wie bereits ihre Mutter und ihr Vater 1730 den Eid auf die [[Codices Magni]] der Stände ableisten.
  
=== Krieg und Absetzung ===
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=== Herrschaftsjahre ===
In der Abwesenheit des militärisch erfahrenen António, der persönlich in den Krieg zog, regierte Maria Franziska in Semess mithilfe des Klerikers [[Olivério de Crampas]], der aber nicht verhindern konnte, dass es am Hof zu mehreren Skandalen und Machtintrigen kam, die das Ansehen des Königs und der Königin nachhaltig kompromittierten. 1745 wurde Olivério de Campas von einer Oppositionsgruppe gestürzt, bevor 1746 [[Francisco de Montxerent]] – ein einflussreicher Berater und mutmaßlicher Liebhaber María Franciscas - mit Gewalt die Macht übernahm. Die Intrigen am Hof und die dauernde Abwesenheit Antónios wurden begleitet von einer groß angelegten Propagandaaktion Louis-Gabriels für sein Königtum und gegen das der sündhaften Maria und ihres Liebhabers. Die Anhängerschaft der französischen Kandidatur wurde besonders im Klerus und Teilen des Hochadels immer größer und einflussreicher, während die angebliche Betrügerin Maria und der mutmaßlich betrogene António immer mehr an Macht und Sympathien verloren.  
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Obwohl Maria die Thronrechte innehatte und die Rolle ihres Gemahls unklar blieb, übernahm ihr ehrgeiziger und um einiges älterer Mann die Regierungsgeschäfte. Er verbündete sich im Vorfeld des vor der Tür stehenden Siebenjährigen Krieges mit Großbritannien und Mikolinien gegen Frankreich und Österreich. Die Herrschaft Antons war von Beginn an in Sagradien unpopulär. Der Pole sprach nicht die Landessprache und war überhaupt seit drei Jahrhunderten der erste auf dem Thron, der nicht der Sántori-Familie angehörte. Da Maria und er über keinen gemeinsamen Sohn verfügten, war die Zukunft der Dynastie überdies ungesichert. Hinzu kamen Skandale am Hof, wo Maria ein Verhältnis mit dem Grafen [[Francisco de Montxerent]] nachgesagt wurde.  
  
Als António II. 1746 in der [[Schlacht von Cavalla]] unterlag und von französischen Truppen festgenommen wurde, kam es in Semess zum Putsch gegen das Regime Montxerents und Marias. Die Generalstände wurden einberufen, die wiederum Königin María Francisca für abgesetzt erklärten und des Landes verwiesen und ihren Günstling zum Tode verurteilten. Mit der Absetzung Marias II. nahm die schillernde, fast 300-jährige Herrschaft des Hauses Santori auf dem sagradischen Thron und die noch längere Herrschaft der Familie in der Stadt Tulis ein unrühmliches Ende. Maria Franziska floh zu ihrem vermeintlichen Verbündeten Karl von Micolinien, der die Königin jedoch im Rahmen des [[Friede von Tinagua]] 1747 zum freiwilligen Thronverzicht zwang und anschließend in die Obhut eines Franziskaner-Klosters in Norden Micoliniens übergab. Dort starb Maria Franziska in aller Einsamkeit im Jahr 1759.
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Schließlich entschloss sich Marias Vetter [[David Alexander von Sessin]] als nächster männlicher Verwandter aus dem Haus Santori, selbst nach der Krone zu greifen und die Herrschaft Antons und Marias nicht anzuerkennen. Zwar scheiterte er damit, seine Propaganda gegen das Königspaar schmälerte aber deren Autorität, zumal sich Anton in Machtkämpfe mit den Generalständen verwickeln ließ. Zudem kam es wiederholt zu Intrigen am Hof und in den Ständen.
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=== Krieg und Abdankung ===
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Ein angeblicher Staatsstreich Antons gegen die Ständeversammlung im Jahr 1756 führte schließlich zu seiner Anklage durch die Generalstände, die ihm das Recht zur Mitregentschaft absprachen und ihn des Ehebruchs anklagten. Auf Druck der Stände hin stimmte Maria II. schließlich der Absetzung ihres Ehemanns zu und schickte ihn ins Exil. Mit der Absetzung Antonios gingen die Intrigen am Hof und in der Ständeversammlung aber weiter. Ein Staatsrat der Generalstände unter Führung von [[Olivério de Campas]] übernahm nun das Ruder, seine Herrschaft führte aber erneut zu Unstimmigkeiten zwischen Krone und Ständen.
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1756 wurde Olivério de Campas von einer Oppositionsgruppe gestürzt, bevor [[Francisco de Montxerent]] – ein einflussreicher Berater und mutmaßlicher Liebhaber María Franciscas – mit Gewalt die Macht übernahm. In der Zwischenzeit sammelte sich die Opposition in den Generalständen hinter [[Philipp IX. Ludwig|Herzog Philippe-Louis von Vienne]], einem Urenkel [[Gabriel VII.|Gabriels VII.]]
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Nach der Niederlage Sagradiens gegen Großbritannien in der [[Schlacht von Cavalla]] musste Francisco de Montxerent schließlich von seinem Amt als leitender Minister zurücktreten, woraufhin Maria im Herbst 1757, nach vier Jahren als Königin, ihre Abdankung erklärte, um den Weg für ihren Vetter [[Philipp IX. Ludwig|Philippe-Louis de Vienne]] als Nachfolger freizumachen. Die Generalstände nahmen die Abdankung an, womit die schillernde, 300-jährige Herrschaft des Hauses Santori auf dem sagradischen Thron ihr Ende nahm. Philippe-Louis bestieg schließlich als [[Philipp IX.]] den Thron und begründete die Dynastie der [[Haus Vienne|Vienne]] auf dem sagradischen Thron.
  
 
=== Leben nach dem Königtum ===
 
=== Leben nach dem Königtum ===
Bis zu ihrem Tod war sie formell weiterhin mit António de Piacone verheiratet. Die Diskussionen um dessen unglückliches Königtum zogen sich derweil noch einige Wochen nach der Absetzung Marias II. bis zum Frühjahr 1747 hin. Derweil überwinterte der Großherzog von Servette in [[Viça]] und nahm Verhandlungen mit den Generalständen über sein eigenes Königtum auf. Schließlich setzten sich in der Versammlung die Anhänger Louis-Gabriels durch und António II. wurde des Thrones enthoben. In französischer Gefangenschaft musste er seiner Abdankung zustimmen. Die Generalstände erhoben gleichzeitig Louis-Gabriel als Gabriel VIII. zum neuen sagradischen König, der bereits große Teile des Landes erobert und sich in geheimen Verhandlungen bereit erklärt hatte, den Eid auf die [[Codices Magna]] von 1722 zu leisten. Alle Versuche Antónios, sein Königtum gewaltsam zurück zu erlangen, scheiterten anschließend. Er starb 1770 im britischen Exil.
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Nach der Abdankung als Königin blieb Maria Franziska formell souveräne [[Fürstentum Cuentez|Fürstin von Cuentez]], hielt sich aber weitgehend aus den Staatsgeschäften zurück, die de facto von Semest aus kontrolliert wurden. Erst mit ihrem Tod fiel Cuentez endgültig an Sagradien.
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Bis zu ihrem Tod war Maria Franziska formell weiterhin mit [[Anton Piakónski]] verheiratet, die Ehe existierte aber nur noch auf dem Papier. Sie starb 1765 im Kloster Sagrán.  
  
 
[[Kategorie: König von Sagradien]]
 
[[Kategorie: König von Sagradien]]
[[Kategorie: König von Cuentez]]
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[[Kategorie: Königin von Sagradien]]
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[[Kategorie: Fürst von Cuentez]]
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[[Kategorie: Santori]]
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[[Kategorie: Herrscherin]]

Aktuelle Version vom 27. Dezember 2025, 18:50 Uhr

LouiseUlrikePreußen.jpg

Maria II. Franziska (*1729, †1765) war als Tochter Marias I. und Johann Franz regierende Königin von Sagradien (1753-1757) und Fürstin von Cuentez (1753-1765). Sie regierte gemeinsam mit ihrem Ehemann Anton Piakónski, der aber 1756 als Mitregent abgesetzt wurde. Maria dankte daraufhin 1757 als Königin zugunsten ihres entfernten Vetters Philipp IX. Ludwig aus dem Haus Vienne ab. Sie war die letzte Santori auf dem sagradischen Thron. Nach ihrem Tod 1765 fiel auch das Fürstentum Cuentez an Sagradien.

Jugend und Thronbesteigung[bearbeiten]

María Francisca Grâcia Teresa Carlota Leonor de Sántori wurde 1729 als älteste Tochter von Königin Maria I. Luise, Erbin der Krone Sagradiens, und ihrem Ehemann Johann III., Fürst von Cuentez, geboren. Sie war damit bis zur Geburt ihres jüngeren Bruders Joán Manuel 1735 und nach dessen frühem Tod 1738 erneut präsumptive Erbin sowohl der sagradischen als auch der cuentezischen Linie des Hauses Santori und der jeweiligen Herrschaften. Nachdem unter ihrer Mutter Maria I. 1730 wieder die Monarchie restauriert wurde, war Maria Franziska königliche Prinzessin.

Mit 16 Jahren heiratete Maria Franziska 1742 den polnischen Prinzen Anton Piakónski, Sohn des früheren polnischen Königs Franz I. Piakónski. Die Ehe zwischen der 16-jährigen Maria Franziska und dem 27 Jahre älteren Anton blieb aber unglücklich. Der einzige gemeinsame Sohn Filipe, Thronfolger des Königreichs, starb bereits mit drei Monaten. Ihr Ehemann wiederum war stärker mit politischen und militärischen Anliegen sowie mit Affären beschäftigt, als mit seiner Ehe. Als 1745 ihr Bruder David Johann auf die Welt kam, folgte ihr dieser als Thronfolger nach und beerbte schließlich nach dem Tod Marias I. 1748 auch ihre Mutter als König.

Der Kind-König David II. wurde jedoch nur acht Jahre alt. Als er 1753 starb, wurde Maria Franziska gemäß der Nachfolgeregelung ihres Vaters von den sagradischen Generalständen zur Königin erhoben. Sie musste aber wie bereits ihre Mutter und ihr Vater 1730 den Eid auf die Codices Magni der Stände ableisten.

Herrschaftsjahre[bearbeiten]

Obwohl Maria die Thronrechte innehatte und die Rolle ihres Gemahls unklar blieb, übernahm ihr ehrgeiziger und um einiges älterer Mann die Regierungsgeschäfte. Er verbündete sich im Vorfeld des vor der Tür stehenden Siebenjährigen Krieges mit Großbritannien und Mikolinien gegen Frankreich und Österreich. Die Herrschaft Antons war von Beginn an in Sagradien unpopulär. Der Pole sprach nicht die Landessprache und war überhaupt seit drei Jahrhunderten der erste auf dem Thron, der nicht der Sántori-Familie angehörte. Da Maria und er über keinen gemeinsamen Sohn verfügten, war die Zukunft der Dynastie überdies ungesichert. Hinzu kamen Skandale am Hof, wo Maria ein Verhältnis mit dem Grafen Francisco de Montxerent nachgesagt wurde.

Schließlich entschloss sich Marias Vetter David Alexander von Sessin als nächster männlicher Verwandter aus dem Haus Santori, selbst nach der Krone zu greifen und die Herrschaft Antons und Marias nicht anzuerkennen. Zwar scheiterte er damit, seine Propaganda gegen das Königspaar schmälerte aber deren Autorität, zumal sich Anton in Machtkämpfe mit den Generalständen verwickeln ließ. Zudem kam es wiederholt zu Intrigen am Hof und in den Ständen.

Krieg und Abdankung[bearbeiten]

Ein angeblicher Staatsstreich Antons gegen die Ständeversammlung im Jahr 1756 führte schließlich zu seiner Anklage durch die Generalstände, die ihm das Recht zur Mitregentschaft absprachen und ihn des Ehebruchs anklagten. Auf Druck der Stände hin stimmte Maria II. schließlich der Absetzung ihres Ehemanns zu und schickte ihn ins Exil. Mit der Absetzung Antonios gingen die Intrigen am Hof und in der Ständeversammlung aber weiter. Ein Staatsrat der Generalstände unter Führung von Olivério de Campas übernahm nun das Ruder, seine Herrschaft führte aber erneut zu Unstimmigkeiten zwischen Krone und Ständen.

1756 wurde Olivério de Campas von einer Oppositionsgruppe gestürzt, bevor Francisco de Montxerent – ein einflussreicher Berater und mutmaßlicher Liebhaber María Franciscas – mit Gewalt die Macht übernahm. In der Zwischenzeit sammelte sich die Opposition in den Generalständen hinter Herzog Philippe-Louis von Vienne, einem Urenkel Gabriels VII.

Nach der Niederlage Sagradiens gegen Großbritannien in der Schlacht von Cavalla musste Francisco de Montxerent schließlich von seinem Amt als leitender Minister zurücktreten, woraufhin Maria im Herbst 1757, nach vier Jahren als Königin, ihre Abdankung erklärte, um den Weg für ihren Vetter Philippe-Louis de Vienne als Nachfolger freizumachen. Die Generalstände nahmen die Abdankung an, womit die schillernde, 300-jährige Herrschaft des Hauses Santori auf dem sagradischen Thron ihr Ende nahm. Philippe-Louis bestieg schließlich als Philipp IX. den Thron und begründete die Dynastie der Vienne auf dem sagradischen Thron.

Leben nach dem Königtum[bearbeiten]

Nach der Abdankung als Königin blieb Maria Franziska formell souveräne Fürstin von Cuentez, hielt sich aber weitgehend aus den Staatsgeschäften zurück, die de facto von Semest aus kontrolliert wurden. Erst mit ihrem Tod fiel Cuentez endgültig an Sagradien.

Bis zu ihrem Tod war Maria Franziska formell weiterhin mit Anton Piakónski verheiratet, die Ehe existierte aber nur noch auf dem Papier. Sie starb 1765 im Kloster Sagrán.