David II.: Unterschied zwischen den Versionen

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'''David II.''', genannt ''der Kindkönig'' (sagr. ''Don David II il Rei-Infante'', *Februar 1735, †Mai 1735) war als Säugling im Jahr 1735 für neun Wochen lang [[König von Sagradien]] sowie als Thronfolger seines Vaters König [[Johann III.]] [[Prinz von Cuentez]]. Der jüngste und einzige überlebende gemeinsame Sohn der sagradischen Königin [[Maria I.]] und ihres Mannes Johann III. folgte nur wenige Tage nach seiner Geburt seiner an den Folgen der Geburt gestorbenen Mutter auf dem sagradischen Thron nach. Sein Vater Johann III., zuvor bereits Mitkönig seiner Frau, übernahm für den Kindkönig die Regentschaft.
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Don Luis David Joán Francisco María de l'Esperança de Sántori i Sántori wurde im Februar 1735 als jüngster Sohn von Königin [[Maria I.]] und ihrem Mann [[Johann III.]] geboren. Nach dem frühen Tod seines älteren Bruders Joán Manuel im Jahr 1734 war David beim Zeitpunkt seiner Geburt Thronfolger sowohl seines Vaters als legitimer König von Cuentez sowie seiner Mutter als Königin von Sagradien. Seine einzige Schwester war die zu diesem Zeitpunkt zehnjährige [[Maria II. Franziska|María Francisca]].  
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'''David II.''' (*1745, †1753, ''David Johann Sylvester Ignatius von Sántori''), genannt ''der Kindkönig'' (sagr. ''David II il Rei-Infante''), war von 1748 bis zu seinem Tod als Achtjähriger [[König von Sagradien]] und als ''David I.'' [[Fürst von Cuentez]]. Er stand die gesamte Zeit seiner Regierung über unter Vormundschaft seiner Tante [[Cristina de Sántori]], der [[Herzog von Armoria|Herzogin von Armorien]]. Die Regierung übte jedoch ein fünf-, seit 1752 siebenköpfiger Regentschaftsrat aus, dem auch Cristinas Mann [[Jâcque de Godolfín]], [[Herzog von Armorien]], als führende Figur angehörte. David war der letzte männliche Santori auf einem europäischen Thron.  
  
Bereits wenige Stunden, nachdem David zur Welt gekommen war, starb seine Mutter Königin Maria am Kindbettfieber und hinterließ ihm damit den Thron des sagradischen Königreichs. Der Säugling wurde daher mit seiner Taufe auf den Namen David bereits zum König gekrönt. Der Name wurde gewusst gewählt, da David als zukünftiger Herrscher von Sagradien und Cuentez die beiden königlichen Linien des Hauses Santori und damit große Teile des Weltreichs Davids I. wieder zusammenführen sollte.  
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=== Herkunft ===
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David Johann von Santori wurde 1745 als Sohn von Königin [[Maria I.]] und ihrem kurz zuvor verstorbenen Mann [[Johann Franz]] von Sagradien geboren. Die lange ersehnte Geburt des Thronfolgers schien dem Haus Santori und der erst 1730 durch Johann und Maria restaurierte sagradischen Monarchie die Zukunft zu sichern, die angesichts des Aussterbens von Nebenlinien und dem langen Fehlen eines männlichen Thronfolgers bedroht war. Der junge Thronfolger erhielt bewusst den Namen des großen Santori-Herrschers des 16. Jahrhunderts, der über ein Weltreich geherrscht hatte. Dies war somit gleichzeitig Reminiszenz an die große Vergangenheit und Symbol für die erhoffte Zukunft des Hauses Santori.  
  
Die Regentschaft für den König übernahm sein Vater Johann III. Franz von Cuentez, der bereits zuvor als Mitherrscher seiner Frau Politik des Königreichs in Zusammenarbeit mit den Ständen bestimmt hatte. Mit dem Erreichen der Volljährigkeit sollte David sodann seinem Vater als König von Sagradien und nach dessen Tod auch als König von Cuentez nachfolgen und damit die beiden seit 1543/47 getrennten Kronen in seiner Hand vereinen. David starb jedoch bereits nach neun Wochen einen plötzlichen Kindstod. Obwohl nun seine ältere Schwester Maria Franziska als potenzielle Nachfolgerin zur Vefügung gestanden hätte, erhoben die sagradischen Stände nun Davids Vater Johann auch zum König von Sagradien, womit dieser nun anstelle seines Sohnes die beiden Kronen in einer Hand vereinen konnte. María Francisca folgte ihm erst nach seinem Tod 1744 als Königin von Sagradien und Cuentez nach.  
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=== Regentschaft ===
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Kurz nach seiner Geburt erhielt David von seiner älteren Schwester [[Maria II. Franziska|Maria Franziska]] die beiden traditionellen Thronfolgertitel der Kronen von Sagradien und Cuentez und wurde [[Fürst von Sarmay]] und [[Fürst von Cuentez|Erbprinz von Cuentez]]. Im Jahr 1748 starb Davids Mutter [[Maria I.]] und David wurde als Dreijähriger zum [[König von Sagradien]] und [[Fürst von Cuentez|Fürsten von Cuentez]] erhoben. Zum Vormund und Regenten wurde seine Tante [[Cristina de Sántori]] bestimmt. Gemäß der Regentschaftsregelung musste sie die Herrschaft aber mit einem paritätisch von den Ständen von Cuentez und von Sagradien benannten Regentschaftsrat teilen, der de facto das Reich regierte. Zur führenden Figur stieg Cristinas Ehemann [[Jâcque de Godolfín]], Herzog von Armorien, auf.
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Die Regierung des Rates war von zahlreichen Machtkämpfen innerhalb des Gremiums geprägt, in dem u.a. [[Joaquín de Montxerent]], [[Erzbischof von Viça]], mit Godolfín um die Vorherrschaft stritt. Zudem versuchte der [[Herzog von Sessin]] [[David Alexander von Sessin|David Alexander von Santori]] aus der wichtigsten existenten Nebenlinie der Sántori vergeblich, seine Stellung als Präsumptiverbe der Sántori-Dynastie durchzusetzen. Seine Forderung an Cristina, ihm die offizielle Regentschaft zu übertragen und ihn als Erben anzuerkennen, wurde von den Gegnern Sesins im Hochadel und im Rat zurückgewiesen, die um ihren Einfluss bangen mussten.
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=== Tod und Nachfolgekrise ===
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König David, von eher schwächlicher körperlicher Konstitution, starb im Alter von nur neun Jahren am 6. November 1753 in [[Novil]], vermutlich an Tuberkulose. Mit seinem Tod starb zugleich das Haus Santori in direkter männlicher Linie aus. Die Stände erklärten nun Davids ältere Schwester Maria Franziska als [[Maria II.]] zur Königin. Da diese nicht mit einem Mitglied des Hauses Santori, sondern mit [[Anton Piakónski]] verheiratet war, erhob auch der Herzog von Sessin als Abkömmling Davids I. in direkter legitimer männlicher Linie alleinigen Anspruch auf das Erbe der Sántori, den er aber nicht durchsetzen konnte. Dennoch hatte dessen Propaganda gegen Königin Maria, die er als Bastard bezeichnete, Effekt auf die Stimmung im Land. Mit der Abdankung Marias endete schließlich die Epoche der Santori-Könige 1757.
  
 
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Aktuelle Version vom 16. Dezember 2025, 15:43 Uhr

PhilippAnjou.jpg

David II. (*1745, †1753, David Johann Sylvester Ignatius von Sántori), genannt der Kindkönig (sagr. David II il Rei-Infante), war von 1748 bis zu seinem Tod als Achtjähriger König von Sagradien und als David I. Fürst von Cuentez. Er stand die gesamte Zeit seiner Regierung über unter Vormundschaft seiner Tante Cristina de Sántori, der Herzogin von Armorien. Die Regierung übte jedoch ein fünf-, seit 1752 siebenköpfiger Regentschaftsrat aus, dem auch Cristinas Mann Jâcque de Godolfín, Herzog von Armorien, als führende Figur angehörte. David war der letzte männliche Santori auf einem europäischen Thron.

Herkunft[bearbeiten]

David Johann von Santori wurde 1745 als Sohn von Königin Maria I. und ihrem kurz zuvor verstorbenen Mann Johann Franz von Sagradien geboren. Die lange ersehnte Geburt des Thronfolgers schien dem Haus Santori und der erst 1730 durch Johann und Maria restaurierte sagradischen Monarchie die Zukunft zu sichern, die angesichts des Aussterbens von Nebenlinien und dem langen Fehlen eines männlichen Thronfolgers bedroht war. Der junge Thronfolger erhielt bewusst den Namen des großen Santori-Herrschers des 16. Jahrhunderts, der über ein Weltreich geherrscht hatte. Dies war somit gleichzeitig Reminiszenz an die große Vergangenheit und Symbol für die erhoffte Zukunft des Hauses Santori.

Regentschaft[bearbeiten]

Kurz nach seiner Geburt erhielt David von seiner älteren Schwester Maria Franziska die beiden traditionellen Thronfolgertitel der Kronen von Sagradien und Cuentez und wurde Fürst von Sarmay und Erbprinz von Cuentez. Im Jahr 1748 starb Davids Mutter Maria I. und David wurde als Dreijähriger zum König von Sagradien und Fürsten von Cuentez erhoben. Zum Vormund und Regenten wurde seine Tante Cristina de Sántori bestimmt. Gemäß der Regentschaftsregelung musste sie die Herrschaft aber mit einem paritätisch von den Ständen von Cuentez und von Sagradien benannten Regentschaftsrat teilen, der de facto das Reich regierte. Zur führenden Figur stieg Cristinas Ehemann Jâcque de Godolfín, Herzog von Armorien, auf.

Die Regierung des Rates war von zahlreichen Machtkämpfen innerhalb des Gremiums geprägt, in dem u.a. Joaquín de Montxerent, Erzbischof von Viça, mit Godolfín um die Vorherrschaft stritt. Zudem versuchte der Herzog von Sessin David Alexander von Santori aus der wichtigsten existenten Nebenlinie der Sántori vergeblich, seine Stellung als Präsumptiverbe der Sántori-Dynastie durchzusetzen. Seine Forderung an Cristina, ihm die offizielle Regentschaft zu übertragen und ihn als Erben anzuerkennen, wurde von den Gegnern Sesins im Hochadel und im Rat zurückgewiesen, die um ihren Einfluss bangen mussten.

Tod und Nachfolgekrise[bearbeiten]

König David, von eher schwächlicher körperlicher Konstitution, starb im Alter von nur neun Jahren am 6. November 1753 in Novil, vermutlich an Tuberkulose. Mit seinem Tod starb zugleich das Haus Santori in direkter männlicher Linie aus. Die Stände erklärten nun Davids ältere Schwester Maria Franziska als Maria II. zur Königin. Da diese nicht mit einem Mitglied des Hauses Santori, sondern mit Anton Piakónski verheiratet war, erhob auch der Herzog von Sessin als Abkömmling Davids I. in direkter legitimer männlicher Linie alleinigen Anspruch auf das Erbe der Sántori, den er aber nicht durchsetzen konnte. Dennoch hatte dessen Propaganda gegen Königin Maria, die er als Bastard bezeichnete, Effekt auf die Stimmung im Land. Mit der Abdankung Marias endete schließlich die Epoche der Santori-Könige 1757.