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| − | + | Die Regierung des Rates war von zahlreichen Machtkämpfen innerhalb des Gremiums geprägt, in dem u.a. [[Joaquín de Montxerent]], [[Erzbischof von Viça]], mit Godolfín um die Vorherrschaft stritt. Zudem versuchte der [[Herzog von Sessin]] [[David Alexander von Sessin|David Alexander von Santori]] aus der wichtigsten existenten Nebenlinie der Sántori vergeblich, seine Stellung als Präsumptiverbe der Sántori-Dynastie durchzusetzen. Seine Forderung an Cristina, ihm die offizielle Regentschaft zu übertragen und ihn als Erben anzuerkennen, wurde von den Gegnern Sesins im Hochadel und im Rat zurückgewiesen, die um ihren Einfluss bangen mussten. | |
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| − | König David, von eher schwächlicher körperlicher Konstitution, starb im Alter von nur neun Jahren am 6. November | + | König David, von eher schwächlicher körperlicher Konstitution, starb im Alter von nur neun Jahren am 6. November 1753 in [[Novil]], vermutlich an Tuberkulose. Mit seinem Tod starb zugleich das Haus Santori in direkter männlicher Linie aus. Die Stände erklärten nun Davids ältere Schwester Maria Franziska als [[Maria II.]] zur Königin. Da diese nicht mit einem Mitglied des Hauses Santori, sondern mit [[Anton Piakónski]] verheiratet war, erhob auch der Herzog von Sessin als Abkömmling Davids I. in direkter legitimer männlicher Linie alleinigen Anspruch auf das Erbe der Sántori, den er aber nicht durchsetzen konnte. Dennoch hatte dessen Propaganda gegen Königin Maria, die er als Bastard bezeichnete, Effekt auf die Stimmung im Land. Mit der Abdankung Marias endete schließlich die Epoche der Santori-Könige 1757. |
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Aktuelle Version vom 16. Dezember 2025, 15:43 Uhr
David II. (*1745, †1753, David Johann Sylvester Ignatius von Sántori), genannt der Kindkönig (sagr. David II il Rei-Infante), war von 1748 bis zu seinem Tod als Achtjähriger König von Sagradien und als David I. Fürst von Cuentez. Er stand die gesamte Zeit seiner Regierung über unter Vormundschaft seiner Tante Cristina de Sántori, der Herzogin von Armorien. Die Regierung übte jedoch ein fünf-, seit 1752 siebenköpfiger Regentschaftsrat aus, dem auch Cristinas Mann Jâcque de Godolfín, Herzog von Armorien, als führende Figur angehörte. David war der letzte männliche Santori auf einem europäischen Thron.
Herkunft[bearbeiten]
David Johann von Santori wurde 1745 als Sohn von Königin Maria I. und ihrem kurz zuvor verstorbenen Mann Johann Franz von Sagradien geboren. Die lange ersehnte Geburt des Thronfolgers schien dem Haus Santori und der erst 1730 durch Johann und Maria restaurierte sagradischen Monarchie die Zukunft zu sichern, die angesichts des Aussterbens von Nebenlinien und dem langen Fehlen eines männlichen Thronfolgers bedroht war. Der junge Thronfolger erhielt bewusst den Namen des großen Santori-Herrschers des 16. Jahrhunderts, der über ein Weltreich geherrscht hatte. Dies war somit gleichzeitig Reminiszenz an die große Vergangenheit und Symbol für die erhoffte Zukunft des Hauses Santori.
Regentschaft[bearbeiten]
Kurz nach seiner Geburt erhielt David von seiner älteren Schwester Maria Franziska die beiden traditionellen Thronfolgertitel der Kronen von Sagradien und Cuentez und wurde Fürst von Sarmay und Erbprinz von Cuentez. Im Jahr 1748 starb Davids Mutter Maria I. und David wurde als Dreijähriger zum König von Sagradien und Fürsten von Cuentez erhoben. Zum Vormund und Regenten wurde seine Tante Cristina de Sántori bestimmt. Gemäß der Regentschaftsregelung musste sie die Herrschaft aber mit einem paritätisch von den Ständen von Cuentez und von Sagradien benannten Regentschaftsrat teilen, der de facto das Reich regierte. Zur führenden Figur stieg Cristinas Ehemann Jâcque de Godolfín, Herzog von Armorien, auf.
Die Regierung des Rates war von zahlreichen Machtkämpfen innerhalb des Gremiums geprägt, in dem u.a. Joaquín de Montxerent, Erzbischof von Viça, mit Godolfín um die Vorherrschaft stritt. Zudem versuchte der Herzog von Sessin David Alexander von Santori aus der wichtigsten existenten Nebenlinie der Sántori vergeblich, seine Stellung als Präsumptiverbe der Sántori-Dynastie durchzusetzen. Seine Forderung an Cristina, ihm die offizielle Regentschaft zu übertragen und ihn als Erben anzuerkennen, wurde von den Gegnern Sesins im Hochadel und im Rat zurückgewiesen, die um ihren Einfluss bangen mussten.
Tod und Nachfolgekrise[bearbeiten]
König David, von eher schwächlicher körperlicher Konstitution, starb im Alter von nur neun Jahren am 6. November 1753 in Novil, vermutlich an Tuberkulose. Mit seinem Tod starb zugleich das Haus Santori in direkter männlicher Linie aus. Die Stände erklärten nun Davids ältere Schwester Maria Franziska als Maria II. zur Königin. Da diese nicht mit einem Mitglied des Hauses Santori, sondern mit Anton Piakónski verheiratet war, erhob auch der Herzog von Sessin als Abkömmling Davids I. in direkter legitimer männlicher Linie alleinigen Anspruch auf das Erbe der Sántori, den er aber nicht durchsetzen konnte. Dennoch hatte dessen Propaganda gegen Königin Maria, die er als Bastard bezeichnete, Effekt auf die Stimmung im Land. Mit der Abdankung Marias endete schließlich die Epoche der Santori-Könige 1757.